Sergei Eisenstein:
Google Doodle ehrt Regisseur

Gerahmte Bilder von Filmszenen von Sergei Eisenstein

Wer heute die erfolgreichste Suchmaschine der Welt nutzt, der stößt auf eine künstlerisch animierte Google-Grafik, deren Buchstaben sich aus einem langen Filmstreifen formen. Und mittendrin: Eine Figur von der niemand wirklich weiß, wer sie ist. Wir klären auf: Es soll sich um den sowjetischen Regisseur Sergei Eisenstein handeln, der heute 120 Jahre alt geworden wäre. Doch was genau macht die Kunst von Sergei Michailowitsch Eisenstein so besonders, dass ihm die Suchmaschine ein Google-Doodle widmet?

Google-Doodle-Was? 

Als Google Doodle wird die vielen bekannte grafische Veränderung des Google-Logos bezeichnet. Die Umgestaltung erfolgt  zu bestimmten Anlässen, wie Jahres- und Feiertagen oder zur Ehrung berühmter Künstler, Wissenschaftler und Pioniere. So feiert das Unternehmen heute den 120. Geburtstag eines sowjetischen Künstlers. Doch wer war der Regisseur Sergei Eisenstein?

Sergei Eisenstein: Father of Montage

Der 1898 in der lettischen Hauptstadt geborene Regisseur, ist ein Pionier der Videokunst. Er entwickelte eine revolutionäre Filmtechnik, die bis heute Verwendung findet. Die Filmmontagen bestanden aus kurzen, schnell aneinandergereihten Szenen. Dabei schnitt Eisenstein die Sequenzen so unvergleichlich präzise, dass er von Google als “ father of montage” bezeichnet wird. Diese Art künstlerisch zu arbeiten, ermöglicht eine Untermalung von thematischen Gegenüberstellungen und die Verdeutlichung von zeitlichen Abläufen.

Revolutionsepos als bester Film aller Zeiten

Nicht nur seine Filmtechnik war revolutionär: Sergei Eisenstein thematisierte in seinen Werken den aufreibenden und schwierigen Kampf von niedergeschlagenen Arbeitern gegen die herrschende Klasse. Anlässlich des 20. Jahrestages der “Volksrevolution von 1905” erhielt der damals junge Künstler den Auftrag einen Film zu drehen. Heute zählt das Revolutionswerk “Panzerkreuzer Potemkin” zu den Klassikern der Filmgeschichte. Mit propandagistischem Ausdruck bringt Eisenstein sein Publikum am Premierenabend zum Jubeln. Das Werk wurde 1948 und 1958 von internationalen Jurys zum besten Film aller Zeiten ernannt. Zu seinen bekanntesten Werken gehören ebenfalls: „Iwan der Schreckliche“ und „Oktober“.

 

Grafik Sergei Eisenstein
Sergei Eisenstein

 

Titelbild: @flickr: G Travels

Grafik: @flickr: Maria Zaikina

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