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Mischa Leinkauf Maike Mia Höhne zum Artikelthema Berlinale Talents Talk: Meinung, Freiheit und Politik in der Kunst

Berlinale Talents Talk:
Meinung, Freiheit und Politik in der Kunst

Der Künstler Mischa Leinkauf spricht in einem Talk der Berlinale Talents über die Möglichkeiten in Berlin, künstlerische Freiheit und politische Meinungen. Eines seiner Projekte hat ihm nicht nur ein Einreiseverbot beschert, sondern hätte auch im Gefängnis enden können.

 

Hooligans und Bengalos

Grölende Fußballfans, laute Explosionen und dichter Nebel – mit diesen Bildern wird der Berlinale Talents Talk “Crossing Bridges: Reinventing You Art Form” mit Mischa Leinkauf eröffnet. Bei dem Video handelt es sich um die neueste Installation von Matthias Wermke und Mischa Leinkauf, namens “4. Halbzeit”. Darin thematisiert das Künstlerduo die zentrale Rolle von organisierten Fußballfans in sozialen Bewegungen. Wermkes und Leinkaufs  Repertoire reicht von Film über Performances bis zu Art Exhibition. Der Talk wurde von der Berlinale Shorts Kuratorin Maike Mia Höhne moderiert.

 

“Wer in Berlin aufgewachsen ist, hat so viele Möglichkeiten mit der Stadt und der Architektur umzugehen”

 

Schaukeln in Berlin

Zu Beginn erzählt Leinkauf von dem ersten Projekt, dass er zusammen mit Wermke im Jahr 2005 gestartet hat. In “Die neonorangene Kuh” ist ein Mann zu sehen, der an den verschiedensten Orten in Berlin, auf einer transportablen Schaukel schaukelt. Egal ob in der U-Bahn, dem Potsdamer Platz, dem BVG-Gebäude oder der Oberbaumbrücke – überall haben sie die Schaukel aufgehängt. “Wer in Berlin aufgewachsen ist, hat so viele Möglichkeiten, mit der Stadt und der Architektur umzugehen”, sagt Leinkauf. In all ihren Arbeiten ist Wermke der Mann vor der Kamera. Zu diesem Entschluss seien sie gekommen, da nur Leinkauf eine Kamera bedienen könne.

 

 

© Bettina Ausserhofer, Berlinale 2018

 

Luftige Höhen

2011 ist die Kanal-Installation “Entscheidungen” entstanden, in der sich Wermke in luftige Höhen begibt. Darin hängt er unter anderem an einem Kran und einer Brücke. Filme, Kunst und Installationen zu machen, gebe Leinkauf die Möglichkeit, eine Form der Freiheit zu behalten. Er gehe auch ohne Genehmigung an Orte, die nicht betreten werden dürfen. Dabei bestehe oft die Gefahr, festgenommen zu werden. Trotz “hohen Sicherheitsvorkehrungen” wird deutlich, dass Wermke und Leinkauf mit ihren Arbeiten Risiken eingehen und dabei auch politisch werden wollen. “Symbolic Threats” aus 2014 ist ein passendes Beispiel dafür.  

 

“Jeder hat uns gesagt: Macht hier in New York nicht die selben Sachen, die ihr in Berlin macht. Sie werden euch ins Gefängnis stecken oder auf euch schießen”

 

Terrorismus oder Kunst?

Die Idee zu “Symbolic Threats” sei bereits 2007 entstanden, als sie nach New York eingeladen wurden. “Jeder hat uns gesagt: Macht hier in New York nicht dieselben Sachen, die ihr in Berlin macht. Sie werden euch ins Gefängnis schicken oder auf euch schießen”. Diese Warnung hat die Künstler nicht davon abgehalten, die zwei Flaggen auf der Brooklyn Bridge durch weiße Exemplare auszutauschen. Ihnen sei nicht bewusst gewesen, was sie damit auslösen würden. Die amerikanischen Medien haben die Aktion als Akt der Provokation und als terroristische Bedrohung eingestuft. Plötzlich sind die medialen Reaktionen ungeplant zum Teil des Projekts geworden.

 

 

© Bettina Ausserhofer, Berlinale 2018

 

Kritik an amerikanischer Politik

Wären Wermke und Leinkauf nicht sofort wieder nach Berlin zurückgeflogen, hätte ihnen ein Jahr Gefängnis gedroht. Der Austausch der Flaggen sei offensichtlich Kritik an der amerikanischen Politik gewesen, erklärt Leinkauf. Ganz ungestraft sind sie dann doch nicht davon gekommen. Kurz nach ihrem Projekt folgte ein Einreiseverbot. “Die Überwachungskameras haben die Aktion besser aufgezeichnet als wir selbst”. Kunst solle nicht nur aus kommerziellen Zwecken genutzt werden, sondern eine starke Meinung ausdrücken und auf die Realität eingehen. Auch er müsse von etwas leben, aber Leinkauf hat sich dafür entschieden, mit Institutionen zusammenzuarbeiten, die seine Arbeit zu finanzieren.

 

 

Titelbild: © Bettina Ausserhofer, Berlinale 2018

Drehort Herr der Ringe zum Artikel: Andrea David über Ihren Reiseblog: Die Welt der Drehorte

Andrea David über ihren Reiseblog:
Die Welt der Drehorte

In welchen Berg wirft Frodo den Ring der Ringe? Ist es wirklich so kalt in Winterfell? Von welchem Dach sprang James Bond? Und auf welcher Feuerleiter küssten sich Julia Roberts und Richard Gere im Happy End von Pretty Woman? Andrea David geht diesen und vielen weiteren Fragen auf ihrer Website und ihrem Reiseblog “Filmtourismus – Die Welt der Drehorte” nach. Mit dem Projekt verbindet die studierte Tourismusmanagerin ihr Interesse für fremde Orte und Länder mit ihrer Leidenschaft für Filme. Vom Großstadtrevier, über Walking Dead und Pumuckl, bis hin zu Game of Thrones : Andrea David sammelt seit 2014 in einer Art Online-Datenbank Drehortinfos zu mittlerweile mehr als 500 Filmen und Serien. Und die Reise geht weiter. Uns hat sie von der Idee erzählt und verrät wie magisch Filmorte wirklich sind.

Welche Filmschauplätze gehören zu deinen Lieblingsdrehorten und warum?

Besonders spannend finde ich die Orte, die auch nach Jahrzehnten noch Filmfans anziehen, zu meinen Favoriten gehören daher das Hotel aus „Dirty Dancing“, die Kleinstadt in der „Rambo“ einst einen Krieg mit dem Sheriff führte, und der Ort, in dem „Grüne Tomaten“ gedreht wurde. So unterschiedlich die Orte auch sind, alle drei profitieren auch heute von ihrer filmischen Vergangenheit.

Wie bist du auf die Idee einer Website und eines Blogs über Filmdrehorte gekommen?

Ich habe Tourismusmanagement studiert und als Filmfan meine Abschlussarbeit über Filmtourismus, also genauer gesagt den Einfluss von Filmen auf die Wahl der Reiseziele, geschrieben. Durch die vielen Recherchen und Praxisbeispiele bin ich auf den Geschmack gekommen und bin im Laufe der Zeit selbst zur begeisterten Filmtouristin geworden. Irgendwann wollte ich meine gesammelten Infos zu Drehorten bekannter Filme mit anderen teilen und habe hobbymäßig mit dem Blog begonnen. Als die Nutzerzahlen immer weiter steigen – heute sind es über 125.000 Leser im Monat – hatte ich vor vier Jahren schließlich den Mut aus meinem Hobby einen Beruf zu machen. Neben dem Reiseblog berichte ich heute auch auf Facebook und Instagram über Reisetipps für Filmfans.

Wonach wählst du die Filme und Serien aus?

Auf Filmtourismus.de geht es vor allem um spannende Drehorte von Kinofilmen und Serien. Fernsehfilme behandle ich aufgrund der Masse nicht, außer es handelt sich um bekannte TV-Reihen wie Tatort oder gut gemachte Dreiteiler. Nicht alle Filme spiegeln dabei meinen persönlichen Geschmack wieder, sondern sind vielmehr eine Auswahl an Filmklassikern und aktuellen Streifen, die hinsichtlich ihrer Schauplätze und möglichen Reisen dahin interessant sind. Neue Filme schaue ich mir nach Möglichkeit schon vor dem Kinostart in der Pressevorführung an und entscheide dann, ob sie auf die Seite passen oder nicht. Hin und wieder kommen aber auch alte Produktionen hinzu, z.B. wenn ich die Drehorte unterwegs entdeckt habe oder besonders viele Anfragen von Nutzern dazu bekomme.

 

Wo recherchierst du nach Informationen zu Drehorten? Ist es schwierig an diese Daten zu kommen?

Wenn ich Glück habe, bekomme ich Input zu den Drehorten von Tourismusverbänden, Sendern und Filmverleihern, mit denen ich häufig bei der Reiseplanung zusammenarbeite. Wenn es keine öffentlichen Informationen dazu gibt, ist es jedoch richtige Detektivarbeit: Filmstills mit Google Streetview vergleichen, immer wieder die Szenenfotos nach markanten Hinweisen absuchen und vor Ort viele Leute fragen. Netterweise schicken mir auch die Leser hin und wieder Infos zu Drehorten, die sie selbst entdeckt haben oder falls sich zwischenzeitlich etwas geändert hat, zum Beispiel ein Hotel oder Restaurant geschlossen hat. Das hilft mir die Seite aktuell zu halten.

Im Filmtourismus treffen Fiktion und Wirklichkeit aufeinander. Ist die Magie eines Films vor Ort zu spüren oder handelt es sich oft eher um eine Desillusion?

Da ich vor jeder Reise viel Zeit mit Recherchen verbringe, gibt es eigentlich selten große Enttäuschungen vor Ort, außer dass ich ab und zu mal vor Absperrungen stehe, wo ich nicht weiter kann oder darf. Meine Erfahrungen, was noch vom ursprünglichen Drehort zu sehen ist und was nicht, gebe ich direkt an den Leser weiter. So kann jeder selbst entscheiden, ob sich die Reise für ihn lohnt. Aber Gebäude und Landschaften, mit denen man eine vertraute Geschichte verbindet, haben einfach eine besondere Aura, sind sozusagen filmisch aufgeladen. Vor Ort erlebt man ein schönes „Wie-im-Film”-Gefühl, vorausgesetzt man lässt die Illusion auch bewusst zu und hat ein gewisses Maß an Vorstellungskraft. Da ist es dann auch nicht mehr so wichtig, dass jedes Detail genauso wie im Film aussieht.

Welche Drehorte möchtest du unbedingt noch besuchen?

Ganz oben stehen die Mittelerde-Schauplätze in Neuseeland, die alten „Star Wars“-Drehorte in Tunesien und die Movie Ranch auf Hawaii, die man vor allem aus „Jurassic Park“ kennt. Die Liste ist insgesamt noch sehr lang und ständig landen auch wieder neue Orte darauf.

Ihr seid auf den Geschmack gekommen? Lasst Euch von Andrea David’s Blog inspirieren.

bunte Farben zum Artikelthema Interview mit Andreas Fischer: Wie Digitalisierung den klassischen Kunstbegriff aufbricht

Interview mit Andreas Fischer:
Wie Digitalisierung den klassischen Kunstbegriff aufbricht

Andreas Fischer ist ein Künstler mit Sitz in Berlin, der sich auf digitale Kunst spezialisiert hat. In unserem Interview berichtet er über seine Zusammenarbeit mit Samsung für die IFA, wie eine Agentur seine Arbeit kopiert hat und warum der Trend zur Virtualisierung auch wieder zurückgehen wird.

 

Seit wann arbeitest du hauptberuflich als Künstler?

Ich würde sagen dass das ein langwieriger Prozess ist. Ich habe an der Universität der Künste Berlin studiert. In einer digitalen Klasse mit den Professoren Joachim Sauter und Jussi Ängeslevä. Das ist an sich ein Design Studium, beziehungsweise ein Teil von dem Grafikdesign Studium. Die haben eine Fachklasse mit Ausrichtung auf digitale Medien. Ich habe mich eigentlich gleich nach dem Studium selbstständig gemacht und angefangen zu freelancen. Gleichzeitig hatte ich eigene Arbeiten und Ausstellungen. Wobei ich am Anfang als Motion Designer gearbeitet habe. Es dauert ja auch eine Weile bis man eine Linie gefunden hat. Es wurde dann immer mehr eigene Projekte. Aber es hat schon ein paar Jahre gedauert.

 

 

Ilaria Nistri X ANF A/W 15/16 collection

 

Du hast schon mit vielen Marken wie zum Beispiel Samsung zusammengearbeitet und für eine Modedesignerin Stoffmuster entworfen. Wie sind diese Kooperationen entstanden?

Das meiste ist über das Internet gekommen weil Marken irgendwann meine Arbeiten finden und dann auf mich zukommen. Dann kommt man ins Gespräch und schaut was möglich ist. Ich mache kaum direkte Akquise oder sowas. Das heißt ich habe meine Online-Präsenz, meine Ausstellungen und Social Media aber ansonsten mache ich echt nichts. Die Kunden kommen eigentlich zu mir und das läuft ganz gut.

 

Was war das größte Projekt, das du gemacht hast?

Die Arbeit mit Samsung 2016 für die IFA war eins der Highlights und eines der größten Dinge, die ich gemacht habe. Da muss man dazu sagen, dass ich das nicht alleine gemacht habe. Sondern in Zusammenarbeit mit der Postproduktion und einem Designstudio. Ich war für einen Teil des Kreativen verantwortlich, also der Medienbespielung. Meine Aufgaben waren Konzeption und Art Direction, die Geschichte der visuellen Bespielung zu entwickeln und einen Teil der Produktion.

 

 

Photo by Christopher Bauder

 

Was steht bei dir in nächster Zeit Neues an?     

Über mein neues Projekt darf ich noch nicht so viel sagen. Ich arbeite mit einem Hersteller für Computerprozessoren zusammen, der auf künstliche Intelligenz spezialisiert ist. Die produzieren riesige Datensätze und es geht darum, diese in eine Form zu bringen und zu visualisieren.

 

Wie lange arbeitest du an einem Projekt?

Das kommt ganz drauf an. Es gibt kommerzielle Projekte, die nur ganz kurz sind. Bei eigenen Projekten verhält es sich meistens anders. Es kann sein, dass man in ein paar Tagen ein Konzept macht oder auch ein halbes Jahr an etwas arbeitet. Es gibt bestimmte Themen, die mich interessieren und Werkreihen, die ich immer weiter entwickle. Das hat keinen Anfang und auch kein Ende. Wofür ich mit am bekanntesten bin, sind diese generativen Zeichnungen und Videoinstallationen. Die Reihe heißt “Schwarm” und “V0ID” ist eine Weiterentwicklung davon. Ich habe vor zehn Jahren angefangen diese Software zu entwickeln. Einmal im Jahr oder wenn ich Lust darauf habe, setze ich mich hin, schreibe ein paar Sachen und produziere wieder neue Arbeiten. Im Moment mache ich viele Videos. Das Ganze basiert auf einer Software. Also ich filme, drehe und animiere nichts, sondern es ist eine rein textbasierte Software, die ich ablaufen lasse und mit der ich Videos erzeuge. In diesem Projekt ist die meiste Kontinuität drin. Das ist irgendwie ein Thema, das mich nicht so richtig los lässt oder wo ich immer wieder neue Facetten entdecke. Ich möchte eine andere visuelle Qualität aus dem gleichen System holen.

 

Was möchtest du mit deiner Kunst ausdrücken?

Das ist was womit ich mich immer ein bisschen schwer tue. Es gibt keinen konkreten Hintergrund. Was mich an meiner Arbeit fasziniert ist das, was man generatives System nennt. Da geht es nicht darum eine einzelne Arbeit zu machen, sondern darum ein System zu schaffen, das potenziell eine endlose Reihe an Arbeiten selber produzieren kann. Es ist ein Algorithmus, den ich vorgebe und innerhalb dieses Regelwerks hat die Software einen gewissen Entscheidungsfreiraum. Jeder Sekundenbruchteil wird ein kleiner Schalter umgelegt oder wird nicht umgelegt. Ich habe ein paar Millionen von diesen kleinen Schaltern und gebe eine Regel vor, wie die sich zu verhalten haben. Dadurch entsteht ein kohärentes Bild. Dieses Phänomen nennt man Emergenz. Das heißt, wenn man sich einen einzelnen Partikel angucken würde und der zeichnet eine Linie, dann sieht man halt eine Linie. Aber dadurch dass man eben so viele von diesen Partikeln hat, entsteht ein großes Ganzes. Das System wird dann erst sichtbar. Die Schwarm- und die V0ID-Reihe haben die gleiche Basis, die ich immer weiterentwickle. Ich nehme dann andere Farbkomponenten, neue Wege wie gezeichnet wird. Es ist nicht immer das gleiche aber eine Weiterentwicklung von dem Grundprinzip.

 

Könnten andere dieses Konzept kopieren?

Mich hat mal eine Agentur angefragt. Dann hat sie sich aus irgendeinem Grund dagegen entschieden mit mir zu arbeiten. Ein paar Monate später habe ich dann gesehen, dass sie meine Arbeit einfach kopiert haben. Man kann das System an sich nachprogrammieren aber was die Leute eben nicht schaffen, ist die gleiche visuelle Qualität zu erzeugen. Es ist ja auch sehr viel abhängig von der Farbgebung und welche Bilder man aus dem System auswählt. Also das kuratieren der eigenen Arbeit ist sehr wichtig. Das System spuckt sehr viel aus aber es hat nicht alles einen hohen ästhetischen Wert, was produziert wird. Ich suche aus was ich für gelungen halte – das ist dann die Arbeit an sich. Dafür bin ich in dieser Szene der digitalen Kunst letzten Endes auch bekannt. Aber diese Algorithmen sind nichts was ich erfunden habe, sondern es ist nur eine Variation und Weiterentwicklung davon.

 

 

V0ID V 02 by ANF

 

Ist man dann mehr Programmierer als Künstler? Was würdest du zu Leuten sagen, die meinen dass digitale Kunst keine Kunst ist?

Der Kunstbegriff ist eigentlich vollkommen aufgebrochen. Wenn man sich die zeitgenössische Kunst anschaut, geht es ja gar nicht mehr ums Handwerk. Das Handwerk machen andere. Natürlich gibt es noch Maler und Leute, die das alles selber machen aber da geht es eigentlich nicht mehr drum. Es geht um das Konzept und die Idee, die dahinter steckt und nicht mit welchem Werkzeug das jetzt erzeugt wurde. Video ist ein Thema, das stärker geworden ist in den letzten Jahren weil es mehr Displays und mehr Möglichkeiten gibt diese zu zeigen. Nicht nur Online sondern auch im Raum.             

 

Glaubst du digitale Kunst in ein Trend, der wieder abnimmt?

Durch die Digitalisierung ist man immer weiter von der Realität und dem Handwerklichen entfernt. Die meisten Leute verbringen den ganzen Tag damit auf den Display zu gucken, benutzten nur drei ihrer Sinne und gucken auf Sachen, die simuliert werden. Die sind natürlich in irgendeiner Form da, aber haben nichts mehr mit der physischen Realität zu tun. Dadurch entsteht bei den Menschen wieder das Bedürfnis zurück zum selbst machen, zum Erdigen und Natürlichen. Das kann ich beides nachvollziehen und das wird weiterhin parallel existieren. Die Virtualisierung greift weiter um sich und die Qualität der Simulation wird besser. Bis man irgendwann ein Implantat hat, das die Bilder direkt auf der Retina erzeugt und man kein Display mehr dafür braucht. Aber gleichzeitig haben wir noch unseren physischen Körper und unsere Sinne. Es ist ein biologisches Bedürfnis sich mit Menschen zu umgeben. Wenn man das nicht macht wird man unglücklich. Man ist immer noch ein Primat, zwar sehr hoch entwickelt aber nach wie vor durch Enzyme gesteuert. In jedem von uns steckt diese evolutionsbiologische Subroutine und die wird man nicht rausbekommen, auch nicht mit mehr Digitalisierung. Je weiter sie voranschreitet, desto mehr entfernen wir uns von dem Urzustand, auf den wir programmiert sind.   

 

 

Hier geht’s zum Studio ANF

Hier gibt es weitere schöne Bilder

Menschen vor Mona Lisa-Gemälde zum Thema: Bilder allein zuhaus: Animierte Gemälde

Bilder allein zuhaus:
Lebendige Gemälde der Arte-Kurzfilmserie

Künstleragentur Media Talent, Bridget, guten Tag!? Hier ist Lisa! Lisa wer? Na Mona Lisa – die mit dem Lächeln. Kennst du noch eine andere? Die Dame auf dem berühmtesten Gemälde der Welt, ist heute etwas gestresst. Kein Wunder, immerhin musste sie Jahrhunderte lang still sitzen und freundlich schauen. Da kann es nun schon einmal vorkommen, dass die Nerven blank liegen und der Kiefer spannt. Laut eigenen Angaben käme sie sich schon vor wie ein Stofftier im Disneyland. Nun muss sie ihrem Ärger Luft machen! Es ist ein bisschen so wie in Harry Potters Zauberschule Hogwarts, wo Menschen durch Gemälde wandern: Die neue Kurzfilmserie von arte.tv, erweckt die Werke berühmter Künstler zum Leben. Als animerte Gemälde erscheinen die Bilder in einem ganz neuen Licht und stets mit einem Augenzwinkern.

Neue Kurzfilmserie zeigt lebendige Gemälde

Von René Magritte, über Grant Wood bis hin zu Norman Rockwell:
Die neue Dokuserie zeigt insgesamt zehn Gemälde berühmter Künstler der Malereigeschichte. Schauspieler wandeln uns bekannte Bilder in Bewegtbilder und Regisseure interpretieren humoristisch die Gefühlswelten der Abgebildeten. Dies ergibt durchaus lustige Storys. Eines der Meisterwerke ist Leonardo da Vincis weltberühmte Mona Lisa, aus der Zeit der italienischen Renaissance. 

Bilder allein zuhaus: Mona Lisa greift zum Smartphone

Wir als Zuschauer, sollten nun wirklich ein offenes Ohr für die junge Dame haben. So hat sie uns doch schon einige künstlerisch wertvolle Momente geschenkt. Doch niemand interessiert sich um ihr persönliches Wohlergehen. Immer perfekt aussehen und posieren – wer will das schon? Hinzu kommt: Sie ist völlig allein, im Bild leistet ihr niemand Gesellschaft. Jetzt reichts, denkt sie sich und ruft ihren Agenten an, um den Vertrag mit dem Louvre neu zu verhandeln. Doch den Ausreiseantrag in ein anderes Gemälde möchte ihr die Künstleragentur einfach nicht genehmigen. Das kann Lisa überhaupt nicht verstehen. Nicht einmal in Da Vincis Abendmahl darf sie wechseln – und das obwohl es doch der gleiche Künstlerverein ist. Dabei hätte sie da wenigstens jemanden zum Plaudern und sogar zum Flirten. „Was nützt es denn ein Megastar zu sein, wenn man sich nicht einmal wie einer aufführen darf“, kommentiert sie.

Ein Happy-End für die Kunst 

Letztlich kann Mona Lisa dann aber doch noch überzeugt werden, nicht in den Streik zu treten. Denn – oh Wunder – ihr wird eine Fortsetzung des Da Vinci Codes versprochen. Die Gute ist ein waschechtes Tom Hanks-Fangirl. Das zaubert ihr ein Lächeln zurück ins Gesicht. „Diesen Schauspielerinnen kann man aber auch alles erzählen und sie glauben es“, rutscht es dem Agenten am anderen Ende der Leitung noch heraus. Tja – zu früh gefreut. Dann also zurück zur Arbeit, in die von Leonardo da Vinci entworfene Mona- Lisa-Pose und Augen auf bei der Berufswahl!

 

 

Weitere lustige Storys von bewegten Gemälden sowie alle Sendetermine könnt ihr hier entdecken.

Gerahmte Bilder von Filmszenen von Sergei Eisenstein

Sergei Eisenstein:
Google Doodle ehrt Regisseur

Wer heute die erfolgreichste Suchmaschine der Welt nutzt, der stößt auf eine künstlerisch animierte Google-Grafik, deren Buchstaben sich aus einem langen Filmstreifen formen. Und mittendrin: Eine Figur von der niemand wirklich weiß, wer sie ist. Wir klären auf: Es soll sich um den sowjetischen Regisseur Sergei Eisenstein handeln, der heute 120 Jahre alt geworden wäre. Doch was genau macht die Kunst von Sergei Michailowitsch Eisenstein so besonders, dass ihm die Suchmaschine ein Google-Doodle widmet?

Google-Doodle-Was? 

Als Google Doodle wird die vielen bekannte grafische Veränderung des Google-Logos bezeichnet. Die Umgestaltung erfolgt  zu bestimmten Anlässen, wie Jahres- und Feiertagen oder zur Ehrung berühmter Künstler, Wissenschaftler und Pioniere. So feiert das Unternehmen heute den 120. Geburtstag eines sowjetischen Künstlers. Doch wer war der Regisseur Sergei Eisenstein?

Sergei Eisenstein: Father of Montage

Der 1898 in der lettischen Hauptstadt geborene Regisseur, ist ein Pionier der Videokunst. Er entwickelte eine revolutionäre Filmtechnik, die bis heute Verwendung findet. Die Filmmontagen bestanden aus kurzen, schnell aneinandergereihten Szenen. Dabei schnitt Eisenstein die Sequenzen so unvergleichlich präzise, dass er von Google als “ father of montage” bezeichnet wird. Diese Art künstlerisch zu arbeiten, ermöglicht eine Untermalung von thematischen Gegenüberstellungen und die Verdeutlichung von zeitlichen Abläufen.

Revolutionsepos als bester Film aller Zeiten

Nicht nur seine Filmtechnik war revolutionär: Sergei Eisenstein thematisierte in seinen Werken den aufreibenden und schwierigen Kampf von niedergeschlagenen Arbeitern gegen die herrschende Klasse. Anlässlich des 20. Jahrestages der “Volksrevolution von 1905” erhielt der damals junge Künstler den Auftrag einen Film zu drehen. Heute zählt das Revolutionswerk “Panzerkreuzer Potemkin” zu den Klassikern der Filmgeschichte. Mit propandagistischem Ausdruck bringt Eisenstein sein Publikum am Premierenabend zum Jubeln. Das Werk wurde 1948 und 1958 von internationalen Jurys zum besten Film aller Zeiten ernannt. Zu seinen bekanntesten Werken gehören ebenfalls: „Iwan der Schreckliche“ und „Oktober“.

 

Grafik Sergei Eisenstein
Sergei Eisenstein

 

Titelbild: @flickr: G Travels

Grafik: @flickr: Maria Zaikina

David OReilly, „Everything“ (Screenshot) zum Artikel über die Konferenz der Berliner Festspiele

Berliner Festspiele:
Die Konferenz INTO WORLDS

Videokunst, Sound-Installationen, Virtual Reality Experiences, Projektionsumgebungen von Planetarien – das alles und noch viel mehr, ist Gegenstand der am kommenden Wochenende stattfindenden Konferenz “INTO WORLDS”, eine Veranstaltung der Berliner Festspiele. Im Martin-Gropius-Bau treffen sich Künstler und Wissenschaftler, um gemeinsam mit dem Publikum alte und neue immersive Welten zu entdecken. Mit dabei sind Bekanntheiten, wie der Berliner Journalist und Aktivist Markus Beckedahl, sowie Videokünstler, die Werke aus der Julia Stoschek Collection präsentieren. Besucher können außerdem das neue Musik-Video von Björk „Notget“ als VR-Experience erleben.

Berliner Festspiele: Kunst, Wissenschaft und Ihr!

Versprochen wird den Besuchern, laut den Veranstaltern der Berliner Festspiele, ein Ein- und Auftauchen in und aus immersiven spannenden Welten: „Handwerkliche Körpertechniken, spektakuläre Unterhaltungsformate von Jahrmarktsattraktionen bis zur Virtual Reality, sowie spirituelle Mentalpraktiken zwischen religiöser Versenkung und meditativer Selbstoptimierung. Immersion zeigt sich dabei als ambivalente Bewegung. Sie steht einerseits für Selbst- oder Medienvergessenheit, geistige Übung oder Ekstase, ist jedoch andererseits Anlass für Distanznahme und kritische Reflexion: Wie, von wem und wozu werden die verschiedenen Welten gebildet, an denen wir täglich partizipieren? In welche Rollen geraten wir dabei und wie tragen wir zur Bildung dieser Welten bei?”

 

Ihr möchtet Antworten durch eine kreative Entdeckungsreise finden?

 

Dann besucht die Konferenz der besonderen Art, welche vom 19. bis 21. Januar stattfindet. Der Eintritt kostet am Eröffnungsabend 6 Euro / ermäßigt 4 Euro, ein Tagesticket am Samstag oder Sonntag 10 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für 21 Euro, oder 12 Euro ermäßigt, sichert ihr euch ein Gesamtticket für alle drei Tage. Tickets sind hier erhältlich.

 

Titelbild: @Berliner Festspiele; Künstler: David OReilly, „Everything“ (Screenshot)

Schauspieler vor digitaler Leinwand zum Artikel: Das Digitale im Theater: Interview mit Falk Richter

Interview mit Falk Richter:
Wie digital ist das Theater?

Falk Richter, einer der bekanntesten deutschen Regisseure und Autoren, beschäftigt sich in seinen Inszenierungen zunehmend mit den Fragen unserer Zeit, mit politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen, Unsicherheiten und Problemen. Ist Europa angesichts der aktuellen Herausforderungen noch ein sicherer Ort? Ist eine offene Gesellschaft überlebensfähig? Wie gefährlich ist die Hinwendung zum Völkisch-Nationalen?  Falk Richters neues Buch “ICH BIN EUROPA” sucht Antworten auf derartige Fragen und bündelt seine neuesten fünf Stücke (Lesung:  am 18.01. , Maxim Gorki Theater). In seinen Inszenierungen spielen die Medien eine große Rolle und das nicht nur thematisch gesehen:  Auch in der Darstellung setzt Falk Richter immer wieder gezielt digitale Elemente ein. Mit uns spricht er über die Transformation des Theaters durch den Einsatz von Video, Internet, Leinwand und Co. .

Dass das Theater sich immer stärker der digitalen Welt öffnet, ist eindeutig – bisher geschieht das aber in erster Linie mit Kameras auf der Bühne sowie mit Videoelementen. Was halten Sie davon, Theater live zu übertragen und ins Netz zu bringen? Wäre das überhaupt noch Theater?

Theater lebt von der Nähe zwischen Zuschauer und Schauspieler bzw Tänzer oder Performer. Es ist einer der letzten öffentlichen Räume, in denen der Zuschauer sich ohne Ablenkung für eine bestimmte Zeit mit voller Aufmerksamkeit auf ein Ereignis einlassen kann. Wichtig für das Theater ist auch immer die Totale: Der Blick auf die Bühne ist immer eine Totale, nicht wie im Film ein Ausschnitt. Selbstverständlich ist es möglich, Theaterinszenierungen ins Netz zu stellen, aber, wenn es sich dabei nur um abgefilmte Theaterinszenierungen handelt, finde ich das persönlich uninteressanter als das Original-Ereignis. Das Erlebnis im Theater zu sitzen mit anderen Zuschauern und live und unmittelbar Zeuge des nicht mehr weiter medial bearbeiteten Materials zu sein, ist sehr viel stärker, als Zuhause auf seinem Laptop irgendwo eine abgefilmte Aufführung zu sehen. Interessanter wäre es dann, wenn man das Medium des Internets nutzt und direkt dort im Internet inszeniert. Also eine Inszenierung nur für Internetuser macht. Eine Inszenierung, die auf das Medium und seine ihm innewohnenden besonderen Strukturen eingeht und damit arbeitet.

Haben Sie selbst schon darüber schon nachgedacht, ein Theaterstück mit einer Übertragung ins Netz als fester Bestandteil aufzuführen?

Mein erstes Theaterstück „Gott ist ein DJ“, das ich 1999 geschrieben habe, setzt sich ganz stark mit der Frage auseinander, was passiert, wenn Menschen vor Kameras agieren, wenn sie ihr Leben ins Netz stellen und der Frage, wie sehr die Anwesenheit einer Kamera die Verhaltensweisen von Menschen beeinflusst und jede Interaktion zur Inszenierung macht. In „Gott ist ein DJ“ sind wir als Zuschauer gemeinsam anwesend in einem Studio mit einem jungen DJ und einer Fernsehmoderatorin, die ihr Privatleben, ihre Beziehung und ihre künstlerische Arbeiten ständig online zur Verfügung stellen. Als ich den Text schrieb, hatte ich mir vorgestellt, dass die Live-Inszenierung in einer Kunsthalle stattfinden würde und tatsächlich auch gestreamt würde und Zuschauer – sowohl Theaterzuschauer also auch Online-Zuschauer – mit Anregungen und Fragen, mit direkter Interaktion also – in das Geschehen eingreifen und das Spiel beeinflussen sowie weitertreiben könnten. Damals gab es allerdings noch nicht die technischen Mittel dazu wie Apps und soziale Plattformen. Es wäre also denkbar, dass das Stück heute wieder, aber erweitert durch die neuen, weiter entwickelten technischen Mitteln, zur Aufführung kommen würde.

Kann sich Theater durch einen Digitalisierungsprozess neue Möglichkeiten eröffnen?

Theater ist eine Kunstform, die mehr als 2000 Jahre alt ist, aber sich seitdem ständig weiterentwickelt und sich durch alle technischen und künstlerischen Strömungen und Entwicklungen inspirieren lassen hat und diese aufnehmen und weiterdenken kann. Video, Livecam und Film sind mittlerweile wichtige Bestandteile vieler Theater-Inszenierungen – auch meiner. Die Wahrnehmungsmöglichkeiten werden dadurch vielseitiger, die Art, wie wir im Theater auf die Wirklichkeit reagieren, wird mehrdimensionaler. Wir leben in einer Welt, in der wir fast alles nur noch über Medien vermittelt erfahren: Wir sehen Bilder im Fernsehen, Film und im Netz. Wir verbringen einen erheblich großen Teil unseres Leben mit produzierten Bildern oder kleinen Filmchen, die wir auf Bildschirmen verfolgen. Das Theater kann das wiederum thematisieren, indem es zeigt, wie Bilder inszeniert werden, wie Wirklichkeitswahrnehmung gelenkt wird. Das wiederum ermöglicht einen analytisch- kritischen Blick auf die Produktion von Realitäten und Scheinrealitäten.

 

Viel diskutiert ist Ihr Stück “FEAR“ an der Schaubühne. Hier arbeiten Sie in vielen Szenen mit einem Bildschirm und Videos als Hintergrundbild. Als Zuschauer wirken gerade die ersten Szenen sehr intensiv, fast sind sie schwer auszuhalten, was gut zur Thematik passt. Im Anschluss gibt es einen Bruch, als die Blumen auf die Bühne getragen werden und Gitarrenmusik gespielt wird. Hier ist kein Videoelement zu sehen. Warum haben Sie Bewegtbild in diesem ersten Teil eingesetzt und im darauffolgenden Teil nicht? 

Der erste Teil von FEAR setzt sich mit einer Gruppe junger eher unpolitischer Großstädter auseinander, auf die der rasant zunehmende Rechtspopulismus in Deutschland und Europa wie ein Alptraum wirkt. Ihnen ist dieses rechtsnationale Denken und die reaktionären Slogans, die plötzlich überall in den Medien auftauchen und der ganze Hass in den Internetforen fremd, suspekt und er wirkt auf sie so, als seien sie unvermittelt in eine HBO- oder Netflix-Horrorserie geraten. Daher kommt in dem Teil des Abends sehr viel Video zum Einsatz. Es ist wie ein Overkill an überfordernden Bildern der Angst. Das Video zeigt zum einen eine Google Recherche über rechtsnationale Politiker, die mit Angstszenarien von einer angeblichen Überfremdung und mit Terrorangst eine paranoide Stimmung in der Bevölkerung anheizen – von Viktor Orban über Björn Höcke bis Marine Le Pen. Diese Politikerbilder werden mit alptraumartigen Szenarien vermischt. Alles wirkt unheimlich. Später verlassen die Hauptfiguren in meinem Stück diesen Alptraum. Sie ziehen sich zurück in eine für sie ideal erscheinende Urban Gardening Welt, in der sie von all der rechtsnationalen Politpropaganda nichts mehr mitbekommen. Der mediale Overkill ist wie ausgeschaltet. Sie singen Songs von Sufjan Stevens und versuchen eine andere Art zu leben für sich auszuprobieren: Zarter, ruhiger, voller Respekt im Umgang miteinander. In FEAR habe ich also das Medium Video eingesetzt, um die Überforderung darzustellen, die es bedeuten kann, ständig Informationen ausgesetzt zu sein. Wo man nicht weiß, ob sie wahr sind oder fake news, und ständig Angstszenarien ausgesetzt ist, die unentwegt medial kursieren. Eine Art Informationskrieg.

Können digitale Elemente auch von der Schauspielkunst ablenken?

In meinen Inszenierungen stelle ich in vielen Momenten Tanz, Text, Musik, Bühne, Kostüm und Video gleichberechtigt und gleichwertig auf die Bühne. Das heißt, das zentrale Ereignis ist nicht „die Schauspielkunst“, der sich alles andere unterzuordnen hat und, die nicht „gestört“ werden darf. Ich suche nach einem Zusammenspiel unterschiedlicher theatraler Ausdrucksmittel. Dabei kann es auch zu mehrfachen komplexen Überlagerungen von Text, Musik und Video kommen. Der Zuschauer kann sich auf alle Spuren gleichzeitig einlassen.

 

Inszenierung von Falk Richter auf Bühne mit digitalen Elementen

Nimmt der Einsatz digitaler Elemente zu? Wie sieht die Zukunft des digitalen Theaters aus?

In meinen Inszenierungen war der Einsatz digitaler Medien oft sehr entscheidend. Ich habe oft mit Video gearbeitet. Hin und wieder habe ich mich auch bewusst dagegen entschieden, um Theater pur zu haben. Aber grundsätzlich nutze ich sehr viel Video. Die Dramaturgien meiner Inszenierungen folgen auch oft digitalen Medien – die Stücke haben keinen klassischen Aufbau, sondern folgen eher der Struktur einer Youtube-Nacht, in der man sich rauschartig von einem Clip zum nächsten bewegt. In meiner letzten Inszenierung AM KÖNIGSWEG in Hamburg, hat der Videokünstler Michel Auder viele seiner Filme, die er für die Inszenierung produziert hat, mit dem Iphone aufgenommen und mit bestimmten Apps geschnitten. Eine spannende Zukunft des Digitalen im Theater generell sehe ich darin, dass immer mehr digitale Möglichkeiten direkt für die Inszenierung genutzt werden: Dass Zuschauer über Apps durch öffentliche Räume der Stadt geführt werden, dass sie eventuell schon über Apps mit den handelnden Figuren kommunizieren oder in die Handlung eingreifen können – der Aspekt des Interaktiven wird sicher zunehmen. Aber das Theater, das sich dem Digitalen versperrt, um eine Art Schutzraum gegen die zunehmende Digitalisierung des Lebens zu behaupten, das wird es auch immer geben, davon bin ich überzeugt.

 

Vielen Dank an Falk Richter für die interessanten Einblicke!

 

Porträt von Falk Richter

 

Wir verlosen 2×2 Tickets für die Lesung von Falk Richter am 18.01. im Maxim Gorki Theater. Schickt uns einfach eine E-Mail mit Eurem Namen, der Anschrift und dem Betreff „Digitales Theater“ an: redaktion@neoavantgarde.de

 

Teilnahmeschluss: 16.01.2018

Das Gewinnspiel ist beendet. Die Gewinner wurden benachrichtigt.

 

Titelbild: @Maxim Gorki Theater (ÇİĞDEM TEKE in „Verräter DIE LETZTEN TAGE“, EIN PROJEKT VON Falk Richter, REGIE Falk Richter, BÜHNE/KOSTÜME Katrin Hoffmann, MUSIK Nils Ostendorf, VIDEO, Aliocha Van Der Avoort, LICHT Carsten Sander, DRAMATURGIE Jens Hillje, Mazlum Nergiz)

Frau blaues T-Shirt Kalender Januar zum Artikelthema Januar: Top 10 Events in Berlin

Januar:
Top 10 Events in Berlin

Gerade haben wir uns noch das wunderschöne Feuerwerk über den Dächern Berlins angeschaut und schon befinden wir uns im Jahr 2018. Die meisten haben sich unrealistische Neujahrsvorsätze wie “mehr Sport machen” vorgenommen. Wie wäre es stattdessen mit “etwas mehr Kultur”? Unsere Top 10 Events in Berlin sind dafür nämlich genau das Richtige!  

 

ArtNight: Frida Kahlo

Am 16. Januar findet eine weitere ArtNight mit dem Thema “Frida Kahlo” in der Brotfabrik Berlin statt. Teilnehmer können, mit Hilfe der Künstlerin Kaitlyn, auf einer Leinwand ihre eigenen Kunstwerke erschaffen. Egal ob alleine mit Freunden oder mit einem Date – die ArtNight ist für jeden ein Erlebnis. Man muss keine künstlerischen Kenntnisse haben oder Materialien mitbringen. Getränke und Essen können vor Ort zu angemessenen Preisen erworben werden.

 

Wo: Brotfabrik Berlin, Caligariplatz 1, 13086 Berlin

Wann: 16.01.2018

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Eröffnung: Ausstellung „Drive Drove Driven“

In der Kommunalen Galerie Berlin wird eine Gruppenausstellung von 23 künstlerisch arbeitenden Fotografen eröffnet, die sich ausschließlich mit Autos beschäftigt. Dieser Gegenstand schenkt uns sowohl Flexibilität als auch Mobilität und erleichtert den Alltag enorm. Oft werden Gefahren, die das Autofahren mit sich bringt, unterschätzt und es kommt zu tödlichen Unfällen. Die Künstler setzten sich in über 60 Aufnahmen mit den positiven und negativen Aspekten dieser Beförderungsart auseinander.

 

Wo: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 10713 Berlin
Wann: 28.01.2018
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Eröffnung: Kunst/Natur – Künstlerische Interventionen IV

Interventionen ist der vierte und letzte Teil des Modellprojekts Kunst/Natur der bildenden Künstler Mark Dion, Assaf Gruber und Elizabeth Price. Teilnehmer können sich außerdem über eine Live-Hörprobe mit der Komponistin Ulrike Haage freuen. Während sich Mark Dion mit materieller Kultur beschäftigt hat, gibt es von Assaf Gruber einen Film über eine in der DDR durchgeführte Korallenexpedition und die Arbeit von Präparatoren. Die Geschichte des Museums für Naturkunde Berlin wurde von Elizabeth Price in einer Installation veranschaulicht.

 

Wo: Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße 43, 10115 Berlin
Wann: 29.01.2018
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Kuratorenführung: Preis der Nationalgalerie 2017

Im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin führt die freie Kuratorin Dorothée Brill durch die Shortlist-Ausstellung mit den Arbeiten der 2017 für den Preis nominierten Künstlerinnen Sol Calero, Iman Issa, Jumana Manna und Agnieszka Polska. Die Ausstellung, über die wir bereits berichtet haben, ist für jeden Liebhaber der Gegenwartskunst ein Muss. Mit farbenfrohen und puristischen Werken machen die Künstlerinnen auf Gesellschaftsprobleme, wie Korruption oder die globale Erderwärmung, aufmerksam.

 

Wo: Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin
Wann: 13.01.2018
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Planetarium: Himmelsspaziergang

Das Planetarium Berlin lädt zu einer Entdeckungsreise des Nachthimmels ein. Besucher erfahren, was hinter den fernen Lichtpünktchen steckt, die nachts den Himmel erleuchten. Das Wandern zwischen Galaxien und Nebel wird von leiser Musik und Geschichten über Sternbilder begleitet. Die “Himmelspaziergänge” unterscheiden sich voneinander, da jede Nacht etwas anderes am Himmel zu sehen ist.   


Wo: Planetarium am Insulaner / Wilhelm-Foerster-Sternwarte, Berlin

Wann: 05.01.2018

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Cabaret: Across the Middle, Past the East

Das Cabaret “Across the Middle, Past the East” begeistert seine Zuschauer mit Musik, Glamour und schwarzem Humor. Ein temporäres Kollektiv aus Künstlerinnen mit Wurzeln im östlichen Mittelmeerraum setzt sich mit ihrer komplex geteilten Herkunftsregion auseinander. Sie stellen sich unter anderem die Frage, wie man Denken entnationalisieren kann, ohne kulturelle Identitäten aufzugeben. Die Künstlerinnen wollen, dass jeder Ort auf der Welt für jeden ein Zuhause werden kann, für das man sich nicht verändern muss.


Wo: Sophiensaele, Sophienstraße 18, 10178 Berlin
Wann: 25. – 28.01.2018  
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Sand Malerei Show: Geschichte der Mauer

Im Zentrum der neuen Sand Malerei Show im Sandtheater des Admiralspalast Berlin steht eine Epoche der deutschen Geschichte, die ein ganzes Land bewegt hat. Sandartisten erschaffen eine beeindruckende Zeitreise mit sich ständig verändernden Sandbildern. Es geht dabei um die Errichtung der Mauer 1961, die Jahre der Trennung und den langersehnten Fall der Mauer 1989 bis zum Leben im heutigen, wiedervereinten Berlin.

 


Wo: Sandtheater im Admiralspalast Berlin, Admiralspalast Friedrichstrasse 101, 10117 Berlin

Wann: bis 27.01.2018
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Eröffnung: „Berliner Schatzhäuser. 150 Jahre Kunstgewerbemuseum“

Das Kunstgewerbemuseum feiert sein 150-jähriges Bestehen. Aus diesem Grund beleuchtet eine Ausstellung die Geschichte der Sammlung an ihren verschiedenen historischen Standorten. Sieben Schautafeln und eine Reihe museumsgeschichtlich bedeutender Kunstweke skizzieren die Grundzüge dieser langen Entwicklung. Zusätzlich wird deutlich, wie sich die Aufgaben des Kunstgewerbemuseums gewandelt haben.


Wo: Kunstgewerbemuseum, Matthäikirchplatz, 10785 Berlin
Wann: 11.01.2018
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Vernissage: Katrin Bäcker – Entführungen

Die Malerin Katrin Bäcker aus Berlin erschafft in ihren Kunstwerken Begegnungen an der fließenden Grenze zwischen Zivilisation, Wildnis, Kultur und Natur. Stadtbewohner werden regelrecht entführt und in Landschaften versetzt, die nicht von Menschen geprägt worden sind. Andersherum finden sich Affen aus der Wildnis in menschlichen Lebensräumen wieder, wo sie den Projektionen und dem Erkenntnisdrang der Menschen ausgesetzt sind.


Wo: WerkStadt, Emser Str, 124, 12051 Berlin
Wann: 13.01.2018
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Komische Oper Berlin: Die Zauberflöte

Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart begeistert nicht nur Berlin, sondern auch Los Angeles, Minneapolis, das Reich der Mitte (Shanghai, Xiamen und Guangzhou) und nicht zuletzt Warschau. Vor allem die Mischung aus Filmanimation und live agierenden Sängern macht die Oper zu einem unvergesslichen Erlebnis. Tiefsinnigkeit trifft auf augenzwinkernden Humor, der Groß und Klein verzaubert.


Wo: Komische Oper Berlin, Behrenstraße 55-57, 10117 Berlin
Wann: 05.01.2018
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Kamera am Strand vor Meer zum Artikel: Viraler Hit: Kamera filmte ihren Untergang & kehrt zurück

Wiedergefunden:
Kamera filmt ihren Untergang & wird viraler Hit

Es war wohl einer der schönsten viralen Hits in diesem Jahr: Eine verloren gegangene Kamera filmt ihren eigenen Untergang, um dann 800 Kilometer später wieder aufzutauchen. Der Clou dabei: Dank Filmaufnahme und Seenotrettung, konnte der Startpunkt ihrer Reise zurückverfolgt werden. Über Social-Media-Kanäle wurde nun der Besitzer ausfindig gemacht: Ein kleiner Junge aus England. So kommt es, dass ein altes Weihnachtsgeschenk zu einem Neuen wird.

Vergessene Action-Kamera filmt Unterwasserwelt

Doch von vorn: Die Geschichte beginnt am 01. September 2017 mit einem Ausflug einer britischen Familie zur Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire. Dort spielt ein kleiner Junge namens William Etherton mit seiner Schwester Poppy „wer zuerst einen Fisch fängt“. Mit dabei hat er seine wasserdichte Kamera, die er im vergangenen Jahr von seinem Opa zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Er stellt sie auf einem Stein ab und vergisst sie dort im Spiel. Die Kamera filmt vom Boden aus die ganze Zeit mit. Auch den Moment, in welchem sie von einer Welle ins Wasser gerissen wird. Als William die Kamera wieder einfällt, ist es bereits zu spät. William ist am Boden zerstört und muss von seiner Familie getröstet werden.

In Deutschland aus dem Meer gefischt

Nach etwa zwei Monaten und rund 800 km in der Nordsee, wird die größtenteils unversehrte Kamera am 2. November an der deutschen Küste von Süderoog von Roger Spreer gefunden. Zu seinem erstaunen stellte er fest, dass das ungewöhnliche Strandgut noch voll funktionstüchtig ist und sich auf der Speicherkarte ein kurzes Video befindet. Um den Besitzer ausfindig zu machen, stellte Roger gemeinsam mit Nele Wree, ebenfalls aus Süderoog, den kurzen Clip ins Netz. Daraufhin schaltete sich sogar die Seenotrettung ein und half bei der Suche. Dafür hatte die DGzRS Kontakt mit den britischen Kollegen aufgenommen. Durch Bildvergleiche und eine Computeranalyse, wie sie auch zur Suche von Schiffbrüchigen eingesetzt wird, konnten die Experten den Reiseweg der Kamera dann tatsächlich zurückverfolgen. Nachdem sie zunächst südöstlich trieb, ging es eine lange Kurve Richtung Nordosten, dann über Esbjerg in Dänemark und wieder gen Süden bis Süderoog.

Strandgut mit Inhalt: Video wird viraler Hit 

Das Video wurde auf Facebook mittlerweile über 250.000 Mal angeschaut und trug dazu bei, dass der zunächst unbekannte Besitzer der Kamera letztlich gefunden werden konnte. Vielleicht liegt die Kamera in ein paar Tagen dann nicht nur als ein altes und neues sondern nun auch noch als ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum – denn eine Kamera, mit einer derartig abenteuerlichen Geschichte, gab es so noch nie.

blauer Himmel eingeschneite Tannen und Bäume zum Artikelthema Dezember: Top 10 Events in Berlin

Dezember:
Top 10 Events in Berlin

Was bringt einen mehr in winterliche Weihnachtsstimmung als heißer Glühwein, zarte Lebkuchen und ein abendlicher Spaziergang über den Weihnachtsmarkt? Auch die folgenden zehn Events in Berlin versüßen uns die Zeit bis zum Heiligabend und sind eine tolle Gelegenheit, besondere Weihnachtsgeschenke für die Liebsten zu besorgen.    

 

Weihnachtliche Events in Berlin

Opening Mise-en-scène: architektonische Portraits

 

In der Ausstellung „mise-en-scène – architektonische Portraits” werden ikonische Werke der Moderne neu interpretiert. Der Künstler Peter Welz stellt nicht nur seine Videos vor, sondern hat auch David Maljkovic und Christopher Roth dazu eingeladen, ihre Film- und Videoarbeiten zu zeigen. Die Ausstellung findet im Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin statt.

 

Wo: DAZ, Köpenicker Str. 48-49, 10179 Berlin

Wann: 01.12.2017  

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Merry Markthalle

 

Wer auch findet, dass Weihnachten viel zu schnell vorbeigeht, kommt im Dezember auf seine Kosten! Jeden Freitag und Samstag wird der Wochenmarkt der Markthalle Neun zum Weihnachtsmarkt und bringt uns in Festtagsstimmung. Zu kaufen gibt es handwerkliche Produkte aus kleinen, jungen Manufakturen – lokal und aus der ganzen Welt. Weitere Highlights sind die Weihnachtsbackstube, der Markthallen-Adventskalender und die DIY-Geschenke-Packstation. Für die musikalische Untermalung sorgen Chöre aus dem Kiez.

 

Wo: Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin

Wann: 01.-23.12.2017

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8 Femmes    

 

Dieses Event ist für alle Französisch-Fans unter euch. In der Aufführung “8 Femmes” geht es um die brutale Ermordung eines Hausherren kurz vor Weihnachten. Abwechselnd kommen Zeuginnen, Richterinnen, Angeklagte und Opfer zu Wort. Wer ist der Täter und warum hat er diesen Mord begangen? Wer Antworten auf diese Fragen will, sollte sich auf dem Weg in das Institut français Berlin machen.

 

Wo: Institut français Berlin, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin

Wann: 02.-03.12.2017

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Naschmarkt am 1. Advent

 

Und nochmal hat es die Markthalle Neun in die Liste der “Top 10 Events im Dezember geschafft”. Am 1. Advent erwartet uns eine süße Vielfalt aus Berlin und Brandenburg. Der Nikolausstiefel und die Adventstafel können mit Plätzchen, Lebkuchen, Dominosteinen, Pralinen, Schokoladen und Kuchen prall gefüllt werden. Im Naschlabor und der Kekswerkstatt wird sich alles rund um das Thema “Zimt” drehen. Um 13 Uhr wird das beste Naschwerk des Jahres 2017 mit der “Süßen Schnecke” von einer prominenten Jury ausgezeichnet.

 

Wo: Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin
Wann: 03.12.2017

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Die Liebe zur Malerei

 

Wen interessiert im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der Digitalisierung, noch Malerei? Auf jeden Fall Isabelle Graw, die ihr neues Buch “Die Liebe zur Malerei: Genealogie einer Sonderstellung” im Dezember veröffentlicht. Im Museum der Gegenwart kann man kostenlos an einer Lesung und einer anschließenden Podiumsdiskussion teilnehmen. Neben Isabelle Graw werden auch die Malerin Jutta Koether und die Theoretikerin Kerstin Stakemeier anwesend sein.

 

Wo: Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

Wann: 02.12.2017

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The Green Market Berlin: Winter Edition 2017

 

Im Dezember gibt es Weihnachtsmärkte soweit das Auge reicht. Was es bisher aber nicht gab, ist ein veganer Lifestyle Markt in der “Winter Edition 2017”. Direkt an der Spree kann nachhaltig geshoppt, geschlemmt und gestöbert werden. Besonders vielversprechend klingen Leckereien wie Indian Masala Chai-Tee, Spekulatius-Creme-Cupcakes und Ingwer Donuts. Wer kandiertes Obst und Schmalzkuchen nicht mehr sehen kann, ist hier genau richtig.   

 

Wo: Funkhaus Berlin, Nalepastraße 18, 12459 Berlin

Wann: 16.-17.12..2017

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Christmas Garden 2017

 

Über den Christmas Garden 2017 haben wir zwar schon berichtet, aber in dieser weihnachtlich inspirierten Hitliste darf er auf keinen Fall fehlen. Euch erwartet eine einzigartig gestaltete Welt aus winterlichem Licht und Zauber. Die funkelnde 100-jährige Hängebuche, die leuchtende Wunschbrücke und der schimmernde Schneeflockenteich sind nur drei von 30 Highlights, auf die sich Besucher freuen können.  

 

Wo: Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin, Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin

Wann: 16.11.2017-07.01.2018

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MoKuzuMimi: Nikolaus-Vernissage

 

Am Nikolaustag erwartet euch in den Gerichtshöfen Weddings eine Verkaufsvernissage. Künstler verkaufen dort ihre kleinformatigen Werke in transparenten Tüten für maximal 100 Euro.  Außerdem gibt es Glühwein, Knabbereien und musikalische Einlagen. Der Nikolaus stattet der Veranstaltung höchstpersönlich einen Besuch ab. Weil der Eintritt frei ist, bleibt mehr Geld zum Kunstshoppen.

 

Wo: Gerichtshöfe, Gerichtstr. 12/13, 13357 Berlin

Wann: 06.12.2017

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Dänischer/Skandinavischer Weihnachtsmarkt

 

Die Kirche der dänischen Gemeinde in Berlin verwandelt sich für zwei Tage in einen Weihnachtsmarkt. Mehr als 100 Freiwillige sorgen für skandinavische Vielfalt mit köstlichen, dänischen Speisen. Unter anderem wird es das weltberühmte smørrebrød, klejner (kleines Gebäck) und Ris a’la mande (eine Art Milchreis) geben – alles natürlich hausgemacht. Glühwein-Liebhaber kommen selbstverständlich auch auf ihre Kosten.

 

Wo: Brienner Straße 12, 10713 Berlin

Wann: 02.-03.12.2017

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Der kleine Prinz im Admiralspalast Berlin


In “Der kleine Prinz” werden die Elemente Schauspiel, Film, Puppenspiel und Live-Musik zu einer einzigartigen Vorstellung kombiniert. Über 100.000 Zuschauer haben sich das Theaterstück bereits angesehen. Faszinierende Ganzkörper-Puppen und die, live gespielte, arabisch-orientalische Musik machen die Inszenierung unvergesslich. Zwei Euro jeder verkauften Karte kommen dem Wassergewinnungsprojekt von UNICEF im Sudan zugute.

 

Wo: Admiralspalast Berlin, Friedrichstraße 101, 10117 Berlin

Wann: 21.12.2018-14.01.2018

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