Ich lebe grün!
Blog gibt Tipps für einen nachhaltigen Lebensstil

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Lisa Albrecht hat zusammen mit ihrem Mann Paul den Blog Ich lebe grün! gegründet. Seit 2010 erfreut sie ihre Leserinnen und Leser unter anderem mit leckeren veganen Rezepten und Inspirationen für eine bewusste Lebensweise. In diesem Interview verrät uns Lisa wie sie auf die Idee gekommen ist, einen grünen Blog zu gründen und wie sich Nachhaltigkeit in das Familienleben integrieren lässt.

Wie bist du auf die Idee gekommen einen Blog zu dem Thema “Nachhaltiger Lebensstil” zu gründen?

Die Idee kam nicht von heute auf morgen, sondern sehr schleichend. Unseren Blog Ich lebe grün! gibt es schon seit Oktober 2010. Mit der vegetarischen und später veganen Ernährung habe ich mich immer mehr für den nachhaltigeren Lebensstil interessiert. Da dieser Bereich sehr umfassend ist, wollte ich meine Entdeckungen gerne mit anderen Menschen teilen. So entstand der Blog, aus purer Leidenschaft und Neugierde. Der Markt war damals nicht so gut mit grünen Alternativen ausgestattet – ich war immer froh, wenn ich in ähnlichen Blogs Tipps bekam. Heute freue ich mich sehr, dass es deutlich einfacher geworden ist, auf nachhaltige Produkte umzusteigen. Es gibt ja auch so viele Informationen im Internet. Jetzt sehe ich meine Aufgabe darin, nicht nur meine Erfahrung weiterzugeben, sondern auch spannende Produkte und grüne Inspirationen für den Alltag aus der Masse herauszufiltern, auszuprobieren und wenn sie mir gefallen vorzustellen.

Seit wann lebst du nachhaltig und vegan?

Ich lebe nachhaltig immer nach meinen aktuellen Möglichkeiten, man lernt nie aus und es gibt immer Luft nach oben. Mit 17 Jahren wurde ich Vegetarierin, von heute auf morgen. Ich fragte mich damals auch, warum ich das nicht schon früher gemacht habe. Der Schritt zur komplett pflanzenbasierten (also veganen) Ernährung kam etwas später, im Sommer 2013. Vegetarierin war ich aus ethischen, Veganerin zuerst aus gesundheitlichen Gründen geworden. Aber als ich mich dann mit der Thematik richtig beschäftigt habe, war mir schnell klar, dass der Kuhmilchkonsum für mich nicht vertretbar ist. Das gleiche gilt auch für Eier. Ernährung ist ja schon ein großer Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Ich habe immer mehr Bio eingekauft, dann interessierte ich mich mehr für nachhaltig produzierte Mode und Naturkosmetik. So integrierte ich immer mehr Bereiche in mein Leben, die ich bis heute versuche möglichst nachhaltig zu gestalten.

Wo bekommst du die tollen Rezept-Ideen für deinen Blog her?

Die Rezepte sind alle in meiner Küche entstanden – durch das einfache Experimentieren. Ich koche und backe sehr gerne, das entspannt und macht mich glücklich. Wenn dabei geschlemmt werden kann – umso schöner. Seit drei Jahren veröffentliche ich überwiegend vegane, vollwertige, glutenfreie und zuckerfreie (damit meine ich den üblichen Haushaltszucker) Rezepte. Nicht nur der Geschmack, sondern auch die Nährwerte stehen bei mir an erster Stelle.

Ist es schwieriger einen nachhaltigen bzw. veganen Lebensstil mit Kind zu führen?

Nein, es ist nicht schwierig. Die Frage ist immer – wie bequem man ist bzw. wie gerne man etwas Neues ausprobieren möchte. Die meisten haben vielleicht gleich einen riesigen Berg an Wegwerfwindeln im Kopf, wenn sie an ein kleines Kind denken. Es gibt jedoch tolle Alternativen, wie z.B. richtig niedliche Stoffwindeln (die perfekt funktionieren und noch schicker als die typischen Windeln aussehen) oder auch Windelfrei (einfach danach bei mir im Blog suchen). Wir haben beides gemacht. Das hat super geklappt und wir hatten richtig tolle Ergebnisse. Bei uns gibt es auch Plastik im Kinderzimmer, jedoch schauen wir auf die Qualität und kaufen gerne Second Hand. Vegane Ernährung funktioniert sehr gut, wenn man sich vorher informiert und das Kind nicht einseitig ernährt. Aber das gilt für jeder Ernährungsform. Es gibt heute tolle Bücher zum Thema “Vegane Kinderernährung”. Da stehen alle wichtigen Tipps drin.

Du hast auch einen YouTube-Kanal. Wird es bald neue Videos geben oder konzentrierst du dich lieber auf den Blog?

Ich überlege in der Tat in der letzten Zeit häufiger, was ich mit meinem YouTube-Kanal nun machen soll. Der Blog ist definitiv mein Baby und da stecke ich sehr viel Zeit rein. Ich bin mit meinem Blog selbstständig, er hat im Moment die höchste Priorität. YouTube habe ich damals ausprobiert und irgendwann aus Zeitgründen aufgehört. Ich liebe Videos zu produzieren, jedoch fehlt mir aktuell die Zeit dazu. Den Kanal einfach zu schließen finde ich zu früh.Im Kopf drehe ich das eine oder andere Video noch und vielleicht lasse ich mir da bald etwas spannendes einfallen. Gerne würde ich meinen Blog mit YouTube so verbinden, dass ich beides auch realisieren kann.

Hast du kleine & einfache Tipps, wie man seinen Lebensstil nachhaltiger gestalten kann?

Der einfachste Tipp ist, weniger zu konsumieren – wenn man jedoch etwas braucht, sollte man weniger und dafür hochwertige Sachen kaufen. Beim Essen könnte man ohne Mehrkosten auf Bio umstellen – es gibt tatsächlich sehr günstige Produkte in Bio-Qualität auf dem Markt. Hier lohnt sich der Vergleich. Vegan muss man nicht sofort werden, aber weniger Fleisch zu essen, wäre sehr umweltfreundlich. Second Hand ist eine tolle Sache. Ich finde es so schade, dass Menschen immer mehr wegwerfen, obwohl die Sachen alle noch richtig gut sind. Das Gleiche gilt auch für Gebrauchsgegenstände, wie Möbel oder Geräte. Was wir jetzt immer mehr machen: Dinge reparieren lassen und weiter benutzen. Grundsätzlich gilt bei einer nachhaltigen Lebensweise, alles zu hinterfragen und sich Zeit zu nehmen kurz zu recherchieren, wie man dies oder jenes nachhaltiger gestalten kann. Für fast alle Bereiche gibt es eine nachhaltigere Lösung ohne große Kompromisse. Man muss es einfach nur wollen und dann natürlich auch machen.

 

Lisa Albrecht

Bloggerin & Autorin

 

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