Die Jackfruit:
Obst als Fleischersatz

Jackfruit

Die Pallette unentdeckter Obst- und Gemüsesorten scheint unendlich. Ein neu entflammter Hype dreht sich nun um eine Frucht, die als Fleischersatz dienen soll: Die Jackfruit. Dies dürfte nicht nur alle Verganer und Vegetarier freuen. Immer mehr Menschen versuchen ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Die Ernährungswissenschaftlerin Susann-C. Ruprecht rät, einige fleischfreie Tage einzuplanen. In dieser Zeit könnte auch die Jackfruit auf dem Speiseplan stehen. Doch was kann die Frucht wirklich? Wie steht es um den Geschmack? Und wie gesund ist sie? 

Süß oder salzig – das ist hier die Frage!

Optisch ist die Jackfruit bereits durch ihre imposante Größe und die noppige bis stachelige Schale ein echter Hingucker. Auch die inneren Werte zählen: Hier befinden sich 50-500 weißliche Kerne, die essbar sind. In Indien wird daraus Mehl für Chapatti und Papadums hergestellt. Man kann die Kerne auch rösten und als salzige Knabberei genießen, die im Geschmack Esskastanien ähnelt. 

 

Die etwa 35 Kilogramm schwere Frucht wächst an bis zu 20 Meter hohen Bäumen. Der milchige Fruchtsaft erinnert an Kleber. Ihren Ursprung hat die Jackfruit in tropischen Ländern. Dort wird sie meist süß – als Dessert oder Snack – verzehrt. Denn die reife Frucht schmeckt wie ein Mischung aus Mango, Ananas und Banane. Die unreife Frucht hingegen ist geschmacksneutral und ähnelt der Konsistenz von Hähnchenbrustfilet. In der westlichen Welt wird sie deshalb auch als „Gemüsefleisch“ betitelt. Ein und dieselbe Frucht kann also sowohl für die Haupt-, als auch für die Nachspeise genutzt werden.

Wie gesund ist die tropische Frucht?

Die Jackfruit ist ein Energielieferant schlechthin: Im Vergleich zu anderen Früchten, ist sie besonders reich an nahrhafter Stärke. Deshalb wird sie in den Herkunftsländern auch als Grundnahrungsmittel und als Ersatz für Reis verwendet. On top kommen 27 mg  Kalzium pro 100 g – das sorgt für gesunde Knochen und Zähne. In den Kernen schlummern zudem reichlich B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Schwefel. 

 

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, der muss nicht extra in nach Indien oder Thailand fliegen. Die Jackfruit ist auch in Deutschlands Super- und Biomärkten erhältlich. Bei uns löst die tropische Frucht allerdings ein bisschen Fernweh aus. Wenn Ihr also bei Eurer nächsten Urlaubsreise eine selbstgepflückte Jackfruit esst, denkt dabei an uns und schickt uns gerne eine Foto. Lasst Euch doch einfach von verschiedenen Reisezielen inspirieren. Und vielleicht bringt Ihr dann ja sogar einen weiteren Food-Trend mit ins Land.

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