Kategorie: News und Trends

Sexy, modern und stark:
So sehen unsere Disney Prinzessinnen 2017 aus

Ein paar Freundinnen einladen, eine Flasche Sekt öffnen und einen der guten alten Disneyfilme einwerfen: Was kann es an einem verregneten Herbsttag Schöneres geben? Auch wir versüßen uns gerade mit Disney die ersten kalten Tage und haben uns gefragt, wie wohl unsere Heldinnen heute aussehen würden. Würde Aladdin einen Jute-Beutel tragen und Mulan Doc Martens? Dank der Illustratorin Fernanda Suarez erleben die Disney Prinzessinnen aus unserer Kindheit tatsächlich ein Revival. Sie zeichnet Arielle, Cinderella und Co. auf eine Art und Weise, wie wir sie noch nie gesehen haben.

 

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Definitiv die moderne Version von Schneewittchen, die bis auf den roten Apfel in ihrer Hand nur noch entfernt an das Original erinnert.

Wäre Cinderella so auf den Ball ihres Märchenprinzen gegangen, hätte er sie auf keinen Fall um Mitternacht gehen lassen, sondern ihr an Ort und Stelle einen Heiratsantrag gemacht.

Dieses heiße Outfit würde selbst Arielle nicht gegen einen Meerjungfrauenschwanz eintauschen. Die langen roten Haare und ein thematisch passendes Krebs-Tattoo runden den Look perfekt ab.

Um unsere Disney Prinzessinnen in das 21. Jahrhundert zu versetzen, verpasst Suarez ihnen trendige Hairstyles, Makeup-Looks und coole Outfits.

Bei der Neuzeit-Aurora hat der Schönheitsschlaf wirklich was gebracht. Da lässt man sich doch gerne von einer verfluchten Spindel stechen!

Mädchen mit Zöpfen und Kussmund zum Artikel Vorher-Nachher-Bilder: Wild fremd geknutscht!

Vorher-Nachher-Bilder:
Wild fremd geknutscht!

Wie verändern sich die Gemüter der Menschen, nachdem sie geküsst wurden? Das fragte sich die Fotografin Johanna Siring in ihrer Fotoserie “Kiss of a stranger”. Dafür besuchte die Künstlerin ein Festival und knutschte vor Ort wildfremde Personen – unabhängig von Geschlecht und äußerlichen Merkmalen. Was das Kunstwerk so interessant macht ist, dass sie diese vor und nach dem Lippenbekenntnis ablichtete. Da verwandeln sich die coolsten Poser zu gelösten und strahlenden Gesichtern, die den Moment offenbar einfach nur genießen.

Vorher-Nachher-Bilder geknutschter Festivalbesucher

Johanna Siring ist gebürtige Norwegerin und lebt aktuell in New York. Ihre Liebe zur Festival-Atmosphäre, verband die Künstlerin mit einem spannenden Foto-Experiment. Auf dem dänischen Roskilde sprach sie ihr fremde Besucher an und fragte, ob sie damit einverstanden wären, geküsst und fotografiert zu werden. Die Personen wurden dann vor und nach dem intimen Moment porträtiert. Dabei reagierte jeder Kusspartner anders: „Einige habe mich nur kurz geküsst und sind danach in Gelächter ausgebrochen, andere haben direkt mit mir rum gemacht“, sagt die Fotografin dem Magazin i-D.

Wie die Fotos zeigen ist das was sie eint, die verwandelte Mimik, Gestik und Aura. Auf den Vorher-Bildern merkt der Betrachter, dass sich die Person über ihre eigene Wirkung Gedanken macht, dass sie versucht ein ganz bestimmtes Bild von sich nach Außen zu tragen. Manche schauen gekonnt lässig, andere versuchen das süße Mädchen zu mimen. Wie die Nachher-Fotos zeigen, ist vieles davon nur Fassade. Johanna Siring findet jeden Menschen fotogen und interessant. Sie möchte die Einzigartigkeit und das wahre Wesen eines Menschen ergründen und fotografisch festhalten.

Zu Risiken & Nebenwirkungen eines Kusses fragen Sie ihren Arzt oder Körper

Der Knutscher zauberte fast allen Geküssten ein natürliches Lächeln ins Gesicht. Doch mit Magie hat das (auch wenn es noch so schön klingt) gar nicht so viel zu tun. Berühren sich die Lippen, werden deren Nervenenden angeregt. Durch einen Kuss schüttet der Körper Dopamin aus, welches wiederum den Oxytocin-Spiegel ansteigen lässt. Stresshormone weichen Glückshormonen. Und die wollen schließlich irgendwo hin. Kein Wunder also, dass die abgelichteten Festivalbesucher auf den zweiten Porträts Funken versprühen.

Menschen durch einen Knutscher kennenlernen

Gleichzeitig nimmt ein derartig intimer Moment die Anspannung und Unsicherheit gegenüber dem Fremden und schafft eine emotionale Bindung. Dem Magazin i-D beschreibt die Künstlerin diese Beziehung zum scheinbar Fremden: „Nach dem Kuss hatte ich interessanterweise das Gefühl, dass ich sie ein bisschen besser kennengelernt habe. Und dieses wird in den zweiten Porträts sichtbar. Am wichtigsten dabei ist es, dass man offen ist und den Leuten mit Respekt begegnet, unabhängig vom Hintergrund der Person. Man kann immer gegenseitig voneinander lernen. In der heutigen Zeit, in der Hass die Schlagzeilen bestimmt, ist es umso wichtiger zu kommunizieren, dass wir alle nur Menschen sind. Und dass wir zeigen, wie einfach es sein kann, den anderen kennenzulernen”.

Die etwas anderen „Kussszenen“ zeigt die Künstlerin auf ihrem Instagram-Account. Klickt Euch einfach durch die einzelnen Slideshows für den Vorher-Nachher-Effekt:

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Graffiti zum Thema Urban Nation Museum

Urban Nation:
In Berlin eröffnet erstes Museum für Streetart

Kreativität kennt keine Grenzen, auch keine räumlichen. Die Berliner Straßenkunst ist mit ihren zahlreichen Graffitis, Aufklebern und Bemalungen das beste Beispiel hierfür. Ob an Laternen, Fassaden, Mauern oder auf Gehwegen – überall finden sich urbane Kunstwerke. In der Bülowstraße bündeln sich viele von ihnen, sodass Spaziergänger zu Galeriebesuchern werden. Der Ort ist demnach prädestiniert dafür, ein Aushängeschild der Berliner Straßenkunst zu sein. An diesem Wochenende eröffnet dort das Künstlerkollektiv Urban Nation das erste Museum für Streetart. Das Projekt begann laut Initiatoren im Jahr 2016 mit der „Vision einer weltweiten Urban-Art-Community, eines Netzwerks ohne Grenzen“. Mit dem neuen „Museum for Urban Contemporary Art„, wird dieser Traum nun Realität. Zelebriert wird das Ereignis vom 16. bis zum 17. September mit einer großen Kunstmeile.

Das Museum, das es gar nicht geben dürfte

Das „Museum for Urban Contemporary Art“, ist mehr als nur ein klassisches Museum.  Neben ständigen, teilweise sogar interaktiven Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops, wird selbstverständlich auch die Hauswand zur Leinwand. In der Bülowstraße findet Streetart in, an und um das umgebaute vierstöckige Wohn- und Geschäftshaus aus der Gründerzeit ein kleines Zuhause. Das Gebäude mit der Nummer 7 sticht schon von weitem heraus, da die Fassade in ein riesiges Mural verwandelt wurde. Dieses wird mit der Zeit von verschiedenen Künstlern immer wieder neu gestaltet. Und auch die Architektur ist besonders: Die Straße wird buchstäblich in die Räume verlagert. So gibt es beispielsweise eine Trasse und einen Galeriesteg, die sich durch das Innere ziehen. Dies ermöglicht, die ausgestellten Arbeiten von nah und fern betrachten zu können.

Die künstlerische Leiterin beschreibt das Museum in einem Interview mit Radio Eins als eine Art Archiv, welches Berlinern und Touristen die Bedeutung und Relevanz der Straßenkunst näher bringen soll. Darüber hinaus wird die Galerie ein Ort des Austausches, der Inspiration und Wissenschaft – für Künstler, Kunstinteressierte und die allgemeine Öffentlichkeit.

Das große Streetart-Fest von Urban Nation

Am Wochenende kann das Museum nun erstmalig besucht und dabei die Werke von über 130 internationalen Künstlern bestaunt werden. Zwischen dem U-Bahnhof  Nollendorfplatz und der Frobestraße, wird es zudem ein Straßenfest mit verschiedenen Aktionen, Wandgemälden, Kunstinstallationen, Showacts sowie einer Community Wall und einem Skaterpark geben. 

Hinter Urban Nation steht die Stiftung Berliner Leben, gegründet von der Gewobag.  Bereits seit Jahren gestalten sie Berliner Fassaden in riesige Outdoor-Kunstwerke und organisieren entsprechende Streetart-Projekte um Menschen und Künstler miteinander zu verbinden.

Ein Museum kann mehr, als ein Raum voller Bilder sein.

Wo? Urban Nation, Bülowstraße 7, 10783 Berlin

Mehr Infos

Für einen hassfreien Wahlkampf 2017:
Aktion macht aus Hetze Klopapier

Bis zur Bundestagswahl sind es nur noch wenige Tage. Der Wahlkampf läuft aktuell auf Hochtouren. Klar, dass hier unterschiedlichen Parteien und Meinungen aufeinander treffen. Wir leben glücklicherweise in einem demokratischen Land, in dem jeder seine eigene Meinung vertreten darf. Im Artikel Eins des Grundgesetzes steht ebenfalls geschrieben, dass die Würde des Menschen unantastbar ist. Hass und Hetze haben im Wahlkampf  2017 ebenfalls nichts zu suchen. Das findet auch die gemeinnützige Initiative Goldeimer und startet unter dem #scheisspapier, die Kampagne: „Aus Hass und Hetze wird Klopapier„. Indem rechte Hetze zu Toilettenpapier verarbeitet wird, will man gegen die Verbreitung derselbigen vorgehen.

Stilles Örtchen: Hass zur Liebe recyceln

Die Sonderedition eines Toilettenpapiers, verarbeitet entsprechendes Wahlkampfmaterial zu Klopapier. Jeder ist dazu eingeladen, Material zu sammeln (nicht zu zerstören), einzusenden und die Rollen für das eigene Stille Örtchen zu bestellen. Der Verkauf kommt der Organisation CURA zugute. Diese kümmert sich um die Opfer rechter Gewalt.

Und so soll das Ganze dann im Detail funktionieren:

Goldeimer gegen Hetze im Wahlkampf 2017

Goldeimer ist ein gemeinnütziges Projekt aus Hamburg-St.Pauli. Dort setzt man sich durch den Verkauf von Klopapier und dem Betrieb von Komposttoiletten, weltweit für den Zugang zu sanitären Anlagen ein. Den Initiatoren ist es wichtig, für eine tolerante Gesellschaft und faire Wirtschaftswelt einzutreten. „Scheisspapier“ ist ein Zeichen gegen rechts und für Menschlichkeit und Toleranz!

Für diejenigen, bei denen nun rechtliche Zweifel aufkommen, findet sich auf der Projektwebsite folgender Vermerk: „Wir sind für die demokratische Parteienvielfalt. Die Aktion richtet sich nicht gegen eine bestimmte Partei. Sie ruft natürlich nicht zum Diebstahl von Info-Material auf und auch nicht zur Zerstörung von Wahlplakaten oder von Info-Ständen von Parteien. Das ist strafbar. Müllsammeln nicht. Es geht ausschließlich darum, ein Zeichen gegen Hetze und Hass zu setzen“.

Mac PC mit Schnittprogramm Musikvideo, zum musikalischen Mashup Artikel von Filmszenen

Mashup-Künstler mixt Songs aus Filmszenen
und geht mit GoT-Cover viral

Alle Ideen bauen auf anderen Ideen auf, weshalb alle kreativen Werke als eine Art Mashup angesehen werden können, findet Matthijs Vlot. Der niederländische Künstler produziert Kurzfilme. Jedoch nicht mit aufwendigem Kameraequipment und eigens engagiertem Cast. Alles was er dafür benötigt, ist ein DVD-Ripper und eine einfache Internetverbindung. Denn der audiovisuelle Remix-Künstler setzt Songs aus Filmszenen zusammen. Mit dieser Kunstform wurde Matthijs Vlot im Internet bekannt. Nun veröffentlichte er ein Cover von Taylor Swift’s neuem Lied „Look What You Made Me Do„. In dem Song ersetzen die Worte von Darstellern der amerikanischen Serie Game of Thrones, die der Sängerin. Das entsprechende Video ging vor Kurzem viral. Das Netz zeigt sich begeistert, findet das Cover besser als die Radio-Pop-Nummer und ist fasziniert von der minutiösen Puzzlearbeit.

Game of Thrones singt Look What You Made Me Do

Der Künstler durchforstete die Folgen der Serie und wählte genau jene gesprochenen Worte aus, die sowohl vom Text, als auch von der Betonung her, genau auf den Songtext von Taylor Swift passen. Mit dabei sind beispielsweise Aussagen der Figuren Jon Snow, Cersei Lannister, Littlefinger, Sansa Stark, Olenna Tyrell und Arya Stark. Aufgrund der Inhalte, vermutet der ein oder andere User eine Parallele, beziehungsweise Anspielung auf die Rachegelüste der Protagonisten in der Geschichte.

Das Youtube-Video ist erst seit wenigen Tagen online und wurde bereits fast 400.000 Mal aufgerufen. Dies mag möglicherweise an dem wieder aufgeflammten Hype um die Serie liegen. Doch viele Nutzer bewundern insbesondere, mit welch einem Blick (beziehungsweise Ohr) für’s Detail der Künstler die Filmschnipsel auswählte und minutiös integrierte. Da war mit Sicherheit Muse und Geduld gefragt.

Von I.T. bis Bond: Remix-Kultur aus Filmszenen

Game of Thrones ist nicht die einzige Serie, derer sich Matthijs Vlot bediente. Breaking Bad bot dem Künstler ebenfalls eine Vorlage. Dabei wurden einzelne Dialoge sowie die Titelmelodie zu einer Art Gedicht zusammen gemixt.  Der Rap mit dem Namen „This is my product„, thematisiert die Substanzen aus dem Labor der Figur Walter White alias Heisenberg.

Satirisch wird es hingegen in „Can’t Take my eyes of you„. In dem Video spielt der Künstler auf die Beziehung zwischen dem amerikansichen und russischen Präsidenten an.

Mit seinem Filmmix-Cover von Adele’s berühmten Song „Hello“, wurde Vlot sogar für den Webby Award in der Kategorie „Video Remixes/Mashups“ nominiert. Die „International Academy of the Digital Arts and Sciences“ zeichnet einmal jährlich kreative Webseiten und Online-Arbeiten in unterschiedlichen Kategorien aus.

P.S.: I Love You

Solange Knowles Porträt mit Haarklammern zum Artikel Die digitale Leinwand von Solange Knowles

Die digitale Leinwand von Solange Knowles

Die Sängerin und jüngere Schwester von Beyoncé, Solange Knowles, zeigt im Rahmen der Kunstausstellung “Soul of a Nation: Art in the Age of Black Power” im Tate Modern in London ein „Interactive Dossier“. Das virtuelle Skizzenbuch bewegt sich zwischen der Geschichte der Black-Power Kunstbewegung und gegenwärtiger Popkultur. Die Ausstellung kann auch in einer Online-Version bestaunt werden. Geht es hierbei um eine kreative Innovation oder doch eher um die Selbstinszenierung der Künstlerin?

Digitale Leinwand als künstlerische Innovation?

Das Webprojekt der Sängerin Solange Knowles ist eine Art Collage: Die digitale Leinwand setzt sich aus Songtexten, Gedichten, Bildern und Videos zusammen, die ineinander übergehen. Der Nutzer kann durch die Leinwand scrollen, dabei interaktiv agieren und auf Entdeckungstour gehen. Dabei wechseln sich Videoszenen, Gesangseinlagen, Fotostrecken und Textbausteine ab. Zwischen ihnen werden visuelle Verbindungen geschlagen.

Knowles entwickelte eine so noch nie dagewesene Form visueller Konzepte. In einem Interview verrät sie ihre Motivation hinter einer derartigen Darstellungsweise: “I wanted to create a specific scenography through movement and landscape to communicate my states of process through this record, I decided to do this through a visual language”

Art in the Age of Black Power

Die digitale Arbeit befindet sich in der Tate Gallery of Modern Art. Diese ist eines der weltweit größten Museen für moderne und zeitgenössische Kunst. Das Werk ist Teil der Ausstellung “Soul of a Nation: Art in the Age of Black Power”, welche sich mit Installationen, Filmen, Malereien und Skulpturen dunkelhäutigen Künstlern sowie der Protestkunst widmet. Thematisch bezieht sie sich auch auf ihr Album “A Seat at the Table”. Mit dabei sind bisher unveröffentlichte Aufnahmen einer früheren Performance der Künstlerin im Tate Museum, bei der eine Gruppe afroamerikanischer junger Frauen dort ausgestellte Skulpturen besetzte. Die Sängerin äußert sich in ihren Werken politisch, verarbeitet ihre Erfahrungen im heutigen Amerika und bezieht sich auf Identitäten und dunkelhäutige Vorbilder.

Immer mehr Museen und Galerien erkennen das Potential digitaler Erweiterungen und integrieren diese in die Gestaltung des Museumsbesuches. Beyoncés kleine Schwester zeigt mit ihrer digitalen Arbeit, was sonst noch so geht. Fraglich bleibt jedoch, ob sich die digitale Leinwand eher der Kunst oder der Selbstinszenierung zuschreiben lässt. Was meint ihr?

Die Ausstellung, die am 25. August startete, geht noch bis zum 22. Oktober.

Zur digitalen Leinwand.

Titelbild: @dani miller, flickr

Illustration von Ann-Kathrin Poneta zum Artikel: Fingers crossed: Instagram Trend #Gerwomany als Wahlaufruf an alle Frauen

Fingers crossed: Instagram Trend
#Gerwomany als Wahlaufruf an alle Frauen

Gestalte selbstbestimmt mit, geh wählen – ist ein Aufruf an alle Frauen in Deutschland. Unter diesem Motto starteten kürzlich sieben Verlage die gemeinsame Kampagne #Gerwomany. Als Facebook und Instagram Trend posieren diverse Celebrities mit gekreuzten Fingern und machen dadurch auf eine Initiative aufmerksam, die Frauen zur Teilnahme an der Bundestagswahl 2017 mobilisieren möchte. Das Ziel: Die weibliche Wahlbeteiligung soll in diesem Jahr mindestens so hoch wie die der Männer sein.

Frauen gehen weniger wählen

Laut der Initiative sind in Deutschland ca. 30 Millionen Frauen wahlberechtigt. Doch von ihnen gehen längst nicht alle wählen. Seit 1953 ist ihre Wahlbeteiligung geringer, als die der Männer. Zwar hat sich diese im Verlauf der Zeit angeglichen, im Jahre 2013 lag der Unterschied bei nur noch 0,5%, doch gerade unter jungen Wählern driften die Werte auseinander. So ist die Wahlbeteiligung der 21- bis 25-Jährigen in den vergangenen 30 Jahren um etwa 20 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist mit dem Aufkommen fragwürdiger populistischer Parteien und in Zeiten weltweiter Krisen jede Stimme entscheidend. So lautet ein weiteres Credo der Kampagne: “Gegen Populismus haben wir nur eine Wahl – Wählen gehen”!

Verlagsübergreifende Aktion für die gute Sache

#Gerwomany Kampagne
obs / #GERWOMANY

Die teilnehmenden Verlage erreichen mit ihren insgesamt 23 Frauenmagazinen gemeinsam rund 20 Millionen Leserinnen pro Erscheinungszyklus und haben somit die Möglichkeit, viele Frauen anzusprechen. Sabine Hofmann vom Magazin myself kommentiert: „Wir haben alle zusammen eine enorme Reichweite – und warum sie nicht nutzen, um Dinge zu bewegen? In Frauenmagazinen geht es längst um mehr als um Lippenstift und Handtaschen“. Mit der Gestaltung der Kampagne wurde die Kreativagentur Dojo beauftragt. Das passende Logo bildet sich aus zwei Kreuzen. Sie stehen symbolisch für die zwei abzugebenden Wahl-Stimmen sowie für die weiblichen X-Chromosomen. Die Kampagnenmotive werden in den kommenden Wochen bis zur Wahl am 24. September in Printausgaben, sozialen Netzwerken und anderen digitalen Kanälen, inklusive thematisch passender Beiträge, erscheinen.

Eine Handgeste wird zum Instagram Trend

Auf Instagram machen sich weibliche Blogger, Influencer, Künstler sowie bekannte Persönlichkeiten für die Initiative stark, animieren zum Teilen und setzen ihr Statement mit einer Handgeste, bei welcher Zeige- und Mittelfinger zu einem X gekreuzt werden.

Nicht wählen ist keine Option

Zwar hat sich die Wahlbeteiligung der Geschlechter im Laufe der Zeit bereits angeglichen, dennoch kann es nie schaden, Menschen, in diesem Falle Frauen, dazu zu animieren, sich ihrer politischen Mitgestaltungsrechte bewusst zu werden und ihre Kreuze zu setzen. Denn nichts ist in dieser Hinsicht schlimmer, als gar nicht wählen zu gehen: „Angesichts des zunehmenden Extremismus weltweit ist nicht zu wählen keine Option. Wir allein tragen Verantwortung dafür, dass wir auch weiterhin in einem Land leben, das uns bei allem, was wir tun, Wahlfreiheit gewährt“, so Petra Winter von der Zeitschrift Madame.

An der Aktion beteiligen sich folgende Verlage: Bauer Media Group, Hubert Burda Media, Condé Nast, Emotion Verlag, Funke Mediengruppe, Jahreszeiten Verlag und Vision Media. Die Kampagne wird unter anderem von den Magazinen Vogue, Joy und Shape und Harper’s Bazaar getragen.

 

Titelbild: Illustration @Ann-Kathrin Poneta

Sonnenfinsternis zum Artikel: "Die Google Suchanfrage nach der Sonnenfinsternis in den USA: 'my eyes hurt'"

Die Google Suchanfrage nach der
Sonnenfinsternis in den USA: „my eyes hurt“

HA HA HA – Ich habe die Sonne geblockt. Mach Platz für den Mond, twitterte am Montag  die NASA im Namen des Mondes. Für die Amerikaner war sie die erste Sonnenfinsternis seit ca. 100 Jahren. Kein Wunder also, dass der ein oder andere den Fehler beging und ungeschützt in die Sonne blickte. Oder ist es nur ein Zufall, dass die Kurve der Google Suchanfrage zu “solar eclipse” in den Google-Trends 2017 gleichzeitig mit der Kurve zum Stichwort “my eyes hurt” anstieg?

Google Suchanfrage: Wer sehen will…muss fühlen!?

Google Trends: Anzahl der Suchanfragen „solar eclipse“ und „my eyes hurt“ in New York am 21. August 2017

Google Trends ist ein Tool, das aktuelle und vergangene Google Suchanfragen analysiert und vergleicht. Wie „The Next Web“ berichtete, stiegen die Suchanfragen zu „my eyes hurt“ parallel zur und auch nach der Sonnenfinsternis in den USA fortwährend an. Werden beide Grafen übereinander gelegt, wird deutlich: Kurz nachdem die Suche nach „solar eclipse“ ihren Höhepunkt erreichte und allmählich wieder abflaute, erlangte die Suche nach den Augenschmerzen ihren Höchstwert. Insgesamt googelten nichtsdestotrotz mehr Amerikaner nach „solar eclipse“. Ob eine tatsächliche und fundierte Korrelation besteht, ist ungewiss – aber durchaus denkbar.

Trump in der Erleuchtung

Denn vielleicht folgten sie dem schlechten Vorbild von Donald Trump. Dieser sah trotz der allgemein bekannten Warnungen und erneuten Hinweise seiner Mitarbeiter, für einige Augenblicke ungeschützt Richtung Himmel. Die Medien ließen es sich natürlich nicht entgehen und hielten die – wenn auch kurze – Situation auf Fotos fest. Die New York Daily News titelte „Nicht allzu hell“ und auch das Netz spottete.

Letztlich klappte es dann auch im Weißen Haus noch:

Auch die Sonne zeigte sich nach dem Spektakel versöhnlich und twitterte: „Ich habe die Blockade im Himmel und auf Twitter wieder aufgehoben.“

Falls nun doch noch Fragen zur Sonnenfinsternis offen sein sollten, hier ein anschauliches Erklärvideo im Cat-Content-Style:

 

Und so wunderschön sieht das dann „in Echt“ aus:

Straßenkunst Berlin: Graffiti Bär

Schau mir in die Augen Kleines:
Neues aus der Straßenkunst Berlin

Haltet die Augen offen: Dann blickt ihr in Berlin vielleicht schon bald in die blinden Augen der stylischen Streetart-Wesen des französischen Künstlerduos Kam und Laurene. Bei den Kunstwerken handelt es sich um bunte, augen- und mundlose, jedoch keineswegs ausdruckslose Gestalten. Ob man sie nun hübsch, niedlich oder eher gruselig findet – liegt wie so oft – im Auge des Betrachters! Der Großteil von ihnen wurde mit einem modernen Kurzhaarschnitt versehen und ist, wie es die Herkunft ihrer Gestalter vermuten und erwarten lässt, ganz en vogue gekleidet. Gepaart mit einer meist starren und unmotivierten Haltung, wirken die Figuren sehr minimalistisch und erhalten einen einzigartigen Stil.

Straßenkunst Berlin: Stylische Bezirks-Figuren


Doch auch die Umgebung, in die sie eingebettet sind, macht sie so einzigartig. Man erkennt die tendenziell eher kleinen Figuren auf dem Weg durch die Stadt nicht sofort. Erst, wenn man nicht immer nur bis zur nächsten Straßenecke schaut und den Blick auch mal nach oben oder in kleine Ecken schweifen lässt, wird man den kleinen Kunstwerken begegnen. Kamlaurene-Wesen luken aus Büschen hervor, drängen sich an Bordsteinkanten, auf Fensterbänke, hässliche U-Bahnfliesen, Dielenböden oder agieren plötzlich mit alten Graffitis als ein neues Gesamtkunstwerk. Auf seinem Instagram Account zeigt das Künstlerduo ausgewählte Werke in verschiedenen Städten. Neben Paris zählt dazu vor allem Berlin: Von Prenzlberg über Friedrichshain bis Kreuzberg, von Hauseingängen über S-Bahn-Stationen bis hin zu Stromkästen. Seht selbst:

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Die Eismauer von Game of Thrones zum Artikel: Vom Teppich zum GoT-Mantel: IKEA macht einen Marketing Gag draus

Vom Teppich zum GoT-Mantel:
IKEA macht einen Marketing-Gag draus

Mit der kürzlich gestarteten und von vielen lang herbeigesehnten 7. Staffel von Game of Thrones, ist der Hype um die Serie wieder vollends entfacht. Nun tauchte ein altes YouTube-Interview mit der Chef-Kostümbildnerin auf, in dem sie verrät: Die zotteligen Mäntel der Nachtwache bestehen aus IKEA-Teppichen! Dies löste einen regelrechten Internet-Hype aus und verschaffte dem Möbelgiganten durch einen Marketing-Gag einen viralen Hit.

Kostümbildner bedienen sich in Teppich-Abteilung

Da staunten sowohl die Fans, als auch das schwedische Unternehmen nicht schlecht als die Kostümdesignerin verriet:  „Die Mäntel sind eigentlich Ikea-Teppiche. Wir nehmen alles, was wir kriegen können. Wir haben die Felle zerschnitten, neu zusammengefügt und mit Lederriemen versehen“. Dazu wurde der Zottel-Teppich außerdem gewachst und gefrostet. Beste Schauspieler, aufwendigste Kulissen und gigantische visuelle Effekte benötigten Millionen an Produktionskosten. Für das Kostüm von Jon Snow, zog man hingegen die verhältnismäßig günstigeren Schafsfelle „Skold“ und „Ludde“ heran.

Das entsprechende YouTube-Video mit dem Interview der Designerin im Getty Museum in Los Angeles, ist bereits über ein Jahr alt. Nun wurde es von den Nutzern entdeckt und verbreitete sich in den sozialen Netzwerken rasant.

Erfolgreicher Marketing-Gag mit Do-It-Yourself-Anleitung für einen Jon Snow – Mantel


IKEA berief daraufhin seine kernigsten, bislang typisch gelb-blau gekleideten, Mitarbeiter ein und degradierte sie, mit “Skold”-Teppichumhang als Verkleidung, zur Nachtwache. Die Fotos wurden auf Facebook geteilt. Zusätzlich reagierte das Möbelhaus auf den Internet-Hype mit einer Bastel-Anleitung zur Herstellung eines Nachtwachenmantels. Darunter – in Anlehnung an die Geschichte – folgender Spruch: „Sommer ist fast vorüber, der Winter kommt“. Ein Marketing-Gag, der den Verantwortlichen zahlreiche Likes und Shares einbrachte.


Eine andere Nutzerin nervt der ganze Rummel und fürchtet, dass sich der Hype überträgt:

Ob der selbstgebastelte Mantel aus der IKEA-Teppichabteilung allerdings alltagstauglich ist?

Das vollständige Interview, in welchem die Chef-Kostümdesignerin von Game of Thrones ihren Mantel-Insider verrät, könnt ihr euch hier anschauen: