Tag: #mobilität

Mehrere Personen laufen, joggen mit Nike-Schuhen, Bild zum Artikel Stark im Park

Stark im Park:
Kostenloser Sport in Berlin

Sport frei: In Berlin könnt ihr diesen Sommer an kostenlosen (!) Trainingsangeboten im Freien teilnehmen. Ermöglicht wird dies durch Stark im Park – einem Förderprogramm der Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Es möchte die Berliner und Berlinerinnen dazu bewegen, sich mehr zu bewegen, aktiv durch den Sommer zu kommen und dabei die frische Luft zu genießen.

Berlin bewegt: Kollektives Schwitzen im Sommer

Der gute alte Sportmuffel ist in fast jedem von uns mehr oder weniger vertreten. Und was motiviert da besser als Sport in Gesellschaft? Zumindest fällt das Aufraffen so leichter. Ein positiver Nebeneffekt: Frische Luft tut gut. Wie der Name bereits andeutet, bietet Stark im Park Sporteinheiten in über 15 Berliner Grünanlagen an sieben Wochentagen an. Ebenso vielfältig ist das Angebot: Ob Laufen, Gerätetraining, Spielen, Rückenübungen, Zirkeltraining oder Yoga, bei über 20 verschiedenen Sportarten ist für jeden etwas dabei.

 

Zum Programm, inklusive aller zeitnahen Termine.

Hier ein paar Eindrücke bisheriger Sporteinheiten:

Stark im Volkspark: Bodyfit für Frauen

Krafttraining for free in Kreuzberg

Berliner Haus und Bewohner, zum Artikel: In der Fremde: Fotograf zeigt Facetten der Berliner Nacht

In der Fremde:
Fotograf zeigt die Facetten der Berliner Nacht

Die Hauptstadt schläft nie. Das beweisen die Fotografien von Romeo Alaeff. Statt auf Hochglanz polierte Stock-Photos, zeigt der New Yorker Künstler in einer ganz besonderen Bilderreihe „In der Fremde“ die wahren Momentaufnahmen Berliner Nächte zwischen Parkanlagen, U-Bahnhöfen und Nebenstraßen. Es sind Momente, die zwar fast jeder von uns kennt, die aber in der Hektik des Alltags oft untergehen. Romeo Alaeff hält an dieser Stelle inne und zückt seine Kamera. Was dabei herauskommt, sind neue und besondere Sichtweisen auf scheinbar alltägliche Nächte. Dadurch macht der Fotograf die Schönheit und Mystik des Profanen sichtbar. Taucht mit uns ein in die Geisterstunde Berlins:

Kleiner Mann, große Geste! Oder doch nicht?

© Romeo Alaeff

Ein kleiner Junge kniet unter dem Dach einer Bushaltestelle und streckt einer Dame die Hand entgegen. Es wirkt als wolle der Junge ihr die Hand reichen. Vielleicht ist sie seine Mutter? In Wiklichkeit ist alles ganz anders: Wie der Fotograf erst später bemerkte, wollte der Junge die Frau wohl bestehlen und der Mann neben ihm war sein Aufpasser. Dies zeigt, wie konträr Perspektiven wirken können und, dass selten etwas wirklich so ist, wie es scheint.

In der Fremde. Oder doch Zuhause?

Romeo Alaeff behandelt in seinen Bildern Themen wie Zugehörigkeit, Migration und ein Gefühl von Heimat – etwas, das uns alle auf verschiedene Art und Weise betrifft und berührt. Auch hinter vielen anderen Fotografien stecken sehr wahrscheinlich komplexe Geschichten und Biografien. Das Faszinierende daran ist für den Betrachter der Reiz des Unergründlichen. Wo sind wir? Was geschah dort? Wer ist das? Und welche Gedanken schweben im Raum? Unscheinbare Orte, unbekannte Blickwinkel und eben diese “lost in translation”-Momente interessieren den Fotografen sehr.

Es lebe der Leichtsinn

© Romeo Alaeff

Bitte aussteigen: Kampf in der U-Bahn

© Romeo Alaeff

Berlin, let me entertain you…

© Romeo Alaeff

Undercover: Nächtliche Sprachnachricht

© Romeo Alaeff

In der Einfahrt von Hausnummer 2

© Romeo Alaeff

Die Ästhetik eines U-Bahn-Schachtes

© Romeo Alaeff

Neue Perspektiven: Kein Schatten ohne Licht

© Romeo Alaeff

 

Weitere tolle Fotos von Romeo Alaeff findet ihr auf seiner Website und bei InstagramFlickr und Twitter.

Titelbild: @Romeo Alaeff, In der Fremde

Gerichte im Resataurant

Beste-Reste-Box:
Gegen Lebensmittel-Verschwendung

Jeder von uns hat sich mindestens schon ein Mal in seinem Leben darüber geärgert: Man sitzt im Restaurant, das Essen schmeckt köstlich, aber die Portion ist so groß, dass man es einfach nicht schafft diese aufzuessen. Wehmut kommt auf – inklusive schlechtem Gewissen! Denn es entgeht einem nicht nur ein weiterer Gaumenschmaus, nein, dieser landet nun auch noch im Müll. Jährlich werden ca. 18 Millionen Tonnen hochwertiger Lebensmittel weggeschmissen.

 

Eine deratige Lebensmittelverschwendung findet auch in der Gastronomie  und dem Catering-Bereich tagtäglich massenhaft statt. Laut dem Bundesministerium für Ernährung handelt es sich hier um 23,6 Kilo Lebensmittel pro Gast und Jahr. Doch so weit muss es nicht kommen. In amerikanischen Restaurants ist es mittlweile selbstverständlich sich das Essen in sogenannten “Doggy Bags” einpacken zu lassen.  Den Gästen ist es jedoch meist sehr unangenehm danach zu fragen. Dem wirkt die Aktion „Restlos genießen“ mit ihrem Konzept hierzulande entgegen.

Riesen Portionen auf XXL-Tellern tragen Mitschuld

Eigentlich ist das Einpacken von Speiseresten etwas ganz Normales, das viele von uns aus ihrer Familie kennen: Wenn die Eltern oder Großeltern etwas Leckeres gekocht haben, wird das Übriggebliebene kurzerhand eingepackt und am nächsten Tag aufgewärmt. Essen wegzuwerfen, kam für die Generation, die in Kriegszeiten aufwuchs, nicht in die Tüte.

 

Oft sind die Augen größer als der Magen, heißt es so schön. Doch im Restaurant haben die Gäste oft gar keine andere Wahl: Die Portionen sind meist so riesig, dass sie kein normaler Magen bewältigen kann. Insbesondere in Berlins süddeutschen und österreichischen Lokalen ist die Kost oft üppig.

Doggy-Bags zwischen Scham und Nützlichkeit

Im Laufe der Zeit wurde auch in Restaurants um sogenannte “Doggy Bags” gebeten. Der Name deutet bereits an, wie schambehaftet das Thema war und immer noch sein kann. Denn die Bezeichnung kommt daher, dass die Gäste damals vorgaben, die eingepackten Reste solle ihr Hund bekommen. Tatsächlich war das Essen in den meisten Fällen für sie selbst oder Daheimgebliebene bestimmt. Heute argumentiert so kaum noch jemand. Und dennoch ist es den meisten Menschen nach wie vor unangenehm danach zu fragen.

Nachhaltig, praktisch, sinnvoll: Die Beste-Reste-Box

Dem versucht die Gemeinschaftsaktion “Restlos genießen” der Initiative “Zu gut für die Tonne!” des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft sowie Greentable.de, einer Internetplattform für nachhaltige Gastronomieangebote, entgegenzuwirken. Dies soll dadurch gelingen, dass die Gäste nicht erst nachfragen müssen, sondern die Wirte aktiv ihre Reste-Boxen anbieten. Türaufkleber und Einleger für die Speisekarte sollen ebenfalls darauf aufmerksam machen und unnötige Scham eliminieren. Der Restaurantcoach Christian Rach unterstützt die Aktion.

 

Die Boxen dürfen natürlich am Ende nicht mehr Müll produzieren als sie vermeiden sollen  – deshalb ist die Beste-Reste-Box recyclingfähig, fett- und wasserresistent und zu 100 Prozent biologisch abbaubar. Man kann sie sogar bis auf 160 Grad erhitzen und in die Mikrowelle oder ins Tiefkühlfach stellen.

In Berlin gibt es schon viele Interessenten und auch Restaurants, die die Beste-Reste-Boxen bereits nutzen. Mit dabei sind beispielsweise das Restaurant AIGNER am Gendarmenmarkt und der Cateringservice die dollen Knollen. Hier könnt ihr weitere Speiselokale checken.

Berlin Recycling gegen Lebensmittel-Verschwendung

Die Berliner Tafel setzt sich ebenfalls gegen die Verschwendung von Lebensmitteln ein. Die KIMBA-Initiative möchte vor allem bei jüngeren Generationen ein nachhaltiges Bewusstsein fördern.

Wiese Fahrradweg zwei Fahrräder zum Artikelthema Hochschulwettbewerb: Wie E-Bikes in die Großstadt integrieren werden können

Hochschulwettbewerb:
Wie E-Bikes in die Großstadt integriert werden können

E-Bikes sind in den letzten Jahren zu sehr beliebten Fahrzeugen geworden. Dementsprechend oft sieht man sie im Straßenverkehr. Weil Großstädte noch nicht darauf eingerichtet sind, veranstaltet Fahrrad XXL einen Wettbewerb zur Lösung dieses Problems.

 

Risiko für Fahrradfahrer

Im öffentlichen Straßenverkehr Fahrrad zu fahren, bringt einige Gefahren mit sich. Autofahrer sind oft zu schnell unterwegs und nehmen selten Rücksicht auf schwächere Verkehrsteilnehmer. Vor allem in Großstädten gibt es zu wenige Wege, die ausschließlich für Fahrräder gedacht sind. In den letzten Jahren sind E-Bikes immer beliebter geworden – noch ein Fahrzeug auf den weder der fahrende, noch der ruhende Verkehr ausgerichtet ist. Um dieses Problem zu lösen, hat Fahrrad XXL einen Ideenwettbewerb ausgelobt: Urban Planning: E-Bikes und Nachhaltigkeit.

 

Mobilität und Nachhaltigkeit

Der Wettbewerb richtet sich an alle zukünftigen Planer und Gestalter. Sowohl technisch und umweltbezogene Studenten als auch Architekten und Stadtplaner, die nicht mehr als drei Jahre Berufserfahrung haben, können daran teilnehmen. Ziel ist es, Nachhaltigkeit und Mobilität im Straßenverkehr zu vereinen, um die Verkehrssicherheit zu fördern. Es sollen außerdem Lösungen für Verkehrsstörungen gefunden werden. Der Hochschulwettbewerb wird von der Hochschule für Technik Stuttgart und dem Magazin MYBIKE unterstützt.  

 

Urbane Konzeptideen

Die Wettbewerbsaufgabe beschäftigt sich konkret damit, wie Elektrofahrräder in die Alltagsmobilität einer Großstadt integriert werden können, um einen nachhaltigen Verkehr zu fördern. Teilnehmer können sich zwischen zwei Aufgaben, die entweder in Richtung Stadtplanung oder in Richtung Architektur gehen entscheiden. Die Einreichungen werden nach den Kriterien Umsetzbarkeit, Innovationsgrad und Einzigartigkeit von einer Fachjury bewertet. Einsendeschluss ist der 30.04.2018. Insgesamt werden Preisgelder im Wert von 3.500 Euro vergeben.  

 

 

BVG-Gebäude gelbe Straßenbahn zum Artikelthema Verkehrswende: BVG bestellt Elektrobusse in Milliardenhöhe

Verkehrswende:
BVG bestellt Elektrobusse in Milliardenhöhe

Wer die Umwelt verbessern will, muss auch mal tief in die Tasche greifen. Das dachte sich auch die BVG und bestellte prompt 45 kostspielige Elektrobusse. Ob sich diese Investition lohnt, wird sich erst später herausstellen.  

 

Senkung der Stickoxidwerte

Elektrofahrzeuge sind gerade total im Trend – da möchte die BVG natürlich mitmachen. Deswegen wurden auch direkt 45 Elektrobusse mit Batterie, im Auftrag des Aufsichtsrats, bestellt. Im Grunde ist das eine gute Idee. Schließlich machen Linienbusse 16% der Stickoxidwerte im Straßenverkehr aus. Der ganze Spaß soll allerdings 37,5 Mio. Euro kosten – eine ganz schön große Summe, findet auch der SPD-Abgeordnete Tino Schopf. Angesichts dieser Summen schlackere sogar er mit den Ohren.  

 

Missglückte Testphase

Was neben den hohen Kosten auch abschreckend sein sollte, sind die Ergebnisse des 15-monatigen Tests der BVG. Vier Busse der polnischen Marke Solaris wurden auf der Linie 204 zwischen Bahnhof Südkreuz und Bahnhof Zoo eingesetzt. Im Durchschnitt waren aber nur drei der vier Busse verfügbar. Der Senat begründet die Ausfallquote von 25% mit “unplanbaren Schäden”. Probleme mit der Steuerungs-, Antriebs- und Ladetechnik seien die Hauptursachen gewesen. Mal habe es an der defekten Bordelektronik gelegen, mal waren die Türen defekt oder es gab keinen Strom.

 

Günstigere Alternative

„Eine solche Verfügbarkeitsquote wäre sowohl aus finanziellen Gründen, als auch aus Kundensicht nicht akzeptabel“, räumt die Verkehrsverwaltung ein. Der Senat ist der Meinung, dass der Versuchscharakter die schlechte Verfügbarkeitsquote verursacht habe „und keinesfalls auf künftig zu beschaffende Elektrobusse übertragen werden muss“. Dabei gibt es eine gute Alternative: saubere Euro-6-Dieselmotoren. Für 37,5 Mio. Euro könnten 150 Exemplare davon angeschafft werden. Sie produzieren 90% weniger Stickoxide als die alten Busse. Angesichts dieser Zahlen fragt sich nicht nur Tino Schopf: „Die Gesundheit ist wichtiger als die Kosten. Doch muss es so teuer sein?“

Drehort Herr der Ringe zum Artikel: Andrea David über Ihren Reiseblog: Die Welt der Drehorte

Andrea David über ihren Reiseblog:
Die Welt der Drehorte

In welchen Berg wirft Frodo den Ring der Ringe? Ist es wirklich so kalt in Winterfell? Von welchem Dach sprang James Bond? Und auf welcher Feuerleiter küssten sich Julia Roberts und Richard Gere im Happy End von Pretty Woman? Andrea David geht diesen und vielen weiteren Fragen auf ihrer Website und ihrem Reiseblog “Filmtourismus – Die Welt der Drehorte” nach. Mit dem Projekt verbindet die studierte Tourismusmanagerin ihr Interesse für fremde Orte und Länder mit ihrer Leidenschaft für Filme. Vom Großstadtrevier, über Walking Dead und Pumuckl, bis hin zu Game of Thrones : Andrea David sammelt seit 2014 in einer Art Online-Datenbank Drehortinfos zu mittlerweile mehr als 500 Filmen und Serien. Und die Reise geht weiter. Uns hat sie von der Idee erzählt und verrät wie magisch Filmorte wirklich sind.

Welche Filmschauplätze gehören zu deinen Lieblingsdrehorten und warum?

Besonders spannend finde ich die Orte, die auch nach Jahrzehnten noch Filmfans anziehen, zu meinen Favoriten gehören daher das Hotel aus „Dirty Dancing“, die Kleinstadt in der „Rambo“ einst einen Krieg mit dem Sheriff führte, und der Ort, in dem „Grüne Tomaten“ gedreht wurde. So unterschiedlich die Orte auch sind, alle drei profitieren auch heute von ihrer filmischen Vergangenheit.

Wie bist du auf die Idee einer Website und eines Blogs über Filmdrehorte gekommen?

Ich habe Tourismusmanagement studiert und als Filmfan meine Abschlussarbeit über Filmtourismus, also genauer gesagt den Einfluss von Filmen auf die Wahl der Reiseziele, geschrieben. Durch die vielen Recherchen und Praxisbeispiele bin ich auf den Geschmack gekommen und bin im Laufe der Zeit selbst zur begeisterten Filmtouristin geworden. Irgendwann wollte ich meine gesammelten Infos zu Drehorten bekannter Filme mit anderen teilen und habe hobbymäßig mit dem Blog begonnen. Als die Nutzerzahlen immer weiter steigen – heute sind es über 125.000 Leser im Monat – hatte ich vor vier Jahren schließlich den Mut aus meinem Hobby einen Beruf zu machen. Neben dem Reiseblog berichte ich heute auch auf Facebook und Instagram über Reisetipps für Filmfans.

Wonach wählst du die Filme und Serien aus?

Auf Filmtourismus.de geht es vor allem um spannende Drehorte von Kinofilmen und Serien. Fernsehfilme behandle ich aufgrund der Masse nicht, außer es handelt sich um bekannte TV-Reihen wie Tatort oder gut gemachte Dreiteiler. Nicht alle Filme spiegeln dabei meinen persönlichen Geschmack wieder, sondern sind vielmehr eine Auswahl an Filmklassikern und aktuellen Streifen, die hinsichtlich ihrer Schauplätze und möglichen Reisen dahin interessant sind. Neue Filme schaue ich mir nach Möglichkeit schon vor dem Kinostart in der Pressevorführung an und entscheide dann, ob sie auf die Seite passen oder nicht. Hin und wieder kommen aber auch alte Produktionen hinzu, z.B. wenn ich die Drehorte unterwegs entdeckt habe oder besonders viele Anfragen von Nutzern dazu bekomme.

 

Wo recherchierst du nach Informationen zu Drehorten? Ist es schwierig an diese Daten zu kommen?

Wenn ich Glück habe, bekomme ich Input zu den Drehorten von Tourismusverbänden, Sendern und Filmverleihern, mit denen ich häufig bei der Reiseplanung zusammenarbeite. Wenn es keine öffentlichen Informationen dazu gibt, ist es jedoch richtige Detektivarbeit: Filmstills mit Google Streetview vergleichen, immer wieder die Szenenfotos nach markanten Hinweisen absuchen und vor Ort viele Leute fragen. Netterweise schicken mir auch die Leser hin und wieder Infos zu Drehorten, die sie selbst entdeckt haben oder falls sich zwischenzeitlich etwas geändert hat, zum Beispiel ein Hotel oder Restaurant geschlossen hat. Das hilft mir die Seite aktuell zu halten.

Im Filmtourismus treffen Fiktion und Wirklichkeit aufeinander. Ist die Magie eines Films vor Ort zu spüren oder handelt es sich oft eher um eine Desillusion?

Da ich vor jeder Reise viel Zeit mit Recherchen verbringe, gibt es eigentlich selten große Enttäuschungen vor Ort, außer dass ich ab und zu mal vor Absperrungen stehe, wo ich nicht weiter kann oder darf. Meine Erfahrungen, was noch vom ursprünglichen Drehort zu sehen ist und was nicht, gebe ich direkt an den Leser weiter. So kann jeder selbst entscheiden, ob sich die Reise für ihn lohnt. Aber Gebäude und Landschaften, mit denen man eine vertraute Geschichte verbindet, haben einfach eine besondere Aura, sind sozusagen filmisch aufgeladen. Vor Ort erlebt man ein schönes „Wie-im-Film”-Gefühl, vorausgesetzt man lässt die Illusion auch bewusst zu und hat ein gewisses Maß an Vorstellungskraft. Da ist es dann auch nicht mehr so wichtig, dass jedes Detail genauso wie im Film aussieht.

Welche Drehorte möchtest du unbedingt noch besuchen?

Ganz oben stehen die Mittelerde-Schauplätze in Neuseeland, die alten „Star Wars“-Drehorte in Tunesien und die Movie Ranch auf Hawaii, die man vor allem aus „Jurassic Park“ kennt. Die Liste ist insgesamt noch sehr lang und ständig landen auch wieder neue Orte darauf.

Ihr seid auf den Geschmack gekommen? Lasst Euch von Andrea David’s Blog inspirieren.

Kamera am Strand vor Meer zum Artikel: Viraler Hit: Kamera filmte ihren Untergang & kehrt zurück

Wiedergefunden:
Kamera filmt ihren Untergang & wird viraler Hit

Es war wohl einer der schönsten viralen Hits in diesem Jahr: Eine verloren gegangene Kamera filmt ihren eigenen Untergang, um dann 800 Kilometer später wieder aufzutauchen. Der Clou dabei: Dank Filmaufnahme und Seenotrettung, konnte der Startpunkt ihrer Reise zurückverfolgt werden. Über Social-Media-Kanäle wurde nun der Besitzer ausfindig gemacht: Ein kleiner Junge aus England. So kommt es, dass ein altes Weihnachtsgeschenk zu einem Neuen wird.

Vergessene Action-Kamera filmt Unterwasserwelt

Doch von vorn: Die Geschichte beginnt am 01. September 2017 mit einem Ausflug einer britischen Familie zur Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire. Dort spielt ein kleiner Junge namens William Etherton mit seiner Schwester Poppy “wer zuerst einen Fisch fängt”. Mit dabei hat er seine wasserdichte Kamera, die er im vergangenen Jahr von seinem Opa zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Er stellt sie auf einem Stein ab und vergisst sie dort im Spiel. Die Kamera filmt vom Boden aus die ganze Zeit mit. Auch den Moment, in welchem sie von einer Welle ins Wasser gerissen wird. Als William die Kamera wieder einfällt, ist es bereits zu spät. William ist am Boden zerstört und muss von seiner Familie getröstet werden.

In Deutschland aus dem Meer gefischt

Nach etwa zwei Monaten und rund 800 km in der Nordsee, wird die größtenteils unversehrte Kamera am 2. November an der deutschen Küste von Süderoog von Roger Spreer gefunden. Zu seinem erstaunen stellte er fest, dass das ungewöhnliche Strandgut noch voll funktionstüchtig ist und sich auf der Speicherkarte ein kurzes Video befindet. Um den Besitzer ausfindig zu machen, stellte Roger gemeinsam mit Nele Wree, ebenfalls aus Süderoog, den kurzen Clip ins Netz. Daraufhin schaltete sich sogar die Seenotrettung ein und half bei der Suche. Dafür hatte die DGzRS Kontakt mit den britischen Kollegen aufgenommen. Durch Bildvergleiche und eine Computeranalyse, wie sie auch zur Suche von Schiffbrüchigen eingesetzt wird, konnten die Experten den Reiseweg der Kamera dann tatsächlich zurückverfolgen. Nachdem sie zunächst südöstlich trieb, ging es eine lange Kurve Richtung Nordosten, dann über Esbjerg in Dänemark und wieder gen Süden bis Süderoog.

Strandgut mit Inhalt: Video wird viraler Hit 

Das Video wurde auf Facebook mittlerweile über 250.000 Mal angeschaut und trug dazu bei, dass der zunächst unbekannte Besitzer der Kamera letztlich gefunden werden konnte. Vielleicht liegt die Kamera in ein paar Tagen dann nicht nur als ein altes und neues sondern nun auch noch als ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum – denn eine Kamera, mit einer derartig abenteuerlichen Geschichte, gab es so noch nie.

Flugzeug am Himmel zum Artikel-Thema: Twitter News: Pilot zeichnet Tannenbaum über Deutschland

Twitter News:
Pilot zeichnet Tannenbaum in den Himmel

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das dachten sich in dieser Woche auch die Mitarbeiter von Airbus und wählten mit dem A380 eine doch sehr außergewöhnliche Route. Der Pilot zeichnete mit seinem Flieger einen Tannenbaum in den Himmel – ein Weihnachtsgeschenk, das es in Deutschland so noch nie gegeben hat.

Ich flieg dir einen Weihnachtsbaum 

Los ging die Reise um 12.47 Uhr vom Flugplatz Hamburg-Finkenwerder. Der Airbus flog dann über ganz Deutschland, wechselte immer wieder die Himmelsrichtung und setzte dann schließlich um 16.30 Uhr wieder in Hamburg zur Landung an. Laut der Pressestelle von Airbus handelte es sich um einen internen Standard-Testflug. Solche Flüge erfolgen vor jeder Auslieferung einer neuen Maschine. Der genaue Weg ist dabei nicht vorgegeben. In diesem Jahr wollten sich die Mitarbeiter kreativ ausleben und beschlossen gemeinsam: Es ist Zeit für eine Weihnachtsüberraschung der besonderen Art.

Flugradar zeigt himmlisch weihnachtliches Kunstwerk

Auf der Website flightradar24.com ist zu sehen, wie der Airbus-Pilot mit seiner Flugroute die Konturen eines Tannenbaumes nachzeichnete. Dabei dachte er sogar an den Christbaumschmuck mit vielen Weihnachtsbaumkugeln. Spätestens jetzt wird klar: Hier möchte uns jemand die Weihnachtszeit versüßen.

 

Die Aktion war natürlich mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) und Eurocontrol, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, abgestimmt. Ideengeber waren eventuell die Briten. Denn dort flog in der Nähe der Stadt Northhampton im vergangenen Jahr ein Pilot eine ähnliche Route. Mit ihrer Idee versetzen uns die Piloten in jedem Fall in Weihnachtsstimmung. Echte Überflieger!

 

schwarz angezogener Mann viele Gegenstände schwarzer Boden

Unternehmen ohne Büro:
Start-up-Gründer entwickelt neue App

Ein Schweizer gründet Start-Ups auf der ganzen Welt und braucht zum Leben nicht mehr als das, was in einen Koffer passt. Cédric Waldburger kauft keinen unwichtigen Krimskrams. Stattdessen entwickelt er lieber neue Apps, die seine Arbeit besser organisieren.           

 

Zuhause in der ganzen Welt

Er wohnt nirgendwo aber irgendwie auch überall: Cédric Waldburger ist ein Start-Up-Gründer von mehreren Unternehmen. Seine Wohnung hat er schon vor eineinhalb Jahren aufgegeben, die braucht er schließlich nicht mehr. Das, was er braucht, passt alles in einen einzigen Koffer. 64 Dinge reichen ihm aus, um die Welt zu bereisen. Fast alle Gegenstände sind, der Einfachheit halber, schwarz. Nur bei seinem Apple-Ladekabel und dem schweizer Reisepass musste er eine Ausnahme machen.    

 

Reisen, arbeiten und leben

Start-Ups faszinieren Cédric seit seiner Kindheit. Deswegen hat er auch gleich eins im zarten Alter von vierzehn Jahren gegründet. Heute sind seine Projekte auf der ganzen Welt verteilt. Egal ob San Francisco, Miami, Berlin, Frankfurt, St. Gallen oder Zürich: Alle diese Städte sind für Cédric Zuhause und Arbeitsplatz zugleich. Auf die oft gestellte Frage, wo denn sein Zuhause sei, antwortet er: “Zuhause ist da, wo ich Freunde treffe”. Was Cédric so interessant macht, ist seine moderne Lebensweise, die sowohl Mobilität als auch Minimalismus vereint.

 

Neue App erleichtert Organisation

Was mindestens genauso modern ist, sind Cédric Waldburgers Unternehmen. Eines davon ist eine Firma, die kein Büro braucht: Sendtask. Dabei handelt es sich um eine App, die Aufgaben organisiert. Dafür muss man nicht einmal registriert sein. Cédric wollte ein Tool kreieren, dass es zulässt, Arbeit ohne Beachtung von Raum und Zeit zu organisieren. Mittlerweile hat Sendtask neun Mitarbeiter aus ganz verschiedenen Ländern wie Mazedonien, Russland oder Schottland. Jeder von ihnen hat einen anderen Arbeitsrhythmus. Laut Cédric ist die zeitliche Flexibilität eine der größten Stärken von seinem Start-Up. Um trotzdem organisiert zu bleiben, nutzt das Team natürlich Sendtask.

 

Shitstorm für die Deutsche Bahn:
ICE-Name löst heftige Diskussion aus

Die Deutsche Bahn hat die Namen des neuen ICE 4 veröffentlicht und erntete dafür sofort einen Shitstorm von Nutzern der Social Media Plattform Twitter. Eine sechsköpfige Jury einigte sich unter anderem auf dem Namen Anne Frank für einen der Hochgeschwindigkeitszüge. Im Zusammenhang mit der Geschichte des Verkehrsunternehmens empfanden viele Menschen auf Twitter die Namenswahl als pietätlos.

 

Anne Frank, Erich Kästner und Albert Einstein

Vier Wochen lang konnten Namensvorschläge bei der Bahn eingereicht werden. Die einzige Vorgabe bestand darin, dass die Einreichungen sich an deutschen historischen Persönlichkeiten orientieren mussten. Zusammengekommen sind ganze 19.400 Vorschläge. Die endgültige Auswahl wurde von sechs Jurymitgliedern getroffen. Sie haben sich letztendlich auf Namen wie Naturforscher Alexander Humboldt, Autor Erich Kästner, die Geschwister Scholl und Anne Frank geeinigt. Die Taufe der ersten 25 Züge, die ab Dezember von Hamburg nach München und Stuttgart fahren sollen, ist für 2018 und  2019 geplant.

 

Kritische Vergangenheit der Deutschen Bahn sorgt für Shitstorm

Dass gerade die Deutsche Bahn als Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn sich für Anne Frank entschieden hat, nahmen viele Nutzer auf Twitter negativ auf. Vor allem weil die Züge den Nationalsozialisten als Werkzeug zur Deportierung von Menschen in Konzentrationslager dienten. Zusätzlich will die Deutsche Bahn ein Foto verwenden, das erst vor kurzem von Ultras in Italien für rechte Hetze missbraucht wurde. “Bin ich eigentlich die einzige, die es befremdlich findet, einen Zug der Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn Anne Frank zu nennen?”, fragt eine Twitter Nutzerin. Ein anderer kommentiert ironisch im Bezug auf die noch ausstehenden Entschädigungszahlungen der Deutschen Bahn aus der NS-Zeit: “Die Rechtsnachfolgerin der Reichsbahn, die Zwangsarbeiter bis heute nicht entschädigt, tauft einen ICE ‘Anne Frank'”. Trotzdem gibt es auch Stimmen, die die entstandene Diskussion als “ziemlich absurdes Theater” bezeichneten und den Namen als eine “sehr gute Entscheidung” empfanden.

 

 

Symbol gegen Unmenschlichkeit des Völkermordes

Anne Frank wurde selbst erst nach Auschwitz und danach nach Bergen-Belsen deportiert. Kurz vor Kriegsende starb sie im Konzentrationslager Bergen-Belsen. Annes Tagebücher machten sie zur Symbolfigur gegen die Unmenschlichkeit des Völkermordes in der Zeit des Nationalsozialismus. Genau aus diesem Grund habe die Jury der Deutschen Bahn sich unter anderem auf sie geeinigt. “Sie steht für Toleranz und für ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen, in Zeiten wie diesen, wichtiger denn je”, heißt es in einer Pressemitteilung. Weiter verteidigt sich das Unternehmen: Als Deutsche Bahn sind wird uns unserer Verantwortung bewusst und setzen uns seit unserer Gründung kritisch mit der Geschichte unserer Vorläuferorganisationen auseinander”. Die Aufarbeitung der Beschäftigung von Zwangsarbeitern sei ihnen ebenfalls ein Anliegen.