Tag: Privatsphäre

Post-Internet Show: eine (digitale) Spielwiese

Die  digitale Welt – für die meisten von uns gelebter Alltag. Dieser manifestiert sich auch im künstlerischen Bereich: Kreative bedienen sich digitaler Möglichkeiten, neuer Software, der Fotografie, des Filmes, sie erschaffen, verfeinern und verbreiten ihre Werke digital. Vor allem aber schöpfen sie aus dem unendlichen Fundus des Internets. Unabhängig davon, ob diese Online-Materialien nun bereits Kunst sind oder nicht, kreieren sie daraus etwas ganz Eigenes, eine neue Art der Kunst. Die Szene fasst diese Tendenz unter Begriffen wie “Post-Internet”, “New Aesthetic “ oder “Net-Art” zusammen. Eine “Nach-Netz-Nutzung” ist darunter jedoch nicht zu verstehen, viele Kunstliebhaber sehen in der Bezeichnung vielmehr eine Haltung.

Im Prinzip sind wir alle, Tag für Tag, digitale Bastler. Die Post-Internet-Art sollte und ist keiner Kunst-Elite vorbehalten, denn sie spielt sich im Online-Alltag ab.

Doch interessanter als eine Begriffsanalyse ist es, künstlerisch zu erkunden, was genau wir mit dem Internet machen und, im Gegensatz dazu, das Netz mit uns. Das dachten sich auch die Initiatoren der Ausstellung Post-Internet Show, welche diese Woche stattfand. 20 Studenten der Universität der Künste präsentierten während ihres Studiums entstandene Werke, die sich kreativ mit Digitalität und Realität sowie ihren Zusammenhängen auseinandersetzen. Die Ausstellung hat sich ausdrücklich nicht zum Ziel gesetzt, den Begriff Post-Internet akademisch zu analysieren, sondern verschiedene Sichtweisen auf unseren digitalen Alltag darzustellen. Dafür startete die Galerie designtransfer der UdK einen Open Call an alle Studierenden – fachbereichsübergreifend und ohne genauere Vorgaben oder Limitierungen: “Keine Definition des Begriffs vorzugeben lässt Raum für verschiedene Interpretationen, Haltungen, Formen und Disziplinen ohne auf eine bestimmte Ästhetik, ein spezifisches Medium, eine einheitliche Aussage oder allgemeine Bedeutung zu beschränken”, so die Veranstalter.

Wir waren vor Ort, sind in die Spielwiese Internet-Post-Show eingetaucht und waren überrascht, wie unterschiedlich, vielfältig und interessant die Perspektiven der Künstler ausfallen. Diese möchten wir Euch nicht vorenthalten und geben einen kleinen Einblick in ausgewählte Werke:

#WE_Selected – Inia Steinbach

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Inia Steinbach – „#WE_Selected“

Die Künstlerin Inia Steinbach verdeutlicht wie real unser virtuelles Ich letztlich ist. Als Social Media Nutzer teilen wir täglich mehr oder weniger Informationen über unser Leben und unsere Person. Dazu gehören vor allem Bilder: Wir machen Selfies, fotografieren uns beim Joggen, beim Mittagessen, mit unserem Partner, im Schwimmbad, auf der Uni-Party oder beim Feierabendbierchen. Und auch die Bilder der Beiträge, die wir teilen, stehen mit uns in Verbindung. Inia Steinbach hat eine Jacke entworfen, ummantelt von Instagram-Bildern einer Person – im wahrsten Sinne des Wortes. Damit ruft sie dem Betrachter ins Bewusstsein, was er tagtäglich von sich preisgibt und wie öffentlich das virtuelle Profil ist. Gleichzeitig verschwimmen die Grenzen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung. In der Projektbeschreibung heißt es:

“Mithilfe dieser Jacke steht einem nun nicht mehr bloß eine anonyme Person gegenüber, die gewohntermaßen kategorisiert und nach ihrem Aussehen, ihrem Akzent oder der Art ihrer Kleidung beurteilt werden kann. Vielmehr kommt es zu einer direkten Konfrontation zwischen dem, wie eine Person von außen wahrgenommen wird und dem, wie eine Person sich selbst aussucht, wahrgenommen zu werden. Die Jacke ist daher zweierlei zugleich: Aushängeschild und Rüstung, Eigenvermarktung und Schutzschild.”

LAYERS OF MYSELF, 2012 – 2017 – Astarte Posch

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Astarte Posch – „LAYERS OF MYSELF, 2012 – 2017“

Selfies – sie dominieren die Fotogalerien unserer Handys. Durch sie versuchen wir, uns von unserer Schokoladenseite zu zeigen. Die Lieblingsposition, der Lieblingswinkel: ein Sammelsurium von Selbstporträts, die am Ende doch irgendwie immer das Gleiche darstellen? Ist die Schnittmenge dieser idealen Kleinteile des eigenen Ichs am Ende eine entfremdete Bildhülle? Diese Frage stellte sich die Künstlerin des Werkes “Layers of myself” und legte all ihre Selfies, die sie in den Jahren 2012 – 2017 angefertigt hatte übereinander. Die Überlagerung ist offensichtlich und doch wirkt das “Bild der Bilder” kompakt, so als wäre es EIN Bild, lediglich etwas verwackelt.  “Das bin ich, anscheinend”, resümiert die Studentin.

POLYLOGUE – Andreas Unteidig, Lutz Reiter, Fabrizio Lamoncha, Blanca Dominguez Cobreros

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Andreas Unteidig, Lutz Reiter, Fabrizio Lamoncha, Blanca Dominguez Cobreros – „POLYLOGUE“

„Polylogue“ ist eine interaktive Installation, bestehend aus zwei schwarzen durchsichtigen Boxen zwischen denen sich der Streifen einer Papierrolle in eine Richtung bewegt. Auf diese werden dann kontinuierlich Nachrichten von den Endgeräten der Besucher gedruckt, die sich mit dem entsprechenden Wi-Fi verbinden. Es öffnet sich online eine Seite, auf derer die Botschaften eingegeben werden können. Je mehr Menschen dies nutzen, desto dichter wird der Text. Es kann auch zu Überlagerungen kommen. Je mehr Gesprächsstoff, desto schnelllebiger ist also die einzelne Message. Die zweite Box spuckt am Ende den Papierstreifen recycelt aus. Das Projekt-Team sieht in „Polylogue“ “die Antithese zum ‚ewigen Gedächtnis‘ des Internets, da die Nachrichten und ihre Beziehungen nur situativ existieren. Im Gegensatz zu digitalen Nachrichten, die häufig über mehrere tausend Kilometer verschickt werden, reisen Nachrichten, die an Polylogue vermittelt werden, maximal 2 Meter, bis sie ihre finale Destination erreichen.” In diesem Kontext erhält die Flut an Textnachrichten und Chatverläufen eine neue Bedeutung. Gleichzeitig wird genau diese erlebbar.

GET THE PICTURE by Pascal Kress – Lucas Liccini

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Lucas Liccini – „GET THE PICTURE by Pascal Kress“

Das Projekt „Get the picture“ zeigt, zusammengefasst in einem Buch, Bilder aus dem Netz, welche unter einem bestimmten Suchbegriff auftauchten. So kommt es, dass wir zum Thema „Lust“ sowohl auf einen Liebesakt von zwei Nacktschnecken, als auch auf eine lassiv daher kommende Hausfrau gestoßen sind. Unter dem Stichwort “gut” findet sich sowohl ein Foto eines Modelleisenbahnliebhabers als auch eine Couch-Potato-Messie Situation, die nach einem heiteren Abend mit viel Bier aussieht. Lucas Liccini stellt hauptsächlich jeweils zwei Suchergebnisse zu einem Begriff gegenüber. Das Werk zeigt die Dynamiken des Netzes sowie der Bildassoziationen und “fragt nach Sichtbarkeit, Lebensdauer und der Notwendigkeit der Bilderflut, der wir tagtäglich auf unseren Bildschirmen begegnen. Was sagen uns diese Bilder in dem neuen Kontext des gedruckten Buches?”.

SWAPPED REALITY – Johannes Jakobi

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Johannes Jakobi – „SWAPPED REALITY“

Johannes Jakobi entwickelte zwei Virtual-Reality-Brillen, mit deren Hilfe man die Welt durch die Augen des anderen sehen kann. So wird das Sichtfeld des einen Trägers auf die Brille des anderen übertragen und umgekehrt. Der Nutzer kann sich somit sogar selbst von außen, durch die Wahrnehmung einer anderen Person betrachten und erleben. Verwirrend und spannend zu gleich!

LIQUID01 – Ray Washio

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Ray Washio – „LIQUID01“

Fotos können Momente festhalten, doch sie frieren sie auch ein. Der Student Ray Washio versucht “den Fotos dauerhaft Zeit einzuhauchen”, indem er Fotografien digital bearbeitet: “Es weht ein Wind. Diese Atmosphäre zwingt uns, die Zeit wahrzunehmen.” Die Fotos bleiben bestehen, lediglich einzelne Elemente, wie Brillengläser oder eine Einkaufstüte, wurden vom Künstler in Bewegung gesetzt und bilden so einen Kontrast zum restlichen Bildausschnitt.

UNCONSCIOUS – Ray Washio

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Ray Washio – „UNCONSCIOUS“

 

Google Maps arbeitet mit Algorithmen sowie einer automatischen Gesichtserkennung zwecks Anonymisierung.  Ray Washio versucht sich als Mensch in derartige Prozesse hineinzuversetzen und so die Wirkmechanismen derselbigen zu hinterfragen. Er fotografierte Personen in einer U-Bahn in Tokyo und anononymisierte sie manuell und digital durch Verfremdung. Der Künstler beschreibt:
“Der Unterschied zu einem automatisierten System, wie es Google Map verwendet, ist, dass ich dies manuell machte. Dieser Kontext erlaubte mir, wirklich zu hinterfragen: „Was ist Privatsphäre?“ und „Was bedeutet ein automatischer Versteck-Effekt – für uns und unsere Privatsphäre?“.

Datenschutz und Privatsphäre sind gut und wichtig, die auf den Fotografien verfremdeten Gesichter lassen dennoch auf irgendeine Art und Weise ein verstörendes Gefühl aufkommen und stimmen nachdenklich.

/r – Benedikt Rottstege

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Benedikt Rottstege – „/r“

 

„Betreten auf eigene Gefahr“ – kam uns in den Sinn, als wir uns dieses Projekt näher anschauten. Hier wird der Besucher schonungslos konfrontiert – mit den Bildern des  4chan Random-Boards. Dies ist eine der meist besuchten Internetseiten,  auf welcher die User Bilder aller Art anonym hochladen und kommentieren können. Es erscheinen ständig neue Bilder, sodass diese in der Masse an Daten schnell untergehen. Das Projekt „r/“ unterstreicht diese Kurzlebigkeit. Es speist den Bildschirm live, fortwährend und überlagernd mit all den Dingen, die die Nutzer des 4chan Random-Boards so interessieren. Welche das so sind? Ihr ahnt es schon…

A LOOP LOOPS – Hara Shin

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Hara Shin – „A LOOP LOOPS“

 

Das Netz: unendliche Weiten, riesige Datenmengen und das tagtäglich. Die Künstlerin lässt “unzählige Bilder von Monitoren als Miniaturbilder, Video Clips, GIF-Dateien, Pop-Up Werbung und private Bilder auf Online-Nachrichten-Seiten, Online Communities und Online Chats” erscheinen. Angezeigt werden ebenfalls fortlaufend die dazugehörigen HTML-Codes. Durch die Verbindungen derartiger Community-Fragmente wird deutlich, wie sich “die Grenzen ihrer eigenen Hierarchien” aufheben und so neue Kontexte entstehen.

‘ONLY A FAD’ – A modern reliquary – Isabella Asp Onsjö

Universität der Künste Berlin, designtransfer, Isabella Asp Onsjö – „‘ONLY A FAD’ – A modern reliquary“

Was, wenn es doch ein Nach-Internet gibt? Vielleicht ja auch nur eine ganz neue Form dessen? Wird das Internet verschwinden? Isabella Asp Onsjö fragt sich mit Blick in die Zukunft: “in der katholischen Kirche ist die Reliquie ein antikes Überbleibsel von etwas, das als heilig galt. Etwas, das so bedeutend ist, dass es das Potential hat, von Tausenden verehrt zu werden. Was wird von unserer Gesellschaft geschaffen, das in Zukunft diesen Status innehaben könnte?”. Sie materialisiert den Gedankengang das Internet sei eine längst vergangene Reliquie, indem sie ein Häuschen aus Ton konstruierte und es mit diversen HTML-Codes beschriftete. Das Haus ist in Anlehnung an eine Virtual-Reality-Brille gestaltet. Über das Dach kann der Betrachter in die Reliquie schauen. Darin zu sehen ist ein vor Jahrzehnten für und mit Kindern produziertes Erklärvideo über das Digitale sowie das Internet. Kann und wird das Netz jemals eine (moderne) Reliquie sein?

Unwahrscheinlich. Aber bei all den neuen Kunstformen, die sich daraus ergeben, ist dem Digitalen seine Bedeutsamkeit und Heiligkeit ganz eigener Art nicht abzusprechen. 

Bild: @Universität der Künste, designtransfer, Andy King

Wenn Personaler das eigene Social Media-Profil stalken

Ob das feuchtfröhliche Party-Bild vom letzten Wochenende, der aktuelle Beziehungsstatus, ein Bild des gestrigen Mittagsessen, oder kürzlich gelikte Personen, Marken und Unternehmen – tagtäglich teilen wir auf Social Media Plattformen mehr oder weniger Informationen über unser Leben. Doch sind wir uns auch immer wirklich darüber bewusst, wer in unserem Leben mitlesen kann? Freunde? Klar! Bekannte? Ja, wahrscheinlich. Die Außenwelt? Ja, es ist okay! Doch was passiert, wenn uns die Personalabteilung jenes Unternehmens googelt, bei welchem wir uns kürzlich beworben haben? Was ist öffentlich, was nicht? Was sagt das Profil über uns als Person aus? Und was bedeutet dies für den weiteren Bewerbungsprozess?

Personaler achten längst nicht mehr nur auf Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Sie bedienen sich der Möglichkeiten des Internets und der Digitalisierung. Immer mehr Firmen nutzen Social Media für ihre Unternehmenskommunikation. Doch Facebook, Twitter und Co. werden zunehmend auch für Recruiting-Zwecke eingesetzt. Nach einer vom Branchenverband Bitkom durchgeführten Studie informieren sich fast die Hälfte der befragten Personaler auf derartigen Plattformen über ihre Bewerber. 75 % sprechen dieser Verfahrensweise sogar eine zunehmende Bedeutung zu. Die in einer Bewerbung gelisteten Angaben können für die Verantwortlichen zwar aufschlussreich sein, geben allerdings wenig Auskunft über den Menschen dahinter. Nicht alle positiven oder auch negativen Eigenschaften lassen sich anhand einer schriftlichen Bewerbung ablesen. Insbesondere Soft Skills, wie die zwischenmenschliche Kommunikation, Ausdrucks- und Umgangsformen sowie Wertvorstellungen können wichtige Kompetenzen darstellen.

Zeig mir, wer du bist

Die Plattform Xing ist ein Beispiel dafür, wie Firmen und Interessenten bewusst aufeinander zugehen und Informationen miteinander teilen können. Die meisten Plattformen dienen jedoch privaten Zwecken und sind Ausdruck der eigenen Persönlichkeit in all ihren Facetten – zumindest dem Gefühl der meisten Nutzer nach. Sie sind private Räume, in denen User ihre Lebensereignisse teilen. Gerade deshalb geben sie interessante Aufschlüsse und tiefgründige Einblicke. So können sich allein schon im User-Namen Vorlieben und Persönlichkeitsmerkmale widerspiegeln. Werden Kandidaten wie “mickeymouse85” oder “chillpaule” dadurch vielleicht direkt aussortiert oder erhalten diese dafür sogar einen Pluspunkt in Sachen Sympathie und Kreativität? Doch auch ein Blick in Details wie Fotos, Profilbeschreibungen oder Postings können im Run um die Jobs entscheidend sein. Derartige Informationen geben der Person ein Gesicht und ermöglichen Personalverantwortlichen einen Blick hinter die Fassade. Ähnlich wie Profiler des Kriminalamtes können sie den “Fall” in umfangreichem Maße analysieren: berufliche Angaben können abgeglichen, Rechtschreibung überprüft, Ausdrucksfähigkeit beurteilt werden. Welche Prioritäten setzt der Bewerber in seinem Leben, was macht er in seiner Freizeit? Was ist ihm wichtig? Veröffentlicht er gar brisante Informationen über ehemalige Arbeitgeber? Was teilt er und vor allem: was nicht?

Die Frage ist, ob dieses Bild wirklich der Persönlichkeit des Bewerbers entspricht. Derartige Plattformen sind Räume der Selbstdarstellung und verleiten dazu, ein Idealbild von sich zu kreieren, welches letztendlich nicht der wahren Identität entspricht. Zwar wird hierbei häufig weniger an zukünftige Arbeitgeber, als an die allgemeine Öffentlichkeit oder Freunde und Bekannte gedacht, aber genau darin kann psychologisch gesehen zusätzlich ein ausschlaggebender Faktor für die Personalabteilung liegen. Ist der Bewerber authentisch? Oder handelt er eher sozial erwünscht? Was gibt er von sich preis, was nicht? Dies zu erkennen benötigt allerdings einen geschulten Blick das Profil im Zusammenhang zu betrachten und ist als Kritikpunkt an einer Bewerberauswahl 2.0 zu werten.

Wo hört Privatsphäre auf und wo beginnt Öffentlichkeit?

Das Netz vergisst nie, heißt es so schön. Doch wenn wir ehrlich sind, sind wir in den meisten Fällen selbst dafür verantwortlich, was auf besagten Seiten über uns zu finden ist. Letztendlich liegt es in unserer Hand: Datenschutz- und Sicherheitseinstellungen ermöglichen nur das ganz offiziell Preis zu geben, was auch gewünscht ist. Es benötigt das Bewusstsein darüber, was wir mit wem teilen. Würden wir jedem beliebigen Menschen auf der Straße unser Familienfoto in die Hand drücken? Ist es wirklich nötig, dass jeder weiß was wir gestern zum Mittag gegessen haben oder wann wir schlafen gegangen sind?

Wenn jene Dinge unserer wahren Persönlichkeit entsprechen und wir sie aus voller Überzeugung und mit gutem Gewissen teilen können: Warum nicht? Es kommt immer auf das Maß an, auf die Mischung, vor allem aber auf die Authentizität!

Konnten wir den gewünschten Job ergattern, gehen wir mit dem Unternehmen eine Art Beziehung ein. Spinnt man das Ganze weiter, dann verhält es sich ähnlich wie bei einer Liebesbeziehung: wer nicht authentisch ist oder dem anderen etwas vormacht, der riskiert eine zukünftige Partnerschaft. Denn über kurz oder lang zeigen sich so oder so die wahren Persönlichkeitsmerkmale – und sei es in der Kennenlern- oder Probezeit. Natürlich ist es möglich, dass es gar nicht erst in diese Phase übergeht, weil das Unternehmen dem Bewerber bereits aufgrund seines Social Media Profiles einen „Korb“ gibt. Möglicherweise ist aber gerade dies auch eine Chance für Bewerber, die sich authentisch präsentieren: es passt einfach nicht, beide Seiten hätten sich gegenseitig nicht bereichert. Letztlich kommt es auch immer auf das jeweilige Unternehmen an: was auf Firma X verrückt, undiszipliniert und chaotisch wirkt, kann Firma Y als Zeichen der Kreativität sehen und werten. Was den Erfolg des einen Jobs potentiell gefährdet, kann den anderen zu neuen Höchstleistungen treiben. Nur wenn beide Parteien auch wirklich harmonieren, können sie sich bereichern und einen erfolgreichen Output generieren.

Freundschaftsanfrage bestätigt!?

 

Bild: @pixabay