Ride of Silence:
Für mehr Sicherheit für Fahrradfahrer*innen

Fahrradfahrer auf der Straße

Morgen, um 19 Uhr am Brandenburger Tor, ist es wieder soweit: Die von dem ADFC Berlin organisierte Fahrt “Ride of Silence” findet statt. Die Erinnerungs- und Mahnfahrt soll an die im Straßenverkehr tödlich verunglückten und verletzten Radfahrer*innen erinnern.
 
Dabei scheint Berlin auf den ersten Blick perfekt zum Fahrradfahren: Breite Straßen und viel schöne Natur machen Lust aufs Rad zu steigen, außerdem locken die umliegenden Seen zu einer Fahrradtour am Wochenende. Das Fahrradfahren hat zudem viele positive Aspekte: Man ist nicht nur draußen unterwegs, mobil, aktiv und spart sich die Kosten für ein U-Bahn-Ticket (in der im Sommer gefühlte 50 Grad Celsius herrschen) – man kann das Radeln sogar mit einer Dienstleistung verbinden.
 
Somit ist es kein Wunder, dass viele Radler*innen im Straßenverkehr aufzufinden sind. Und umso wichtiger ist es, auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Denn zum Teil sind Radwege gesperrt oder nicht vorhanden und viele Auto- und LKW Fahrer fahren unvorsichtig. Auch die Zahlen stehen für sich: Obwohl Fahrradfahrer und Fußgänger im letzten Jahr nur an 5% der Verkehrsunfällen beteiligt waren, so machten sie ganze zwei Drittel der Verkehrstoten aus. Insgesamt kamen 2017 neun Radfahrerinnen und Radfahrer ums Leben, in diesem Jahr sind es bereits drei.

Ride of Silence in über 300 Städten

Dies hat schließlich dazu geführt, dass der Ride of Silence ins Leben gerufen wurde – denn jeder Schwerverletzte und Getötete ist einer zu viel. Zum Gedenken treffen sich seit 2003 Radfahrer*innen weltweit in über 300 Städten für eine Erinnerungs- und Mahnfahrt am dritten Mittwoch im Mai. Auch in Berlin wird seit 2015 an die verunglückten Radfahrer und Radfahrerinnen erinnert und gleichzeitig an die Politik appelliert, mehr für die Sicherheit von Radfahrenden zu tun.
 
Die Fahrt ist inzwischen als Demonstration angemeldet und soll sich aus Respekt möglichst leise und ohne Alkohol oder Musikanlagen abspielen. Der ADFC Berlin stellt an den Unfallorten Geisterräder zum Gedenken auf und es können zudem weiße T-Shirts mit dem Hashtag #StopKillingCyclist erworben werden – damit auch den Zuschauern der Anlass der Fahrt verständlich wird.

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