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Das Festival of Lights in Berlin:
Die coolsten Lichtilluminationen

Die Bäume verlieren ihre Blätter, die Nächte werden immer länger aber das Festival of Lights 2017 lässt Berlin trotzdem noch einmal erstrahlen und tröstet uns über die kalte Herbstzeit hinweg. Vom 06. bis zum 15. Oktober 2017 haben nationale und internationale Künstler die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins in leuchtende Kunstwerke verwandelt. Daraus sind 35 einzigartige Lichtilluminationen unter dem Motto “Creating Tomorrow” entstanden. Hier sind unsere fünf Highlights des Festival of Lights in Berlin.    

Neuer Marstall

Videoshow “House of Nature”, National Geographic

In diesem Jahr wurden die historischen Mauern des Neuen Marstall´s während des Festival of Lights von National Geographic zum Leuchten gebracht. Die Zuschauer konnten in einer einzigartigen Videoshow namens “House of Nature” wilde Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen beobachten. Vom Weißkopfseeadler der durch Gebirge fliegt, über Orang-Utans die durch den Dschungel streifen, bis zu Pinguinen in der Antarktis war alles dabei.

Berliner Dom

Lichtillumination Berliner Dom

Passend zu dem Motto des Festivals “Creating Tomorrow” haben 11 sowohl nationale als auch internationale Künstler zusammengearbeitet, um ihre Zukunftsvisionen zu verwirklichen. Dabei ist eine großartige 3D Videoshow entstanden, die den Berliner Dom über Nacht in ein beeindruckendes Kunstobjekt verwandelt hat.

Juristische Fakultät & Hotel de Rome

360° Panorama auf dem Bebelplatz

Der gesamte Bebelplatz wurde beim diesjährigen Festival of Lights zum Strahlen gebracht. Die Staatsoper, die St. Hedwigs Kathedrale, das Hotel de Rome, das Bankhaus Löbbecke und die Juristische Fakultät bildeten ein atemberaubendes 360° Panorama. Unter dem Motto „Opera e Luce“ stach vor allem die Juristische Fakultät mit ihrer Farbenpracht heraus.

 

Wo? An allen Sehenswürdigkeiten in Berlin

Wann? 06. bis 15.Oktober 2017

Website: http://festival-of-lights.de/

 

Bilder: FOL Festival of Lights International Productions GmbH

 

Vogelperspektive auf Berlin im Herbst, Straße des 17. Juni; zum Artikel Top 10 Berlin Events im Oktober

Top 10 Berlin Events im Oktober

Wilhelm Busch dichtete einst: “Der schöne Sommer ging von hinnen, der Herbst, der reiche, zog ins Land. Nun weben all die guten Spinnen so manches feines Festgewand.” Das Wetter hat uns in diesem Jahr tatsächlich des Öfteren im Stich gelassen. Auch wenn Hoffnung auf einen goldenen Herbst besteht, wird es Zeit für Indoor-Kultur im Festgewand. An dieser Stelle möchten wir euch Kunstleben Berlin empfehlen – ein Netzwerk von Kunstschaffenden, die kulturelle Higlights sowie aktuelle Events vorstellen. Hier lassen auch wir uns gerne inspirieren. Inspirierend sind allerdings auch die Berlin Events im Oktober.

Kürbis hier, Kürbis da, Kürbis-Tralala

Herbstzeit ist Kürbiszeit! Schöneberg huldigt das Gewächs mit einem Kürbisfest und hochwertigen Produkten.  Es mag zunächst an ein Dorfritual mit Kürbiskanone erinnern, hat jedoch echten Kiezcharakter. Kunsthandwerker, Designer, Händler und Gastronomen widmen sich mit einem vielfältigen Angebot, bestehend aus 12.000 Kürbissen in verschiedensten Sorten, voll und ganz den großen und kleinen Gewächsen. Es wird Kürbismarmelade, Kürbiskuchen, Kürbissuppe, Kürbissekt sowie Kürbislasagne geben – eben alles, wasdas Kürbisherz begehrt. Die Schlemmermeile wird zudem von Musik begleitet.

Wo?  Akazien und Belziger Straße, Berlin

Wann? 30. September – 01. Oktober

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Moralische Anstalt 2.0 – Theater trifft politische Bildung

Was passiert wenn Theater auf Politik trifft? Mögliche Antworten lassen sich in dem Mobilize-Event “Moralische Anstalt 2.0” finden. Hier werden an insgesamt drei Abenden drei verschiedene Sichtweisen auf “die Potentiale des politisch involvierten Theaters” geworfen: Die politischen, pädagogischen und sozialen Effekte der Theaterkunst. Mit von der Partie sind unter anderem Kay Voges, (Intendant Schauspiel Dortmund), Dr. Ellen Ueberschär (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung) sowie Ulrich Khuon (Präsident des Deutschen Bühnenvereins).

Wo? Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

Wann? 01. – 03. Oktober

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The Independent Photographer: Berlin Photo Exhibition

“The Independent Photographer” ist ein Online-Netzwerk von Fotografen, welches unter gleichem Namen die besten Fotografen mit einem Award kürt. Die Werke sollen internationale Aufmerksamkeit erfahren. In der Berliner Eigenheim Galerie, werden die Bilder der Talente des Jahres aus über 35 Ländern ausgestellt. Der Eintritt ist frei.

Wo? Galerie Eigenheim Weimar/Berlin, Linienstrasse 130, 10115 Berlin

Wann? 05. – 09. Oktober

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Berlins erster Spöti

Im Sissi und Franz-Gewand geht es mit Falco im Ohr und Mozartkugel als Proviant in das Schillerkiez nach Neukölln. Denn dort verwandelt sich vom 5. bis zum 7. Oktober der „Kiezladen“: Ein Späti wird dann zu einem “Spöti”. Neben Tabak, Bier und Zeitung, gibt es typisch österreichische Musik, Drinks und Snacks, feines Backwerk und Kaffee. Der temporäre Österreich-Hotspot verrät außerdem Insider-Tipps für Reisende und ergründet den durchaus einzigartigen österreichischen Wortschatz. Auf dem Programm steht unter anderem die Pöetry-Slam-Comedy-Show „The Ultimate Schnitzelfication / Oba sowas von Schnitzel!“. Hier geben die Comedians und Poetry Slammer Bastian Mayerhofer, Georg Kostron und Samson den Humor der Österreicher zum Besten. Am Freitagabend tritt dann um 20 Uhr „Holler my dear“ mit der österreichischen Sängerin Laura in einem exklusiven Spöti-Konzert auf. Ihre Musik ist eine Mischung aus Akustik-Pop, Swing und Funk. In den kommenden Tagen werden auf der Veranstaltungsseite weitere Veranstaltungsdetails veröffentlicht. Vielleicht ist ja am Ende sogar einen gscheider Abschiedsbusserl drin?

Wo? Schillerpromenade 28, 12049 Berlin

Wann? 05. -07. Oktober

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Stadtrundfahrt mit Jazzbrunch

Beim Bahnfahren aus dem Fenster gucken und den Ausblick genießen. Macht das heute eigentlich noch Jemand? Die meisten starren doch auf Smartphone, Tablet und Co. und sehen das Verkehrsmittel eben lediglich als Mittel zum Zweck. Ein Ausblick kann sich jedoch lohnen. Insbesondere bei der Sonderfahrt der historischen Diesellok 119 158. Diese wird sich am 07. Oktober das vorerst letzte Mal in Bewegung setzen. Bei einer Stadtrundfahrt quer durch Berlin und das Umland, lässt sich die Stadt neu entdecken. Nebenher gibt es ein Berliner Brunchbuffet sowie spannende Streckengeschichten. Uncool? Wir finden: kultig.

Wo? Berlin macht Dampf, Betriebsbahnhof Schöneweide, 12439 Berlin

Wann? 07. Oktober

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Songslam statt Poetryslam

Poetryslam war gestern, am 11. Oktober heißt es im Heimathafen Neukölln: Songslam! Denn auch Lieder können Poesie sein und sich einen musikalisch-literarischen Schlagabtausch geben. Im Heimathafen Neukölln stellen sich insgesamt neun Songwriter und Musiker dem Urteil einer Jury. Casting-Show-Charakter? Nein, laut den Veranstaltern “zählt nur der Vortragende mit seinem Instrument und seinem eigenen Werk: keine Begleitung vom Band, keine Showtänzer und erst recht kein Dieter Bohlen der nach jedem Vortrag noch einen dummen Spruch macht.”

Wo? Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141, 12043 Berlin

Wann? 11. Oktober

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The Readymade Century 1917 – 2017

Readymades sind – wie das Wort bereits sagt -Alltagsgegenstände, die ihrem eigentlichen Kontext entnommen werden und dann wild  neu kombiniert werden. Geprägt wurde der Begriff von dem französischen Künstler Marcel Duchamp. Er wollte Werke schaffen, die keine Kunstwerke sind. Dafür trug er Gegenstände zusammen, die er ohne ästhetische Berücksichtigungen auswählte: „Ich schuf sie ohne Absicht, ohne jede andere Absicht, als Ideen abzustoßen. Jedes Readymade ist verschieden. Zwischen den […] Readymades findet man keinen gemeinsamen Nenner, außer daß sie manufakturierte Waren sind. Was das Aufspüren eines Leitgedankens betrifft: nein. Indifferenz. Indifferenz gegenüber dem Geschmack: Weder Geschmack im Sinne der fotografischen Reproduktion noch Geschmack im Sinn des gut gemachten Materials. Der gemeinsame Punkt ist Indifferenz.“ Demnach kommt es weniger auf den Gegenstand als auf die Idee dahinter an. Diese Ansichten nahmen viele weitere Künstler in ihrem Schaffen auf. Doch was bedeutet Ready-Made im Lichte der digitalen und globalen Veränderungen des 21. Jahrhunderts? Braucht es ein Update? Im Haus der Kulturen der Welt wird diesen und weiteren Fragen nachgegangen.

Wo? Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Wann? 12. – 13. Oktober

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The analogueNOW! Photo Weekend 2017

Die Fans der analogen Fotografie oder die, die es noch werden wollen, können sich im Oktober auf ein ganzes Analog-Wochenende freuen. analogueNOW! präsentiert Show & Tell-Runden, Workshops, Portfolio-Reviews, Netzwerktreffen und Konzerte. Für die meisten Programmpunkte ist eine vorherige und zumeist kostenpflichtige Anmeldung notwendig.

Wo? BLO-Ateliers, Kaskelstr. 55, 10317 Berlin

Wann? 13. – 15. Oktober

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Gaumenschmaus: Berlin Food Week

In der Woche vom 14. – 21. Oktober 2017 wandelt sich Berlin zur Food-Metropole. Da wird probiert, experimentiert und geschlemmt was das Zeug hält. Zur kulinarische Reise laden unter anderem Berliner Köche, Gastronomen, Food-Entrepreneure und Manufakturen mit verschiedenen Veranstaltungen. Beispielsweise wird es ein House of Food oder ein Stadtmenü mit Pilz-Parade geben.

Wo? In ganz Berlin verteilt

Wann? 14. – 21. Oktober

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Donald Trump als Schauspieler

Wusstet ihr, dass sich Donald Trump bereits einen Namen in der Filmbranche gemacht hat? Der amerikanische Präsident trat seit 1981 immerhin in 25 Film- und TV-Produktionen auf. Er gewann sogar einen Filmpreis. Der Haken an der ganzen Sache: Es handelt sich dabei um die Goldene Himbeere für die schlechteste männliche Nebenrolle. Der Filmwissenschaftler Urs Spörri analysiert in einem filmwissenschaftlichen Vortrag die schauspielerische Performance des mächtigsten Mannes der Welt. Im Anschluss zeigt das City Kino Wedding die Trump-Doku „Kings of Kallstadt“.

Wo? City Kino Wedding, Müllerstraße 74, 13349 Berlin

Wann? 18. Oktober

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Bundestag Sitze Saal zum Artikelthema Wahlkampf 2017

Die heiße Phase im Wahlkampf 2017:
Wer macht das Rennen?

Die Parteien widmen sich voll und ganz dem Endspurt im Wahlkampf 2017. Denn am Sonntag heißt es: Wählen gehen! Unentschlossenen bleiben nur noch zwei Tage, um sich zu entscheiden, wem sie ihre Stimmen geben möchten. Vielleicht hilft dem ein oder anderen ja der WahlSwiper, eine App im Tinder-Stil, von der wir bereits berichteten. Den Parteien ist bewusst, dass fast sich fast die Hälfte der Wahlberechtigten bis zum Schluss noch nicht ganz sicher ist. Im finalen Countdown geben sie auf den letzten Metern deshalb nochmal alles, mobilisieren Anhänger und liefern Argumente.

Endspurt CDU

Die CDU will nach eigenen Angaben in den letzten “100 Stunden – 100 % Wahlkampf” betreiben. Unter dem Hashtag #100hCDU berichten Anhänger auf Facebook, Twitter, Instagram und Co. von dem Schlussspurt der Partei. Ob die Dokumentation von Hausbesuchen, Kundgebungen oder Brötchenverteilungen: Mit der Aktion möchte die CDU nochmal alle Kräfte mobilisieren.

Warum CDU?

Endspurt SPD

Die SPD zählt ebenfalls den Countdown runter und startete die Aktion #72hSPD. Darin heißt es: “Wach bleiben für mehr Gerechtigkeit”. Bis zur Schließung der Wahllokale am Sonntag um 18 Uhr stehen die SPD-Teams auf allen Kanälen für Fragen zur Verfügung. Via Telefon, E-Mails und Online-Aktivitäten, wie zum Beispiel Livestreams und Twitter-Interviews, wirbt die Partei in der heißen Phase um die letzten Stimmen potentieller Wähler.

Warum SPD?

Endspurt DIE GRÜNEN

Die Grünen nehmen es sportlich und läuten den Wahlmarathon “16 Bundesländer. 16 Stopps. 42 Stunden live” ein. Katrin und Cem touren auf den letzten Wahl-Metern mit Rad, Zug, Bus oder einfach nur zu Fuß durch Deutschland und beantworten die Fragen der Bürger. Nutzer können die Grünen bei Aktionen, Townhalls, Haustürwahlkämpfen und Kneipentouren durch die Nacht online verfolgen. „Die Grüne Pasta Party“ soll den Höhepunkt dieser 42 Live-Stunden darstellen. Die Stops ihrer Reise können auf der Partei-Website eingesehen werden.

Warum DIE GRÜNEN?

Endspurt FDP

Die FDP versucht ebenfalls nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Anhänger werden aufgefordert, ein letztes Mal aktiv zu werden. Zum Beispiel durch einen personalisierten Wahlaufruf in Sozialen Netzwerken. Dieser lässt sich auf der Website der Partei mit wenigen Klicks generieren. Dort können Nutzer aus den 400 Forderungen der FDP ihre Favoriten wählen und teilen. Die letzte Großveranstaltung wird außerdem in einem Livestream übertragen.

Warum FDP?

Endspurt DIE LINKE

Die Linke zelebriert den Auftakt zum 48-Stunden-Wahlkampf mit einem Wahlkampfabschluss-Programm in Berlin. Am Neptunbrunnen werden heute unter anderem Gregor Gysi, Katja Kipping und Sarah Wagenknecht sprechen. Für die musikalische Untermalung sorgt die Punk-Ikone Nina Hagen. In einem Post erklärt die Sängerin, ihr Engagement: “Ich finde es ausgesprochen gut, wenn sich auch prominente Künstler gesellschaftspolitisch zu Wort melden. Aber ein “ Weiter So ! “ der Regierungsparteien wird eine Verbesserung der Lebensumstände in unserem Land nicht zustande bringen, sondern immer nur weiter verhindern. Ich bin der Meinung , dass nur ein Politikwechsel unser Land und seine Lebensumstände verbessern können wird. Deswegen, und aus weiteren guten Gründen, z.B. #GOLBAL_ZERO , habe ich bei der Briefwahl wieder #DiELiNKE gewählt“.

Warum DIE LINKE?

Wahlkampf 2017: Prominenz trifft Politik

Auch andere etablierte Parteien können auf prominente Unterstützung zählen. Für Merkel sprechen sich unter anderem Uschi Glas, Lena Meyer-Landrut und Sophia Thomalla aus. Schulz erhält unter anderem prominente Hilfe von Iris Berben, Sebil Kekilli oder Leonard Lansink.

Wer wird das Rennen machen?

Die Umfragemethode des Meinungsforschungsinstituts YouGov berechnet nicht nur Zweit- sondern auch Erststimmen. Demnach wäre wohl die AFD nach der Union und der SPD, die drittstärkste Partei. Wer diese Wahlprognose fürchtet, sollte seine Stimme nutzen und bei einem Sonntagsspaziergang einen Abstecher ins Wahlbüro machen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Es liegt in unserer Hand, wer am Sonntag die Bundestagswahl für sich entscheidet. 

Für Norbert Lammert markiert die Wahl ebenfalls das Ende seiner Laufbahn als Bundestagspräsident. Der Sympathieträger scheidet aus dem Parlament aus und richtet sich vor seinem Abgang mit einer Botschaft an die Bevölkerung: „Wer sich entschieden hat, sich nicht für Politik zu interessieren, hat sich entschlossen, anderen die Zukunft zu überlassen“. Seiner Meinung nach haben Nichtwähler „mindestens moralisch den Anspruch verwirkt, sich nachher zu beschweren“.

Mädchen mit Zöpfen und Kussmund zum Artikel Vorher-Nachher-Bilder: Wild fremd geknutscht!

Vorher-Nachher-Bilder:
Wild fremd geknutscht!

Wie verändern sich die Gemüter der Menschen, nachdem sie geküsst wurden? Das fragte sich die Fotografin Johanna Siring in ihrer Fotoserie “Kiss of a stranger”. Dafür besuchte die Künstlerin ein Festival und knutschte vor Ort wildfremde Personen – unabhängig von Geschlecht und äußerlichen Merkmalen. Was das Kunstwerk so interessant macht ist, dass sie diese vor und nach dem Lippenbekenntnis ablichtete. Da verwandeln sich die coolsten Poser zu gelösten und strahlenden Gesichtern, die den Moment offenbar einfach nur genießen.

Vorher-Nachher-Bilder geknutschter Festivalbesucher

Johanna Siring ist gebürtige Norwegerin und lebt aktuell in New York. Ihre Liebe zur Festival-Atmosphäre, verband die Künstlerin mit einem spannenden Foto-Experiment. Auf dem dänischen Roskilde sprach sie ihr fremde Besucher an und fragte, ob sie damit einverstanden wären, geküsst und fotografiert zu werden. Die Personen wurden dann vor und nach dem intimen Moment porträtiert. Dabei reagierte jeder Kusspartner anders: „Einige habe mich nur kurz geküsst und sind danach in Gelächter ausgebrochen, andere haben direkt mit mir rum gemacht“, sagt die Fotografin dem Magazin i-D.

Wie die Fotos zeigen ist das was sie eint, die verwandelte Mimik, Gestik und Aura. Auf den Vorher-Bildern merkt der Betrachter, dass sich die Person über ihre eigene Wirkung Gedanken macht, dass sie versucht ein ganz bestimmtes Bild von sich nach Außen zu tragen. Manche schauen gekonnt lässig, andere versuchen das süße Mädchen zu mimen. Wie die Nachher-Fotos zeigen, ist vieles davon nur Fassade. Johanna Siring findet jeden Menschen fotogen und interessant. Sie möchte die Einzigartigkeit und das wahre Wesen eines Menschen ergründen und fotografisch festhalten.

Zu Risiken & Nebenwirkungen eines Kusses fragen Sie ihren Arzt oder Körper

Der Knutscher zauberte fast allen Geküssten ein natürliches Lächeln ins Gesicht. Doch mit Magie hat das (auch wenn es noch so schön klingt) gar nicht so viel zu tun. Berühren sich die Lippen, werden deren Nervenenden angeregt. Durch einen Kuss schüttet der Körper Dopamin aus, welches wiederum den Oxytocin-Spiegel ansteigen lässt. Stresshormone weichen Glückshormonen. Und die wollen schließlich irgendwo hin. Kein Wunder also, dass die abgelichteten Festivalbesucher auf den zweiten Porträts Funken versprühen.

Menschen durch einen Knutscher kennenlernen

Gleichzeitig nimmt ein derartig intimer Moment die Anspannung und Unsicherheit gegenüber dem Fremden und schafft eine emotionale Bindung. Dem Magazin i-D beschreibt die Künstlerin diese Beziehung zum scheinbar Fremden: „Nach dem Kuss hatte ich interessanterweise das Gefühl, dass ich sie ein bisschen besser kennengelernt habe. Und dieses wird in den zweiten Porträts sichtbar. Am wichtigsten dabei ist es, dass man offen ist und den Leuten mit Respekt begegnet, unabhängig vom Hintergrund der Person. Man kann immer gegenseitig voneinander lernen. In der heutigen Zeit, in der Hass die Schlagzeilen bestimmt, ist es umso wichtiger zu kommunizieren, dass wir alle nur Menschen sind. Und dass wir zeigen, wie einfach es sein kann, den anderen kennenzulernen”.

Die etwas anderen „Kussszenen“ zeigt die Künstlerin auf ihrem Instagram-Account. Klickt Euch einfach durch die einzelnen Slideshows für den Vorher-Nachher-Effekt:

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Das Futurium Berlin: Ein Blick in die Zukunft

Am Wochenende blickten die Berliner für einen Tag in die Zukunft – als das Futurium im Regierungsviertel erstmalig seine Türen öffnete. Es soll Bühne, Museum, Labor und Forum der Zukunft sein und Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft unter einem Dach vereinen. Gefeiert wurde die bauliche Fertigstellung des Hauses in der Nähe des Hauptbahnhofes. Mit dabei war die erste Roboterband der Welt, ein Virtual-Reality-Flugsimulator, experimentelle Musiker, ein Roboter, der dem Publikum die Zukunft erklärt und mit ihm interagiert, sowie rund 15.000 Besucher, die neugierig darauf waren, was die Zukunft so mit sich bringt.

Architektonische Besonderheit mit Blick über Berlin

Quadratisch, praktisch gut – so wirkt die minimalistische Architektur des Futurium-Hauses auf den ersten Blick. Doch befindet man sich im Gebäudeinneren, stellt man schnell fest, dass es einem weitläufigen und modernen Labyrinth gleicht. Über drei Etagen erstrecken sich hier große Flure, verwinkelte Räume, futuristische Wendeltreppen, Anhöhen mit riesigen Fensterglasscheiben, Panoramafenster, raketenantriebsförmige Lampen, pinke, schwarze ausgeklügelte und schlichte Betonwände zugleich. Ein echtes Highlight ist das begehbare Dach. Vom Zoo, über den Reichstag bis hin zum Fernsehturm und dem Gasometer Schöneberg: Auf der spektakulären Dachterrasse konnten die Besucher in einem sogenannten “Skywalk” einen 360-Grad-Rundumblick über Berlin genießen. Auf dem Gebäude befinden sich außerdem zahlreiche Solarzellen, welche das Haus auch in Zeiten, in denen keine Sonne scheint, mit Energie versorgen sollen. Bei der dunklen Verglasung und den großen Panoramafenstern des Hauses, orientierte man sich an der Funktion einer Sonnenbrille: Sie sollen Licht, aber keine Wärme hereinlassen. Konzipiert hat das Gebäude das Berliner Architekturbüro Richter Musikowski und der Landschaftsarchitekt Juca. Sie gewannen den zuvor international ausgeschriebenen Architekturwettbewerb und setzten sich mit ihrem Entwurf gegen 160 Konkurrenten durch.

Finale Eröffnung des Futuriums im Jahr 2019

Die Auftaktveranstaltung markierte den Beginn eines mehrstufigen Eröffnungsplanes. Im Jahre 2018 stellen die Initiatoren dann die drei geplanten Ausstellungsschwerpunkte, die sich mit unserem Verhältnis zur Technik, zur Natur und zu uns selbst beschäftigen, in interdisziplinären Programmwochen vor. Im Futurium Lab – einer Art Experimentierlabor – können Besucher dann selbst Hand anlegen. Die finale Eröffnung des Zukunftshauses ist für das Frühjahr 2019 geplant.

Das Futurium ist ein gemeinsames Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Wissenschaftsorganisationen und Firmen. Das Haus will Zukunftsszenarien bündeln, Forschung und Innovation fördern und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

 

Futurium 2017: Virtual-Reality-Flugsimulator

Kunstwerk Berlin Art Week

Techno-Tempel, Galerie, Performance:
Top 5 (digitale) Berlin Art Week Highlights

Die Berlin Art Week ist aktuell in vollem Gange und lädt noch bis zum 17. September in der ganzen Stadt zu Ausstellungseröffnungen, Galerien, Messen, Preisverleihungen und künstlerischen Projekten. Für all diejenigen, die die Woche der Berliner Kunstszene bislang noch nicht erkundet haben, stellen wir in unserem Artikel die Top 5 Highlights digitaler Werke zusammen.

12×12. Der BB Videoraum in der Berlinischen Galerie

Amie Siegel, Genealogies, 2016, HD video, © Amie Siegel, Courtesy Simon Preston Gallery, New York

Um innovative Filme und Videos geht es im BB Videoraum. Hier zeigen innerhalb eines Jahres 12 nicht nur zeitgenössische, sondern auch junge Künstler ihren experimentellen Umgang mit dem Bewegtbild. Im Rahmen der Art Week ist Amie Siegel mit ausgewählten Arbeiten vertreten, die das Verhältnis von Original und Kopie behandeln. Sie beschäftigt sich mit der Bedeutungsaufladung von Alltagsdingen und dem damit einhergehenden kulturellen Gedächtnis. Wird dies dadurch selbst wieder zum Produkt? Die Künstlerin nutzt in ihrem Schaffen Film, Video, Performance, Fotografie und Sound.

Wo? Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124–128, 10969 Berlin

Wann? 23. August – 02. Oktober 2017

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Ausstellung: Thank You for Sharing

artburst berlin e.V.

Thank You for Sharing ist eine Ausstellung des Berliner Kunstvereins artburst und widmet sich künstlerisch dem Thema der informationellen Selbstbestimmung: Was passiert mit unseren eigenen Daten? Wer sammelt sie, in welchem Maße und zu welchem Preis? Und welche Rolle spielt dabei die staatliche Überwachung? Die Künstler beschäftigen sich mit diesem Spannungsfeld und werfen die Frage auf, ob eine digitale Abstinenz die einzige Alternative ist.

Wo? Organ kritischer Kunst/Raum 29, Prinzenallee 29, 13359 Berlin

Wann? 9. September – 1. Oktober 2017

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Moving is in every direction. Environments – Installationen – Narrative Räume

Pipilotti Rist, Remake of the Weekend, 1998, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 2014 Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection, © Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof, SMB, Schenkung der Friedrich Christian Flick Collection / Jan WindszusCourtesy Pipilotti Rist, Hauser & Wirth und Luhring Augustine

Ein Raum, in dem leise der Schnee rieselt, während an der Wand eine Videoinstallation läuft. Die Künstlerin Bunny Rogers arbeitet darin das nationale Drama eines Amoklaufs in einer amerikanischen Schule auf. Viele weitere Künstler entführen in der Ausstellung auf ca. 3.500 Quadratmeter Fläche, in unterschiedliche kleine Welten und bieten nachdenkliche sowie sinnliche Erlebnisse. Die Rauminstallationen präsentieren die Geschichte der Installationskunst von den 1960er-Jahren bis heute. Der Fokus liegt auf erzählerischen Strukturen.

Wo? Hamburger Bahnhof, Invalidenstraße 50-51, 10557 Berlin

Wann? 17. März – 24. September 2017

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Medienübergreifend: Galerie Jaguars and Electric Eels

Julia Stoschek Collection Berlin, Installationsansicht der Ausstellung JAGUARS AND ELECTRIC EELS, 2017, Foto: Simon Vogel

Der Naturforscher Alexander von Humboldt brach zwischen 1799 und 1804 zu zwei Expeditionen ins Grüne auf. 1853 wurden seine Aufzeichnungen und Eindrücke der neu entdeckten Welt unter dem Titel Jaguars and electric eels als Sonderausgabe veröffentlicht. In der gleichnamigen Ausstellung in Berlin untersuchen nun zahlreiche Künstler in überwiegend medienbasierten Werken, die heutige Realität, in derer die Grenzen zwischen Natürlichkeit und Künstlichkeit verschwimmen. Der Eintritt kostet 5 Euro. Für 10 Euro kann man sogar zusätzlich an einer Führung teilnehmen.

Wo? Julia Stoschek Collection, Leipziger Straße 60
10117 Berlin

Wann? Sonderöffnungszeiten vom 14. – 17.  September:
12—20 Uhr

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KW Berlin: Performance Free Wifi 3

Live-Streaming-Apps finden eine immer größere Beliebtheit. Periscope ist eine von ihnen. Die Künstlerin Nina Könnemann nutzt sie für ihre Performance im Rahmen der Berlin Art Week. Auf der Plattform werden Texte und Live-Videos mehrerer Teilnehmer in Echtzeit zu einer filmischen Montage zusammengestellt. Ein Teil der Performance ist inszeniert, vieles entsteht allerdings spontan durch Zufälle oder technische Störungen. In der Projektbeschreibung heißt es: “Alle Live-Videos der Performance werden von Orten gesendet, die kostenlosen Zugang zum Internet anbieten. Öffentliche und kommerzielle Bereiche, wie Warteräume, Coffeeshop-Filialen und Bibliotheken verschmelzen zu einem imaginären WLAN-Kontinuum. Während öffentliches Internet durch die Verbreitung privater Datenverträge zunehmend überflüssig wird, bleibt es doch weiterhin von Bedeutung für Obdachlose, TouristInnen und digitale Nomaden”.

Wo? KW Institute for Contemporary Art, 1. Stock, Auguststraße 69, 10117 Berlin

Wann? 17 September, 20 Uhr

Zur Projektbeschreibung

Zum Ausklang: Postbahnhof wird zum Temporary Techno-Tempel

flickr: mightymightymatze

Und was bietet das Abendprogramm? Zum Beispiel eine Techno-Kirche. Am Wochenende verwandelt sich der Postbahnhof für kurze Zeit in einen Techno-Tempel. Der Name wird dort zum Programm: Spezielle Lichttechniken sollen in Kombination mit den Sounds ein einzigartiges und sakrales Ambiente schaffen. Im Rahmen der Art Week präsentiert die Berliner Liste Musik von Rødhåd und Kobosil.

Wo? Postbahnhof, Straße der Pariser Kommune 8, 10243 Berlin

Wann? 14.–17. September 2017, ab 19 Uhr

Mehr dazu

 

Nach der Berlin Art Week, ist vor der Berlin Art Week: Weitere spannende Events im September finden sich in unseren Top 10 September Events in Berlin.

 

Titelbild: @Berlin Art Week; Sammlung Boros, Privatsammlung / Private Collection, Katja Novitskova, Pattern of Activation, 2014 © NOSHE

Graffiti zum Thema Urban Nation Museum

Urban Nation:
In Berlin eröffnet erstes Museum für Streetart

Kreativität kennt keine Grenzen, auch keine räumlichen. Die Berliner Straßenkunst ist mit ihren zahlreichen Graffitis, Aufklebern und Bemalungen das beste Beispiel hierfür. Ob an Laternen, Fassaden, Mauern oder auf Gehwegen – überall finden sich urbane Kunstwerke. In der Bülowstraße bündeln sich viele von ihnen, sodass Spaziergänger zu Galeriebesuchern werden. Der Ort ist demnach prädestiniert dafür, ein Aushängeschild der Berliner Straßenkunst zu sein. An diesem Wochenende eröffnet dort das Künstlerkollektiv Urban Nation das erste Museum für Streetart. Das Projekt begann laut Initiatoren im Jahr 2016 mit der „Vision einer weltweiten Urban-Art-Community, eines Netzwerks ohne Grenzen“. Mit dem neuen „Museum for Urban Contemporary Art„, wird dieser Traum nun Realität. Zelebriert wird das Ereignis vom 16. bis zum 17. September mit einer großen Kunstmeile.

Das Museum, das es gar nicht geben dürfte

Das „Museum for Urban Contemporary Art“, ist mehr als nur ein klassisches Museum.  Neben ständigen, teilweise sogar interaktiven Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops, wird selbstverständlich auch die Hauswand zur Leinwand. In der Bülowstraße findet Streetart in, an und um das umgebaute vierstöckige Wohn- und Geschäftshaus aus der Gründerzeit ein kleines Zuhause. Das Gebäude mit der Nummer 7 sticht schon von weitem heraus, da die Fassade in ein riesiges Mural verwandelt wurde. Dieses wird mit der Zeit von verschiedenen Künstlern immer wieder neu gestaltet. Und auch die Architektur ist besonders: Die Straße wird buchstäblich in die Räume verlagert. So gibt es beispielsweise eine Trasse und einen Galeriesteg, die sich durch das Innere ziehen. Dies ermöglicht, die ausgestellten Arbeiten von nah und fern betrachten zu können.

Die künstlerische Leiterin beschreibt das Museum in einem Interview mit Radio Eins als eine Art Archiv, welches Berlinern und Touristen die Bedeutung und Relevanz der Straßenkunst näher bringen soll. Darüber hinaus wird die Galerie ein Ort des Austausches, der Inspiration und Wissenschaft – für Künstler, Kunstinteressierte und die allgemeine Öffentlichkeit.

Das große Streetart-Fest von Urban Nation

Am Wochenende kann das Museum nun erstmalig besucht und dabei die Werke von über 130 internationalen Künstlern bestaunt werden. Zwischen dem U-Bahnhof  Nollendorfplatz und der Frobestraße, wird es zudem ein Straßenfest mit verschiedenen Aktionen, Wandgemälden, Kunstinstallationen, Showacts sowie einer Community Wall und einem Skaterpark geben. 

Hinter Urban Nation steht die Stiftung Berliner Leben, gegründet von der Gewobag.  Bereits seit Jahren gestalten sie Berliner Fassaden in riesige Outdoor-Kunstwerke und organisieren entsprechende Streetart-Projekte um Menschen und Künstler miteinander zu verbinden.

Ein Museum kann mehr, als ein Raum voller Bilder sein.

Wo? Urban Nation, Bülowstraße 7, 10783 Berlin

Mehr Infos

Zwei Bierflaschen stoßen an vor dem Sonnenuntergang zum Artikel Top 10 September Events in Berlin

Top 10 September Events in Berlin

Der Sommer neigt sich zwar langsam dem Ende zu (habt ihr schon die Lebkuchen im Supermarkt gesehen?), doch der Herbst ist noch längst nicht da. Lasst uns die letzten Sonnenstrahlen ausnutzen und das Berliner Stadtleben genießen. Ob in Sachen Food, Kunst, Musik, Geschichte oder Zukunft: Wir haben für euch die Top-Events in Berlin für den Monat September zusammengetragen.

Das Berlin Coffee Festival 2017

Wer die heutige Nacht durchzecht, der muss den morgigen Tag noch lange nicht im Bett verbringen. Denn beim Berliner Coffee Festival 2017 vom 01. bis zum 04. September heißt es: Kaffee für alle! Kaffee ist mehr als ein Grundnahrungsmittel: Es ist ein Genussmittel. Dementsprechend wird dem Getränk am Freitag und Samstag in der ganzen Stadt mit Cuppings, Workshops und vielem anderen die Ehre erwiesen. In der Markthalle Neun bedienen dann am Sonntag Berliner Röstereien mit internationalen Gästen und verschiedenen Röstungen die Geschmacksknospen der Besucher. Von Espresso bis hin zu Nitro Coffee: Es wird probiert und ausgetauscht. Wo liegt der Ursprung des Kaffees, wie kann der Weg in die Kaffeetasse fair gestalteten werden und was ist die perfekte Röstkurve?

Wann? 01. – 04. September

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East Side Music Days: Berlin Street Music Stage

Mit dem Kaffee in der Hand könnte es dann am Wochenende zu den East Side Music Days gehen. Hier kommen einige von Berlins besten Straßenmusikern zusammen und zeigen ihr Können. Da der Straßenmusik oftmals viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird und Politik sowie öffentlichen Regulationen sie teilweise sogar einschränken, stellt die Veranstaltung auch ein Statement dar. Für unentdeckte Talente eröffnet sich eine musikalische Plattform.

Wann? 02. – 03. September

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Die Berlin Design Night

Am 08. September ist die Lange Nacht der Kreativwirtschaft. Die Berliner Designwelt legt dann eine Nachtschicht ein und öffnet ihre Türen: Agenturen, Studios, Ateliers, Showrooms und Werkstätten geben Einblicke in ihr Schaffen. Mit dabei sind unter anderem AJ&Smart, Akademie für Illustration und Design Berlin, ART+COM Studios, KPM Berlin, lukkizzi, URBAN INDUSTRIAL BERLIN und völlig ohne.

Wann? 08. September

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Tag des offenen Denkmals im Stadtbad Lichtenberg

Spannend und interessant kann es beim Tag des offenen Denkmals im Stadtbad Lichtenberg werden. Das Interesse an einer Führung durch das stillgelegte Gebäude war so groß, dass die Tickets bereits nach einem Tag ausverkauft waren. Der ehrenamtliche Förderverein vom Stadtbad Lichtenberg zeigte sich überrascht über den großen Andrang. Aufgrund dessen stellte man auf der Facebook-Seite die Aussicht auf zwei weitere Begehungen am 23. und 24. September. Die Genehmigungen stehen allerdings noch aus.

Wann? 09. September; evtl. 23. und 24.  September

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Berlin Art Week

Während der Berlin Art Week wird der zeitgenössischen Kunst mit zahlreichen Ausstellungen und Messen ebenfalls ein gestalterischer (Frei-)Raum gegeben. Von bekannten Künstlern wie Monica Bonvicini und Danny Lyon, bis hin zu bislang unentdeckten Kreativen ist alles dabei. Das Programm ist international, genre- und themenübergreifend und findet an verschiedenen Standorten in Berlin statt.

Wann? 13. – 17. September

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The African Market: Streetfood & Nightmarket

Afrika in der Köpenickerstraße: Wer den Horizont seiner Geschmacksknospen nicht nur erweitern, sondern auch bereichern möchte, der ist beim afrikanischem Streetfood & Nightmarket genau richtig. Neben gutem Essen wird es auch andere Angebote rund um die afrikanische Kultur geben.

Wann? 16. September

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Ein Tag Zukunft: Open House im Futurium 

Das Futurium ist eine Initiative der Bundesregierung gemeinsam mit Wissenschafts- und Wirtschaftsverbänden. Es soll ein Ort sein, der die Zukunft erforscht und die Ergebnisse mit seinen Besuchern interaktiv teilt. In der Projektbeschreibung heißt es: “Unter einem Dach entstehen hier eine Ausstellung mit lebendigen Szenarien, ein Mitmachlabor zum Ausprobieren und ein Veranstaltungsforum als Ort des Dialogs”. Am 16. September wird das Futurium-Haus fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert. Zu diesem Anlass gibt es Tanzeinlagen der Flying Steps Academy, einen Virtual-Reality-Simulator mit dem man wie ein Vogel durch die Lüfte fliegen kann, Zukunftsszenarien, Roboter, futuristische Vorträge und Diskussionen von selbstfahrenden Autos bis hin zur künstlichen Intelligenz. Kinoliebhaber kommen mit Klassikern des Sci-Fi-Genres auf ihre Kosten. Entspannt werden kann dann in der Panorama-Bar mit Live-Musik. Im Fokus steht aber das Haus an sich, welches nur an diesem Tag in dieser Form zu sehen gibt. Die Architektur des Hauses ist laut Initiatoren von der Batman-Reihe inspiriert: “Erleben könnt ihr die Ausstellungsfläche mit ihren meterhohen Fensterfronten, gerahmt von dunkelgrauen Betonwänden, das begehbare Dach mit Ausblick von der Reichstagskuppel bis zum Zoo, den lichtdurchflutete Veranstaltungsbereich und den sogenannten Cave mit raketenantriebsförmigen Lampen”.

Wann? 16. September

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Recycled Creativity Festival 

Das Recycled Creativity Festival widmet sich unter dem Motto “(re)plan(t) our future!” unserer Erde. Wir alle hören ständig vom ‘grünen Konsum’, von Nachhaltigkeit und recycelten Kleidungsstücken. Bio ist zum Trend geworden, doch kann das alles auch wirklich unseren Planeten retten? Das Festival stellt sich diese Frage und sucht Lösungen – durch Aktivität statt Passivität. In der Veranstaltungsbeschreibung heißt es: “ALLE sind eingeladen, gemeinsam zu erforschen, wie wir auf kreative Weise eine Grundlage für eine ‘nachhaltige Zukunft’ schaffen können, mit den Materialien, Ideen und Erfahrungen, die uns hier und jetzt zur Verfügung stehen”.

Wann? 21. – 23. September

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Das Gin Tonic Festival

Gin Tonic – ein Klassiker. Und wie eine amerikanische Studie kürzlich herausfand: Sogar gut für Allergiker. Zumindest wird Gin Tonic von diesen besser vertragen, da er zu den klaren Alkoholika zählt. Der Longdrink aus Gin und Tonic Water wird nun mit einem Gin Tonic Festival gewürdigt. Präsentiert werden laut Angaben der Veranstalter die beeindruckendsten Gin-Sorten der Welt von verschiedensten und erlesensten Destillateuren. Musik, Essen, Masterclasses, Samplings und Special Deals runden das Gin & Tonic Festival ab.

Wann? 23. September

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Die Bowie Berlin Week

Letztes Jahr ist wieder einer der ganz Großen unter den Musikern gegangen: David Bowie. Anlässlich der Veröffentlichung der „David Bowie Box – a new career in a new town (1977 – 1982)“ am 29. September findet zu Ehren des Sängers die Bowie Berlin Week statt. Das Programm wird Anfang September veröffentlicht. Als eine Besonderheit wird David Bowies ehemaliger Tonmeister in den Hansa Studios – Eduard Meyer – zu Gast sein.

Wann? 25. – 30. September

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Sitzreihen eines Theaters zum Start der Theaterspielzeit

Theaterspielzeit 2017/2018 in Berlin: Das erwartet uns

Endlich eröffnen sie langsam: Die Kassen der Berliner Theater. Höchste Zeit, denn der Sommer in Berlin war auch wirklich nicht leicht. Die ein oder andere Flut legte den Verkehr lahm, das Wetter war eher wechselhaft als sommerlich, die Touristen strömten in die Stadt, weil gefühlt jedes Bundesland immer wieder Feiertage hat – nur eben Berlin nicht. Jetzt kommt immerhin das Theater zurück, die Sommerpause ist überstanden! Was erwartet uns in der Theaterspielzeit 2017/2018? Hier eine kleine Auswahl der vielen Berliner Häuser.

Volksbühne Berlin – alles neu

Ja – so heißt sie jetzt, die Volksbühne. Zwar mag die Namensänderung nicht dramatisch sein, aber sie verdeutlicht noch einmal den Umschwung. Chris Dercon ist jetzt der neue Intendant der Volksbühne und startet die Theaterspielzeit mit einem Tanzmarathon am Tempelhofer Feld. An dem Flughafen soll auch eine mobile Bühne für die Volksbühne Berlin gebaut werden. Dercon sagt hierzu: „Ich wünsche mir die Volksbühne als einen öffentlichen, durchlässigen Ort, der Raum lässt für ganz verschiedene Formen von darstellender Kunst, wo Disziplinen aufeinander reagieren und interagieren können. Ein Stadttheater ohne Grenzen“ So kann zum Beispiel das Stück „Iphigenie“ am 30. September von dem syrischen Schriftsteller Mohammed Al Attar im „Hanger 5“ betrachtet werden. Unterstützt wird das Stück von einem Chor mit syrischen Frauen. Hier wird die aktuelle Bedeutung des Ortes als Unterkunft geflüchteter Menschen hervorgehoben und auf die Bühne gebracht.

Die Schaubühne – digitale Elemente auf der Bühne

In der Schaubühne wird wieder mit den Medien gespielt und auf digitale Elemente gesetzt. Zumindest hört es sich bei dem neuen Stück „Rückkehr nach Reims“ von Thomas Ostermeier so an: Es geht um den Dreh eines Films und um die gesellschaftliche Gegenwart. Die Bilder verraten, dass mit einem Bildschirm gearbeitet wird, der vermutlich live auf der Bühne mit Aufnahmen einer Kamera gefüllt wird. Inhaltlich geht es um die Auseinandersetzung eines Intellektuellen mit seiner Heimat. Das Bürgertum, die kommunistische Arbeiterklasse und die Rechtspopulisten sind Teile der Gesellschaft, die in dieser soziologischen Analyse betrachtet werden. Der Text wird übrigens erstmals auf Deutsch aufgeführt und stammt im Original von Didier Eribon. Wer die Verbindung von Theater, Schauspiel und digitalen Elementen sehen will, kann zur Premiere am 24. September gehen.

Das Deutsche Theater – „Welche Zukunft“ ist das Motto der Theaterspielzeit

„Welche Zukunft“ titelt das Deutsche Theater in dem Heft für die Spielzeit 2017/2018. Ulrich Khuon, Intendant des DT, beschreibt die Fragen, die das Motto stellt: „Wie können wir welche Zukunft gestalten? Wie könnte eine Zukunft aussehen, oder welche Zukunft wollen wir?“ Und da wir uns diese Fragen immer aus der Gegenwart heraus stellen, wie Khuon betont, kommt schnell die Figur Donald Trump ins Spiel. „It can’t happen here“ nach dem Roman von Sinclair Lews wird von Christopher Rüping inszeniert. Wie das Programmheft betont, schossen die Verkaufszahlen dieses Werkes nach der Wahl von Trump in die Höhe. Kein Wunder – es gibt unzählige Parallelen. Auch das Deutsche Theater führt das Stück unter dem Motto „Welche Zukunft“ auf. Die Premiere ist am 20. September.

Auf welche Stücke freut ihr euch in dieser Theaterspielzeit? Schreibt uns eure Tipps ins Kommentarfeld. Wir freuen uns!

Lichterkette-Berlin-Events

Die Top 5 Berlin Events im August

Die Tage werden wieder kürzer, draußen herrscht Dauerregen und ehe man sich versieht ist  der Spätsommer am Start. Als sei dies noch nicht genug, befinden wir uns mitten im berühmten Sommerloch. Was treiben wir jetzt, wo Theater und Co. eine Pause einlegen? Keine Zeit zum Trübsal blasen: Wir haben Euch die besten Berlin Events in Sachen Kunst und Kultur im August zusammengetragen – gute Laune garantiert!

Tanz im August: TALOS

TANZ IM AUGUST ist ein Internationales Festival des zeitgenössischen Tanzes, welches vom 12. August bis zum 4. September stattfindet. Das umfangreiche Programm spielt sich auf zahlreichen Bühnen in unterschiedlichen Locations ab.

Im Rahmen des Festivals wird das Solo TALOS uraufgeführt. Darin beschäftigt sich der israelische Choreograf Arkadi Zaides mit Migrationsbewegungen, sowie der Zukunft der Grenzen. Die Darstellung bezieht sich auf das EU-geförderte Technologieprojekt “TALOS”. Dies ist ein mobiles Robotersystem, das einen illegalen Grenzübertritt erkennen und verhindern soll. Der Choreograf und sein interdisziplinäres Team verdeutlichen mithilfe von Interviews, Filmmaterial und Dokumenten die Auswirkungen des Konzeptes und werfen dabei ethische Fragen auf.

Wann? 30. August – 02. September Wo? Haus der Berliner Festspiele

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Das Pop-Kultur Festival

Bei dem internationalen Pop-Kultur Festival, einem Projekt der Musicboard Berlin GmbH, ist der Name Programm. In der Kulturbrauerei werden über 70 Konzerte, DJ-Sets, Ausstellungen, Installationen, Talks und Filme rund um die Themen Popkultur und Popmusik stattfinden. Den Veranstaltern ist es wichtig, neue experimentelle Produktions-, Arbeits- und Aufführungspraktiken sowie Performances zu integrieren. Unter den Künstlern befinden sich auch viele Newcomer.

Wo? Berlin Kulturbrauerei, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin 

Wann? 23. August – 25. August; 18:00 Uhr – 06:00 Uhr 

Wer? u.a. Alexis Taylor (Hot Chip), Komponistin Anna Meredith, Entertainer Erobique, Liars, Newcomerin Ilgen-Nur, Grime-Queen Lady Leshurr, Mercury-Music-Prize-Träger Young Fathers

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Klunkerkranich: Berlin Sessions X

In der Hoffnung auf eine laue Sommernacht, veranstaltet Klunkerkranich die sechste Fortsetzung der musikalischen Reihe Berlin Sessions X. Mit einem Drink in der Hand und guter Musik im Ohr kann der Ausblick über die Hauptstadt genossen werden. Voraussetzung: Das herbeigesehnte Ende der Berliner Sintflut-Tage sowie Sommer, Sonne,  Sonnenschein!

Wo? Klunkerkranich, Karl-Marx-Str. 66, 12053 Berlin

Wann? 23. – 24. August, 16:00 Uhr – 02:00 Uhr 

Wer? Lion Sphere, Unknown Neighbour and Påla

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20 Jahre Lange Nacht der Museen

80 Museen, 800 Events, 1 Ticket – die lange Nacht der Museen ist jedes Jahr aufs Neue ein Highlight des Berliner Kultursommers. Auch in anderen Städten und Ländern öffnen sich für eine Nacht die Türen dieser kulturellen Orte – inklusive spannender Aktionen, Führungen, Darbietungen sowie musikalischer Untermalung. Und wo wurde die Idee vor 20 Jahren erfunden? Na klar, in Berlin. Anlässlich dieses Jubiläums steht die Veranstaltung 2017, vom 19. – 20. August, unter dem Motto „Made in Berlin“. Passend dazu ist das Programm in diesem Jahr von berühmten Berliner Persönlichkeiten sowie Erfindungen geprägt und zeigt den Facettenreichtum der Stadt. Die Initiatoren versprechen Eindrücke “von Karl Friedrich Schinkel bis Käthe Kollwitz, von Marlene Dietrich bis Uli Richter, von KPM bis Currywurst”. Für Filmliebhaber lohnt sich außerdem ein Besuch der Open-Air-Filmreihe mit Künstlerporträts im schönen Hof des Podewils in Berlin-Mitte.

Die Anfahrtswege dürften ebenfalls kein Problem darstellen: Nachtschwärmer können mit dem Eintrittsticket alle öffentlichen Verkehrsmittel, inklusive extra eingesetzter Shuttles, nutzen. Die Website der Langen Nacht hilft bei der Vorbereitung eines Besuches. Dort kann nach Zeiten, Veranstaltungen, Museen, Themen und vielem mehr gefiltert und so eine persönliche Route zusammengestellt werden. Die Tickets sind seit kurzem erhältlich. Bis zum 07. August gibt es das Ticket sogar zum Sparpreis.

Zur Website – Lange Nacht der Museen

Die UFA Filmnächte

“Kinogeschichte unter freiem Himmel mit Live-Musik” heißt es bei den UFA Filmnächten im August 2017. Zum siebten Mal zeigen Bertelsmann und UFA vom 22. bis zum 25. August 2017 teils rekonstruierte und digitalisierte Kino-Klassiker der Stummfilmzeit mit musikalischer Live-Begleitung – inklusive Orchesterbühne, DJ und Großleinwand. Eingebettet in den historischen Veranstaltungsort, dem Kolonnadenhof des Weltkulturerbes Museumsinsel, wird die Filmnacht so zu einem ganz besonderen kulturellen Ereignis. Anlässlich des 100sten Jubiläums der UFA wird außerdem der neuere Kinoerfolg “Der Medicus” von 2013 vom Neuen Kammerorchester Potsdam bespielt. Jeder Film wird von einem prominenten Paten aus der Branche eingeführt. Der Ticketvorverkauf läuft bereits. Wer am Eröffnungsabend nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit, das Event live und online auf arte zu verfolgen.

Wo? Kolonnadenhof der Museumsinsel Berlin Wann? 22. – 25. August, Einlass jeweils um 20:30 Uhr