Netzreaktionen
auf die Ergebnisse der btw2017

Deutschland hat gewählt. Gestern Abend sorgten bereits die ersten Hochrechnungen für die ein oder andere Überraschung, in erster Linie aber für Enttäuschung und Entsetzen. Während CDU und SPD große Verluste hinnehmen und damit eine ihrer schlechtesten Wahlergbnisse überhaupt einstecken mussten, konnten die kleineren Parteien neue Stimmen einsammeln. Die scheinbaren Gewinner der btw2017 sind demnach die Grünen, die FDP sowie zum Teil die Linken. Allen voran leider auch die AfD. Zum ersten Mal seit dem 2. Weltkrieg, zieht eine Partei mit zum Teil stark rechtspopulistischem Gedankengut in den Bundestag ein. Laut Umfragen entschieden sich die meisten AfD-Wähler nicht aus inhaltlicher Überzeugung, sondern aus Protest.  Im Netz sorgt das Wahlergebnis für hitzige Diskussionen.

Einige können dem Resultat nur mit einem Galgenhumor begegnen

btw2017: Das Glas ist nicht halb leer sondern halb voll?

Was nicht vergessen werden darf ist, dass sich rund 87% der Wahlberechtigten gegen die AfD ausgesprochen haben. Auf Twitter trendet daher momentan der Hashtag #87. Mit ihm bringen die User ihre Ablehnung zur AfD zum Ausdruck und äußern ihre Wünsche für eine friedvolle Zukunft Deutschlands.

Doch dies ist nur ein schwacher Trost

Spielen vielleicht gerade solche Abgrenzungen der AfD ihre Wähler zu? Fehlen den anderen Parteien klare Profile?

 

Von daher sollten wir einen Blick auf weitere Reaktionen werfen:

Unabhängig vom Wahlergebnis feiert das Netz die tapferen Wahlhelfer-Helden aus Basdorf (Rheinsberg).  In dem kleinen Ort waren 23 Bürger wahlberechtigt. Von ihnen wählten 18 per Brief. Auf die rerstlichen fünf konnte das Wahllokal dann 10 Stunden warten. Sehen ganz durchgefroren aus die Armen!

Ein kurzes Fazit im Online-Wahlkampf 2017

Ob  online oder offline: Der Wahlkampf 2017 war weitaus weniger markant und turbulent als die sich nun anschließende Diskussion der Wahlergebnisse und die neue Regierungsbildung. Gewaltige Shitstorms und erwähnenswerte Konfrontationen blieben in den vergangenen Wochen aus. An sich nichts Schlechtes, vermissten die Wähler jedoch immer wieder konstruktive Diskussionen um und mit vielfältig relevanten Inhalten. Im Online-Wahlkampf hatte man daher den Eindruck es gehe eher um Coolness und Optik (siehe FDP), zeitgemäße Spielereien (WhatsApp Chat mit den Grünen), oder klassische Öffentlichkeitskommunikation. Von Livevideos und Twitter-Interviews bis hin zu WhatsApp-Chats und YouTube-Diskussionen nutzten allerdings viele Parteien die volle Bandbreite  der Online-Kommunikation. Insbesondere die FDP, die Grünen und zum Teil auch die SPD schöpften diese Möglichkeiten aus und wussten die digitalen Möglichkeiten geschickt  zu nutzen.

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