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Mädchen mit grünen Accessoirces zum Artikel-Thema: Top 10 Berlin Events im März

März:
Top 10 Events in Berlin

Es ist Frühling! Auch wenn die Sonne scheint: Bei arktischen Temperaturen und Glatteis ist das kaum zu glauben. Vielleicht lassen ja unsere Top 10 Berlin Events im März Frühlingsgefühle in Euch aufkommen. Denn es wird grün: Wenn die ersten Knospen sprießen, wagt sich der ein oder andere Veranstalter wieder an Außenlocations.  Doch auch für Schlecht-Wetter-Tage ist gesorgt. Seht selbst:

Für Frauen: Für Babette

Am 08. März ist internationaler Frauentag! Eigentlich sollte es ja keinen bestimmten Tag brauchen, um das weibliche Geschlecht zu feiern, sich bei einer besonderen Frau zu bedanken oder einfach nur einen lieben Gruß oder ein nettes Kompliment zu hinterlassen. Der Weltfrauentag erinnert auch an die eigentlich selbstverständliche, aber leider noch immer nicht vollständig etablierte, Gleichberechtigung der Frau.

 

In der Bar Babette wird auf das bezaubernde Geschlecht angestoßen! Auf dem Programm stehen gute Musik, Performances, Videokunst und vieles mehr.

 

Wo: Bar Babette, Karl-Marx-Allee 36, 10178 Berlin
Wann: 08. März
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Sternschnuppenströme in Astronomie Aktuell

Zugegeben – der Titel der Veranstaltung “Astronomie Aktuell” klingt wie ein langweiliges Unterrichtsfach in der Schule. Doch es steckt viel mehr als das dahinter. Wenn wir in den Sternenhimmel blicken, sehen wir ja schließlich auch nur einen Bruchteil der unglaublich vielfältigen kosmischen Welt. Der Planetariumsdirektor Tim Florian berichtet in seinem Vortrag anhand eines künstlichen Sternenzeltes des Planetariums von Raumsonden, Sternschnuppenströmen, Kometen und von aktuellen Entdeckungen in der Astronomie und Raumfahrt. Eintritt: 8 € / 6 €

 

Wo: Zeiss-Großplanetarium, Prenzlauer Allee 80, 10405 Berlin
Wann: 09. März, ab 20 Uhr
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Ausstellung: Hacking Urban Furniture Exhibition

Ob “Becherbutler”, “Kippendiener” oder “Friedrichsrein” – so unterschiedlich die Namen der Berliner Mülleimer auch sind, eines haben sie gemeinsam: Es sind Mülleimer, die im Kopf bleiben. Und gleichzeitig eine gute Aufmerksamkeitsgenerierung für die Berliner Stadtreinigung. Auch andere Metropolen nutzen den urbanen Raum zur Kommunikation. Wie Stadtmöbilierung mit Außenwerbung Hand in Hand geht, zeigt die zehntägige Ausstellung “Hacking Urban Furniture Exhibition”. Künstler, Stadtforscher, Politiker und Aktivisten untersuchen in Installationen, Workshops und Diskussionsrunden gemeinsam das Potential neuer Konzepte öffentlicher Stadtmöbilierung.

Vielleicht seht ihr dann bald Bushaltestellen, City-Toiletten, Bänke, und Infoboards mit ganz anderen Augen.

 

Wo: ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik, Siemensstraße 27, 10551 Berlin
Wann: 15. März, 19 – 23 Uhr

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Palmensinfonie im Botanischen Garten Berlin

Klassik unter Palmen: An insgesamt vier Samstagen im März verwandeln sich die Gewächshäuser des Botanischen Gartens in ganz besondere Konzertsäle. Zwischen Baum und Borke erzeugen Berliner Ensembles und Solisten eine bezaubernde Atmosphäre. Besuchern ist ein faszinierender Rundgang durch die verschiedenen musikalischen Naturwelten möglich. Tickets müssen vorab erworben werden.

 

Wo: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
Wann: Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
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Irland hautnah: St. Patrick’s Festival Berlin

Am 17. März ist St. Patrick’s Day. Und Berlin feiert mit! Nicht nur die Sehenswürdigkeiten in New York, Pisa und Rom erscheinen in diesem Anlass in grünem Licht, auch der Berliner Funkturm. Übrigens: In Berlin leben ca. 1000 registrierte Iren.

Das Kunst- und Kulturhaus Urban Spree taucht in die irische Welt ein und zelebriert den St. Patrick’s Day in Berlin. Los geht es mit einer Live-Übertragung von drei Rugby-Spielen der Six Nations 2018 auf Großleinwand. Sportinteressierte können sich außerdem auf verschiedene Aktivitäten rund um die Themen Gaelic Football und Hurling freuen. Ebenfalls nicht fehlen dürfen irische Köstlichkeiten, Geschichten, Kostüme, Konzerte verschiedener Berliner Musiker und – nicht zu vergessen – Irish Whiskey. Abgerundet wird das Festival durch die ab 22 Uhr stattfindende Afterparty. Geplant ist auch eine große Parade durch die Straßen Berlins. Tagsüber ist das Festival kostenlos, für die Afterparty sind Tickets zum Verkauf erhältlich.

 

Wo: Urban Spree, Revaler Str. 99 (Ecke Warschauer Str., Revaler Str.), 10245 Berlin
Wann: 17. März, 13 Uhr – 18. März
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Midnight Court X-tended & Special Guests

Auch die UFA-Fabrik veranstaltet einen Abend, ganz im Zeichen des St. Patrick’s Day. Hier wird es besonders musikalisch: Tanzt irische Tänze zu den Klängen irischer Musik. Auf die Ohren gibt es die Band Midnight Court, Aaron Shirlow, Bernd Lüdtke und Noel Monigue. Unterstützt werden sie von dem Geiger Ravi Srinivasan und Leonard Barry am irischen Dudelsack sowie dem Querflötenspieler Harry Bradley.

 

Wo: UFA-Fabrik
Wann: 17. März, 20 Uhr
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Macramé Wall Hanging Workshop

Körbe flechten? Die Macramé-Technik ist viel mehr als das! Die aus dem Orient stammende Knüpftechnik wird genutzt, um Ornamente, Textilien oder Schmuck aus verschiedenen Materialfäden herzustellen. Dabei entstehen echte Kunstwerke. Probiert es selbst aus! In dem mehrstündigen Macramé-Workshop, designt und stellt ihr selbst einen individuellen Wandbehang her – ob als Fensterspiel, Blumentopfhalter oder Raumteiler – lasst Eurer Phantasie freien Lauf. Die Materialien werden gestellt. Der Workshop ist kostenpflichtig.

 

Wo: Hallesches Haus, Tempelhofer-Ufer 1, 10961 Berlin
Wann: 18. März
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Berlin Travel Festival

Abenteuer- und reiselustig? Dann auf zum Berliner Travel Festival! Vom 09. bis 11. März 2018 verraten Euch dort Experten und erfahrene Traveler Tipps und Tricks für Eure Reise. Und auch, wer einfach nur inspiriert werden möchte, wird hier fündig. Zu den Tickets.

 

Wo: Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin
Wann: 09. März – 11.März
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Ausstellungseröffnung: Carsten Nicolai. tele

Visueller Augenschmaus gefällig? Vom 23. März bis 20. August 2018 läuft die Ausstellung “Carsten Nicolai. tele”. Die Werke des Künstlers Carsten Nicolai vereinen visuelle Kunst mit elektronischem Sound. In der Berlinischen Galerie erwartet die Besucher eine spannende Licht-Objekt-Installation.

 

Wo: Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin
Wann: 23. März, 19 – 22 Uhr

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Film Noir: 40 classics of the darkest genre in film history

Das Babylon widmet dem international beliebten und schwärzesten Genre der Filmgeschichte, dem “Film Noir” einen ganzen Monat lang seine Aufmerksamkeit. An verschiedenen Terminen werden 40 Filmklassiker, darunter Werke von Alfred Hitchcock, Fritz Lang, Billy Wilder oder John Huston gezeigt.

Laut den Veranstaltern verspricht das dunkle Genre: “Harte Schwarzweiß-Kontraste, stürzende Linien, Menschen in Panik, den Abgrund vor Augen, den Abgrund in sich vor Augen: Willkommen in der Welt des Selbstbetrugs und des Wahns, willkommen in der Welt des Film Noir!”

 

Wo: BABYLON, Rosa-Luxemburg-Str. 30, 10178 Berlin
Wann: Verschiedene Termine im März, siehe:

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Treppe Graffiti Streetart zum Artikelthema Streetart Künstler: Online Graffitti für’s Wohnzimmer buchen

Streetart Künstler:
Online Graffitti für’s Wohnzimmer buchen

Um die Arbeit von Straßenkünstlern mehr wert zu schätzen, hat Charlotte Specht eine Plattform entwickelt, über die man Maler, Sprayer und Musiker online buchen kann. Damit kommen sie dem Traum von ihrer Kunst leben zu können, ein großes Stück näher.

 

Online-Plattform für Straßenkünstler

Man sieht sie jeden Tag in der Stadt, aber trotzdem sind sie relativ unbekannt: Straßenkünstler. Sie machen Musik, besprühen Mauern und führen Kunststücke auf, wenn die Ampeln der Straßenkreuzungen rot sind. Hunderte dieser Menschen hat Charlotte Specht in ihrer Datenbank. Sie weiß, dass Straßenkünstler einen unsicheren Job haben:  „Es ist schwer, als Künstler auf der Straße zu spielen, da Straßenkunst in vielen Städten illegal ist“. Von ihrem Kreuzberger Ladenbüro aus betreibt Charlotte die Online-Plattform “Book a Street Artist”, über die sie Straßenkünstler für Veranstaltungen jeder Art an Kunden vermittelt. Trotz der großen Auswahl an Künstlern ist der Konkurrenzdruck besonders in Berlin hoch. Die vielen Angebote führen dazu, dass Ansprüche steigen und immer ausgefallenere Sachen gefragt sind.  

 

 

 

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Von der Straße auf die große Bühne

Schicke Hochzeiten und Firmen-Weihnachtsfeiern sind im Normalfall allerdings keine Orte, an denen sich Straßenkünstler gerne aufhalten. Sie möchten lieber eigenständig und unkommerziell arbeiten. Jeder Künstler hofft, auf der Straße entdeckt zu werden und ganz groß raus zu kommen. Ed Sheeran hat auch als Straßenmusiker angefangen, der zeitweise weder Geld noch eine Bleibe hatte. Heute ist er ein gefeierter Popstar und noch dazu Millionär. „Viele Straßenmusiker sind hoch talentiert“, sagt Charlotte gegenüber der Berliner Zeitung. Sie spricht Musiker auf der Straße an und hilft Ihnen dabei, sich im Internet zu präsentieren und Fotos sowie Werbung zu entwickeln. Vor allem Graffiti-Künstler bekommen ihrer Meinung nach zu wenig Anerkennung: „Streetart wird nicht genug wertgeschätzt. Die Straße gilt manchen immer noch als ein Ort für Verlierer, die es zu nichts gebracht haben.“

 

 

Wohnzimmer-Party mit Streetart-Flair

Charlotte bringt Künstler und Kunden lediglich zusammen. Ansonsten mischt sie sich nicht ein. Der Künstler entscheidet selber, ob er einen Auftrag annimmt oder nicht. Auch die Verhandlung über die Bezahlung regelt er selbst. In Charlottes Datenbank ist auch der spanische Maler Belin zu finden. Sein Markenzeichen sind überdimensional große Köpfe, die er an Brandmauern zeichnet. Der US-Rapper Infidelix gibt sein Talent oft in Bahnhöfen zum Besten. Eines seiner Videos hat über fünf Millionen Klicks erreicht. Bisher hat Charlotte Grafikkünstler an ein Hotel vermittelt, die in der Tiefgarage Stadtmotive ansprühen sollten. Ein Bank-Büro hat jetzt ein neues Wandbild und ein Wohnungseigentümer wollte eine Landschaft an einer Wand seines Lofts haben. Für einen Heiratsantrag wurde ein Straßenmusiker gebucht, der den Lieblingssong der Freundin spielte. Ansonsten werden Künstler häufig für Wohnzimmer-Partys engagiert.    
  

 

Hier gibt es weitere Infos

 

David OReilly, „Everything“ (Screenshot) zum Artikel über die Konferenz der Berliner Festspiele

Berliner Festspiele:
Die Konferenz INTO WORLDS

Videokunst, Sound-Installationen, Virtual Reality Experiences, Projektionsumgebungen von Planetarien – das alles und noch viel mehr, ist Gegenstand der am kommenden Wochenende stattfindenden Konferenz “INTO WORLDS”, eine Veranstaltung der Berliner Festspiele. Im Martin-Gropius-Bau treffen sich Künstler und Wissenschaftler, um gemeinsam mit dem Publikum alte und neue immersive Welten zu entdecken. Mit dabei sind Bekanntheiten, wie der Berliner Journalist und Aktivist Markus Beckedahl, sowie Videokünstler, die Werke aus der Julia Stoschek Collection präsentieren. Besucher können außerdem das neue Musik-Video von Björk „Notget“ als VR-Experience erleben.

Berliner Festspiele: Kunst, Wissenschaft und Ihr!

Versprochen wird den Besuchern, laut den Veranstaltern der Berliner Festspiele, ein Ein- und Auftauchen in und aus immersiven spannenden Welten: “Handwerkliche Körpertechniken, spektakuläre Unterhaltungsformate von Jahrmarktsattraktionen bis zur Virtual Reality, sowie spirituelle Mentalpraktiken zwischen religiöser Versenkung und meditativer Selbstoptimierung. Immersion zeigt sich dabei als ambivalente Bewegung. Sie steht einerseits für Selbst- oder Medienvergessenheit, geistige Übung oder Ekstase, ist jedoch andererseits Anlass für Distanznahme und kritische Reflexion: Wie, von wem und wozu werden die verschiedenen Welten gebildet, an denen wir täglich partizipieren? In welche Rollen geraten wir dabei und wie tragen wir zur Bildung dieser Welten bei?”

 

Ihr möchtet Antworten durch eine kreative Entdeckungsreise finden?

 

Dann besucht die Konferenz der besonderen Art, welche vom 19. bis 21. Januar stattfindet. Der Eintritt kostet am Eröffnungsabend 6 Euro / ermäßigt 4 Euro, ein Tagesticket am Samstag oder Sonntag 10 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für 21 Euro, oder 12 Euro ermäßigt, sichert ihr euch ein Gesamtticket für alle drei Tage. Tickets sind hier erhältlich.

 

Titelbild: @Berliner Festspiele; Künstler: David OReilly, „Everything“ (Screenshot)

Soundwave-Kette zum Artikel "Digitale Kunst: David Bizer verwandelt Töne in Schmuck"

Digitale Kunst:
David Bizer verwandelt Töne in Schmuck

Ob ein herzergreifendes Babylachen, eine lustige Sprachmemo von der letzten großen Sause, oder ein unerwartetes Liebesbekenntnis: Der Künstler David Bizer verwandelt deinen Sound via 3D-Druck in ein echtes Schmuckstück! Auf diese Weise werden Momentaufnahmen verewigt. Doch wie wird eine digitale Datei zu einem realen Accessoire? Im Interview verrät der Berliner, wie das Projekt Soundwave.love entstanden ist und warum ein Kunde bei ihm eine Sound-of-a-burp-Kette bestellte.

Was hat dich auf die Idee von Soundwave.love gebracht?

Ich habe Industriedesign studiert und mich in meiner Abschlussarbeit mit der digitalen Fabrikation, wie zum Beispiel 3D-Druck oder Lasercutting, beschäftigt. Ich habe darüber nachgedacht, wie die Entwicklung dieser Produktionstechniken neue Möglichkeiten für einen Designer bietet, individuelle Stücke zu schaffen. Mit einem digitalen Produktionsverfahren habe ich die Möglichkeit, aus einer File, die ich digital erstellt habe direkt on demand ein Produkt zu generieren. Besteht keine Nachfrage wird, außer der investierten Zeit, nichts verloren. In meiner theoretischen Arbeit wollte ich zeigen, wohin diese Entwicklung gehen kann.  Bisher wurde 3D-Druck hauptsächlich für Designmodelle oder Prothesen im Medizinbereich genutzt. 2008 war diese Produktionstechnik noch ziemlich teuer. Heute ist es deutlich günstiger. 

Warum wolltest du diese Techniken für die Herstellung von Schmuck nutzen?

Digitale Güter unterliegen den gleichen Gesetzen und Gefahren wie andere Güter. Meine Idee für diesen Produktbereich war ein individuelles Produkt, dass der, der es bestellt, theoretisch endlos vertreiben kann. Trotzdem bleibt es ein individuell angepasstes Produkt.  Dann habe ich verschiedene Beispielprojekte entwickelt. Eines davon waren diese Soundwave-Ketten. Schmuck war eine relativ logische Schlussfolgerung – auch wenn ich eigentlich keine große Affinität dazu hatte. Ein Schmuckstück aus Plastik kostet dann manchmal so viel, wie echtes Silber. Da muss man den Wert der Individualisierung sehen. Es ist ein Unikat. 

Wie wurde deine theoretische Arbeit dann Realität?

Meine ursprüngliche Idee in der Theorie-Arbeit war eher eine Online-Plattform zu schaffen, wo man verschiedene Designs sammelt und eine Produktion für unterschiedliche Designer anbietet. Ich habe dann aber relativ schnell entdeckt, dass es das im Bereich Lasercutting schon gab – eine australische Firma namens Ponoko. Bei denen habe ich dann mein Soundwave-Projekt hochgeladen. So konnte ich in meiner Präsentation zeigen, dass ich Produkte habe, die direkt schon bestellbar und verfügbar sind. Die Betreiber fanden die ganz cool und haben mich in ihrem Blog erwähnt. Da ist aber noch nicht viel passiert. Bis sich eine amerikanische Werbeagentur bei mir gemeldet hat, die mich für ein Projekt angefragt haben. Mit denen hatte ich dann aber noch einigen Ärger, weil die mich zunächst nicht als Designer erwähnt haben. Letztlich habe ich dadurch aber ein wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Hat sich eine Produktion zu diesem Zeitpunkt schon rentiert?

Nein, mit konstanten Bestellungen ging es erst so richtig los, als ich bei einem Wettbewerb von Instructables mitgemacht habe. Das ist eine Website, wo man Do-It-Yourself-Tutorials reinstellen kann. Gewonnen habe ich leider nicht, aber die haben mich im Newsletter und auf der Website gefeautert, woraufhin ich dann plötzlich viel mehr Bestellungen und Seitenaufrufe an einem Tag hatte. Dann kamen plötzlich wieder so viele Bestellungen rein, dass es sich gelohnt hat. Durch die Anleitung konnten die Leute auch sehen, welche Schritte dahinter stecken und, dass sich der Preis rechtfertigt. Dadurch, dass es verschiedene Shops fast identisch verkaufen, muss ich mich aber auch durch ein höherwertiges Produkt absetzen.

Was für Audioaufnahmen erhälst du von deinen Kunden?

Meistens kommen die Leute nur einmal, weil man so ein Stück nur einmal verschenkt. Fast alle bestellen “I love you”. Als nächstes kommt dann sowas wie “Happy Birthday” , “Merry Christmas” oder Glückwünsche zum Muttertag. Manchmal ist ein Heiratsantrag dabei, aber meist sind es die Standards. Mein Favorit war ein Kunde, der für seine Freundin eine Kette bestellt hat mit “I love You” und darunter: “Actually I considering the sound of a burp”. Er hatte sich eigentlich überlegt zu rülpsen. Und zwei Jahre später hat er ihr dann als witziges Follow-up-Geschenk eine Original-Rülpskette geschenkt.

Vereinzelt bestellen die Leute auch Zitate von bekannten Persönlichkeiten oder aus der Bibel. Manchmal ist es ja auch ein Babylachen oder ein Herzschlag und keine Textnachricht. Musik geht eher schlecht, weil Musik meist gleich laut ist. Ein konstantes Level ist für die Verarbeitung eher ungünstig. Bei Background-Instrumenten sieht es dann wie ein Klotz aus. Sprache ist oft laut und leise. Was die interessanten Formen ausmacht, sind eigentlich genau diese Unterschiede. Wenn jemand nur a-Cappella singt, ergibt das eine schöne Form.

Wie läuft eine Bestellung ab? Was braucht es dafür?

Auf meinen Shop suchst du dir ein Modell sowie die Details aus. Zum Beispiel die Art der Riemen und, ob du ein Armband, oder eine Kette haben möchtest. Dann kommt immer eine Karte hinzu, die das Soundwave und eine Nachricht zeigt. Soll darunter stehen, was du gesagt hast oder möchtest du eine andere Nachricht drucken lassen? Auf der Rückseite befindet sich ein QR-Code. So kann die Nachricht immer wieder angehört werden. Auf der neuen Website gibt es eine direkte Vorschau, wie das Schmuckstück am Ende aussehen wird und, wo sich an welcher Stelle, welche Aussage befindet.  Die Top-Seller der Materialien sind Acryl und Holz. Insgesamt dauert die Herstellung ca. eine Woche. 

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Jetzt gerade bin ich bei dem Rebranding. Außerdem möchte ich gerne die Produktion weiter automatisieren und selbst ein wenig davon wegkommen. Im Moment mach ich noch alles selber. Einerseits ist es gemütlich. Da sitze ich dann vorm Rechner und fädele Ketten auf und kann Hörbücher und Podcast hören, aber es kostet mich auch zu viel Zeit. Ich habe den Plan, die Produktion eher auszulagern. Dafür arbeite ich mit einer Behindertenwerkstätte zusammen, die langsam damit anfangen die Produktion der Ketten, beziehungsweise Materialien zu übernehmen. Dann habe ich auch wieder mehr Luft für neue Projekte. Ich habe auch schon einige Ideen, die ich dann umsetzen kann. Zum Beispiel Edelhölzer zu verwenden.

 

"I love you" - Vorschau einer Soundwave-Kette zum Thema "Digitale Kunst: David Bizer verwandelt Töne in Schmuck"

dunkler Hintergrund rote Leuchtbuchstaben zu dem Artikelthema Techno Club in Berlin

Neuer Techno Club in Berlin:
Das OST löst Magdalena ab

Welche Stadt ist besser für seine Techno- und Elektroszene bekannt als Berlin? Richtig, keine! Um diesem Ruf gerecht zu werden, eröffnet im November ein neuer Techno Club in Berlin-Friedrichshain. Das OST trumpft nicht nur mit einer besonderen Location, sondern auch mit einem vielversprechendem Soundsystem auf.

 

Techno Club in Berlin erregt Aufmerksamkeit

Am 4. November eröffnet in Friedrichshain nämlich ein neuer Club: das OST. Es befindet sich auf dem ehemaligen Gelände des legendären Magdalena zwischen Treptower Park und Ostkreuz. Eigentlich ist es nichts neues, dass Berlin ein Mekka für Elektro- und Technoliebhaber ist und trotzdem bekommt die Eröffnung mehr Aufmerksamkeit als sonst. Das liegt nicht zuletzt an der Wahl der Location. Der Club zieht in das Gebäude ein, in dem vorher die Berliner Institution „Magdalena“ beheimatet war. In den Neunzigern hieß das Magdalena noch Maria am Postbahnhof. Später musste der Club mehrfach den Standort und den Namen ändern. Im Juni 2016 meldeten die Betreiber Insolvenz an, was in einem erbitterten Rechtsstreit endete.

 

Bekannte Gäste und perfekter Sound

Der Club hat das Pioneer Pro Audio Soundsystem des Magdalena übernommen, was einzigartig in Berlin ist. Für den perfekten Bass zum Techno und den richtigen Sound ist damit auf jeden Fall gesorgt. Das alte Kraftwerk aus dem Jahr 1903 bietet viel Platz zum Tanzen und Party machen. Weitere Details, außer dass es mehrere Floors gibt, sind bisher nicht bekannt. Ob der Außenbereich an der Spree auch bespielt wird, wurde ebenfalls noch nicht bestätigt. Für den Eröffnungsabend sind Vakula, LA-4A, John Osborn und Jennifer Touch angekündigt. Der Eintritt kostet zehn Euro.

 

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Keyboard Musiker vor Sonne mit Display zum Artikel Kreatives Youtube Musikvideo erzählt Liebesgeschichte auf 14 Screens

Kreatives Youtube Musikvideo erzählt
Liebesgeschichte auf 14 Screens

Kreative Musikvideos gibt es viele. Mit der Digitalisierung eröffnen sich zusätzlich vollkommen neue Möglichkeiten der Darstellung. Von einem durch künstliche Intelligenz erzeugtem Clip berichteten wir bereits. Doch ein durchchoreographiertes digitales Musikvideo auf verschiedenen Screens gab es so noch nie. “Knock Knock” heißt der Song der ukrainischen Band Brunettes Shoot Blondes. Das dazugehörige Video erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem Hasen. Zugegeben eine etwas ungewöhnliche Story einer Band mit einem ebenso bizarren Namen. Noch überraschender ist allerdings die kreative Darstellungsweise des Videos: Die Liebesstory wird auf 14 verschiedenen Bildschirmen unterschiedlicher Medien erzählt. So versucht der Hase über Smartphone, Tablet und Laptop seine Herzensdame zu erreichen und stößt dabei nicht nur einmal an die Grenzen des Bildschirmrandes.

Die Choreographie einer Liebesgeschichte

Die erste Begegnung findet auf zwei sich gegenüberliegenden Smartphones statt. Auf dem Ersten tritt ein Hase lässig, mit einem Blumenstrauß in der einen und einer Zigarette in der anderen Hand, in den Screen. Im anderen Bildschirm zeigt sich die Dame davon nicht sonderlich beeindruckt und macht sich auf den Weg in den dritten Screen. Dessen Rand fungiert nun als Tür, welche sie hinter sich abschließt. Der Hase versucht sich nicht beirren zu lassen, nimmt den technisch steinigen Weg auf sich und folgt in dem durchchoreografierten Musikstück seinem Glück. Dabei purzelt der Verehrer seiner großen Liebe von Medium zu Medium hinterher. Bei all den Wirrungen und Irrungen sei so viel schon einmal verraten: Es gibt ein süßes Happy End.

Musikvideo Performance mit 14 Screens in Echtzeit

Die große Herausforderung ist es, die Figuren und ihre Gestiken auf die Sekunde genau richtig zu programmieren und zu platzieren. Denn das Video läuft in Echtzeit. Dafür bedarf es einer ganzen Choreographie. Doch es muss nicht nur virtuell geplant werden. Für einen reibungslosen Ablauf ist es ebenfalls wichtig, dass alle Beteiligten das jeweilige Gerät zum richtigen Zeitpunkt und gleichzeitig an der richtigen Stelle platzieren. So beginnt der Clip mit einem Countdown, die Finger verharren bis zum Start auf den Displays.

Kreativer Youtube-Hit und Award-Gewinner

Im Netz wurde Kritik laut, dass es sich bei dem Video eventuell um verschleierte Werbung handelt. Schließlich sind die eingesetzten Medien durchweg Apple Produkte. Offiziell bestätigt ist dieser Zusammenhang allerdings nicht. So oder so handelt es sich um eines der wohl kreativsten Musikvideos – insbesondere hinsichtlich des Einsatzes von Medien. Der Youtube-Clip wurde bereits über 9 Millionen mal aufgerufen, namenhafte Medien wie Billboard, The Daily Mirror, Rolling Stone, The Huffington Post und viele andere berichteten bereits darüber. “Knock Knock” wurde für die innovative Arbeit belohnt und staubte im Jahr 2015 einen Berlin Music Video Award in der Kategorie “Best Concept” ab.

Und nun die ganze Liebesgeschichte mit allen ihren digitalen Brückenschlägen:

Vogelperspektive auf Berlin im Herbst, Straße des 17. Juni; zum Artikel Top 10 Berlin Events im Oktober

Top 10 Berlin Events im Oktober

Wilhelm Busch dichtete einst: “Der schöne Sommer ging von hinnen, der Herbst, der reiche, zog ins Land. Nun weben all die guten Spinnen so manches feines Festgewand.” Das Wetter hat uns in diesem Jahr tatsächlich des Öfteren im Stich gelassen. Auch wenn Hoffnung auf einen goldenen Herbst besteht, wird es Zeit für Indoor-Kultur im Festgewand. An dieser Stelle möchten wir euch Kunstleben Berlin empfehlen – ein Netzwerk von Kunstschaffenden, die kulturelle Higlights sowie aktuelle Events vorstellen. Hier lassen auch wir uns gerne inspirieren. Inspirierend sind allerdings auch die Berlin Events im Oktober.

Kürbis hier, Kürbis da, Kürbis-Tralala

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Schöneberg huldigt das Gewächs mit einem Kürbisfest und hochwertigen Produkten.  Es mag zunächst an ein Dorfritual mit Kürbiskanone erinnern, hat jedoch echten Kiezcharakter. Kunsthandwerker, Designer, Händler und Gastronomen widmen sich mit einem vielfältigen Angebot, bestehend aus 12.000 Kürbissen in verschiedensten Sorten, voll und ganz den großen und kleinen Gewächsen. Es wird Kürbismarmelade, Kürbiskuchen, Kürbissuppe, Kürbissekt sowie Kürbislasagne geben – eben alles, was das Kürbisherz begehrt. Die Schlemmermeile wird zudem von Musik begleitet.

Wo?  Akazien und Belziger Straße, Berlin

Wann? 30. September – 01. Oktober

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Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung

Was passiert, wenn Theater auf Politik trifft? Mögliche Antworten lassen sich in dem Mobilize-Event “Moralische Anstalt 2.0” finden. Hier werden an insgesamt drei Abenden drei verschiedene Sichtweisen auf “die Potentiale des politisch involvierten Theaters” geworfen: Die politischen, pädagogischen und sozialen Effekte der Theaterkunst. Mit von der Partie sind unter anderem Kay Voges, (Intendant Schauspiel Dortmund), Dr. Ellen Ueberschär (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) sowie Ulrich Khuon (Präsident des Deutschen Bühnenvereins).

Wo? Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Wann? 01. – 03. Oktober

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The Independent Photographer: Berlin Photo Exhibition

“The Independent Photographer” ist ein Online-Netzwerk von Fotografen, welches unter gleichem Namen die besten Fotografen mit einem Award kürt. Die Werke sollen internationale Aufmerksamkeit erfahren. In der Berliner Eigenheim Galerie, werden die Bilder der Talente des Jahres aus über 35 Ländern ausgestellt. Der Eintritt ist frei.

Wo? Galerie Eigenheim Weimar/Berlin, Linienstrasse 130, 10115 Berlin

Wann? 05. – 09. Oktober

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Berlins erster Spöti

Im Sissi und Franz-Gewand geht es mit Falco im Ohr und Mozartkugel als Proviant in das Schillerkiez nach Neukölln. Denn dort verwandelt sich vom 5. bis zum 7. Oktober der “Kiezladen”: Ein Späti wird dann zu einem “Spöti”. Neben Tabak, Bier und Zeitung, gibt es typisch österreichische Musik, Drinks und Snacks, feines Backwerk und Kaffee. Der temporäre Österreich-Hotspot verrät außerdem Insider-Tipps für Reisende und ergründet den durchaus einzigartigen österreichischen Wortschatz. Auf dem Programm steht unter anderem die Pöetry-Slam-Comedy-Show „The Ultimate Schnitzelfication / Oba sowas von Schnitzel!“. Hier geben die Comedians und Poetry Slammer Bastian Mayerhofer, Georg Kostron und Samson den Humor der Österreicher zum Besten. Am Freitagabend tritt dann um 20 Uhr “Holler my dear” mit der österreichischen Sängerin Laura in einem exklusiven Spöti-Konzert auf. Ihre Musik ist eine Mischung aus Akustik-Pop, Swing und Funk. In den kommenden Tagen werden auf der Veranstaltungsseite weitere Veranstaltungsdetails veröffentlicht. Vielleicht ist ja am Ende sogar ein gscheider Abschiedsbusserl drin?

Wo? Schillerpromenade 28, 12049 Berlin

Wann? 05. -07. Oktober

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Stadtrundfahrt mit Jazzbrunch

Beim Bahnfahren aus dem Fenster gucken und den Ausblick genießen. Macht das heute eigentlich noch Jemand? Die meisten starren doch auf Smartphone, Tablet und Co. und sehen das Verkehrsmittel eben lediglich als Mittel zum Zweck. Ein Ausblick kann sich jedoch lohnen. Insbesondere bei der Sonderfahrt der historischen Diesellok 119 158. Diese wird sich am 07. Oktober das vorerst letzte Mal in Bewegung setzen. Bei einer Stadtrundfahrt quer durch Berlin und das Umland, lässt sich die Stadt neu entdecken. Nebenher gibt es ein Berliner Brunchbuffet sowie spannende Streckengeschichten. Uncool? Wir finden: kultig.

Wo? Berlin macht Dampf, Betriebsbahnhof Schöneweide, 12439 Berlin

Wann? 07. Oktober

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Songslam statt Poetryslam

Poetryslam war gestern, am 11. Oktober heißt es im Heimathafen Neukölln: Songslam! Denn auch Lieder können Poesie sein und sich einen musikalisch-literarischen Schlagabtausch geben. Im Heimathafen Neukölln stellen sich insgesamt neun Songwriter und Musiker dem Urteil einer Jury. Casting-Show-Charakter? Nein, laut den Veranstaltern “zählt nur der Vortragende mit seinem Instrument und seinem eigenen Werk: keine Begleitung vom Band, keine Showtänzer und erst recht kein Dieter Bohlen der nach jedem Vortrag noch einen dummen Spruch macht.”

Wo? Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Wann? 11. Oktober

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The Readymade Century 1917 – 2017

Readymades sind – wie das Wort bereits sagt -Alltagsgegenstände, die ihrem eigentlichen Kontext entnommen werden und dann wild  neu kombiniert werden. Geprägt wurde der Begriff von dem französischen Künstler Marcel Duchamp. Er wollte Werke schaffen, die keine Kunstwerke sind. Dafür trug er Gegenstände zusammen, die er ohne ästhetische Berücksichtigungen auswählte: „Ich schuf sie ohne Absicht, ohne jede andere Absicht, als Ideen abzustoßen. Jedes Readymade ist verschieden. Zwischen den […] Readymades findet man keinen gemeinsamen Nenner, außer daß sie manufakturierte Waren sind. Was das Aufspüren eines Leitgedankens betrifft: nein. Indifferenz. Indifferenz gegenüber dem Geschmack: Weder Geschmack im Sinne der fotografischen Reproduktion noch Geschmack im Sinn des gut gemachten Materials. Der gemeinsame Punkt ist Indifferenz.“ Demnach kommt es weniger auf den Gegenstand als auf die Idee dahinter an. Diese Ansichten nahmen viele weitere Künstler in ihrem Schaffen auf. Doch was bedeutet Ready-Made im Lichte der digitalen und globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts? Braucht es ein Update? Im Haus der Kulturen der Welt wird diesen und weiteren Fragen nachgegangen.

Wo? Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Wann? 12. – 13. Oktober

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The analogueNOW! Photo Weekend 2017

Die Fans der analogen Fotografie oder die, die es noch werden wollen, können sich im Oktober auf ein ganzes Analog-Wochenende freuen. analogueNOW! präsentiert Show & Tell-Runden, Workshops, Portfolio-Reviews, Netzwerktreffen und Konzerte. Für die meisten Programmpunkte ist eine vorherige und zumeist kostenpflichtige Anmeldung notwendig.

Wo? BLO-Ateliers, Kaskelstr. 55, 10317 Berlin

Wann? 13. – 15. Oktober

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Gaumenschmaus: Berlin Food Week

In der Woche vom 14. – 21. Oktober 2017 wandelt sich Berlin zur Food-Metropole. Da wird probiert, experimentiert und geschlemmt was das Zeug hält. Zur kulinarische Reise laden unter anderem Berliner Köche, Gastronomen, Food-Entrepreneure und Manufakturen mit verschiedenen Veranstaltungen. Beispielsweise wird es ein House of Food oder ein Stadtmenü mit Pilz-Parade geben.

Wo? In ganz Berlin verteilt

Wann? 14. – 21. Oktober

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Donald Trump als Schauspieler

Wusstet ihr, dass sich Donald Trump bereits einen Namen in der Filmbranche gemacht hat? Der amerikanische Präsident trat seit 1981 immerhin in 25 Film- und TV-Produktionen auf. Er gewann sogar einen Filmpreis. Der Haken an der ganzen Sache: Es handelt sich dabei um die Goldene Himbeere für die schlechteste männliche Nebenrolle. Der Filmwissenschaftler Urs Spörri analysiert in einem filmwissenschaftlichen Vortrag die schauspielerische Performance des mächtigsten Mannes der Welt. Im Anschluss zeigt das City Kino Wedding die Trump-Doku “Kings of Kallstadt”.

Wo? City Kino Wedding, Müllerstraße 74, 13349 Berlin

Wann? 18. Oktober

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Kunstwerk Berlin Art Week

Techno-Tempel, Galerie, Performance:
Top 5 (digitale) Berlin Art Week Highlights

Die Berlin Art Week ist aktuell in vollem Gange und lädt noch bis zum 17. September in der ganzen Stadt zu Ausstellungseröffnungen, Galerien, Messen, Preisverleihungen und künstlerischen Projekten. Für all diejenigen, die die Woche der Berliner Kunstszene bislang noch nicht erkundet haben, stellen wir in unserem Artikel die Top 5 Highlights digitaler Werke zusammen.

12×12. Der BB Videoraum in der Berlinischen Galerie

Amie Siegel, Genealogies, 2016, HD video, © Amie Siegel, Courtesy Simon Preston Gallery, New York

Um innovative Filme und Videos geht es im BB Videoraum. Hier zeigen innerhalb eines Jahres 12 nicht nur zeitgenössische, sondern auch junge Künstler ihren experimentellen Umgang mit dem Bewegtbild. Im Rahmen der Art Week ist Amie Siegel mit ausgewählten Arbeiten vertreten, die das Verhältnis von Original und Kopie behandeln. Sie beschäftigt sich mit der Bedeutungsaufladung von Alltagsdingen und dem damit einhergehenden kulturellen Gedächtnis. Wird dies dadurch selbst wieder zum Produkt? Die Künstlerin nutzt in ihrem Schaffen Film, Video, Performance, Fotografie und Sound.

Wo? Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

Wann? 23. August – 02. Oktober 2017

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Ausstellung: Thank You for Sharing

artburst berlin e.V.

Thank You for Sharing ist eine Ausstellung des Berliner Kunstvereins artburst und widmet sich künstlerisch dem Thema der informationellen Selbstbestimmung: Was passiert mit unseren eigenen Daten? Wer sammelt sie, in welchem Maße und zu welchem Preis? Und welche Rolle spielt dabei die staatliche Überwachung? Die Künstler beschäftigen sich mit diesem Spannungsfeld und werfen die Frage auf, ob eine digitale Abstinenz die einzige Alternative ist.

Wo? Organ kritischer Kunst/Raum 29, Prinzenallee 29, 13359 Berlin

Wann? 9. September – 1. Oktober 2017

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Moving is in every direction. Environments – Installationen – Narrative Räume

Pipilotti Rist, Remake of the Weekend, 1998, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 2014 Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection, © Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, SMB, Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection / Jan WindszusCourtesy Pipilotti Rist, Hauser & Wirth und Luhring Augustine

Ein Raum, in dem leise der Schnee rieselt, während an der Wand eine Videoinstallation läuft. Die Künstlerin Bunny Rogers arbeitet darin das nationale Drama eines Amoklaufs in einer amerikanischen Schule auf. Viele weitere Künstler entführen in der Ausstellung auf ca. 3.500 Quadratmeter Fläche, in unterschiedliche kleine Welten und bieten nachdenkliche sowie sinnliche Erlebnisse. Die Rauminstallationen präsentieren die Geschichte der Installationskunst von den 1960er-Jahren bis heute. Der Fokus liegt auf erzählerischen Strukturen.

Wo? Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

Wann? 17. März – 24. September 2017

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Medienübergreifend: Galerie Jaguars and Electric Eels

Julia Stoschek Collection Berlin, Installationsansicht der Ausstellung JAGUARS AND ELECTRIC EELS, 2017, Foto: Simon Vogel

Der Naturforscher Alexander von Humboldt brach zwischen 1799 und 1804 zu zwei Expeditionen ins Grüne auf. 1853 wurden seine Aufzeichnungen und Eindrücke der neu entdeckten Welt unter dem Titel Jaguars and electric eels als Sonderausgabe veröffentlicht. In der gleichnamigen Ausstellung in Berlin untersuchen nun zahlreiche Künstler in überwiegend medienbasierten Werken, die heutige Realität, in derer die Grenzen zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit verschwimmen. Der Eintritt kostet 5 Euro. Für 10 Euro kann man sogar zusätzlich an einer Führung teilnehmen.

Wo? Julia Stoschek Collection, Leipziger Straße 60
10117 Berlin

Wann? Sonderöffnungszeiten vom 14. – 17.  September:
12—20 Uhr

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KW Berlin: Performance Free Wifi 3

Live-Streaming-Apps finden eine immer größere Beliebtheit. Periscope ist eine von ihnen. Die Künstlerin Nina Könnemann nutzt sie für ihre Performance im Rahmen der Berlin Art Week. Auf der Plattform werden Texte und Live-Videos mehrerer Teilnehmer in Echtzeit zu einer filmischen Montage zusammengestellt. Ein Teil der Performance ist inszeniert, vieles entsteht allerdings spontan durch Zufälle oder technische Störungen. In der Projektbeschreibung heißt es: “Alle Live-Videos der Performance werden von Orten gesendet, die kostenlosen Zugang zum Internet anbieten. Öffentliche und kommerzielle Bereiche, wie Warteräume, Coffeeshop-Filialen und Bibliotheken verschmelzen zu einem imaginären WLAN-Kontinuum. Während öffentliches Internet durch die Verbreitung privater Datenverträge zunehmend überflüssig wird, bleibt es doch weiterhin von Bedeutung für Obdachlose, TouristInnen und digitale Nomaden”.

Wo? KW Institute for Contemporary Art, 1. Stock, Auguststraße 69, 10117 Berlin

Wann? 17 September, 20 Uhr

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Zum Ausklang: Postbahnhof wird zum Temporary Techno-Tempel

flickr: mightymightymatze

Und was bietet das Abendprogramm? Zum Beispiel eine Techno-Kirche. Am Wochenende verwandelt sich der Postbahnhof für kurze Zeit in einen Techno-Tempel. Der Name wird dort zum Programm: Spezielle Lichttechniken sollen in Kombination mit den Sounds ein einzigartiges und sakrales Ambiente schaffen. Im Rahmen der Art Week präsentiert die Berliner Liste Musik von Rødhåd und Kobosil.

Wo? Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, 10243 Berlin

Wann? 14.–17. September 2017, ab 19 Uhr

Mehr dazu

 

Nach der Berlin Art Week, ist vor der Berlin Art Week: Weitere spannende Events im September finden sich in unseren Top 10 September Events in Berlin.

 

Titelbild: @Berlin Art Week; Sammlung Boros, Privatsammlung / Private Collection, Katja Novitskova, Pattern of Activation, 2014 © NOSHE

Mac PC mit Schnittprogramm Musikvideo, zum musikalischen Mashup Artikel von Filmszenen

Mashup-Künstler mixt Songs aus Filmszenen
und geht mit GoT-Cover viral

Alle Ideen bauen auf anderen Ideen auf, weshalb alle kreativen Werke als eine Art Mashup angesehen werden können, findet Matthijs Vlot. Der niederländische Künstler produziert Kurzfilme. Jedoch nicht mit aufwendigem Kameraequipment und eigens engagiertem Cast. Alles was er dafür benötigt, ist ein DVD-Ripper und eine einfache Internetverbindung. Denn der audiovisuelle Remix-Künstler setzt Songs aus Filmszenen zusammen. Mit dieser Kunstform wurde Matthijs Vlot im Internet bekannt. Nun veröffentlichte er ein Cover von Taylor Swift’s neuem Lied “Look What You Made Me Do“. In dem Song ersetzen die Worte von Darstellern der amerikanischen Serie Game of Thrones, die der Sängerin. Das entsprechende Video ging vor Kurzem viral. Das Netz zeigt sich begeistert, findet das Cover besser als die Radio-Pop-Nummer und ist fasziniert von der minutiösen Puzzlearbeit.

Game of Thrones singt Look What You Made Me Do

Der Künstler durchforstete die Folgen der Serie und wählte genau jene gesprochenen Worte aus, die sowohl vom Text, als auch von der Betonung her, genau auf den Songtext von Taylor Swift passen. Mit dabei sind beispielsweise Aussagen der Figuren Jon Snow, Cersei Lannister, Littlefinger, Sansa Stark, Olenna Tyrell und Arya Stark. Aufgrund der Inhalte, vermutet der ein oder andere User eine Parallele, beziehungsweise Anspielung auf die Rachegelüste der Protagonisten in der Geschichte.

Das Youtube-Video ist erst seit wenigen Tagen online und wurde bereits fast 400.000 Mal aufgerufen. Dies mag möglicherweise an dem wieder aufgeflammten Hype um die Serie liegen. Doch viele Nutzer bewundern insbesondere, mit welch einem Blick (beziehungsweise Ohr) für’s Detail der Künstler die Filmschnipsel auswählte und minutiös integrierte. Da war mit Sicherheit Muse und Geduld gefragt.

Von I.T. bis Bond: Remix-Kultur aus Filmszenen

Game of Thrones ist nicht die einzige Serie, derer sich Matthijs Vlot bediente. Breaking Bad bot dem Künstler ebenfalls eine Vorlage. Dabei wurden einzelne Dialoge sowie die Titelmelodie zu einer Art Gedicht zusammen gemixt.  Der Rap mit dem Namen “This is my product“, thematisiert die Substanzen aus dem Labor der Figur Walter White alias Heisenberg.

Satirisch wird es hingegen in “Can’t Take my eyes of you“. In dem Video spielt der Künstler auf die Beziehung zwischen dem amerikansichen und russischen Präsidenten an.

Mit seinem Filmmix-Cover von Adele’s berühmten Song “Hello”, wurde Vlot sogar für den Webby Award in der Kategorie “Video Remixes/Mashups” nominiert. Die “International Academy of the Digital Arts and Sciences” zeichnet einmal jährlich kreative Webseiten und Online-Arbeiten in unterschiedlichen Kategorien aus.

P.S.: I Love You

Durchblick im Parteien-Dschungel?
Wahl-App im Tinder-Style und ein Musikomat

Wer die Wahl hat, hat die Qual, heißt es so schön. Oder doch nicht? Zahlreiche Apps zur Bundestagswahl 2017 versprechen die passende Partei zu finden, die die eigenen Werte und Vorstellungen vertritt. Der Klassiker unter ihnen ist der Wahl-O-Mat. Neue Anwendungen nutzen nun ganz unterschiedliche Herangehensweisen. Eine von ihnen tindert: Die App WahlSwiper, erhältlich für iOS und Android, geht nach dem Auswahlprinzip der bekannten Dating-App vor. Leere Versprechungen oder ein Traum-Match? Und was hören die Politiker eigentlich so unter der Dusche?

Die veröffentlichten Programme der Parteien sollten die Grundlage für eine gut überlegte Wahlentscheidung sein. Doch die 113 Seiten der SPD oder die 75 Seiten der Union wirken allein durch ihren Umfang nicht besonders einladend. Wer liest sich schon gerne derartige Wälzer durch? Da fehlt einem dann doch meist entweder Zeit oder Muse. Diversen Apps gelingt es nun, mal mehr und mal weniger, Licht ins Programm-Wirrwarr zu bringen. Unterhaltsam sind die folgenden in jedem Falle.

Politisches Tindern mit neuer Wahl-App 

Der WahlSwiper nutzt das Prinzip von Tinder und vereinfacht den Entscheidungsprozess auf spielerische Art und Weise. Nacheinander werden dem Nutzer 30 Fragen aus unterschiedlichen Rubriken wie zum Beispiel Arbeit, Bildung, Umwelt, Außenpolitik, Gesundheit sowie Familie und Gesellschaft gestellt. Aus dem Themenfeld Internet erscheint die Frage: “Sollen soziale Netzwerke zur Löschung von Desinformationen wie “Fake News” gesetzlich verpflichtet werden?” Ein Wisch nach links steht für Nein, mit rechts bekundet man seine Zustimmung. Wem etwas unklar ist, dem wird die Frage in einem kurzen Video noch einmal ausführlicher erklärt. Wer sich “verwischt” hat, kann auch noch einmal zurück gehen und seine Wahl ändern. Und wer sich unschlüssig ist, der kann einzelne Fragen überspringen. Im Endergebnis wird dann ein Ranking erstellt, dass mittels prozentualer Gewichtung anzeigt, inwieweit die eigenen Vorstellungen mit den Plänen und Leitsätzen der einzelnen Parteien übereinstimmen.

Parteifilter nach Musikgeschmack: Was hören Merkel, Schulz und Co.?

Wer sich jetzt noch nicht verliebt hat, kann ja mal in sich horchen – und in die Playlisten der Parteien. Denn Deezer hat sich zur Bundestagswahl mit dem Musikomat eine kleine Spielerei ausgedacht. Auf der Website kann man herausfinden, mit welcher Partei der eigene Musikgeschmack am meisten übereinstimmt. Dafür beantworten die Nutzer Fragen rund um ihre musikalischen Vorlieben und Momente. Die zur Auswahl stehenden Antworten sind natürlich mit Beispielsongs unterlegt. On top wurde zu jeder Partei eine Playlist angelegt. Die Zusammenstellungen kommen von den Parteizentralen höchst persönlich. Der Musikstreaming-Dienst-Anbieter bat CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke je eine Playlist mit 17 Musiktiteln zu erstellen. Die Parteimitglieder waren eingeladen den Lieblingssong des Vorsitzenden, die Musik für eine Wahlparty und inoffizielle Parteihymnen anzugeben. Die CDU geht da schon mal “Atemlos durch die Nacht”, und die FDP mag Techno, die Linke Punk.

Hier eine kleine Auswahl was bei den Parteien sonst noch so läuft:

SPD

Auf Der Guten Seite – Sportfreunde Stiller
Sexy And I Know It – LMFAO
Angie (2005 Digital Remaster) – The Rolling Stones

CDU

Einigkeit und Recht und Freiheit – Berliner Philharmoniker 
Tage wie diese – Die Toten Hosen
Thunderstruck – AC/DC

Die Grünen

Haus am See – Peter Fox
We Are Family – Sister Sledge
BE DEUTSCH! – Jan Böhmermann

Die Linke

Im Zweifel für den Zweifel – Tocotronic
Ein ehrenwertes Haus – Udo Jürgens
We Are Your Friends (Original Mix) – Simian

FDP

Alles neu – Peter Fox
No Roots – Alice Merton
Despacito Luis Fonsi – Daddy Yankee

Das angebliche Lieblingslied von Bundeskanzlerin Angela Merkel: “Wir lieben die Stürme” von Ronny. Martin Schulz hört laut SPD am liebsten “Penny Lane” von den Beatles.