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Twitter-Account zum Artikelthema Sexismus im Job: Ashley Winkler twittert für mehr Gleichberechtigung

Sexismus im Job:
Ashley Winkler twittert für mehr Gleichberechtigung

Wie die #MeToo-Kampagne gezeigt hat, werden auch noch im Jahr 2017 jede Menge Frauen mit Sexismus konfrontiert. Um auf dieses Problem hinzuweisen, veröffentlichte Ashley Winkler einen Thread mit 50 sexistisischen Sprüchen aus ihrem Arbeitsalltag.

 

Zuspruch und Hasskommentare

Nach dem Skandal um Harvey Weinstein ist das Thema Sexismus wieder in den Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Die freiberufliche Grafikerin Ashley Winkler aus Graz hat einen langen Thread mit 50 sexistischen Bemerkungen auf Twitter gepostet, die sie sich im Job anhören musste. Der Thread hat sie passenderweise mit dem Namen “Sexistischer Bullshit der Arbeitswelt” betitelt. Auf ihren Post hat Ashley sowohl positive als auch negative Reaktionen erhalten. Die einen haben sich darin  bestärkt gefühlt, ihre eigenen Erfahrungen mit Sexismus zu teilen. Andere reagierten wiederum mit Hasskommentaren und schickten ihr obszöne Bilder.

 

Sexismus im Alltag

In einem Interview mit Spiegel Online erzählt Ashley, was sie dazu motiviert hat, ihre Erlebnisse zu veröffentlichen. Ein entscheidender Grund war die vorangegangene #MeToo-Debatte. Ashley erklärt in dem Interview, dass vor allem der Alltagssexismus in unserer Gesellschaft ein Problem darstellt. Die meisten bemerken gar nicht mehr, wenn sie sich Frauen gegenüber sexiststisch verhalten. “So vieles wird immer noch als Kavaliersdelikt abgetan. ‚Es war doch nur ein Klaps auf den Hintern‘, heißt es dann”. Anstatt den Tätern Grenzen zu setzen, werde viel zu oft die Schuld bei den Opfern gesucht.

 

Nichts geht über Familienplanung

Seit ihrer Schulzeit schreibt Ashley sich jede Bemerkung auf, bei der sie sich als Frau ungerecht behandelt gefühlt hat. Damals vermittelten die Spice Girls, Alice Schwarzer und Nina Hagen ihr ein starkes Frauenbild. Gleichzeitig wurde ihr gesagt, dass sie Kinder kriegen und eine Familie gründen soll. Viele verbinden mit Feminismus Mannsweiber, die nur nach Aufmerksamkeit suchen. “Wir brauchen Gleichberechtigung. Wir müssen sie so lange fordern, bis es sie wirklich gibt”, sagt Ashley gegenüber Spiegel Online.

 

Männer stehen über Frauen

Vor allem in der Werbebranche haben es Frauen laut Ashley schwerer als Männer. Bei der Einstellung werden sie oft nach ihrer Familienplanung gefragt, was gesetzlich verboten ist. In technischen Fragen haben Frauen sowieso nichts zu sagen und wer nicht zurechtgemacht ins Büro kommt, wird abgemahnt. All das ist ihr schon einmal passiert, wie man auf Twitter nachlesen kann. Solche Aktionen wie die von Ashley zeigen, dass Sexismus nach wie vor ein Thema in unserer Gesellschaft ist, an dem dringend gearbeitet werden muss. Und zwar so lange, bis Frauen nicht mehr unter, sondern auf der gleichen Ebene wie Männer stehen.

 

Titelbild: Screenshot des Twitter-Account von Ashley Winkler

Kamera am Strand vor Meer zum Artikel: Viraler Hit: Kamera filmte ihren Untergang & kehrt zurück

Wiedergefunden:
Kamera filmt ihren Untergang & wird viraler Hit

Es war wohl einer der schönsten viralen Hits in diesem Jahr: Eine verloren gegangene Kamera filmt ihren eigenen Untergang, um dann 800 Kilometer später wieder aufzutauchen. Der Clou dabei: Dank Filmaufnahme und Seenotrettung, konnte der Startpunkt ihrer Reise zurückverfolgt werden. Über Social-Media-Kanäle wurde nun der Besitzer ausfindig gemacht: Ein kleiner Junge aus England. So kommt es, dass ein altes Weihnachtsgeschenk zu einem Neuen wird.

Vergessene Action-Kamera filmt Unterwasserwelt

Doch von vorn: Die Geschichte beginnt am 01. September 2017 mit einem Ausflug einer britischen Familie zur Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire. Dort spielt ein kleiner Junge namens William Etherton mit seiner Schwester Poppy „wer zuerst einen Fisch fängt“. Mit dabei hat er seine wasserdichte Kamera, die er im vergangenen Jahr von seinem Opa zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Er stellt sie auf einem Stein ab und vergisst sie dort im Spiel. Die Kamera filmt vom Boden aus die ganze Zeit mit. Auch den Moment, in welchem sie von einer Welle ins Wasser gerissen wird. Als William die Kamera wieder einfällt, ist es bereits zu spät. William ist am Boden zerstört und muss von seiner Familie getröstet werden.

In Deutschland aus dem Meer gefischt

Nach etwa zwei Monaten und rund 800 km in der Nordsee, wird die größtenteils unversehrte Kamera am 2. November an der deutschen Küste von Süderoog von Roger Spreer gefunden. Zu seinem erstaunen stellte er fest, dass das ungewöhnliche Strandgut noch voll funktionstüchtig ist und sich auf der Speicherkarte ein kurzes Video befindet. Um den Besitzer ausfindig zu machen, stellte Roger gemeinsam mit Nele Wree, ebenfalls aus Süderoog, den kurzen Clip ins Netz. Daraufhin schaltete sich sogar die Seenotrettung ein und half bei der Suche. Dafür hatte die DGzRS Kontakt mit den britischen Kollegen aufgenommen. Durch Bildvergleiche und eine Computeranalyse, wie sie auch zur Suche von Schiffbrüchigen eingesetzt wird, konnten die Experten den Reiseweg der Kamera dann tatsächlich zurückverfolgen. Nachdem sie zunächst südöstlich trieb, ging es eine lange Kurve Richtung Nordosten, dann über Esbjerg in Dänemark und wieder gen Süden bis Süderoog.

Strandgut mit Inhalt: Video wird viraler Hit 

Das Video wurde auf Facebook mittlerweile über 250.000 Mal angeschaut und trug dazu bei, dass der zunächst unbekannte Besitzer der Kamera letztlich gefunden werden konnte. Vielleicht liegt die Kamera in ein paar Tagen dann nicht nur als ein altes und neues sondern nun auch noch als ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum – denn eine Kamera, mit einer derartig abenteuerlichen Geschichte, gab es so noch nie.

Flugzeug am Himmel zum Artikel-Thema: Twitter News: Pilot zeichnet Tannenbaum über Deutschland

Twitter News:
Pilot zeichnet Tannenbaum in den Himmel

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das dachten sich in dieser Woche auch die Mitarbeiter von Airbus und wählten mit dem A380 eine doch sehr außergewöhnliche Route. Der Pilot zeichnete mit seinem Flieger einen Tannenbaum in den Himmel – ein Weihnachtsgeschenk, das es in Deutschland so noch nie gegeben hat.

Ich flieg dir einen Weihnachtsbaum 

Los ging die Reise um 12.47 Uhr vom Flugplatz Hamburg-Finkenwerder. Der Airbus flog dann über ganz Deutschland, wechselte immer wieder die Himmelsrichtung und setzte dann schließlich um 16.30 Uhr wieder in Hamburg zur Landung an. Laut der Pressestelle von Airbus handelte es sich um einen internen Standard-Testflug. Solche Flüge erfolgen vor jeder Auslieferung einer neuen Maschine. Der genaue Weg ist dabei nicht vorgegeben. In diesem Jahr wollten sich die Mitarbeiter kreativ ausleben und beschlossen gemeinsam: Es ist Zeit für eine Weihnachtsüberraschung der besonderen Art.

Flugradar zeigt himmlisch weihnachtliches Kunstwerk

Auf der Website flightradar24.com ist zu sehen, wie der Airbus-Pilot mit seiner Flugroute die Konturen eines Tannenbaumes nachzeichnete. Dabei dachte er sogar an den Christbaumschmuck mit vielen Weihnachtsbaumkugeln. Spätestens jetzt wird klar: Hier möchte uns jemand die Weihnachtszeit versüßen.

 

Die Aktion war natürlich mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) und Eurocontrol, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, abgestimmt. Ideengeber waren eventuell die Briten. Denn dort flog in der Nähe der Stadt Northhampton im vergangenen Jahr ein Pilot eine ähnliche Route. Mit ihrer Idee versetzen uns die Piloten in jedem Fall in Weihnachtsstimmung. Echte Überflieger!

 

Altstadt blauer Himmel weiße Wolken zum Artikelthema Tarragona: Streetart in der Altstadt

Tarragona:
Streetart in der Altstadt

Kunst findet man ja bekanntlich überall. Eine bunte Mischung davon gibt es in Tarragona, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Süden der Region Katalonien. Kreative Künstler haben sich an Mauern, Gebäudefassaden und Straßenpfeiler ausgelassen und damit eine große Bandbreite an großartiger Streetart geschaffen. Wer jetzt neugierig geworden ist, muss dafür nicht extra einen Flug nach Katalonien buchen. Wir haben in diesem Artikel eine künstlerische Auswahl für euch erstellt.

 

Moderne Streetart trifft auf Geschichte

Die Altstadt von Tarragona ist zu einem der Hotspots für Kreative geworden. Es haben sich dort mehrere Kreativbüros, wie beispielsweise feeling mit seinen dunkel verspiegelten Fensterscheiben, niedergelassen. Touristen und Einheimische können sich von einer Vielfalt an Wandmalereien und zufälligen urbanen Strukturen inspirieren lassen. Ein entspannter Stadtrundgang lohnt sich in Tarragona auf jeden Fall. Die ganzen Kontraste und die bunten, chaotisch verspielten Eindrücke erinnern an Städte wie Berlin oder Kiew. Hier trifft moderne Kunst auf historische Geschichte. Es folgt eine kleine Auswahl der kreativsten streetart-Kunstwerke in Tarragona.

 

Domino

Emojis an der Wand

#emojis #emoji #streetart #streetarttarragona #tarragona #catalunya #nofilter

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Der Dirigent

??? #streetarttgna #streetarttarragona

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Elefant im Regen

#streetart #streetarttarragona #tarragona #artinthestreets #catalunya #costadaurada #spain

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In Gedanken

Street art #igerstarragona#tarragona#streetart#streetarttarragona#instarragona#igerscambrils

Ein Beitrag geteilt von NaTaLia CliNe (@nataliacline31) am

 

Hier gibt es noch mehr Streetart aus Tarragona

Weihnachtsbaum zum Artikel-Thema Weihnachtsvideos

Digital XMAS:
Top 5 Weihnachtsvideos in der Werbung

Wer trotz des Schnees immer noch nicht in Weihnachtsstimmung ist, sollte sich unsere Top fünf der schönsten Werbespots zu Weihnachten nicht entgehen lassen! Viele Unternehmen produzieren zu Weihnachten wirklich schöne Filme, die nicht wie üblich “Kauf mich!” schreien. Wir haben euch die fünf besten Weihnachtsvideos mit viel Liebe, süßen Tieren und leckerem Essen ausgesucht.

 

Platz 1

Der diesjährige Weihnachtsspot von Conrad Electronic setzt auf Ehrlichkeit und Humor. In einem Chat mit seiner Werbeagentur hat der Elektronik-Versandhandel um die ungefähre Umsetzung einiger Ideen gebeten. Die sehr unterhaltsame Sprachnachricht von Karsten wurde daraufhin eins zu eins umgesetzt. Herausgekommen ist “So ‘ne Sache, die richtig im Internet abgeht”. Dieser Weihnachtsspot hat sich in unserem Ranking den ersten Platz verdient!

Platz 2

In dem aufwendigen Weihnachtsspot von EDEKA befinden wir uns im Jahr 2117. Die Menschheit ist geflohen und Roboter mit künstlicher Intelligenz haben den Planeten übernommen. Ein neugieriger Roboter wird auf ein altes Plakat an einem verlassenen Kino aufmerksam, auf dem “Wunderbare Weihnachten” geschrieben steht. Nachdem er sich den Film angeschaut hat, begibt er sich auf die Suche nach Menschen, die mit ihm zusammen Weihnachten feiern. Ein Werbespot mit Herz auf dem zweiten Platz.

 Platz 3


Das Weihnachtsvideo auf Platz drei ist wie ein auffaltbares Buch gestaltet. Der Protagonist, ein einsamer Bär, kann seinen Winterschlaf wegen der Unruhe im Wald nicht beginnen. Eichhörnchen und Hirsche stellen traurige und sich streitende Menschen zu Weihnachtszeit dar. Der Bär verschickt Briefe an alle Waldbewohner und lädt sie zu einem Treffpunkt ein. Dort angekommen, erwartet sie ein wunderschönes Weihnachtsfest.

Platz 4

Im REWE-Weihnachtsspot begleitet die Kamera sowohl eine Mutter bei der Weihnachtsvorbereitung als auch ihren Sohn, der sich auf den Weg nach Hause macht. Die Mutter füllt ihren Einkaufswagen, der Sohn seine Reisetasche. Sie liest das Rezept für einen Weihnachtsbraten, er den Flugplan am Flughafen. Die Straße auf der der Sohn fährt, wird von der Mutter mit einer Spritztülle fortgeführt. Ein wirklich ansprechendes Video mit kreativem Splitscreen.

Platz 5

Bei der familiären Weihnachtsfeier angekommen, freut sich eine Frau über das mit IKEA-Möbeln eingerichtete Wohnzimmer. Die Vitrine sei total „schick“, das Sofa mega “comfy” und es gibt “a lot” Wandschrank. Jeden Satz beginnt sie mit einem langezogenen “Jesus”. Zu ihrer Überraschung sitzt der Wein trinkende Jesus dann auch noch höchstpersönlich im Zimmer und begrüßt sie herzlich. Jesus, das ist wirklich ein funny Weihnachtsspot!

Computerbildschirm Computersprache zum Artikelthema HAU Berlin: “Endgame” Review

HAU Berlin:
“Endgame” Review

Ist es gerechtfertigt, im Namen der Demokratie zu unlauteren Mitteln zu greifen? Das partizipative Theaterstück “Endgame” im HAU Berlin von machina eX wirft diese ethisch-moralische Frage bei seinen Zuschauern auf. Wir haben die Vorstellung besucht und berichten euch in diesem Artikel darüber.

 

Start-Up gegen Rechte

In dem Game-Theater “Endgame” von machina eX im HAU Berlin bekämpft ein Start-Up eine neurechte Bewegung mit dem Ziel, die Demokratie zu verteidigen. Weil die Bewegung sich mit zeitgemäßen Marketingstrategien auskennt, gewinnt sie immer mehr Anhänger dazu. Die Gründer des Unternehmens fühlen sich sowohl von der Politik als auch von dem Rechtssystem im Stich gelassen. Im Kampf gegen die Rechten haben sie sich ein 30-köpfiges Team zusammengestellt. Diese Rolle übernimmt das Publikum im Rahmen des interaktiven Theaters. Der Auftrag besteht in der Recherche von potenziellen rechten Mitgliedern in sozialen Netzwerken. Im besten Fall führt die Informationssuche nicht nur zu Beweisen für eine Anzeige, sondern schwächt auch die gesamte Bewegung.

 

Partizipatives Theater

Von Anfang an werden die Zuschauer in das Theaterstück integriert. Zu Beginn findet eine Aufteilung des Publikums in drei Gruppen statt. Jede Gruppe wird danach einem Teamleiter zugeteilt. Diese feuern ihre Mitglieder derart intensiv an, dass man das Gefühl bekommt man sei in einer religiösen Sekte. Die Teams müssen am Computer kleine spielerische Aufgaben lösen. Dazu gehört beispielsweise das Herausfinden von Identitäten der Bewegung, deren Geräte zu hacken um Informationen zu bekommen und die anschließende Kontaktaufnahme mit der Zielperson. Am Anfang waren die Spiele noch unterhaltsam aber spätestens nach dem dritten Aufgabe haben sie ihren Reiz verloren. Die wirklich gute schauspielerische Leistung der Darsteller ist dadurch leider in den Hintergrund geraten.

 

Begehbares Computerspiel

Machina eX besteht aus Anna Fries, Clara Ehrenwerth, Lasse Marburg, Mathias Prinz, Philip Steimel, Robin Hädicke und Yves Regenass. Seit 2010 arbeiten sie an der Kombination aus Theater und Computerspiel. Das Medientheaterkollektiv ist aus kulturwissenschaftlichen Studiengängen der Universität Hildesheim hervorgegangen. Bei dem partizipativem Game-Theater werden moderne Technologien mit Mitteln des klassischen Illusionstheaters verbunden. Auf diese spannende Weise entstehen spielbare Theaterstücke und begehbare Computerspiele. “Endgame” überzeugt nicht nur mit politischer Aktualität, sondern beleuchtet auch die dunklen Kampfzonen des Internets. Ganz anders als gewohnt nutzten die vermeintlich “Guten” die Anonymität in sozialen Netzwerken aus, um ihre Ziele zu erreichen. Wir finden: Ein neues, modernes Format mit viel Potential!

 

Hier gibt es weitere Informationen

 

 

Gescmückter Kamin zum Artikel Weihnachten in Berlin

Weihnachten in Berlin:
Rentner sucht Familie via Anzeige

Das Fest der Liebe sollte niemand allein verbringen. Wir alle kennen doch diese Werbe-, Hollywood- und Weihnachtsfilme, in denen einsame Seelen den Heiligen Abend scheinbar allein verbringen müssen, sich dann aber doch eines Happy-Ends in Gesellschaft erfreuen können. Doch auch das wahre Leben schreibt solch schöne Geschichten. Das beweist die Suchanzeige eines verwitweten Rentners aus Berlin. In einem Supermarkt angepinnt und von einer Frau auf Facebook geteilt – der Zettel geht viral, das Happy-End ist vorprogrammiert und die schönste Berliner Weihnachtsgeschichte des Jahres geschrieben.

Die etwas andere Suchanzeige im Supermarkt

In einem Supermarkt in der Berliner Goerzallee sticht neben Suchanzeigen wie “Benötige Staubsauger in gutem Zustand” oder “Suche Babysitter für das Wochenende”, ein Zettel ganz besonders heraus. Denn es handelt sich nicht um irgendein Suchgebot, sondern um eine herzergreifende Bitte. Ein Rentner – laut eigenen Angaben einsamer Witwer – wohnte 50 Jahre lang in einem eigenen Haus in Zehlendorf. In diesem Jahr möchte er Weihnachten nicht allein verbringen. Deshalb sucht er Menschen, die ihm einen Platz in einem kleinen Kreis anbieten und mit ihm feiern.

Happy-End an Weihnachten in Berlin


Die Facebook-Nutzerin Femina Lisa entdeckte die Anzeige im Supermarkt, fotografierte sie und postete das Foto auf der Social-Media-Plattform mit den Worten:

 

„Als ich das gelesen hab, hat es mir sofort das Herz gebrochen. Damit mit den Daten kein Blödsinn gemacht wird habe ich Namen und Telefonnummer geschwärzt, könnte ich aber weitergeben. Gefunden bei Kaufland in Berlin Steglitz (Görtzallee). Vielleicht findet sich jemand der ihm seinen Herzenswunsch erfüllen kann.“

 

Über 4000 Mal wurde auf diesen Post reagiert. Mittlerweile wurde er über 6000 Mal geteilt. Kein Wunder, dass die Userin sich vor Nachrichten gar nicht mehr retten konnte. Bei der jungen Frau meldeten sich so viele Menschen, dass sie die Telefonnummer des Rentners erstmal nicht weitergegeben hat. Soviel ist sicher: Der Wunsch des Berliner Rentners, das Fest der Liebe in Gesellschaft zu verbringen, wird in Erfüllung gehen.

Der Zauber der Weihnacht: Fortsetzung folgt!

Die großen Hollywoodfilme enden an dieser Stelle. Doch warum nicht noch mehr Herzen glücklich machen? Die Facebook-Userin möchte das Happy-End fortsetzen und weitere Treffen organisieren, bei denen genau solche Menschen zusammenfinden können.  Fortsetzung folgt.

Holztisch Blatt Papier Bild vom Weihnachtsmann bunte Farben Schneeflocken Hand mit Stift zum Artikelthema Viraler Hit auf Twitter: Zweitklässler pfeift auf den Nikolaus

Viraler Hit auf Twitter:
Zweitklässler pfeift auf den Nikolaus

Was habt ihr heute in eurem Stiefel gefunden? Schokolade, Lebkuchen oder doch eine Rute? Es gibt auf jeden Fall jemanden, der sich für den heutige Tag überhaupt nicht interessiert: den sechsjährigen Sohn einer amerikanischen Reporterin. Seine Hausaufgabe zum Thema Nikolaus wurde in kürzester Zeit zum viralen Hit auf Twitter.  

 

Brief an Nikolaus wird zum viralen Hit

Die meisten Kinder freuen sich auf den Nikolaus und suchen in ihren Stiefeln fleißig nach Süßigkeiten. Ein amerikanischer Zweitklässler, der bereits jetzt nicht mehr an Weihnachtsmann, Osterhase und Co. glaubt, bildet hier eine Ausnahme. In der Schule hat er die, für ihn äußerst unangenehme Hausaufgabe bekommen, einen Brief an den Nikolaus zu schreiben. Weil er sich nicht wegen Unglaubens verweigern konnte, gab es für den Schüler keine andere Wahl als die Aufgabe zu erledigen. Das hat er allerdings auf seine eigene Art und Weise erledigt.    

 

 

Adventskränze und Totenköpfe  

Der Zweitklässler hat sich bei der Gestaltung seines Briefes ganz besonders viel Mühe gegeben. Auf der linken Seite befinden sich weihnachtliche Adventskränze und auf der rechten Seite wurden Totenköpfe gezeichnet, die seine Stimmung im Bezug auf die Aufgabe hervorragend wiedergeben. Seine Mutter, eine amerikanische Reporterin des Radiosenders National Public Radio (NPR), hat den wütenden Brief ihres Sohnes direkt bei Twitter gepostet. In kürzester Zeit wurde der Tweet zu einem viralen Hit: 23.000 Shares, 70.000 Likes und 700 Kommentare.   


„Lieber Nikolaus,
Nikolaus, ich mache das nur für die Schule. Ich weiß, dass deine böse Liste leer ist. Und deine gute Liste leer ist. Und dass dein Leben leer ist. Du hast keine Ahnung, welche Probleme ich in meinem Leben hatte. Leb wohl.
Herzliche Grüße
Meinen Namen verrate ich dir nicht“

 

Anonymer Verfasser

Bei der Unterzeichnung des Briefes war der Sohn der Reporterin sich dann doch unsicher. Im Endeffekt hat er sich dafür entschieden sich in Anonymität zu hüllen. Ob sein Lehrer oder eventuell ein letzter Restzweifel an der Nichtexistenz des Nikolaus der Grund dafür ist, bleibt sein Geheimnis. Unter dem Tweet plauderten viele Eltern die Schulgeschichten ihrer Kinder aus. Andere amüsieren sich über die tiefschürfenden “Probleme” des Zweitklässlern. Damit keine falschen Vermutungen entstehen, postete seine Mutter noch einen zweiten erklärenden Tweet: „P.S. – die „Probleme“ in seinem Leben? Sein Bruder. Ruft nicht das Jugendamt an. ?”.

 

 

schwarz-weiß bettelnde Frau Straße zum Artikelthema Internet Geschichte: Zwei Obdachlose suchen Vermieter mit Herz

Internet Geschichte:
Zwei Obdachlose suchen Vermieter mit Herz

Obdachlose haben auf dem aktuellen Wohnungsmarkt keine Chance? Das haben sich Dirk und Stephan auch gedacht, bevor sie eine Wohnungsannonce geschaltet haben. So konnten sie nicht nur die Herzen der Online-Community, sondern auch die der Vermieter erreichen. Eine Internet Geschichte der besonderen Art.

 

Mietenwahnsinn

Dirk und Stephan leben seit ungefähr eineinhalb Jahren auf der Straße. Über eBay Kleinanzeigen haben die beiden einen “Vermieter mit Herz” und eine kleine Wohnung in Berlin gesucht. Der Wohnungsmarkt in der Hauptstadt treibt allein schon berufstätige Leute an den Rand des Wahnsinns. Für Obdachlose ist es vollkommen unmöglich eine bezahlbare und vor allem unbefristete Unterkunft zu finden. Dirk und Stephan haben mit ihrer Anzeige hingegen eine unerwartet positive Resonanz erhalten.

 

Unerwartete Bekanntheit

In ihrer eBay Kleinanzeige gaben die beiden an, dass sie weder drogen- noch alkoholabhängig sind und auch keine Betreuung suchen, sondern ihr Leben wieder in geregelte Bahnen lenken wollen. Das hat offenbar überzeugt: Ganze 3000 Nutzer haben die Anzeigen gesehen und auf Facebook geteilt. Sogar Fernsehsender sind auf die zwei Obdachlosen aufmerksam geworden, weshalb sie sich vor Interviewanfragen gar nicht retten konnten. Außerdem haben ihnen Menschen aus ganz Deutschland Nachrichten geschickt, wie der Tagesspiegel berichtete.

 

Zusage nach drei Wochen

Was das Finanzielle angeht, können sich Dirk und Stephan locker eine Wohnung leisten. Stephan bekommt seine Erwerbslosenrente und führt einen Minijob aus. Zusammen mit dem Geld, was Dirk sich durch das Betteln verdient, kommen sie auf 1.800 bis 2.000 Euro im Monat. Zuerst sind sie bei einem Paar in Wedding untergekommen, das selber auch nicht viel Geld hatte und bei dem das Gas bereits abgestellt wurde. Nach drei Wochen kam dann endlich die erhoffte Nachricht: Ein italienischer Geschäftsmann möchte ihnen eine 2-Zimmer Wohnung für 630 Euro Warmmiete anbieten. Da hat sich das Internet mal wieder von seiner guten Seite gezeigt!

 

Holzfiguren Maria Joseph Baby Jesus Esel Kuh Krippe Holzhütte dunkler Hintergrund zu dem Artikelthema YouTube Weihnachtsvideo zuDigital XMAS: Maria und Joseph auf Facebook, Twitter und Co.

Digital XMAS:
Maria und Joseph auf Facebook, Twitter und Co.

Seit gestern brennt die erste Kerze auf dem Adventskranz. Ein perfekter Anlass, um mit unserer “Digital XMAS”-Reihe für den Dezember zu beginnen. Wir wollen in die digitale Welt abtauchen, schauen was hier in Sachen Weihnachten los ist und präsentieren euch das Beste, was die Onlinewelt zu bieten hat. Den Anfang macht das YouTube Weihnachtsvideo “Digital Nativity”, indem die allseits bekannte Weihnachtsgeschichte in das 21. Jahrhundert übertragen wird.  

 

Schwangerschaftsverkündung per SMS

Habt ihr euch schon einmal gefragt wie die Weihnachtsgeschichte abgelaufen wäre, wenn es damals schon das Internet gegeben hätte? Auf YouTube kann man sich mit dem Video “Digital Nativity” ein Bild davon machen. Maria erfährt über eine SMS des Erzengels Gabriel, dass sie mit dem Sohn Gottes schwanger ist. Daraufhin loggt sie sich bei Gmail ein, um Joseph von der Neuigkeit zu erzählen und bittet ihn “ASAP” zu einem Gespräch. Um den Weg von Nazareth nach Bethlehem zu finden, wird natürlich der Routenplaner von Google Maps aufgerufen. Blöderweise sind Fahrräder und Autos als Verkehrsmittel erst ab dem 18. Jahrhundert erhältlich, sodass sie sich mit einem Esel begnügen müssen.

 

Joseph als Facebook-Fan

Das Handy erleichtert Maria und Joseph auch die Suche nach einer Unterkunft, sodass sie direkt online einchecken können. Joseph drückt seine Nervosität über die Geburt via Facebook aus und kauft bei Farmville direkt eine Kuh und einen Esel – was wäre eine göttliche Geburt ohne Bauernhoftiere? Wie jeder Social-Media-affine-Vater es tun würde, postet er kurz darauf ein Foto von seinem Sohn und erntet tausende Likes. Über Facebook erstellt Joseph die Veranstaltung “Triff das Baby”, woraufhin sich die heiligen drei Könige ankündigen. Auf Twitter folgen Kaspar, Melchior und Balthasar dem Stern von Bethlehem, um zu dem Baby zu finden. Diese modern erzählte Version der Weihnachtsgeschichte vergrößert uns die Vorfreude auf Heiligabend. Finden wir super!