DOCMA Award 2017:
Digitale Kunst macht Bilder lebendig

DOCMA Award 2017: Digitale Kunst macht Bilder lebendig

Eine Zigarette, die ihren Besitzer vermisst. Ein eventuell einmaliger Ritt, der dir den besonderen Kick gibt. Ein Schneemann, der sich sonnen will und dabei sein tragisches Ende findet. Das alles und noch viel mehr hat der diesjährige DOCMA AWARD in Sachen digitale Kunst zu bieten.

 

Wie digitale Kunst Geschichten erzählt

Seit 2002 hat sich der Docma Award im Bereich digitale Kunst zu einem der renommiertesten Auszeichnungen in Deutschland entwickelt. Hinter dem Award steht das Fachmagazin Docma. Jedes Jahr bekommen professionelle und nicht professionelle Künstler die Chance ihre Fotografien, Zeichnungen und Fotomontagen einzureichen. 2017 lautet das Motto “SST: Super Short Story Telling”. Demnach standen die Teilnehmer vor der Herausforderung, eine ganze Geschichte in einem einzigen Bild sowohl schriftlich als auch künstlerisch zu verpacken. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, hatten sie dafür maximal 300 Zeichen zur Verfügung. Jede Einreichung, die diese Vorgabe nicht erfüllte, wurde nicht gewertet. Ausgezeichnet wurde in den Kategorien Meister, Geselle und Lehrling. Darüber hinaus gab es auch einen Sonderpreis zu vergeben. In diesem Artikel haben wir eine Auswahl der von Docma gekrönten Sieger zusammengestellt. 

 

Reza: „Ich vermisse ihn…“ (Platz eins, Kategorie Meister)

Ich vermisse ihn … wie er mich zwischen seinen zarten Lippen hielt und meine Seele in seine warme Lunge zog, wo ich aus den Teichen schwarzen Sirups wieder empor stieg, mal sanft hinaus schwebend, mal in gewaltigen Stößen heraus geschleudert … nur er hat immer zu mir gehalten … gegen den Rest der Welt. | Bild: Reza

 

 

Florian Janßen: „Verschwunden“ (Platz 1, Kategorie Lehrlinge)

Sie wollte nur ein bisschen Auszeit. Ein paar Tage in die Sonne, die Wärme genießen, dem Alltag entfliehen. Jetzt stand er vor ihr und doch würde sie nie mehr zurückkommen, seine verflossene Liebe. | Bild: Florian Janßen

 

   

Brigitte Kuckenberg-Wagner: „Rent a croco“ (Platz 2, Kategorie Geselle)

Ein garantiert einmaliges Erlebnis für alle, die den besonderen Kick suchen! So stand es im Prospekt. Beim Anblick der süffisant grinsenden Reittiere bekam das Wort ‚einmalig‘ doch eine etwas andere Bedeutung, und es tauchten leichte Zweifel auf … | Bild: Brigitte Kuckenberg-Wagner

 

 

Flint Stelter: „Christian Bäcker“ (Platz 1, Kategorie Geselle)

Besonders anfällig für extreme Ideologien sind junge Männer im Alter von 25–35 Jahren, die sich von der Gesellschaft abgehängt fühlen. Christian Bäcker war so jemand. Christian machte sogar andere dafür verantwortlich, wenn er zu dumm war, einen Fuß vor den anderen zu setzen. | Bild: Flint Stelter

 

Bis 19. November im Museum für Kommunikation Frankfurt

Hier gibt es weitere Informationen

 

Titelbild: John Wilhelm

 

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