All articles written by: Julia

Smartphone mit Instagram und Bildschirmen

Instagram-User aufgepasst:
Neue Funktionen für mehr Freiheiten?

Ob morgens ein Selfie vor dem Spiegel, mittags das Bild vom exquisit hergerichteten Menü, das Feierabend-Foto mit Freunden oder das Urlaubsbild von vorgestern: Auf Instagram teilen Millionen von Nutzer tagtäglich immer wieder neue Eindrücke aus ihrem Leben. Da geht das ein oder andere Bild schon mal unter und verschwindet in den Weiten des Webs. Gerüchten zur Folge, sollen neue Features der Online-Plattform Struktur in das Wirrwarr bringen und gerade dadurch neue Freiheiten ermöglichen. Was ist dran an den Spekulationen?

Instagram als Hashtag-Bibliothek zum Teilen

In Zukunft soll es möglich sein, Hashtags direkt zu folgen. Es entsteht eine Art Bibliothek, bei der der Nutzer Hashtags abonnieren kann. Dadurch erhält er stets die jeweils neuesten Beiträge zu dem Thema und bleibt auf dem aktuellen Stand. Kunstinteressierte können so beispielsweise dem #digitalart folgen und erhalten somit für Sie interessante Eindrücke.

Der Regram-Button zum Teilen

Spekuliert wird außerdem über ein Wiederholungssymbol in Form von zwei kreisförmigen Pfeilen – den Regram-Button. Wie der Name bereits verrät, sollen die Nutzer dadurch Inhalte noch einmal teilen können. Der Button könnte zukünftig neben dem Herz- und dem Chat-Symbol auftauchen.

Insta-Stories ohne Zeitbegrenzung

Das Kreieren von Stories wird immer beliebter. Hierbei werden aktuelle Erlebnisse in Form von Videos, Bildern und Kommentaren festgehalten. Dieser Moment-Charakter spiegelt sich auch darin wieder, dass die kleinen Lebensgeschichten nur für 24 Stunden sichtbar sind und danach gelöscht werden. Die Beschränkung soll zukünftig dahingehend aufgehoben werden, dass Nutzer die Möglichkeit haben, ihre Stories in einem persönlichen Archiv zu speichern.

Persönliche Freundesliste für mehr Privatsphäre

Ein Großteil der Instagrammer verfügt über ein öffentliches Profil. Dementsprechend lang ist die Liste der Follower und beinhaltet viele unbekannte Personen. Entweder privat oder öffentlich: Eine individuelle Einstellung der Privatsphäre ist nicht möglich. Vielleicht aber in Zukunft durch eine persönliche Freundesliste, mithilfe derer sich persönliche Inhalte mit einer bestimmten Freundesgruppe teilen lassen. Nur der Nutzer sieht dann diese Liste.

Nicht zu unterschätzende Chat-Features

Vielleicht ist auch bald das Teilen von Beiträgen und Profilen über WhatsApp möglich. Auf Instagram selbst könnten Nutzer dann auch Chats anpinnen. Dadurch, dass diese in der Liste dann immer oben erscheinen, werden die wichtigsten Kontakte beieinander gehalten.

Notaufnahme Eingang Heilstätten Beelitz zum Artikel über den ersten Social-Media-Horrorfilm

„Heilstätten“
Der erste deutsche Social-Media-Horrorfilm

Du bewegst dich langsam durch die dunklen Räume eines verlassenen alten Krankenhauses, vorbei an zahlreichen Behandlungs- und Op-Sälen. Dich durchfährt ein kalter Windstoß, du hörst ein dumpfes Hämmern und einen diffuses Jammern. Auf dem Boden leuchtet ein Handy auf. Eine blutige Hand greift kräftezehrend nach dem Smartphone. Plötzlich blickst du in das Antlitz eines schreienden Mädchens. Nein – wir sind nicht im Halloween-Modus stecken geblieben, sondern im Teaser von “Heilstätten”. Der Film über das Beelitzer Gruselkrankenhaus ist der erste deutsche Social-Media-Horrorfilm und kommt am 22. Februar 2018 in die Kinos. Jetzt wurde der erste Teaser veröffentlicht. Ein Streifen über einen Ort, der einst durchaus über Leben und Tod entschieden hat. Auch heute noch?

Die Beelitzer Heilstätten: Ein Ort an dem es spukt?

Die Heilstätten in dem Kur- und Erholungsort Beelitz, waren einst das Vorzeige-Krankenhaus für Tuberkulose-Patienten. Heute zieht der Ort Besucher an, die den Nervenkitzel suchen. Denn Gerüchte über das stillgelegte Krankenhaus gibt es wie Sand am Meer. Besucher berichten von paranormalen Aktivitäten und schaurigen Geschichten. Nun wurde auch die Filmindustrie darauf aufmerksam.

Wenn Youtuber zu Geisterjägern werden – gruselig?

Die Macher greifen in ihrem Film außerdem den aktuellen Hype um zahlreiche Youtuber sowie deren Challenges auf. Diesmal wird die Grusel-Resistenz auf Herz und Nieren hin geprüft. Eine Gruppe von Youtubern, gespielt von Timmi Trinks, Sonja Gerhardt, Nilam Farooq, Lisa Marie Koroll, Tim Oliver Schultz und Emilio Sakraya, möchte sich der Herausforderung stellen und den Geschichten und Geschehnissen vor Ort auf den Grund gehen. Mit Nachtsicht- und Wärmebildkameras durchforsten sie die Räumlichkeiten – immer auf der Suche nach dem gewissen Kick zwischen Grauen und Brutalität. Doch sie bekommen schnell zu spüren, dass man in diesen angsteinflößenden Ruinen sein Glück lieber nicht herausfordert. Als sie abbrechen wollen, bemerken sie, dass kein Weg zurück führt.

 

Der Teaser gibt einen Vorgeschmack auf den ersten Social-Media-Horrorfilm. Wir finden: Der Grusel-Faktor hält sich in Grenzen. Was meint ihr?

Beleuchtetes Tropenhaus im Botanischen Garten Berlin zum Artikel "Wie im Märchen: Der Christmas Garden Berlin"

Wie im Märchen:
Der Christmas Garden Berlin

Weihnachtszeit ist Märchenzeit. In Berlin verwandelt sich der Botanische Garten vom 16.11.2017 bis 7.1.2018 in einen Christmas Garden. In die vielfältige Natur zaubern zahlreiche Lichtinstallationen eine magisch-weihnachtliche Atmosphäre. Die Reise durch den Winterwald dürfte nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen: Zu entdecken gibt es beispielsweise eine funkelnde 100-jährige Hängebuche, schwebende Sterne, einen schimmernden Schneeflockenteich und einen Hafen der Wünsche. Wer sich Weihnachts-, Winter- und Märchengeschichten nicht nur anschauen, sondern in sie eintauchen möchte, sollte sich seine Liebsten schnappen und dem Christmas Garden einen Besuch abstatten.

Die Reise durch einen funkelnden Märchenwald

Es war einmal…, Jonas Werner

Mit einem Glühweinpunsch in der Hand, geht es auf einem rund zwei Kilometer langen Rundweg vorbei an insgesamt 30 individuellen Lichtinstallationen mit Millionen von Lichtpunkten. Frostbeulen können sich an Feuerstellen oder in der “Santa Clause” aufwärmen. Mit zahlreichen regionalen und kulinarischen Gerichten wird hier auch für das leibliche Wohl gesorgt. Sogar ein Weihnachtsmenü kann reserviert werden. Unter den funkelnden Bäumen des Botanischen Gartens, darf eine Schlittschuhbahn natürlich ebenfalls nicht fehlen.

Lichtverzauberte Gärten: Eine Idee aus England

Kristallweg, Sven Bayer

Vorreiter und Ideengeber sind die Royal Botanic Gardens in Kew, London. Dort erstrahlen die winterlichen Gärten seit 2013 alle Jahre wieder in einer funkelnden Märchenlandschaft, die bereits mehr als eine halbe Million Besucher bestaunt haben. In Berlin feierte der Christmas Garden im vergangenen Jahr Premiere und wurde von der Presse und den Besuchern hoch gelobt. Auf Instagram tummelten sich etwa 4000 Fotos mit zahlreichen funkelnden Eindrücken. Nun soll der Erfolg fortgesetzt werden.

 

Aber Achtung: Um jedem Einzelnen einen besinnlichen Spaziergang ohne Hektik und Gedränge zu ermöglichen, gibt es Einlasszeiten im Einstundentakt mit einer begrenzten Aufnahme von Personen pro Stunde. Tickets können online gebucht werden.

 

Titelbild: Tropenhaus, @Sven Bayer

Pussy Riot (Nadya Tolokonnikova)

Inside Pussy Riot:
Eine Theater-Revolution?

Die Saatchi Gallery zelebriert Hundert Jahre russische Revolution mit einem Theaterstück der besonderen Art. In „Inside Pussy Riot“ macht die russische Polit-Punk-Band dem Publikum ihre Geschichte hautnah erlebbar. Menschenrechte und Meinungsfreiheit sind die zentralen Themen, für die das Projekt eintritt. Gestartet haben die Initiatoren mit einer Crowdfunding-Kampagne. Nun wird das Konzept zur Realität: Denn heute ist der Auftakt für das immersive Theaterstück in der Saatchi Gallery. Den Projektinitiatoren stellt sich nur noch eine Frage: “Would you sacrifice everything for the sake of a punk prayer for a liberal world?”

Die nackte Wahrheit miterleben

Pussy Riot ist eine künstlerisch-rebellische Punk-Gruppe aus Moskau. Neben der Kirche kritisieren sie mit ihren Aktionen vor allem die russische Politik, Präsident Wladimir Putin und den Umgang mit Sexualität und Menschenrechten. Weltweite Aufmerksamkeit erhielt die Band durch ihren inszenierten Auftritt in der Moskauer Christ-Erlöser-Kirche im Jahr 2012. Die interaktive Darstellung „Inside Pussy Riot“ entstand in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe Les Enfants Terribles und entführt uns in eine Welt zwischen Gefängniszellen und nackten Tatsachen. Über die wissenswerten Details berichteten wir bereits. Das Publikum ist nicht nur live dabei, sondern mittendrin – eine ungewöhnliche, vielleicht sogar revolutionäre Darstellungsweise?

 

Nadya Tolokonnikova, politische Aktivistin und Pussy Riot Mitglied, kommentiert das Projekt mit einem demokratischem Appell:

 

„Inside Pussy Riot shows you what prison, prosecution of political activists and police oppression looks like. It also reminds you what democracy, on the contrary, looks like. And when I say ‘democracy’, I mean real democracy, which is about direct participation of citizens. Inside Pussy Riot plunges you into the totality of an authoritarian system – if you do not choose real democracy and participation, authoritarianism chooses you.“

 

Inside Pussy Riot 

14. November – 24. Dezember 2017

Saatchi Gallery London

 

Members of the radical feminist punk group ‘Pussy Riot’ stage a protest against Vladimir Putin’s policies at the so-called Lobnoye Mesto (Forehead Place), long before used for announcing Russian tsars’ decrees and occasionally for carrying out public executions, in Red Square in Moscow.

 

Kinder Dreirad an Laterne angeschlossen auf dem Bürgersteig zum Thema Berliner Kindheitsgeschichten

Berliner Kindheiten:
Ein Blog von Johannes Zillhardt

Die Berliner beklagen ja immer, dass es keine Berliner mehr gibt und, dass sie die letzten ihrer Art sind – so Johannes Zillhardt. Dem möchte er mit seinem Blog Berliner Kindheiten entgegenwirken. Hier sammelt Johannes die Kindheitsgeschichten der Stadt. Johannes Zillhardt ist freier Redakteur und Dozent für kulturelle Bildung an einer Berliner Berufsschule. Er selbst kommt aus Essen, lebt aber aktuell in Wedding. Uns hat er von den Erinnerungen und Wohnzimmergesprächen der Stadt erzählt.

Wie bist Du auf die Idee gekommen Berliner Kindheitsgeschichten zu sammeln?

Ich habe früher in der Böckhstraße in Kreuzberg gewohnt. Meine Nachbarin war Frau Gasche, Jahrgang 27. Sie ging zwei Mal am Tag mit ihrem Hund Janni Gassi. Auf dem Rückweg hat sie jedes Mal geklingelt oder geklopft und einen Vorwand gefunden, warum jetzt ganz dringend jemand hoch kommen müsste. Ich war eigentlich jeden Tag einmal bei ihr. Sie war eine süße Frau und irgendwie auch einfach cool. Wir hatten Briefkästen, wo die Post direkt in die Wohnung geworfen wird. Sie hat dann den Briefkastenschlitz immer hochgeklappt und ”huhu Hannes bist du da? Ich brauche was, ick seh Euch doch, ick seh Euch doch” gerufen. Irgendwann hat sie mir die Story erzählt, dass sie in meiner Küche geboren ist und, dass sie in ihrem ganzen Leben quasi nur ein Mal ein Stockwerk nach oben gezogen ist. Sie hat als Näherin für H&M am Heinrich-Heine-Platz gearbeitet, aber ansonsten fand eigentlich alles in diesem Haus statt. Dann haben wir uns zum Kartenspielen verabredet. Sie hat von ihrer Kindheit erzählt und davon, wie Kreuzberg früher aussah. Die Kamera lief die ganze Zeit mit. Nach und nach hat das dann immer lauter gerufen “mach was damit”. Und dann habe ich angefangen andere Kindheiten zu sammeln und habe bei Leuten rumgefragt, ob sie in Berlin geboren sind. Weil die Berliner beklagen sich ja immer, dass es keine Berliner mehr gibt und, dass sie die letzten ihrer Art sind. Gut, dachte ich – dann werden die jetzt gesammelt.

Gibt es eine Geschichte, die Dich besonders gepackt hat?

Ich mag die Storys alle gerne. Es gibt keine spektakulären Geschichten. Es sind alles eher alltägliche Sachen. Es gibt Personen, die mir sehr am Herzen liegen. Zum Beispiel eben Frau Gasche. Die hat eigentlich eine ganz harte, triste Kindheit gehabt. Keiner wollte sie. Sie wurde immer abgeschoben, aber es war eine extrem witzige und lebensfreudige Frau. Im Interview mit Wolle, habe ich ihn gefragt, ob er ein eigenes Kinderzimmer hatte. Da sprang er sofort in die Szene rein und spielte seinen Vater: “Wie? Eigenes Zimmer? Du? Hast ja wohl nen Schatten oder wat?”. Solche Personen berühren mich. Die Geschichten selber sind auch toll, aber noch mehr mag ich die Art der Leute, wie sie die Storys erzählen.

Warum hast du Dich für einen Blog als Medium der Veröffentlichung entschieden? Oder hattest du auch noch andere Ideen?

Die Kernidee war eigentlich kein Block. Es gibt einen Amerikaner, „Studs“ Terkel, der hat ziemlich dicke Bücherbände über Amerika verfasst. Der eine Band heißt „Work“. Da erzählen 200 Amerikaner von ihrer Arbeit. Der andere Band heißt „Dreams“. Da erzählen 200 Amerikaner von ihren Träumen. Es gibt verschiedene Bände, wo er ganz verschiedene Leute in Amerika thematisch ‘abinterviewt’. Da kann man Ewigkeiten mit verbringen, weil man da ganz toll amerikanisches Alltagsenglisch lernen kann. Es hat mich immer geärgert, dass es das im deutschen Raum nicht gibt. Das war mein ganz privater Säulenheiliger. Die Idee war von Anfang an so ein Lesebuch zu haben, aus 100 Jahrgängen und aus jedem Jahrgang einen zu finden, der seine Kindheit erzählt und, dass neben 80-Jährigen auch 16-Jährige erzählen. Der Blog ist jetzt eher so dazwischen. Das ist wie so eine lange Werbekampagne für das Buch irgendwann, aber der Blog bringt im Augenblick extrem viel Spaß. Seitdem ich es online gestellt habe, haben mir bestimmt schon 500 Leute gemailt, die so etwas schreiben wie: „Hey das würde ich auch gerne machen“, oder „ich erinnere mich auch“, oder „kannst du mal bei Frau so und so nachfragen, ich habe mal in der gleichen Straße gewohnt – erinnert die sich auch an folgende Sache?“. Auf einmal hast du ein Vielfaches an Kommunikation oder an Anstößen. Es wächst und das ist das Entscheidende.

Zeichnen sich zwischen den Bezirken Unterschiede ab?

Man merkt, wo die Leute herkommen. Das ist auch von den sozialen Lagen in den Bezirken und der Zeit, in der sie dort gelebt haben, abhängig. Wolle zu Beispiel, ein Arbeiterkind aus dem Wedding, der Berlinert ganz anders, sitzt nie still und raucht. Und dann ein Steglitzer, Akademiker-Sohn, bürgerlich, der sitzt mit einer ganz anderen Haltung da. Der ist gesetzter und nicht so impulsiv. Schon bevor das Interview losging, hat er sich ein paar Punkte gesetzt, die er auf hochdeutsch erzählt. Das ist auch spannend, aber eben eine ganz andere Welt.  Auch das Alter hat einen Einfluss. Umso jünger die Leute sind, desto mehr muss ich dabei helfen zu erinnern. Mit 20 denkt man noch nicht so viel über die Kindheit nach, sondern ist eher noch dabei das eigene Leben selbst aktiv zu gestalten. Ab 80 haben die Leute richtig Spaß daran da einzusteigen. Da merkst du auch: Die gucken anders. Irgendwann schweifen die Blicke an die Zimmerdecke ab und du merkst die sind jetzt nicht mehr bei dir, sondern in der Wohnung, von der sie gerade erzählen, oder sehen die Leute live vor sich. Das ist eine schöner Moment im Interview: Wenn du merkst, die sind wirklich in der Szene drin. 

Was ist typisch für die Berliner Kindheit?

So eine Art Standardkindheit gibt es eher nicht. Eigentlich haben alle einen gewissen Berlin-Stolz. Für viele ist es etwas Besonderes Berliner zu sein. Auch innerhalb von Berlin herrscht ein Kietzstolz. Es gibt natürlich ein paar historische Marken, die viele erlebt haben. Bei einigen ist es der Mauerbau oder das Kriegsende, bei anderen der Mauerfall, die Wende. Die Loveparade ist bei den Jüngeren ein Fixum, das sie miterlebt haben. Die Erlebnisse in der Stadt sind meistens sehr entscheidend in der Erinnerung.  Ich finde die älteren Generationen der Westberliner sind immer spezieller, weil die noch ein starkes gemeinsam geteiltes Inselgefühl haben. Die Ostberliner teilen häufig die zwei Identitäten. Das merkt man schon, dass das teilweise zwei voneinander getrennte Blöcke sind.

 
Und was sagt Wolle zu der Idee? Ihm hat die digitale Konservierung seiner Kindheit Spaß gemacht: „Das ist ein Projekt, dem ich uneingeschränkt zustimmen konnte. Da kam er dann an, mit seiner Kamera und hat die aufgebaut und los ging es.  Auf manche Sachen wäre ich so auch nicht gekommen, so Fragen wie, an welchen Geruch oder welches Geräusch erinnerst du dich?“

Bist Du selbst Berliner, oder kennst jemanden, der ein waschechter Ur-Berliner ist? Dann melde Dich bei Johannes  auf facebook oder per Mail an: berliner.kindheiten@gmail.com. Zur Zeit werden insbesondere noch Berliner aus den 1910er und 1920er Jahrgängen, sowie aus Ost-Berlin gesucht. 

Zum Nase rümpfen:
Nasenhaar-Extensions als Instagram Trend

Was Internet- und insbesondere Social-Media-Hypes betrifft, sind wir ja schon Einiges gewohnt. Jetzt hat das Netz – im wahrsten Sinne des Wortes – die Nase voll. Bei dem neuesten Blogger und Instagram Trend, stellt sich uns wirklich nur noch eine Frage: Warum??? Momentan erobern doch tatsächlich Nasenhaar-Extensions als Instagram Trend das Internet. Ein skurriler Hype mit Fremdschäm-Faktor. Man muss ja nicht alles mitmachen, oder?

Die etwas andere Schminkroutine

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Das Netz ist voll von Spinnereien und mehr oder weniger kreativem Input. Auf Instagram performen die Nutzer beispielsweise mit symbolträchtigen Handgesten oder aufgepimpten Brustwarzen. Derartige Posts sind nicht zuletzt deshalb so cool und innovativ, weil sie eine Botschaft vermitteln. Doch was sollen uns die Nasenhaar-Extensions sagen? Hierbei werden die Haare unter den Nasenlöchern durch Kosmetika verlängert, sie werden also auf die Haut gemalt.

Unsinniger Instagram Trend als Jugendsünde?!

Paradox ist vor allem, dass sich insbesondere Beautyliebhaber auf die Nasenfrisur stürzen. Galten solche Zustände doch bislang eher als ungepflegt und sind ein Indiz für mangelnde Körperhygiene. Doch davon lassen sich viele Nutzer nicht beirren. Manche können es sogar nicht fassen, bisher nicht selbst auf die Idee gekommen zu sein und kommentieren mit Herzchensmiley: „I have to try this“.  Irgendwie beruhigend, dass die Instagrammerin Mickayla  ihr Nasenexperiment folgendermaßen begründet: „College is about experimentation and trying weird beauty trends right?“ Das lässt hoffen. Was meint ihr?

 

College is about experimentation and trying weird beauty trends right? 🙃#nosehairextensions

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U-Bahn Station Friedrichstraße Kunst in Berlin

U6 & U8:
Unterirdische Kunst in Berlin

Normalerweise ist das Berliner U-Bahn-Leben geprägt von wartenden Fahrgästen mit Smartphone-Scheuklappen, Menschenströmen und einem hektischem Gewusel vor dem Hintergrund kalter Fliesenwände. Zwei besondere Kunstprojekte wollen diese Einbahnstraße nun aufbrechen und laden dazu ein, einmal inne zu halten, nach links und rechts zu schauen und dem Stadttrubel für einen Augenblick zu entfliehen. Während das studentische Werk “moving – images –underground” zwischen bekannten Werbeanzeigen im U-Bahnhof Friedrichstraße für Irritation sorgt, lichtet der Fotograf Leon Kopplow in seinem Projekt Personen aus der U8 ab. Kann Kunst unterirdisch sein? Und ob!

Mit Charmehaaren datenlos durch die Nacht

 

Auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Linie 6 können sich die Fahrgäste  ihre Wartezeit bis zum 31. Oktober mit den Videoarbeiten von Studenten der Universität der Künste verkürzen. “Moving – images –underground” lautet der Titel des Projektes der Fachbereiche Visuelle Kommunikation und Kunst und Medien. Das Projekt entstand durch eine Kooperation zwischen der Universität und der Wall GmbH. Die Werke erscheinen immer mal wieder zwischen den klassischen Werbeanzeigen auf den Reklame-Projektionsflächen. Sie sorgen so nicht nur für eine erfrischende Abwechslung, sondern auch für Verwirrung. Trotzdem die Videos jeweils sehr kurz sind, gelingt es den Künstlern die Beobachter zum Nachdenken anzuregen. Dabei fallen Stichworte wie “Charmehaare”, “Dieser Spot ist keine Kunst” oder “#stayimperfect”. Die Auswahl der gezeigten Arbeiten erfolgte durch eine Jury aus UdK- und Wall-Mitarbeitern.

Wer sitzt da eigentlich neben mir? Kunst in Berlin

In der U-Bahn zeigt sich immer wieder das gleiche Bild: Alle starren auf ihr Smartphone. Und wenn nicht, dann lesen sie zumindest in einer Zeitung, hören mit geschlossenen Augen Musik oder schlafen. Jeder ist in eine Sache vertieft und dadurch irgendwie isoliert. Kaum jemand schaut sich noch um. Dabei kann es durchaus interessant sein, den Sitznachbarn einmal zu beobachten. Dies soll keine Anregung zum Stalking sein, sondern vielmehr dazu anregen, dass sich ein Blick für die Mitmenschen lohnen kann. Dies dachte sich auch der Fotograf Leon Kopplow in seinem interessanten Fotoprojekt. Er sprach ihm wildfremde Personen in der U8 an und fotografierte sechs Tage lang über 100 Fahrgäste. Um die Vielfalt der Linie darstellen zu können, konzentrierte er sich dabei auf die U-Bahnhöfe Weinmeisterstraße in Mitte und Boddinstraße in Neukölln. Die Fotos entstanden nicht direkt in der U-Bahn sondern in kleinen, sich in der Nähe befindlichen Räumlichkeiten. Die Bilder zeigen die Vielfalt der Berliner Fahrgäste und lassen hinter die Fassade blicken: „Der Moment auf dem Bahnsteig wird konserviert und der Mensch bekommt durch die bildliche Isolation vor Weiß eine ganz neue Qualität.  Jeder Mensch, jedes Gesicht enthüllt etwas geheimnisvoll Eigenes, vielleicht sogar Verletzliches, dass nur in der Ruhe des Fotos zum Vorschein tritt“, so Leon Kopplow über sein Fotoprojekt.

 

Fotoprojekt von Leon Kopplow

Keyboard Musiker vor Sonne mit Display zum Artikel Kreatives Youtube Musikvideo erzählt Liebesgeschichte auf 14 Screens

Kreatives Youtube Musikvideo erzählt
Liebesgeschichte auf 14 Screens

Kreative Musikvideos gibt es viele. Mit der Digitalisierung eröffnen sich zusätzlich vollkommen neue Möglichkeiten der Darstellung. Von einem durch künstliche Intelligenz erzeugtem Clip berichteten wir bereits. Doch ein durchchoreographiertes digitales Musikvideo auf verschiedenen Screens gab es so noch nie. „Knock Knock“ heißt der Song der ukrainischen Band Brunettes Shoot Blondes. Das dazugehörige Video erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem Hasen. Zugegeben eine etwas ungewöhnliche Story einer Band mit einem ebenso bizarren Namen. Noch überraschender ist allerdings die kreative Darstellungsweise des Videos: Die Liebesstory wird auf 14 verschiedenen Bildschirmen unterschiedlicher Medien erzählt. So versucht der Hase über Smartphone, Tablet und Laptop seine Herzensdame zu erreichen und stößt dabei nicht nur einmal an die Grenzen des Bildschirmrandes.

Die Choreographie einer Liebesgeschichte

Die erste Begegnung findet auf zwei sich gegenüberliegenden Smartphones statt. Auf dem Ersten tritt ein Hase lässig, mit einem Blumenstrauß in der einen und einer Zigarette in der anderen Hand, in den Screen. Im anderen Bildschirm zeigt sich die Dame davon nicht sonderlich beeindruckt und macht sich auf den Weg in den dritten Screen. Dessen Rand fungiert nun als Tür, welche sie hinter sich abschließt. Der Hase versucht sich nicht beirren zu lassen, nimmt den technisch steinigen Weg auf sich und folgt in dem durchchoreografierten Musikstück seinem Glück. Dabei purzelt der Verehrer seiner großen Liebe von Medium zu Medium hinterher. Bei all den Wirrungen und Irrungen sei so viel schon einmal verraten: Es gibt ein süßes Happy End.

Musikvideo Performance mit 14 Screens in Echtzeit

Die große Herausforderung ist es, die Figuren und ihre Gestiken auf die Sekunde genau richtig zu programmieren und zu platzieren. Denn das Video läuft in Echtzeit. Dafür bedarf es einer ganzen Choreographie. Doch es muss nicht nur virtuell geplant werden. Für einen reibungslosen Ablauf ist es ebenfalls wichtig, dass alle Beteiligten das jeweilige Gerät zum richtigen Zeitpunkt und gleichzeitig an der richtigen Stelle platzieren. So beginnt der Clip mit einem Countdown, die Finger verharren bis zum Start auf den Displays.

Kreativer Youtube-Hit und Award-Gewinner

Im Netz wurde Kritik laut, dass es sich bei dem Video eventuell um verschleierte Werbung handelt. Schließlich sind die eingesetzten Medien durchweg Apple Produkte. Offiziell bestätigt ist dieser Zusammenhang allerdings nicht. So oder so handelt es sich um eines der wohl kreativsten Musikvideos – insbesondere hinsichtlich des Einsatzes von Medien. Der Youtube-Clip wurde bereits über 9 Millionen mal aufgerufen, namenhafte Medien wie Billboard, The Daily Mirror, Rolling Stone, The Huffington Post und viele andere berichteten bereits darüber. “Knock Knock” wurde für die innovative Arbeit belohnt und staubte im Jahr 2015 einen Berlin Music Video Award in der Kategorie “Best Concept” ab.

Und nun die ganze Liebesgeschichte mit allen ihren digitalen Brückenschlägen:

Ed Atkins Installation

Old Food von Ed Atkins:
Über Digitalträume & Wirklichkeitsabzocke

Schauen wird in Kapital konvertiert. Youtube vergütet tausend Views mit etwa einem Dollar – im Fernsehen liegt der Wert viel höher. Die Schlingranken des Marketings wuchern via Mail, Tracking, setzen Cookies, streuen Krümel wie Hänsel und Gretel, um dir zu folgen. Atkins’ Ausstellung ist der Köder, dich in den Museumskörper zu locken, mit seinen Sälen, Magen und Verdauungstrakt, deren Wände dich still durchkneten, Laser, die dich wie Zilien forttragen und einfangen – Zitat Ende. 

Mit diesen Worten werden die Besucher der heute begonnenen Ausstellung „Old Food“ von Ed Atkins  im Martin-Gropius-Bau begrüßt. Und tatsächlich: Der Künstler schafft es, den Betrachter mit seiner bildgewaltigen Installation emotional einzufangen, nur um ihm anschließend gerade dadurch wieder ein mumliges Gefühl einzuverleiben.

Ed Atkins und seine spezifische Videoästhetik

Der gebürtige Brite lebt momentan in Berlin und ist mit seinen experimentellen, computergenerierten Filmen, Animationen und Bildwelten ein Star in der jungen Kunstszene. Atkins beschäftigt sich mit der Allgegenwärtigkeit digitaler Medien. Bekannt wurde er durch Videoinstallationen mit CGI-Avataren. Diese animierte er mittels Motion-Capture-Technik und versah sie mit der Stimme des Künstlers.

Old Food: Digital einbalsamiertes Gammel-Essen?

© Ed Atkins, “Old Food”, 2017, Installation view, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Photo: Mark Blower. Courtesy the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Cabinet Gallery, London, Gavin Brown’s Enterprise, New York, Rome and dépendance, Brussels

Für den Martin-Gropius-Bau und das Programm Immersion kreierte der Künstler nun seine bisher größte Installation: „Old Food“ . Wer jetzt denkt es gehe dabei um vergammeltes Essen, der irrt. Vielmehr erforscht der Künstler weiterhin die neuen Medien und versetzt den Betrachter in Gemütlsagen zwischen Verträumtheit  und Desillusionierung, Ekel und Nüchternheit. 

Museumsräume erzeugen bizarre Gefühlswelten

© Ed Atkins, “Old Food”, 2017, Installation view, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Photo: Mark Blower. Courtesy the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Cabinet Gallery, London, Gavin Brown’s Enterprise, New York, Rome and dépendance, Brussels

Die Ausstellungsräume umgibt hingegen sehr wohl eine bizarre  Stimmung. Größeren und kleineren Videoinstallationen stehen jeweils zahlreiche Kostüme aus dem Fundus der Deutschen Oper Berlin gegenüber: Von  Don Carlos bis hin zu Aida. Das können die Besucher übrigens vom ersten Augenblick und vom ersten Raum an „riechen“. Viel seltsamer mag es für die Betrachter jedoch sein, auf Bildwelten zu treffen, die zunächst sehr idyllisch anmuten. Da steht ein Klavier inmitten einer grünen Blumenwiese, in einer Berghütte knistert der Kamin vor sich hin und es blicken einen altertümliche Wesen und niedliche Kinderaugen an.

© Ed Atkins, “Old Food”, 2017, Installation view, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Photo: Mark Blower. Courtesy the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Cabinet Gallery, London, Gavin Brown’s Enterprise, New York, Rome and dépendance, Brussels

Doch nun kommt es: Die Figuren weinen, wirken verzweifelt, ihre Haut scheint sich zu verflüssigen. Auf dem Klavier spielt eine Hand, die sich durch diverse Plessuren von der sich im Instrument spiegelenden Natur abhebt. Seine Figuren sind in einer ewig langen Leidensgeschichte gefangen – ohne Anfang, Spannungsbögen und ohne Ende. Zugleich verwirrt die akustische Komponente: Es erklingen Kompositionen von Jörg Frey, die so gar nicht den klassischen Harmonien entsprechen. Die Disharmonien in Dauerschleife tragen ebenfalls dazu bei, dass die scheinbare Idylle aufgehoben wird. Den Besuchern überkommt ein ähnlich unwohles Gefühl wie bei der Betrachtung von verschimmeltem Essen. Nur mit dem Zusatz, dass sie sich ihrer eigenen Rolle in den neuen Medien und einer kommerzialisierten Welt bewusst werden. 

Ed Atkins möchte genau dies mit seiner Installation zeigen. Er erzeugt künstliche Digital-Romantik, um sie im nächsten Moment wieder zu zerstören. Dabei bezieht er sich auf die Hoffnungen, die in die CGI-Technik gelegt werden. Mit ihrer Hilfe sollen unsere Träume „real“ werden. Täuschend echte Figuren wirken dann aber doch wieder deratig aalglatt, dass sie ihre Wirkung selbst aufheben. Der ultimative Burger und die perfekte Bikini-Figur: Mit der Realität haben schmackhaft kreierte Photoshop-Werbebilder oft wenig zutun. Ed Atkins entblößt das Streben nach Perfektionismus, indem er der digital erzeugten Romantik auf bizarre Weise die Romantik nimmt (die sie ja eigentlich nie war).

Die Ausstellung läuft noch bis zum 07. Januar 2018.

Titelbild: @Ed Atkins, “Old Food”, 2017, Installation view, Martin-Gropius-Bau, Berlin, Photo: Mark Blower. Courtesy the artist, Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin, Cabinet Gallery, London, Gavin Brown’s Enterprise, New York, Rome and dépendance, Brussels

Vogelperspektive auf Berlin im Herbst, Straße des 17. Juni; zum Artikel Top 10 Berlin Events im Oktober

Top 10 Berlin Events im Oktober

Wilhelm Busch dichtete einst: “Der schöne Sommer ging von hinnen, der Herbst, der reiche, zog ins Land. Nun weben all die guten Spinnen so manches feines Festgewand.” Das Wetter hat uns in diesem Jahr tatsächlich des Öfteren im Stich gelassen. Auch wenn Hoffnung auf einen goldenen Herbst besteht, wird es Zeit für Indoor-Kultur im Festgewand. An dieser Stelle möchten wir euch Kunstleben Berlin empfehlen – ein Netzwerk von Kunstschaffenden, die kulturelle Higlights sowie aktuelle Events vorstellen. Hier lassen auch wir uns gerne inspirieren. Inspirierend sind allerdings auch die Berlin Events im Oktober.

Kürbis hier, Kürbis da, Kürbis-Tralala

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Schöneberg huldigt das Gewächs mit einem Kürbisfest und hochwertigen Produkten.  Es mag zunächst an ein Dorfritual mit Kürbiskanone erinnern, hat jedoch echten Kiezcharakter. Kunsthandwerker, Designer, Händler und Gastronomen widmen sich mit einem vielfältigen Angebot, bestehend aus 12.000 Kürbissen in verschiedensten Sorten, voll und ganz den großen und kleinen Gewächsen. Es wird Kürbismarmelade, Kürbiskuchen, Kürbissuppe, Kürbissekt sowie Kürbislasagne geben – eben alles, was das Kürbisherz begehrt. Die Schlemmermeile wird zudem von Musik begleitet.

Wo?  Akazien und Belziger Straße, Berlin

Wann? 30. September – 01. Oktober

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Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung

Was passiert, wenn Theater auf Politik trifft? Mögliche Antworten lassen sich in dem Mobilize-Event “Moralische Anstalt 2.0” finden. Hier werden an insgesamt drei Abenden drei verschiedene Sichtweisen auf “die Potentiale des politisch involvierten Theaters” geworfen: Die politischen, pädagogischen und sozialen Effekte der Theaterkunst. Mit von der Partie sind unter anderem Kay Voges, (Intendant Schauspiel Dortmund), Dr. Ellen Ueberschär (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) sowie Ulrich Khuon (Präsident des Deutschen Bühnenvereins).

Wo? Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Wann? 01. – 03. Oktober

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The Independent Photographer: Berlin Photo Exhibition

“The Independent Photographer” ist ein Online-Netzwerk von Fotografen, welches unter gleichem Namen die besten Fotografen mit einem Award kürt. Die Werke sollen internationale Aufmerksamkeit erfahren. In der Berliner Eigenheim Galerie, werden die Bilder der Talente des Jahres aus über 35 Ländern ausgestellt. Der Eintritt ist frei.

Wo? Galerie Eigenheim Weimar/Berlin, Linienstrasse 130, 10115 Berlin

Wann? 05. – 09. Oktober

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Berlins erster Spöti

Im Sissi und Franz-Gewand geht es mit Falco im Ohr und Mozartkugel als Proviant in das Schillerkiez nach Neukölln. Denn dort verwandelt sich vom 5. bis zum 7. Oktober der „Kiezladen“: Ein Späti wird dann zu einem “Spöti”. Neben Tabak, Bier und Zeitung, gibt es typisch österreichische Musik, Drinks und Snacks, feines Backwerk und Kaffee. Der temporäre Österreich-Hotspot verrät außerdem Insider-Tipps für Reisende und ergründet den durchaus einzigartigen österreichischen Wortschatz. Auf dem Programm steht unter anderem die Pöetry-Slam-Comedy-Show „The Ultimate Schnitzelfication / Oba sowas von Schnitzel!“. Hier geben die Comedians und Poetry Slammer Bastian Mayerhofer, Georg Kostron und Samson den Humor der Österreicher zum Besten. Am Freitagabend tritt dann um 20 Uhr „Holler my dear“ mit der österreichischen Sängerin Laura in einem exklusiven Spöti-Konzert auf. Ihre Musik ist eine Mischung aus Akustik-Pop, Swing und Funk. In den kommenden Tagen werden auf der Veranstaltungsseite weitere Veranstaltungsdetails veröffentlicht. Vielleicht ist ja am Ende sogar ein gscheider Abschiedsbusserl drin?

Wo? Schillerpromenade 28, 12049 Berlin

Wann? 05. -07. Oktober

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Stadtrundfahrt mit Jazzbrunch

Beim Bahnfahren aus dem Fenster gucken und den Ausblick genießen. Macht das heute eigentlich noch Jemand? Die meisten starren doch auf Smartphone, Tablet und Co. und sehen das Verkehrsmittel eben lediglich als Mittel zum Zweck. Ein Ausblick kann sich jedoch lohnen. Insbesondere bei der Sonderfahrt der historischen Diesellok 119 158. Diese wird sich am 07. Oktober das vorerst letzte Mal in Bewegung setzen. Bei einer Stadtrundfahrt quer durch Berlin und das Umland, lässt sich die Stadt neu entdecken. Nebenher gibt es ein Berliner Brunchbuffet sowie spannende Streckengeschichten. Uncool? Wir finden: kultig.

Wo? Berlin macht Dampf, Betriebsbahnhof Schöneweide, 12439 Berlin

Wann? 07. Oktober

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Songslam statt Poetryslam

Poetryslam war gestern, am 11. Oktober heißt es im Heimathafen Neukölln: Songslam! Denn auch Lieder können Poesie sein und sich einen musikalisch-literarischen Schlagabtausch geben. Im Heimathafen Neukölln stellen sich insgesamt neun Songwriter und Musiker dem Urteil einer Jury. Casting-Show-Charakter? Nein, laut den Veranstaltern “zählt nur der Vortragende mit seinem Instrument und seinem eigenen Werk: keine Begleitung vom Band, keine Showtänzer und erst recht kein Dieter Bohlen der nach jedem Vortrag noch einen dummen Spruch macht.”

Wo? Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Wann? 11. Oktober

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The Readymade Century 1917 – 2017

Readymades sind – wie das Wort bereits sagt -Alltagsgegenstände, die ihrem eigentlichen Kontext entnommen werden und dann wild  neu kombiniert werden. Geprägt wurde der Begriff von dem französischen Künstler Marcel Duchamp. Er wollte Werke schaffen, die keine Kunstwerke sind. Dafür trug er Gegenstände zusammen, die er ohne ästhetische Berücksichtigungen auswählte: „Ich schuf sie ohne Absicht, ohne jede andere Absicht, als Ideen abzustoßen. Jedes Readymade ist verschieden. Zwischen den […] Readymades findet man keinen gemeinsamen Nenner, außer daß sie manufakturierte Waren sind. Was das Aufspüren eines Leitgedankens betrifft: nein. Indifferenz. Indifferenz gegenüber dem Geschmack: Weder Geschmack im Sinne der fotografischen Reproduktion noch Geschmack im Sinn des gut gemachten Materials. Der gemeinsame Punkt ist Indifferenz.“ Demnach kommt es weniger auf den Gegenstand als auf die Idee dahinter an. Diese Ansichten nahmen viele weitere Künstler in ihrem Schaffen auf. Doch was bedeutet Ready-Made im Lichte der digitalen und globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts? Braucht es ein Update? Im Haus der Kulturen der Welt wird diesen und weiteren Fragen nachgegangen.

Wo? Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Wann? 12. – 13. Oktober

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The analogueNOW! Photo Weekend 2017

Die Fans der analogen Fotografie oder die, die es noch werden wollen, können sich im Oktober auf ein ganzes Analog-Wochenende freuen. analogueNOW! präsentiert Show & Tell-Runden, Workshops, Portfolio-Reviews, Netzwerktreffen und Konzerte. Für die meisten Programmpunkte ist eine vorherige und zumeist kostenpflichtige Anmeldung notwendig.

Wo? BLO-Ateliers, Kaskelstr. 55, 10317 Berlin

Wann? 13. – 15. Oktober

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Gaumenschmaus: Berlin Food Week

In der Woche vom 14. – 21. Oktober 2017 wandelt sich Berlin zur Food-Metropole. Da wird probiert, experimentiert und geschlemmt was das Zeug hält. Zur kulinarische Reise laden unter anderem Berliner Köche, Gastronomen, Food-Entrepreneure und Manufakturen mit verschiedenen Veranstaltungen. Beispielsweise wird es ein House of Food oder ein Stadtmenü mit Pilz-Parade geben.

Wo? In ganz Berlin verteilt

Wann? 14. – 21. Oktober

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Donald Trump als Schauspieler

Wusstet ihr, dass sich Donald Trump bereits einen Namen in der Filmbranche gemacht hat? Der amerikanische Präsident trat seit 1981 immerhin in 25 Film- und TV-Produktionen auf. Er gewann sogar einen Filmpreis. Der Haken an der ganzen Sache: Es handelt sich dabei um die Goldene Himbeere für die schlechteste männliche Nebenrolle. Der Filmwissenschaftler Urs Spörri analysiert in einem filmwissenschaftlichen Vortrag die schauspielerische Performance des mächtigsten Mannes der Welt. Im Anschluss zeigt das City Kino Wedding die Trump-Doku „Kings of Kallstadt“.

Wo? City Kino Wedding, Müllerstraße 74, 13349 Berlin

Wann? 18. Oktober

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