Für einen hassfreien Wahlkampf 2017:
Aktion macht aus Hetze Klopapier

Bis zur Bundestagswahl sind es nur noch wenige Tage. Der Wahlkampf läuft aktuell auf Hochtouren. Klar, dass hier unterschiedlichen Parteien und Meinungen aufeinander treffen. Wir leben glücklicherweise in einem demokratischen Land, in dem jeder seine eigene Meinung vertreten darf. Im Artikel Eins des Grundgesetzes steht ebenfalls geschrieben, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Hass und Hetze haben im Wahlkampf  2017 ebenfalls nichts zu suchen. Das findet auch die gemeinnützige Initiative Goldeimer und startet unter dem #scheisspapier, die Kampagne: „Aus Hass und Hetze wird Klopapier„. Indem rechte Hetze zu Toilettenpapier verarbeitet wird, will man gegen die Verbreitung derselbigen vorgehen.

Stilles Örtchen: Hass zur Liebe recyceln

Die Sonderedition eines Toilettenpapiers, verarbeitet entsprechendes Wahlkampfmaterial zu Klopapier. Jeder ist dazu eingeladen, Material zu sammeln (nicht zu zerstören), einzusenden und die Rollen für das eigene Stille Örtchen zu bestellen. Der Verkauf kommt der Organisation CURA zugute. Diese kümmert sich um die Opfer rechter Gewalt.

Und so soll das Ganze dann im Detail funktionieren:

Goldeimer gegen Hetze im Wahlkampf 2017

Goldeimer ist ein gemeinnütziges Projekt aus Hamburg-St.Pauli. Dort setzt man sich durch den Verkauf von Klopapier und dem Betrieb von Komposttoiletten, weltweit für den Zugang zu sanitären Anlagen ein. Den Initiatoren ist es wichtig, für eine tolerante Gesellschaft und faire Wirtschaftswelt einzutreten. „Scheisspapier“ ist ein Zeichen gegen rechts und für Menschlichkeit und Toleranz!

Für diejenigen, bei denen nun rechtliche Zweifel aufkommen, findet sich auf der Projektwebsite folgender Vermerk: „Wir sind für die demokratische Parteienvielfalt. Die Aktion richtet sich nicht gegen eine bestimmte Partei. Sie ruft natürlich nicht zum Diebstahl von Info-Material auf und auch nicht zur Zerstörung von Wahlplakaten oder von Info-Ständen von Parteien. Das ist strafbar. Müllsammeln nicht. Es geht ausschließlich darum, ein Zeichen gegen Hetze und Hass zu setzen“.

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