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Berge, Gebirge mit Wald und Himmel

Der Berg ruft:
Wetter-Ratgeber für die Sicherheit im Gebirge

Glaube versetzt ja bekanntlich Berge. Doch bei Abenteuern im Gebirge sollte sich nicht allein auf das eigene Gefühl verlassen werden. So schön Wander- Kletter- und Skierlebnisse auch sind, Naturgewalten und Wetterumschwünge, erfordern eine intensive Vorbereitung. In unserem Bergwetter-Guide finden Outdoor-Fans hilfreiche Tipps und Tricks, welche eine sichere Bergtour gewährleisten. Der Autor Albert Leichtfried ist nicht nur selbst ein leidenschaftlicher und bekannter Eiskletterer, sondern als Glazio-Meteorologe, Berg- und Skiführer, ebenfalls ein erfahrener Experte auf diesem Gebiet. Welche Ausrüstung wird bei einem Ausflug in die Berge benötigt? Wie werden Wetterdaten richtig interpretiert? Welche Verhaltensweisen sind bei Wettergefahren angebracht?

Wissen wie das Wetter funktioniert

Wie das Wetter funktioniert erklärt der sogenannte Polarfrontjetstream. Er entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen den tropischen und polaren Regionen und ist das Steuerzentrum des Wetters. In unserem E-Book wird anhand von Grafiken erklärt, wie der Jet funktioniert und woran ein Hoch oder ein Tief erkannt werden kann. Nicht minder wichtig,  sind für Bergfans Kenntnisse über die Kalt- und Warmfront, den Südföhn sowie Gebirgswinde.  Insbesondere im Winter führen Warmfronten zu ungewollten Tauperioden und schlechten Kletterbedingungen. Im Sommer stellen hingegen Kaltfronten  eine potentielle Gefahr dar.

Vorhersagen: Wolken als Boten des Himmels

Wetterumschwünge können oftmals anhand der Wolken identifiziert werden.  Das, was wir als Wolken bezeichnen ist eigentlich in der Luft kondensierter Wasserdampf. Wolken entstehen in erster Linie durch die Veränderung von Luftpaketen und lassen sich grob in drei Typen unterteilen: Cumulus, Stratus und Cirrus, oft auch als Schäfchen-, Schicht- und Federwolken bezeichnet. Das E-Book erklärt wie Wolken-Lesen genau funktioniert. Dennoch sollte sich im Vorfeld ein umfassender Überblick verschafft werden. Aufgrunddessen informiert der Meteorologe Leichtfried ebenfalls über Computer-, Text- und Telefonprognosen  von Wetterberichten.

Das richtige Verhalten bei Wettergefahren

Unterschätze niemals die Natur! Nebel, Gewitter und Sturmböen können in den Bergen für Notfallsituationen sorgen. Besonders gefährlich wird es bei schnellen Wetterumschwüngen. Gewitter sind im Gebirge besonders wahrscheinlich.  Deshalb stellen Wärmgewitter für Alpinisten im Hochtouren- und Alpinkletterbereich ein besonderes Risiko dar. Der Bergwetter-Guide klärt umfassend über die Gefahren auf und  gibt wichtige Ratschläge was in der jeweiligen Situation zu tun ist. Zum Beispiel sollten exponierte Stellen in jedem Fall verlassen und metallene Ausrüstung entfernt werden. Auch die Körperhaltung kann entscheidend sein: Füsse zusammenstellen, in die Hocke gehen und die Arme am Körper halten! Je kleiner dabei die Kontaktfläche zum Boden ist, desto besser. 

Die Wahl der Kleidung: Das Zwiebelschichten-System 

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung – trifft auch auf ein Abenteuer in den Bergen zu. Dabei spielt das Wärme- und Kälteempfinden eine große Rolle. Selbst wenn die Temperaturanzeige etwas anderes verlauten lässt, können Outdoor-Sportler eine große Kälte verspüren. Mit einer „Windchill-Temperatur“ wird umschrieben, dass eine Temperatur als viel kälter wahrgenommen wird, wenn es windig ist. Dieses Phänomen gilt es bei der Kleiderwahl zu beachten. Demnach empfiehlt sich das sogenannte Zwiebelsystem, bei dem mehrere Kleidungsschichten übereinander getragen werden. Aufgrund der Luft zwischen den Schichten wird Wärme besser gespeichert sowie Unterkühlungen bei Wind- und Kälteeinbrüchen vermieden.

Weitere hilfreiche und lebensrettende Hinweise aus Expertenhand, lassen sich in unserem Bergwetter-Guide nachlesen.

Chip unter der Haut: Bargeldlos in die Zukunft

Die Schweden zeigen es der Welt: Um die 2000 Menschen haben sich dort einen Mikrochip in die Hand implantieren lassen, um beliebige Daten darauf abzuspeichern. Egal ob der Zugangscode zum Hotelzimmer, zum Spind im Fitnessstudio oder zum Büro in der Firma: Der Chip dient vielen Schweden bereits heute als ein digitaler Schlüsselbund. Nun soll er auch die Brieftasche ersetzen. Seit Juni 2017 können sich die Fahrgäste der schwedischen Staatsbahn ihre Online-Tickets auf den Chip spielen lassen. Wenn der Kontrolleur kommt, reicht eine Handbewegung am Lesegerät. Gleiches lässt sich auch mit dem Boardingpass am Flughafen umsetzen. Bald soll der Chip auch mit dem Bankkonto verknüpft werden, um das bargeldlose Bezahlen zu ermöglichen. Die technischen Voraussetzungen sind der Theorie nach schon vorhanden.

Massentaugliche Implantate nur eine Frage der Zeit?

Die kontaktlose Übermittlung von Informationen über den Chip basiert auf der Nearfield Communication (NFC, deutsch: Nahfeld Kommunikation) – einem internationalen Übertragungsstandard für die Übermittlung von Daten durch elektromagnetische Induktion. Diese Technik wird bereits für kontaktlose Transaktionen in Geschäften mit NFC-Kartenlesegeräten eingesetzt. In Deutschland können Kunden bei Beträgen von bis zu 25 Euro ihre Kreditkarte an das Lesegerät halten und bezahlen, ohne dass sie eine PIN-Nummer eingeben müssen.

Gleiches soll nun bald per Implantat an der Kasse möglich sein – wenn es nach Hannes Sjöblad geht. Er ist Mitgründer des Clubs BioNyfiken, welcher die Chip-Innovation propagiert und sich für das Experimentieren mit der Technologie ausspricht. Immerhin zahlen bereits heute nur noch 2 % der Schweden mit Bargeld. Für Sjöblad ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein kontaktloses Bezahlsystem über Implantate massentauglich umgesetzt wird. Daher sollten sich die Menschen bereits heute mit der Technologie auseinandersetzen und lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen.

Der Mikrochip ist so groß wie ein Reiskorn und wird mit einer speziellen Spritze in die Hand zwischen Daumen und Zeigefinger injiziert. Ein kräftiges Zwicken und dann ein Pflaster: Fertig ist das Implantat. Patrick Kramer ist Chef des Hamburger Unternehmens Digiwell und gilt als Pionier der Haut-Chip-Technologie. Bei ihm gibt es das Implantat schon für 49 Euro zu kaufen. Er schätzt, dass weltweit mittlerweile um die 50.000 Menschen ein Implantat besitzen. Er gibt sich zuversichtlich; das sei bloß der Anfang.

Datenklau und Überwachung sind Risiken, welche von Kritikern massiv bemängelt werden. So sei es zum Beispiel Hackern gelungen, die Chip-Daten im Vorbeigehen auszulesen. Kramer weist hingegen auf einen neuen Chip namens VivoKey hin, welcher es erlaubt, kryptographische Daten zu speichern und sich so vor Datenklau zu schützen. Wohin der Weg auch gehen mag, die Frage nach dem “ob” scheint sich niemand mehr zu stellen. Vielmehr arbeiten die Forscher an der technischen Optimierung und dem Schutz für den Nutzer.

Moderne Gebäude am Ufer der Spreein Berlin Fernsehturm im Hintergrund

Internet-Institut in Berlin: Die Erforschung der digitalen Transformation

„Wir haben gute Chancen, dass sich hier ein Leuchtturm – nicht nur im deutschen Bereich – sondern auch international entwickelt.“, verkündet Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. Sie bezieht sich dabei auf ein Prestigeprojekt der CDU und SPD, dessen Fundament bereits vor 4 Jahren im Koalitionsvertrag gelegt wurde. Nun ist es soweit: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ließ in einer aktuellen Pressemitteilung die Gründung eines staatlichen Forschungsinstituts verlauten. Das “Internet-Institut für vernetzte Gesellschaft” wird sich mit dem Internet aus gesellschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer und rechtlicher Perspektive auseinandersetzen.

Besser spät als nie: Mittlerweile existiert das World Wide Web seit 28 Jahren. Nun erhält es in Deutschland eine eigene Forschungseinrichtung. Berlin hat den Zuschlag als Standort bekommen. Eine 12-köpfige Jury entschied sich für ein Konsortium aus fünf Universitäten: die Humboldt-Universität zu Berlin, die Technische Universität Berlin, die Freie Universität Berlin, die Universität der Künste Berlin und die Universität Potsdam. Zu dem Zusammenschluss zählen ebenfalls zwei Forschungseinrichtungen: Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS).

Experten begrüßten den Entschluss, bezeichneten ihn allerdings als überfällig. Elite-Universitäten wie Stanford, Harvard oder Oxford erforschen bereits seit Jahrzehnten die Vernetzung durch das Internet und den digitalen Wandel. Den Vorwürfen zum Trotz entgegnete das Forschungsministerium, mit dem neuen Institut auch einen neuen, noch nie dagewesenen Beitrag zur Forschung von internationaler Bedeutung zu schaffen. Man wolle nicht die Vorbilder kopieren, sondern den Faden weiterspinnen. Der Fokus des neuen Instituts liege auf einer intensiven, interdisziplinären Erforschung der Digitalisierung. Mit den Forschungs-Projekten sollten Fragen zur Nutzbarkeit des Internets zum Wohle der Gesellschaft beantwortet werden.

50 Millionen Euro Fördermittel werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den ersten fünf Jahren für das neue Institut bereitgestellt – im Vergleich mit den Budgets ähnlicher Einrichtungen in Deutschland ist dies eine relativ hohe Summe. Das HIIG (Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft), welches von Google finanziert wird, erhielt in den ersten drei Jahren bloß 4,5 Millionen Euro. Allerdings kann das Institut auch hier nicht mit den Mitteln der internationalen Spitzeneinrichtungen mithalten. Die Jury-Mitglieder erhoffen sich von dem neuen Institut dennoch eine Strahlkraft, welche Deutschland international zugute kommt. Zudem könne das Institut auch zu einem positiven Entwurf für den digitalen Wandel in der Gesellschaft beitragen – und somit die innergesellschaftliche Auseinandersetzung positiv mitgestalten. Der zuletzt eher pessimistische Diskurs in der Öffentlichkeit wurde von Problem-Themen wie Hate-Speech, Fake-News oder Radikalisierung im Netz dominiert. Das Institut soll sich jedoch den Möglichkeiten und Chancen der Digitalisierung widmen. Wanka erhofft sich Impulse, Antworten und Lösungen für eine zukunftsfähige Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Im September sollen die ersten Stellen für das Institut ausgeschrieben werden.

 

Bild: @unsplash, Artem Sapegin

rot eingefärbt: Mädchen schaut mit Virtual Reality Brille nach oben

Die 4 Ebenen der digitalen Immersion: Wie virtuelle Realität psychologisch wirkt

Wo manche eine neue Form des Eskapismus befürchten, sehen andere Chancen für die nächste Stufe der menschlichen Entwicklung. Das Eintauchen in fremde Welten habe es schon immer gegeben, so die Experten. Tatsächlich sei der Mensch darauf ausgelegt, sich in fremde Konzepte und Sachverhalte hineinzudenken, um zu erleben und zu lernen. Jedoch sehen Kritiker mit den neuen Möglichkeiten der Virtual Reality ein ungeahntes Ausmaß an Gefahren auf die Gesellschaft zukommen.

Der Begriff der Immersion bezeichnet den Prozess des Eintauchens eines Users in eine virtuelle Realität. Durch die visuellen Stimuli tritt das Bewusstsein des Menschen in den Hintergrund; stattdessen empfindet er die virtuelle Realität als real. Im Falle einer besonders starken Immersion wird der Status “Präsenz” genannt. Eine Immersion findet beim Anschauen eines Filmes zwar genauso statt, jedoch in geringerem Grad. Durch die Interaktion – beginnend bei Video-Spielen bis hin zu VR-Brillen – des Users mit einer virtuellen Realität, ist eine stärkere Intensität der Immersion möglich. Maßgebend für die Immersion ist dabei nicht die Realität, sondern die Erfahrung. Die Wahrnehmung des Users wird vom Erlebnis getrieben – es entsteht eine subjektive, alternative Realität.

Die US-amerikanischen Professorin für digitale Medien Janet H. Murray definiert den Begriff der Immersion beinahe poetisch: “Immersion ist ein metaphorischer Begriff, abgeleitet von der physikalischen Erfahrung des Untertauchens in Wasser. Wir suchen nach demselben Gefühl einer psychologisch immersiven Erfahrung wie wir sie von einem Sprung ins Meer oder den Swimming Pool erwarten: Das Gefühl, von einer vollständig anderen Realität umgeben zu sein, so unterschiedlich wie sich das Wasser zur Luft verhält, die unsere gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht, unseren gesamten Wahrnehmungsapparat.“

Der Grad der Immersion ist immer abhängig von der Attraktivität einer Interaktion. Der User muss die Möglichkeit, sich auf eine virtuelle Realität aktiv einzulassen, als interessant und natürlich empfinden. Gleichzeitig ist die Intensität abhängig von der Persönlichkeitsstruktur des Users. Oft kommt es vor, dass sich der Nutzer nach einem intensiven Eintauchen erst wieder an die reale Welt gewöhnen muss.

Richard Bartle ist Autor und Forscher von Computerspielen. Er unterscheidet bei der Immersion zwischen vier unterschiedlichen Stufen:

  1. Player: Die Spielfigur wird vom User als ein Mittel zum Zweck gesehen, um die virtuelle Umwelt zu beeinflussen.
  2. Avatar: Die Spielfigur wird vom User als eine Wiedergabe der eigenen Persönlichkeit gesehen, über welche sie interagieren.
  3. Character: Die User identifizieren sich mit der Spielfigur und sprechen über sie in der ersten Person.
  4. Persona: Der User sieht die Spielfigur als festen Bestandteil seiner eigenen Identität. Der User betrachtet sich selbst als einen Teil der virtuellen Realität.

Forscher aus der Neurologie und VR-Experten sprechen bereits von einer Virtual Psychology, denn durch die Immersion lassen sich Denkmuster und somit die Wahrnehmung von Realität verändern. Forscher haben herausgefunden, dass User, welche in der virtuellen Realität einer Minderheit angehören, danach ihrer Umwelt toleranter begegnen. Die Identifikation mit Superhelden wiederum führt nachweislich zu einem sozialeren Verhalten. Kritiker warnen vor einem unbedachten Einsatz von VR-Technologie – die Risiken des andauernden Einflusses von VR seien noch nicht bekannt und einschätzbar. Wie sollen Menschen bei einer zunehmenden Verschmelzung von VR-Technologie im Alltag zukünftig zwischen virtueller und tatsächlicher Realität unterscheiden? Was passiert, wenn die Technologie in die falschen Hände gerät und zu manipulativen oder gar zu Folter-Zwecken eingesetzt wird? Psychologen sehen bereits jetzt Erfolge bei der Anwendung von VR zur Behandlung von Phobien oder Traumata. Doch wo gelindert werden kann, könnte womöglich auch Schaden verursacht werden.

Beschleunigte Straße in Stadt mit Hochhäusern und Lichtern bei NAcht

Nachhaltige Mobilität – E-Fahrzeuge auf dem Vormarsch

Zwei Entwicklungen zeichnen sich zurzeit sehr deutlich ab. Auf der einen Seite ist unsere Gesellschaft zunehmend durch eine wachsende Mobilität gekennzeichnet. Die Arbeit an verschiedenen Standorten, die Globalisierung des Marktes aber auch Fernbeziehungen und die Verteilung von Freunden und Familie über die ganze Welt rufen die Notwendigkeit eines feinmaschigen Verkehrsnetzes hervor, das sich über die Ländergrenzen erstreckt. Mobilität ist heute einer der Kernfaktoren für eine wachsende Wirtschaft, die moderne Industriegesellschaften prägt. Durch das wachsende Verkehrsaufkommen im Güter- und Personenverkehr verstärkt sich auf der anderen Seite aber auch die Belastung der Umwelt. Der Anstieg der Schadstoffbelastung und CO2-Emissionen bilden die Kehrseite der zunehmenden Mobilität. So macht der Verkehrssektor schon heute etwa 20 Prozent der CO2- Emissionen aus – Tendenz steigend. Diese Entwicklung schneidet sich mit einem zunehmenden Verständnis für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Im Einkaufswagen landen regionale Bioprodukte, der Strom wird aus erneuerbaren Energien bezogen und in Neubaugebieten werden die neuesten Versionen an Plus-Energie-Häusern hochgezogen. Morgens steigt man dann in seinen abgasschleudernden Wagen. Das ist für immer mehr Deutsche nicht mehr zeitgemäß. In diesem Konflikt richtet sich nun die Aufmerksamkeit auf umweltverträgliche Alternativen zu fossilen Brennstoffen: die E-Mobilität.

Sauber und leise – E-Fahrzeuge

Als die ersten E-Autos vor einigen Jahren auf den Markt kamen, blieb der erwartete Erfolg aus. Die geringe Reichweite schreckte viele Käufer ab. Bis heute bleibt die Reichweite zumindest für Personen, die auf dem Weg zur Arbeit weite Strecken zurücklegen müssen, eine Hürde. Die meisten Modelle schaffen zwischen 100 und 300 Kilometer. Nur die Modelle von Tesla und wenige weitere Modelle bekannter Autohersteller schaffen über 500 Kilometer, liegen jedoch auch in einer klar gehobenen Preisklasse. So scheint es, dass die E-Mobilität sich zunächst auf die städtischen Ballungszentren fokussieren wird, wo die Wege kurz sind und der Anstieg an Abgasen für die Bewohner ein spürbares Problem darstellt. Zurzeit fahren etwa 25000 Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen. Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung: bis 2030 sollen es sechs Millionen Fahrzeuge sein. Das Umweltbundesamt fordert sogar noch höhere Zahlen. Neben den umweltfreundlichen Elektroautos bieten insbesondere in den Städten weitere Konzepte und Verkehrsmittel eine Alternative zum Verbrennungsmotor.

Das umweltfreundliche Mobilitätskonzept

Zusätzlich zu Elektroautos für private Haushalte finden sich viele weitere Möglichkeiten der umweltbewussten Mobilität. CarSharing mit Elektroautos ist ein solches Konzept, das zunehmend an Zulauf gewinnt. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing waren Anfang 2017 über 1,7 Millionen deutsche Autofahrer bei einem CarSharing-Anbieter angemeldet, was einen Anstieg um 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Hinzukommt, dass knapp 80 Prozent der angemeldeten Nutzer kein eigenes Auto mehr besitzen. Diese Entwicklung beeinflusst auch das Stadtbild. Ein CarSharing-Auto ersetzt bis zu 20 private Fahrzeuge, was zwischen 36 und 99 Meter freien Straßenabschnitt schafft. Platz, der für breitere Fahrradwege, Grünflächen mit Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellmöglichkeiten und freien Platz zum Spielen genutzt werden kann. Diese Entwicklung würde gleichzeitig die Nutzung von Fahrrädern, E-Bikes und Lastenrädern begünstigen. Ein weiteres platzsparendes und umweltfreundliches Verkehrsmittel sind überdies E-Roller. In Asien wurden bereits 2013 über neun Millionen E-Roller verkauft. Heute fahren etwa 22 Millionen angemeldete Fahrzeuge auf Asiens Straßen. Zum Vergleich: In Deutschland sind es etwas über 5000 Fahrzeuge. Doch auch hier kommt der Trend langsam an. In Berlin und anderen deutschen Großstädten werden E-Roller nach und nach ins Sharing-Angebot mit aufgenommen und ersetzen die zum Teil bereits vorhandenen Zweitakter, die ein hundertfaches an Schadstoffen produzieren. Auch das E-Bike-Angebot und die Bereitstellung von Leihfahrrädern steigt seit einigen Jahren kontinuierlich an.

Nicht ohne Energiewende

Nicht zuletzt kann eine Mobilitätswende nur stattfinden, wenn ganzheitliche Konzepte entwickelt werden und die verschiedenen Sektoren aus Verkehrs- und Energiebranche zusammenarbeiten. Denn was bedeutet es für die Energieversorgung deutscher Haushalte, wenn Millionen Fahrzeuge aus eben diesem Netz mit Strom gespeist werden müssen? Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist hier nicht nur zentral, um die Stabilisierung der Stromnetze zu gewährleisten, sondern auch fester Bestandteil, um das Konzept einer nachhaltigen Mobilität aufgehen zu lassen. Hinzu kommen Aspekte wie der Ausbau der Infrastruktur mit Ladesäulen und Stromtankstellen. Im Hinblick auf die für 2050 beschlossenen Klimaschutzvorgaben muss der Verkehr in den nächsten Jahrzehnten vollständig treibhausgasneutral werden. Dieses Ziel ist ambitioniert. Das muss es aber auch sein, wenn ein Wandel stattfinden soll.

Foto: @Pixabay

Digitale Karte von Berlin mit Orten von Sportaktivitäten

Fit in Berlin: Unsere Sportmap

Fitnessstudios sind zu teuer, auf das Eis wollen wir nicht verzichten, morgens lieber UBahn als Fahrrad – Die Ausreden kennen wir nur zu gut. Sport ist auch in unserer Redaktion immer wieder ein Thema, weil es einfach ein super Ausgleich zum Büroalltag ist. Außerdem steht der Sommer vor der Tür und es muss möglichst schnell eine Bikinifigur her. Wir haben uns deshalb zusammengerafft und nach Möglichkeiten gesucht, in Berlin gratis Sport zu machen: Ohne Abo, im Freien und mit viel Abwechslung. Hier könnt ihr euch unsere Map ansehen und nach Plätzen für Fußball, Basketball, Tischtennis, Skating oder Beachvolleyball filtern.

Outdoor-Training  viele Pros und kaum Ausreden

Eigentlich hat das Outdoortraining nur Vorteile: Das Immunsystem wird gestärkt, die Sonne fördert die Bildung von Vitamin D und nicht zuletzt tut es auch dem Geist gut, die vier Wände hin und wieder zu verlassen. Dabei muss nicht immer die Sonne scheinen. Wer sich überwinden kann, sollte auch bei kühleren Temperaturen am besten draußen Sport machen, da dabei der Körper besonders an Widerstandskraft gewinnt. Wie wir mit unserer Map beweisen, gibt es in unserer schönen Hauptstadt eigentlich kaum Ausreden, weil das Angebot an Outdoorplätzen so riesig ist und da die Berliner bekanntlich ungern das eigene Kiez verlassen, ist die Map zur Orientierung an das U- und S-Bahnnetz angelehnt. Klickt euch durch euren Kiez und schon bekommt ihr zu allen Orten Details wie Öffnungszeiten, Besonderheiten und Erreichbarkeit.

Outdoor-Sport für große Gruppen

Falls ihr Inspiration für den nächsten Ausflug am Wochenende oder sogar einen Junggesellenabschied braucht, wäre auch an dieser Stelle Outdoorsport eine Möglichkeit, vor allem weil bei den aufgelisteten Sportstätten auch noch der Geldbeutel geschont wird. Kletterfelsen, Inlinestrecken oder der nächste Skatepark können problemlos mit großen Gruppen besucht werden.   Unser Fazit: Aus mit dem Fernseher, weg mit dem Handy, runter vom Sofa und raus an die frische Luft!

Mann lehnt an Wand und schaut auf sein Smartphone

Cyborgs – der Mensch und die Maschine

Der Begriff des Cyborgs erinnert zunächst an eine Figur aus einem Fantasiefilm oder einem Online Game. Tatsächlich bezeichnet das Wort ein Wesen, dass sowohl Mensch als auch Maschine ist. Nun macht ein kleiner Chip noch keine Maschine aus. Trotzdem wird der Begriff immer häufiger für Personen gebraucht, die sich Chips oder auch andere kleinere Technik implantieren lassen und so zu einem Teil ihres Körpers machen. Genau genommen sind also auch Personen mit einem Herzschrittmacher Cyborgs. Nur können die mit ihrem implantierten Gerät kein Smartphone entsperren oder eine Tür öffnen.

Schnittstelle zwischen Körper und Technologie

In der Cyborg-Community geht es darum, den eigenen Körper so auszustatten, dass dieser sich mit seiner technologisierten Umwelt verbinden. Momentan sieht das meist so aus, dass ein kleiner implantierter Chip die Aufgabe eines Schlüssels übernimmt. Der etwa reiskorngroße Chip wird in einem kleinen Eingriff mithilfe einer Kanüle zwischen Daumen und Zeigefinger in die Hand implantiert. Der Eingriff wird ohne Betäubung durchgeführt, denn der Chip ist so klein, dass die Platzierung kaum Schmerzen verursacht.

Mit diesem Gadget unter der Haut können die Träger Türen öffnen, Smartphones und Laptops entsperren und diverse Geräte wie etwa Drucker einschalten. Grundsätzlich ist es auch möglich, mit dem Chip seine Kreditkarte zu ersetzen. In Schweden läuft zurzeit ein erstes Versuchsmodell zum bargeldlosen Zahlen mittels eigener Hand. Hier verdrängen Kartenzahlung und das Überweisen von Geld per Smartphone schon seit einiger Zeit das Bargeld. Biohacker, zu denen auch das schwedische Kollektiv BioNyfiken zählt, implantieren zunehmend auch Mitarbeitern großer Unternehmen einen Chip, mit dem sie Zutritt zu ihrem Arbeitsplatz erlangen. Gleichzeitig forschen sie an möglichen Innovationen, die den Chip noch vielseitiger einsetzbar machen.

Neues Einsatzgebiet für NFC

Die Chips funktionieren über Near Field Communication (NFC), also der gleichen Technologie, mit der die meisten Smartphones ausgestattet sind und die auch beim bargeldlosen Bezahlen angewendet wird. Die Übertragung der Daten wird mithilfe von elektrischen Wellen ermöglicht. Das Smartphone oder auch die eigene Hand mit implantiertem Chip müssen für die Übertragung der Daten nur nah genug an das entsprechende Lesegerät gehalten werden. Das gleiche Prinzip ermöglicht auch das Öffnen von Türen und das Entsperren von Geräten. In Zukunft könnte der implantierte Chip überall dort zum Einsatz kommen, wo eine Person einen Schlüssel oder ein Passwort benötigt oder sich ausweisen muss. Beim Einchecken auf dem Flughafen ebenso wie beim Starten eines Autos.

Cyborgs – auch in der Medizin verankert

Etwa 10 000 Menschen weltweit tragen bereits einen Chip unter der Haut. Aktuell handelt es sich dabei jedoch noch mehr um eine technische Spielerei als um einen wirklichen Einschnitt in die Funktionen des menschlichen Körpers. Anders verhält es sich bei Personen, die durch die Verschmelzung von Technologie und Mensch tatsächlich zuvor verlorene Fähigkeiten wiedererlangen. Darunter fallen Fähigkeiten wie zum Beispiel das Vermögen zu Sehen. Dem ersten anerkannten Cyborg gelang genau dies. Der britisch-irische Künstler Neil Harbisson sah von Geburt an seine Umwelt nur in schwarz-weiß-grau Tönen. Mithilfe eines Eyeborgs kann er nun Farben hören. Das Gerät, das über seinen Kopf verläuft und an seinem Schädelknochen angebracht ist, wandelt Farbfrequenzen in hörbare Frequenzen um. Jede Farbnuance aktiviert dabei einen anderen Ton, der über den Schädelknochen übertragen wird. Auf diese Weise hört Harbisson die Farben in seiner Umgebung.

Bei Cyborgs geht es also nicht immer nur darum, eine Funktion hinzuzugewinnen. Ein Cyborg zu sein kann auch bedeuten mithilfe von implantierter Technik fehlende oder verlorene Körperfunktionen zurückzuerlangen. So erhielt der Deutsche Enno Park durch ein Cochlea-Implantat sein Gehör zurück. Park selber lebt in Berlin und hat dort einen Verein für Cyborgs gegründet, mit dem er auf das Thema aufmerksam machen und Cyborgs eine Plattform bieten möchte.

Die Annährung von Mensch und Maschine

Die Entwicklung hin zu einer Gesellschaft, in der Cyborgs ein alltägliches Phänomen sein werden, verläuft zweigleisig. Zum einen forschen Unternehmen und Initiativen an Möglichkeiten, den Menschen mit seinen mobilen Geräten und seiner technischen Umgebung zu verbinden. Zum anderen ermöglicht es die Verschmelzung von Mensch und Maschine, die Medizin zu revolutionieren. Wenn fehlende Sinneswahrnehmungen durch Implantate wiederhergestellt werden können beziehungsweise wieder wahrnehmbar werden, bedeutet das einen enorme Entwicklung in der modernen Medizin.

Foto: @pixabay

Blick nach oben Hochhäuser Brückenverbindung Blick in den Himmel

Die Digitalisierung des Bankensektors

Das digitale Zeitalter macht vor den Banken nicht halt. Zwar sind alle gesellschaftlichen Schichten und wirtschaftliche Branchen längst digital vernetzt, doch auch der Bankensektor selbst wird immer mehr zu einem digitalen Touchpoint – egal ob etablierte Systeme wie das der Sparkasse, welches sich mit der “App Sparkasse” am mobilen Netz beteiligt, oder neuartige Konzepte wie N26, welches mit seiner Usability und User Experience einen USP ohnegleichen in der Fintech-Branche vorweisen kann. Digitale Ökosysteme wie ebay, amazon oder Google zeigen, dass nicht nur Dienstleistungen digitalisiert werden, sondern auch der Handel im virtuellen Raum längst Teil der alltäglichen Lebensrealität ist. Dass auch Banken sich zu einer Institution mit vornehmlich virtuellen Berührungspunkten entwickelt und somit stärker in der digitalen Lebensrealität präsent sein wird, ist nur eine Frage der Zeit. Doch welche Auswirkungen haben diese Vernetzungen auf die Lebenswelt, in welcher sich der Mensch bewegt?

Der Digitalisierung von Diensten geht eine Monetarisierung von Diensten voraus: Das Umfeld, in dem sich der Mensch bewegt, ist somit zunehmend von betriebswirtschaftlichen Abläufen und dem Anliegen der dahinter stehenden Unternehmer geprägt. Die Selbstentfaltung des Individuums findet im Kontext der Selbstverwirklichung anderer statt. Die Lebenswelt wird durch die Digitalisierung mehr denn je systematisiert und gibt dem einzelnen Menschen Selektionsbahnen für sein Handeln vor. Der Mensch ist nicht mehr bloß Mensch, sondern auch User. Geld und Wirtschaft funktionieren dabei wie Medien, über welche sich mehrere Individuen miteinander verständigen. Es bildet eine transzendente Basis für die zwischenmenschliche Interaktion.

Die Bank als sinnstiftender Gestalter von sozialen Systemen

Durch die Digitalisierung bewegen sich die Finanzmärkte in den sozialen Raum des Users. Die App von N26 macht es vor: Eine offene Kommunikation mit der Institution, die transparente Usability sowie die Möglichkeit der Interaktion mit eigenen sozialen Kontakten deuten darauf hin, dass sich Banken nahe an der sozialen Identität ihrer Zielgruppe positionieren möchten. Die App ist zugleich ein Medium, welches die individuelle Identität mit der sozialen Identität zusammenbringen soll. So kann ein Finanzunternehmen langfristig zu einem Teil des Selbstkonzeptes einer Zielgruppe werden.

Voraussichtlich 1,7 Megabytes Daten werden im Jahr 2020 pro Person generiert. Auch Bänker überlegen, wie sie die enormen Datenmengen ihrer Zielgruppe nutzen können und das Geschäftsmodell als digitale Bank überdenken müssen. Eckart Windhagen vom McKinsey-Institut ist verantwortlich für das Thema Advanced Analytics im Banking und sagt:” Big Data und Advanced Analytics zählen zu den aussichtsreichsten Hebeln, die Banken bislang kaum erschlossen haben.” Big Data und die Auswertung der Daten versprechen eine strategische Positionierung und die persönliche Ansprache von Kunden. Es ermöglicht eine passgenaue Ausrichtung der Produkte an die Zielgruppe und eine Komplementierung der Bedürfnisse von Usern. Das Ziel ist dabei immer eine engere Bindung zwischen Kunden und Unternehmen – ein Outcome auf der emotionalen Ebene, welcher nur zustande kommen kann, wenn das Unternehmen Teil des sozialen Systems des Kunden wird. Damit der Marke einer Bank dies gelingen kann, muss sie einerseits als Wertesystem den Kunden emotional ansprechen, andererseits selbst zum sozialen System werden, welches sich der Kunde zu eigen machen kann. Dies gelingt durch eine Multichannel-Präsenz auf den sozialen Netzwerken – oder gar durch ein firmeneigenes Netzwerk, welches die Interaktion der Kunden miteinander ermöglicht. So oder so werden Banken zu einem Influencer für das soziale Handeln, welches ganz im Sinne des Big Data und Advanced Analytics den Kunden dazu ermutigen möchte, sich im Rahmen des Finanzunternehmens zu verwirklichen.

Foto: @John Towner

Smartphone mit spiegelndem Display

Instagram: jetzt optimiert für Unternehmenskommunikation

Auf Instagram werden täglich etwa 60 Millionen Beiträge hochgeladen. Allein in Deutschland nutzen bereits mehr als 9 Millionen Menschen den Online-Dienst, mit dem Bilder und Videos geteilt werden können und weltweit gibt es sogar mehr als 500 Millionen User – Tendenz steigend. Darin steckt Potenzial für Unternehmen, Instagram in ihre Marketing-Strategie einzubinden. Anders als Facebook und andere Social Media-Netzwerke können auf Instagram jedoch keine externen Links auf Websites in Posts integriert werden, sodass kein Referral Traffic erzeugt werden kann – doch wie betreibt man effizientes Marketing mit Instagram dann?

Marketing mit einem regulären Instagram-Profil

Ein Unternehmen kann ein reguläres Profil anlegen und dort ein Profilbild – beispielsweise das Icon der Marke – und eine Biographie einstellen. Zu beachten ist, dass für die Biographie lediglich 200 Zeichen zur Verfügung stehen, man sollte sich also kurz und prägnant ausdrücken. Außerdem können auf dem Profil externe Links platziert werden, die direkt auf die Homepage des Unternehmens verweisen. Nach der Anmeldung kann direkt damit begonnen werden, Content hochzuladen.

Welcher Content ist für Instagram geeignet?

Es lohnt sich nicht, einfach nur Fotos von aktuellen Produkten zu posten, denn das ist für User eher langweilig. Beim Marketing mit Instagram steht vor allem der emotionale Kontakt zum Kunden im Vordergrund. Fotos sollten daher Insights in die Unternehmenskultur geben und einen vornehmlich privaten Charakter besitzen. Damit die Fotos im Newsfeed der Abonnenten oder bei der Suche herausstechen, sind Ästhetik und gute Qualität Voraussetzung. Außerdem sollte man versuchen, einen authentischen Charakter zu erzeugen und konstant beizubehalten, denn neben der Herstellung von direktem Kundenkontakt ermöglicht es Instagram auch, das Image des Unternehmens zu prägen.

Marketing-Agenturen können bisweilen wahrscheinlich nicht genug interessanten Content produzieren, um täglich ansprechende Bilder hochzuladen, die den Followern im Gedächtnis bleiben. Deswegen kann man durchaus auch Bilder von Instagram-Usern, die Produkte des Unternehmens verwenden, sharen oder rebloggen veröffentlichen. Oft wissen diese User besser, wie ein Bild aussehen muss, um sich von der Bilderflut abzuheben und besitzen selbst viele Follower – und genau das ist neben dem Content die zweite große Frage:

Wie erreicht man mit dem Content möglichst viele User?

Hashtags

Damit Inhalte durch User gefunden werden können, werden auf Instagram Hashtags verwendet. Welche Hashtags geeignet sind, ist sowohl vom Bild selbst, als auch vom postenden Unternehmen abhängig. Kurze Hashtags, wie der Name des Unternehmens und eines Produktes, sind einprägsam und können durch solche, die den Bildinhalt oder auch die Unternehmensphilosophie beschreiben, ergänzt werden. Zudem empfiehlt sich eine Mischung aus bekannten Hashtags, mit denen man eine breite Masse erreicht, und unbekannteren, die ein spezifisches Publikum ansprechen und aus weniger konkurrierendem Content besser herausstechen.

Auch kurze Kampagnen-Slogans oder Werbesprüche sind geeignet. Sie können das Image des Unternehmens bleibend prägen und laufende Kampagnen verlängern. #justdoit ist ein hervorragendes Beispiel dafür – oder denken Sie gerade etwa nicht an Sportschuhe?

Influencer

Influencer sind besonders aktive User mit vielen Followern, die durch das, was sie sharen und liken, Produkte und Unternehmen promoten und ganze Trends in Gang setzen können. Sie sind essentiell, um User zu erreichen und an Bekanntheit zu gewinnen. Die Zusammenarbeit mit Bloggern, Influencern und Stars zählt somit zu den wichtigsten Strategien, die Unternehmen für ihr Marketing mit Instagram verfolgen sollten.

Verbindung mit Kanälen

Der Instagram Account kann mit anderen Kanälen, beispielsweise Facebook und Twitter, verbunden werden und so als Verlängerung der Social Media-Aktivität dienen. Der Instagram-Account sollte aber immer auch Unique Conent bieten und nicht nur die Bilder anderer Accounts sammeln – wieso sollte man ihm sonst folgen

Besseres Marketing mit Business Accounts

Seit diesem Jahr bietet Instagram seine Business Accounts auch in Deutschland an und gegen Ende des Jahres soll das Feature sogar weltweit verfügbar sein. Mit einem Business Account können dem Instagram-Profil Kontaktdaten hinzugefügt werden und es ist möglich, Beiträge hervorzuheben und Statistiken über User einzusehen.

Kontaktdaten hinzufügen

Business Accounts können eine Adresse, E-Mail-Daten und eine Telefonnummer angeben. Über einen Kontakt-Button können User sich dann direkt mit dem Unternehmen in Verbindung setzen.

Statistiken sammeln

Damit das Unternehmen seine Zielgruppe besser verstehen kann, werden für Business Accounts Statistiken erstellt. Diese werten unter anderem aus, wie oft Beiträge in den letzten Tagen angeklickt wurden, wie sich das Alter oder das Geschlecht der User verteilt, oder wie oft und wann die User aktiv sind. Da Instagram angezeigten Content oft nach Aktualität sortiert, ist es hilfreich zu wissen, wann die Zielgruppe, die man ansprechen möchte, aktiv ist – und auch das ermöglichen die Statistiken.

Beiträge hervorheben

Die letzte Funktion des Business Accounts ist die (kostenpflichtige) Hervorhebung von Beiträgen. Das Unternehmen wählt aus, was es durch die Hervorhebung erreichen will und welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Die Zielgruppe kann auch anhand der Statistiken von Instagram ermittelt werden. Je nachdem, wie viel Geld man in die Hervorhebung investiert, variiert die Anzahl der User, die den Beitrag sehen – und auch die Laufzeit.

Fazit

Durch seine Business Accounts geht Instagram bereits einen Schritt auf Unternehmen zu. Da die meisten Instagram-User zwischen 15 und 30 Jahren alt sind, können vor allem Unternehmen dieser Zielgruppe schon jetzt von Instagram profitieren, um zum einen ihr Image zu promoten und zum anderen Kontakt zu Usern herzustellen. Angesichts der wachsenden Beliebtheit der Plattform, sollten aber auch andere Unternehmen erwägen, Instagram in ihre Marketing-Strategie einzubeziehen. Denn die heutigen Instagram-Nutzer werden schon in einigen Jahren eine ältere Zielgruppe darstellen, die dann über den Online-Dienst erreichbar sind, den sie schon heute nutzen.

Foto: @pixabay

Silhouette von zwei Männern, die nebeneinander joggen

Wearables und Fitness Apps oder: Die Sache mit den guten Vorsätzen

Im neuen Jahr soll alles besser werden. Wir wollen uns mehr Zeit für Familie und Freunde nehmen, im Job richtig durchstarten, sparsamer sein und endlich endlich einmal mit dem renovieren anfangen. Unangefochten auf Platz 1 der To-Do Liste für die kommenden 366 Tage ist und bleibt jedoch mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung. Wie praktisch, dass man sich an Weihnachten schon mit den entsprechenden Tools hat ausstatten lassen. Fitnesstracker, Smartwatch und die dazugehörigen Apps auf dem Handy sollen den nötigen Motivationsschub geben.

Der Erfolg scheint den Gesundheits-Helferlein Recht zu geben: Fitnessarmbänder, wie das Jawbone oder FitBit, zählen aktuell zu den beliebtesten Wearables auf dem Markt. Ihr Absatz stieg im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr 2014 um satte 30 Prozent an. Und auch entsprechende Apps werden überdurchschnittlich häufig heruntergeladen. Der Yahoo Analyse Dienst Flurry verzeichnete bei iOS Nutzern im vergangenen Jahr einen 62 prozentigen Anstieg bei der Nutzung von Gesundheits- und Fitness Applikationen. Im Vergleich dazu: die übrigen Bereiche verzeichnen im Durchschnitt gerade einmal einen Anstieg von gut 30 Prozent. Das steigende Gesundheitsbewusstsein der Gesellschaft eröffnet einen komplett neuen Markt, auf dem sich Wearables und Apps fröhlich tummeln. Da die meisten Applikationen in ihrer Basisausführung kostenlos angeboten werden, werden sie einem Abo im Fitnessstudio oder kostenintensiven Traditionsmarken, wie Weight Watchers vorgezogen. Die neuen Gesundheitstools bieten also bei geringerem finanziellen Aufwand ähnliche Möglichkeiten und schaffen durch ihre Verknüpfung untereinander einen komplett neuen Mehrwert für den Nutzer.

Doch die Handhabung der Apps und Wearables will bewusst sein. Und damit soll hier keinesfalls auf den leichtsinnigen Umgang mit den eigenen, doch recht privaten gesundheitlichen Daten angespielt werden – das steht auf einem ganz anderen Blatt. Viel mehr geht es um einen gesunden Umgang mit derartigen technischen Tools. Natürlich: Das Bewusstsein für die eigene Ernährung und Fitness zu schärfen ist wichtig und gut. Allerdings sollte dies nicht ausschließlich über eine App oder das Wearable erfolgen. Anwender sollten sich zusätzlich über andere Kanäle informieren und gerade bei Gesundheitsfragen bestenfalls einen Experten hinzuziehen. Wenn dazu noch die nötige Motivation mitgebracht wird, stehen die Überlebenschancen für den guten Vorsatz gar nicht mal so schlecht.

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