Ein Blick in die digitale Zukunft – Die CeBIT 2017

weißes Roboter-Gesicht Nahaufnahme

Ende März ist es wieder soweit: Die CeBIT öffnet ihre Türen. Vom 20. – 24. März präsentieren über 3000 Aussteller, darunter über 450 Start-Ups und namenhaften Unternehmen, die neuesten technologischen Innovationen der letzten Monate. Partnerland ist in diesem Jahr Japan.

AI, humanoide Roboter, IoT und Virtual Reality – das sind die Kernthemen in diesem Jahr

Klar ist: Das Angebot der CeBIT an neuer Technik, visionären Ideen und aktuellen Forschungsergebnissen ist so umfangreich, dass es sich nicht in einige wenige Kategorien einteilen lässt. Dennoch bilden klare Schwerpunkte heraus.

Artificial Intelligence – Chancen und Risiken

Das Thema Artificial Intelligence begleitet uns schon einige Zeit und so scheint es nur folgerichtig, dass die Errungenschaften der Forschung in Bezug auf das Denken von Maschinen ein zentraler Punkt der diesjährigen CeBIT ist. Dabei finden auch Innovationen aus dem Bereich der Medizin einen Platz. Künstliche Intelligenz beschränkt sich längst nicht nur auf Aufwendungen im Alltag. Sie wird in Zukunft alle Lebensbereiche durchdringen und „erweitern“. Neben der Bewunderung dessen, was heute schon möglich ist, soll das Thema aber auch kritisch beleuchtet werden. Dazu haben die Organisatoren Experten auf dem Gebiet als Sprecher eingeladen. Bei ihren Vorträgen soll es auch um die Problematiken gehen, die sich in Zukunft aufgrund der neuen Errungenschaften zeigen werden. Wird unsere Arbeitskraft überflüssig? Schafft sich der Mensch selber einen intelligenten Feind?

Der Roboter als Freund und Helfer

Neben der Künstlichen Intelligenz zieht eine andere Technologie die Aufmerksamkeit auf sich: humanoide Roboter. In Deutschland sind diese im öffentlichen Leben noch kaum anzutreffen, in Japan hingegen gehören sie bereits dazu. Sie leiten Passagiere am Flughafen zum richtigen Gate und sind in der Lage Stimmen und Bilder so genau zu verarbeiten, das eine Interaktion ermöglicht wird. Auch in anderen Bereichen, etwa in der Altenpflege, sind Roboter auf dem Vormarsch.

Die vollständige Vernetzung – das Internet of Things

Auch die Möglichkeiten des vernetzen Leben sollen in diesem Jahr wieder zu bestaunen sein. Mit dem Internet of Things soll unser Alltag ein neues Gesicht bekommen. Neben Anwendungen die sich dem Smart Home zuordnen lassen, stehen zunehmend auch die Möglichkeiten in Bezug auf den Verkehr und Infrastrukturen im Fokus. Das US-amerikanische Unternehmen Cisco schätzt, dass 2015 mehr als 50 Milliarden Geräte mit dem Internet verbunden sein werden. Nun stellt sich zunehmend die Frage nach der Sicherheit einer so umfangreichen Vernetzung. Auch das Thema der Digital Security soll deshalb von Experten auf der CeBIT beleuchtet werden.

Virtual Reality – nicht nur für Spiele

Virtual Reality (VR) wird vor allem mit der Gamer-Szene in Verbindung gebracht. Auch im medizinischen Bereich werden die ersten Anwendungen getestet, die für die Ausbildung beispielsweise von Chirurgen genutzt werden können. Zunehmend erschließt nun noch eine andere Branche den Markt: der Tourismus. So können die Brillen auch genutzt werden um potenzielle Urlauber schon vorab durch die Hotelanlage zu führen. Einer Studie zufolge gehen über 70 Prozent der Unternehmen aus der Tourismusbranche davon aus, dass die Erkundung des geplanten Urlaubsziels vor der Buchung schon 2025 verbreitet sein wird.

Eine Erweiterung von VR stellt zudem die Augmented Reality (AR) dar. Bei diesen Anwendungen wird dem realen Umfeld noch etwas hinzugefügt. Etwa so, wie dies bei dem Augmented-Reality- Spiel Pokémon Go der Fall ist. Auch hier bietet die CeBIT eine Bühne für alle neuen Weiterentwicklungen.

Japan ist das Partnerland der diesjährigen CeBIT

Keine Nation ist so digitalisiert wie Japan. Das Land, das 127 Millionen Menschen zählt, präsentiert sich an der Spitze in Sachen Technik und Digitalisierung. Was bei uns noch als Zukunftsmusik gehandelt wird, ist in der japanischen Gesellschaft längst angekommen. Schon heute kommen in Japan 211 Roboter auf 10 000 Mitarbeiter. Die Japaner gehören zu den am stärksten Vernetzen Bevölkerungen der Welt und investieren jährlich Milliarden in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien. Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist Japan auch für die deutsche Wirtschaft insbesondere im Hinblick auf neue Innovationen ein wichtiger Partner.

Inhaltlich wird es in jedem Fall einige interessante Beiträge von Seiten der japanischen Kollegen geben. So wird beispielsweise der Direktor des Intelligent Robotics Laboratory des Departments of Adaptive Machine Systems der Universität Ösaka einen Vortrag zu der vieldiskutierten Frage halten, ob der Mensch sich selber abschafft.

Vom Experten bis zum Neugierigen

Ein jeder, der sich auf dem Gebiet der Technik, IT und Digitalisierung bewegt, wird auf der CeBIT noch neue Erkenntnisse gewinnen können und die Möglichkeit haben, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Aber auch all jene, die neugierig sind auf die neuen Entwicklungen und auf alles, was heute schon möglich ist, werden auf ihre Kosten kommen. Wie in den letzten Jahren, kann auch in diesem Jahr wieder für fünf Tage ein Blick in die nahe und ferne Zukunft geworfen werden.

Foto:@pixabay

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