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Menschen vor Mona Lisa-Gemälde zum Thema: Bilder allein zuhaus: Animierte Gemälde

Bilder allein zuhaus:
Lebendige Gemälde der Arte-Kurzfilmserie

Künstleragentur Media Talent, Bridget, guten Tag!? Hier ist Lisa! Lisa wer? Na Mona Lisa – die mit dem Lächeln. Kennst du noch eine andere? Die Dame auf dem berühmtesten Gemälde der Welt, ist heute etwas gestresst. Kein Wunder, immerhin musste sie Jahrhunderte lang still sitzen und freundlich schauen. Da kann es nun schon einmal vorkommen, dass die Nerven blank liegen und der Kiefer spannt. Laut eigenen Angaben käme sie sich schon vor wie ein Stofftier im Disneyland. Nun muss sie ihrem Ärger Luft machen! Es ist ein bisschen so wie in Harry Potters Zauberschule Hogwarts, wo Menschen durch Gemälde wandern: Die neue Kurzfilmserie von arte.tv, erweckt die Werke berühmter Künstler zum Leben. Als animerte Gemälde erscheinen die Bilder in einem ganz neuen Licht und stets mit einem Augenzwinkern.

Neue Kurzfilmserie zeigt lebendige Gemälde

Von René Magritte, über Grant Wood bis hin zu Norman Rockwell:
Die neue Dokuserie zeigt insgesamt zehn Gemälde berühmter Künstler der Malereigeschichte. Schauspieler wandeln uns bekannte Bilder in Bewegtbilder und Regisseure interpretieren humoristisch die Gefühlswelten der Abgebildeten. Dies ergibt durchaus lustige Storys. Eines der Meisterwerke ist Leonardo da Vincis weltberühmte Mona Lisa, aus der Zeit der italienischen Renaissance. 

Bilder allein zuhaus: Mona Lisa greift zum Smartphone

Wir als Zuschauer, sollten nun wirklich ein offenes Ohr für die junge Dame haben. So hat sie uns doch schon einige künstlerisch wertvolle Momente geschenkt. Doch niemand interessiert sich um ihr persönliches Wohlergehen. Immer perfekt aussehen und posieren – wer will das schon? Hinzu kommt: Sie ist völlig allein, im Bild leistet ihr niemand Gesellschaft. Jetzt reichts, denkt sie sich und ruft ihren Agenten an, um den Vertrag mit dem Louvre neu zu verhandeln. Doch den Ausreiseantrag in ein anderes Gemälde möchte ihr die Künstleragentur einfach nicht genehmigen. Das kann Lisa überhaupt nicht verstehen. Nicht einmal in Da Vincis Abendmahl darf sie wechseln – und das obwohl es doch der gleiche Künstlerverein ist. Dabei hätte sie da wenigstens jemanden zum Plaudern und sogar zum Flirten. „Was nützt es denn ein Megastar zu sein, wenn man sich nicht einmal wie einer aufführen darf“, kommentiert sie.

Ein Happy-End für die Kunst 

Letztlich kann Mona Lisa dann aber doch noch überzeugt werden, nicht in den Streik zu treten. Denn – oh Wunder – ihr wird eine Fortsetzung des Da Vinci Codes versprochen. Die Gute ist ein waschechtes Tom Hanks-Fangirl. Das zaubert ihr ein Lächeln zurück ins Gesicht. „Diesen Schauspielerinnen kann man aber auch alles erzählen und sie glauben es“, rutscht es dem Agenten am anderen Ende der Leitung noch heraus. Tja – zu früh gefreut. Dann also zurück zur Arbeit, in die von Leonardo da Vinci entworfene Mona- Lisa-Pose und Augen auf bei der Berufswahl!

 

 

Weitere lustige Storys von bewegten Gemälden sowie alle Sendetermine könnt ihr hier entdecken.

Gecrashtes Eis: Erste Eisbar in Berlin

Frostige Kunstlocation:
Erste Eisbar in Berlin

Der erste Schnee ist gefallen, die Temperaturen klettern in den Keller und Berlin ist mittendrin im großen Bibbern und Zittern. Wenn schon Winter, dann doch bitte richtig: Anfang diesen Jahres eröffnet die interaktive Event-Attraktion und erste Eislocation in Berlin – das Angiyok The Arctic Experience. Dabei handelt es sich um eine arktische Erlebniswelt aus 60 Tonnen Eis und Schnee auf 124 Quadratmetern bei Minus 10 Grad. Von einem Iglu, über beleuchtete Eisskulpturen und Artefakte, funkelnde Polarlichter, spezielle Farb-LED’s bis hin zu einer Bar, die ihren Gästen Getränke aus gefrorenem Wasser serviert. Und das Beste? Besucher können die eisigen Räume dank spezieller Thermokleidung entspannt und wohlig warm entdecken.

Die Arktis hautnah und digital erleben

Das Angiyok kann von insgesamt 50 Personen gleichzeitig durchlaufen werden – vorbei an Eisskulpturen von Schlittenhunden, Eisbären sowie dem Brandenburger Tor und anderen Berliner Sehenswürdigkeiten. Ob Wale, Robben oder Pinguine – der interaktive Boden ist mit Projektionen der Arktis bedeckt und die Räume werden mit Polarlichtern durchflutet. Am Ende der Landschaft können sich die Besucher dann an einer Eisbar stärken und beispielsweise Vodka oder Gin aus Grönland in Eisgläsern genießen.

Vom Koch zum Besitzer einer Eisbar in Berlin

Die Idee einer arktischen Erlebniswelt hatte der gelernte Koch Thilo J. von Beyme. Anfang der 90er Jahre war er Souschef des Euro in Auckland. Direkt gegenüber befand sich die berühmte Eisbar Minus 5. Diese faszinierte Thilo so sehr, dass ihn der Traum einer eigenen eisigen Eventlocation nie richtig los lies. Nun wird der Traum Wirklichkeit.

 

Eröffnung: Anfang 2018

Eintritt: 21,50 Euro

Spandauer Straße 2, 10178 Berlin

 

 

Gerahmte Bilder von Filmszenen von Sergei Eisenstein

Sergei Eisenstein:
Google Doodle ehrt Regisseur

Wer heute die erfolgreichste Suchmaschine der Welt nutzt, der stößt auf eine künstlerisch animierte Google-Grafik, deren Buchstaben sich aus einem langen Filmstreifen formen. Und mittendrin: Eine Figur von der niemand wirklich weiß, wer sie ist. Wir klären auf: Es soll sich um den sowjetischen Regisseur Sergei Eisenstein handeln, der heute 120 Jahre alt geworden wäre. Doch was genau macht die Kunst von Sergei Michailowitsch Eisenstein so besonders, dass ihm die Suchmaschine ein Google-Doodle widmet?

Google-Doodle-Was? 

Als Google Doodle wird die vielen bekannte grafische Veränderung des Google-Logos bezeichnet. Die Umgestaltung erfolgt  zu bestimmten Anlässen, wie Jahres- und Feiertagen oder zur Ehrung berühmter Künstler, Wissenschaftler und Pioniere. So feiert das Unternehmen heute den 120. Geburtstag eines sowjetischen Künstlers. Doch wer war der Regisseur Sergei Eisenstein?

Sergei Eisenstein: Father of Montage

Der 1898 in der lettischen Hauptstadt geborene Regisseur, ist ein Pionier der Videokunst. Er entwickelte eine revolutionäre Filmtechnik, die bis heute Verwendung findet. Die Filmmontagen bestanden aus kurzen, schnell aneinandergereihten Szenen. Dabei schnitt Eisenstein die Sequenzen so unvergleichlich präzise, dass er von Google als “ father of montage” bezeichnet wird. Diese Art künstlerisch zu arbeiten, ermöglicht eine Untermalung von thematischen Gegenüberstellungen und die Verdeutlichung von zeitlichen Abläufen.

Revolutionsepos als bester Film aller Zeiten

Nicht nur seine Filmtechnik war revolutionär: Sergei Eisenstein thematisierte in seinen Werken den aufreibenden und schwierigen Kampf von niedergeschlagenen Arbeitern gegen die herrschende Klasse. Anlässlich des 20. Jahrestages der “Volksrevolution von 1905” erhielt der damals junge Künstler den Auftrag einen Film zu drehen. Heute zählt das Revolutionswerk “Panzerkreuzer Potemkin” zu den Klassikern der Filmgeschichte. Mit propandagistischem Ausdruck bringt Eisenstein sein Publikum am Premierenabend zum Jubeln. Das Werk wurde 1948 und 1958 von internationalen Jurys zum besten Film aller Zeiten ernannt. Zu seinen bekanntesten Werken gehören ebenfalls: „Iwan der Schreckliche“ und „Oktober“.

 

Grafik Sergei Eisenstein
Sergei Eisenstein

 

Titelbild: @flickr: G Travels

Grafik: @flickr: Maria Zaikina

David OReilly, „Everything“ (Screenshot) zum Artikel über die Konferenz der Berliner Festspiele

Berliner Festspiele:
Die Konferenz INTO WORLDS

Videokunst, Sound-Installationen, Virtual Reality Experiences, Projektionsumgebungen von Planetarien – das alles und noch viel mehr, ist Gegenstand der am kommenden Wochenende stattfindenden Konferenz “INTO WORLDS”, eine Veranstaltung der Berliner Festspiele. Im Martin-Gropius-Bau treffen sich Künstler und Wissenschaftler, um gemeinsam mit dem Publikum alte und neue immersive Welten zu entdecken. Mit dabei sind Bekanntheiten, wie der Berliner Journalist und Aktivist Markus Beckedahl, sowie Videokünstler, die Werke aus der Julia Stoschek Collection präsentieren. Besucher können außerdem das neue Musik-Video von Björk „Notget“ als VR-Experience erleben.

Berliner Festspiele: Kunst, Wissenschaft und Ihr!

Versprochen wird den Besuchern, laut den Veranstaltern der Berliner Festspiele, ein Ein- und Auftauchen in und aus immersiven spannenden Welten: „Handwerkliche Körpertechniken, spektakuläre Unterhaltungsformate von Jahrmarktsattraktionen bis zur Virtual Reality, sowie spirituelle Mentalpraktiken zwischen religiöser Versenkung und meditativer Selbstoptimierung. Immersion zeigt sich dabei als ambivalente Bewegung. Sie steht einerseits für Selbst- oder Medienvergessenheit, geistige Übung oder Ekstase, ist jedoch andererseits Anlass für Distanznahme und kritische Reflexion: Wie, von wem und wozu werden die verschiedenen Welten gebildet, an denen wir täglich partizipieren? In welche Rollen geraten wir dabei und wie tragen wir zur Bildung dieser Welten bei?”

 

Ihr möchtet Antworten durch eine kreative Entdeckungsreise finden?

 

Dann besucht die Konferenz der besonderen Art, welche vom 19. bis 21. Januar stattfindet. Der Eintritt kostet am Eröffnungsabend 6 Euro / ermäßigt 4 Euro, ein Tagesticket am Samstag oder Sonntag 10 Euro, ermäßigt 6 Euro. Für 21 Euro, oder 12 Euro ermäßigt, sichert ihr euch ein Gesamtticket für alle drei Tage. Tickets sind hier erhältlich.

 

Titelbild: @Berliner Festspiele; Künstler: David OReilly, „Everything“ (Screenshot)

Schauspieler vor digitaler Leinwand zum Artikel: Das Digitale im Theater: Interview mit Falk Richter

Interview mit Falk Richter:
Wie digital ist das Theater?

Falk Richter, einer der bekanntesten deutschen Regisseure und Autoren, beschäftigt sich in seinen Inszenierungen zunehmend mit den Fragen unserer Zeit, mit politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen, Unsicherheiten und Problemen. Ist Europa angesichts der aktuellen Herausforderungen noch ein sicherer Ort? Ist eine offene Gesellschaft überlebensfähig? Wie gefährlich ist die Hinwendung zum Völkisch-Nationalen?  Falk Richters neues Buch “ICH BIN EUROPA” sucht Antworten auf derartige Fragen und bündelt seine neuesten fünf Stücke (Lesung:  am 18.01. , Maxim Gorki Theater). In seinen Inszenierungen spielen die Medien eine große Rolle und das nicht nur thematisch gesehen:  Auch in der Darstellung setzt Falk Richter immer wieder gezielt digitale Elemente ein. Mit uns spricht er über die Transformation des Theaters durch den Einsatz von Video, Internet, Leinwand und Co. .

Dass das Theater sich immer stärker der digitalen Welt öffnet, ist eindeutig – bisher geschieht das aber in erster Linie mit Kameras auf der Bühne sowie mit Videoelementen. Was halten Sie davon, Theater live zu übertragen und ins Netz zu bringen? Wäre das überhaupt noch Theater?

Theater lebt von der Nähe zwischen Zuschauer und Schauspieler bzw Tänzer oder Performer. Es ist einer der letzten öffentlichen Räume, in denen der Zuschauer sich ohne Ablenkung für eine bestimmte Zeit mit voller Aufmerksamkeit auf ein Ereignis einlassen kann. Wichtig für das Theater ist auch immer die Totale: Der Blick auf die Bühne ist immer eine Totale, nicht wie im Film ein Ausschnitt. Selbstverständlich ist es möglich, Theaterinszenierungen ins Netz zu stellen, aber, wenn es sich dabei nur um abgefilmte Theaterinszenierungen handelt, finde ich das persönlich uninteressanter als das Original-Ereignis. Das Erlebnis im Theater zu sitzen mit anderen Zuschauern und live und unmittelbar Zeuge des nicht mehr weiter medial bearbeiteten Materials zu sein, ist sehr viel stärker, als Zuhause auf seinem Laptop irgendwo eine abgefilmte Aufführung zu sehen. Interessanter wäre es dann, wenn man das Medium des Internets nutzt und direkt dort im Internet inszeniert. Also eine Inszenierung nur für Internetuser macht. Eine Inszenierung, die auf das Medium und seine ihm innewohnenden besonderen Strukturen eingeht und damit arbeitet.

Haben Sie selbst schon darüber schon nachgedacht, ein Theaterstück mit einer Übertragung ins Netz als fester Bestandteil aufzuführen?

Mein erstes Theaterstück „Gott ist ein DJ“, das ich 1999 geschrieben habe, setzt sich ganz stark mit der Frage auseinander, was passiert, wenn Menschen vor Kameras agieren, wenn sie ihr Leben ins Netz stellen und der Frage, wie sehr die Anwesenheit einer Kamera die Verhaltensweisen von Menschen beeinflusst und jede Interaktion zur Inszenierung macht. In „Gott ist ein DJ“ sind wir als Zuschauer gemeinsam anwesend in einem Studio mit einem jungen DJ und einer Fernsehmoderatorin, die ihr Privatleben, ihre Beziehung und ihre künstlerische Arbeiten ständig online zur Verfügung stellen. Als ich den Text schrieb, hatte ich mir vorgestellt, dass die Live-Inszenierung in einer Kunsthalle stattfinden würde und tatsächlich auch gestreamt würde und Zuschauer – sowohl Theaterzuschauer also auch Online-Zuschauer – mit Anregungen und Fragen, mit direkter Interaktion also – in das Geschehen eingreifen und das Spiel beeinflussen sowie weitertreiben könnten. Damals gab es allerdings noch nicht die technischen Mittel dazu wie Apps und soziale Plattformen. Es wäre also denkbar, dass das Stück heute wieder, aber erweitert durch die neuen, weiter entwickelten technischen Mitteln, zur Aufführung kommen würde.

Kann sich Theater durch einen Digitalisierungsprozess neue Möglichkeiten eröffnen?

Theater ist eine Kunstform, die mehr als 2000 Jahre alt ist, aber sich seitdem ständig weiterentwickelt und sich durch alle technischen und künstlerischen Strömungen und Entwicklungen inspirieren lassen hat und diese aufnehmen und weiterdenken kann. Video, Livecam und Film sind mittlerweile wichtige Bestandteile vieler Theater-Inszenierungen – auch meiner. Die Wahrnehmungsmöglichkeiten werden dadurch vielseitiger, die Art, wie wir im Theater auf die Wirklichkeit reagieren, wird mehrdimensionaler. Wir leben in einer Welt, in der wir fast alles nur noch über Medien vermittelt erfahren: Wir sehen Bilder im Fernsehen, Film und im Netz. Wir verbringen einen erheblich großen Teil unseres Leben mit produzierten Bildern oder kleinen Filmchen, die wir auf Bildschirmen verfolgen. Das Theater kann das wiederum thematisieren, indem es zeigt, wie Bilder inszeniert werden, wie Wirklichkeitswahrnehmung gelenkt wird. Das wiederum ermöglicht einen analytisch- kritischen Blick auf die Produktion von Realitäten und Scheinrealitäten.

 

Viel diskutiert ist Ihr Stück “FEAR“ an der Schaubühne. Hier arbeiten Sie in vielen Szenen mit einem Bildschirm und Videos als Hintergrundbild. Als Zuschauer wirken gerade die ersten Szenen sehr intensiv, fast sind sie schwer auszuhalten, was gut zur Thematik passt. Im Anschluss gibt es einen Bruch, als die Blumen auf die Bühne getragen werden und Gitarrenmusik gespielt wird. Hier ist kein Videoelement zu sehen. Warum haben Sie Bewegtbild in diesem ersten Teil eingesetzt und im darauffolgenden Teil nicht? 

Der erste Teil von FEAR setzt sich mit einer Gruppe junger eher unpolitischer Großstädter auseinander, auf die der rasant zunehmende Rechtspopulismus in Deutschland und Europa wie ein Alptraum wirkt. Ihnen ist dieses rechtsnationale Denken und die reaktionären Slogans, die plötzlich überall in den Medien auftauchen und der ganze Hass in den Internetforen fremd, suspekt und er wirkt auf sie so, als seien sie unvermittelt in eine HBO- oder Netflix-Horrorserie geraten. Daher kommt in dem Teil des Abends sehr viel Video zum Einsatz. Es ist wie ein Overkill an überfordernden Bildern der Angst. Das Video zeigt zum einen eine Google Recherche über rechtsnationale Politiker, die mit Angstszenarien von einer angeblichen Überfremdung und mit Terrorangst eine paranoide Stimmung in der Bevölkerung anheizen – von Viktor Orban über Björn Höcke bis Marine Le Pen. Diese Politikerbilder werden mit alptraumartigen Szenarien vermischt. Alles wirkt unheimlich. Später verlassen die Hauptfiguren in meinem Stück diesen Alptraum. Sie ziehen sich zurück in eine für sie ideal erscheinende Urban Gardening Welt, in der sie von all der rechtsnationalen Politpropaganda nichts mehr mitbekommen. Der mediale Overkill ist wie ausgeschaltet. Sie singen Songs von Sufjan Stevens und versuchen eine andere Art zu leben für sich auszuprobieren: Zarter, ruhiger, voller Respekt im Umgang miteinander. In FEAR habe ich also das Medium Video eingesetzt, um die Überforderung darzustellen, die es bedeuten kann, ständig Informationen ausgesetzt zu sein. Wo man nicht weiß, ob sie wahr sind oder fake news, und ständig Angstszenarien ausgesetzt ist, die unentwegt medial kursieren. Eine Art Informationskrieg.

Können digitale Elemente auch von der Schauspielkunst ablenken?

In meinen Inszenierungen stelle ich in vielen Momenten Tanz, Text, Musik, Bühne, Kostüm und Video gleichberechtigt und gleichwertig auf die Bühne. Das heißt, das zentrale Ereignis ist nicht „die Schauspielkunst“, der sich alles andere unterzuordnen hat und, die nicht „gestört“ werden darf. Ich suche nach einem Zusammenspiel unterschiedlicher theatraler Ausdrucksmittel. Dabei kann es auch zu mehrfachen komplexen Überlagerungen von Text, Musik und Video kommen. Der Zuschauer kann sich auf alle Spuren gleichzeitig einlassen.

 

Inszenierung von Falk Richter auf Bühne mit digitalen Elementen

Nimmt der Einsatz digitaler Elemente zu? Wie sieht die Zukunft des digitalen Theaters aus?

In meinen Inszenierungen war der Einsatz digitaler Medien oft sehr entscheidend. Ich habe oft mit Video gearbeitet. Hin und wieder habe ich mich auch bewusst dagegen entschieden, um Theater pur zu haben. Aber grundsätzlich nutze ich sehr viel Video. Die Dramaturgien meiner Inszenierungen folgen auch oft digitalen Medien – die Stücke haben keinen klassischen Aufbau, sondern folgen eher der Struktur einer Youtube-Nacht, in der man sich rauschartig von einem Clip zum nächsten bewegt. In meiner letzten Inszenierung AM KÖNIGSWEG in Hamburg, hat der Videokünstler Michel Auder viele seiner Filme, die er für die Inszenierung produziert hat, mit dem Iphone aufgenommen und mit bestimmten Apps geschnitten. Eine spannende Zukunft des Digitalen im Theater generell sehe ich darin, dass immer mehr digitale Möglichkeiten direkt für die Inszenierung genutzt werden: Dass Zuschauer über Apps durch öffentliche Räume der Stadt geführt werden, dass sie eventuell schon über Apps mit den handelnden Figuren kommunizieren oder in die Handlung eingreifen können – der Aspekt des Interaktiven wird sicher zunehmen. Aber das Theater, das sich dem Digitalen versperrt, um eine Art Schutzraum gegen die zunehmende Digitalisierung des Lebens zu behaupten, das wird es auch immer geben, davon bin ich überzeugt.

 

Vielen Dank an Falk Richter für die interessanten Einblicke!

 

Porträt von Falk Richter

 

Wir verlosen 2×2 Tickets für die Lesung von Falk Richter am 18.01. im Maxim Gorki Theater. Schickt uns einfach eine E-Mail mit Eurem Namen, der Anschrift und dem Betreff „Digitales Theater“ an: redaktion@neoavantgarde.de

 

Teilnahmeschluss: 16.01.2018

Das Gewinnspiel ist beendet. Die Gewinner wurden benachrichtigt.

 

Titelbild: @Maxim Gorki Theater (ÇİĞDEM TEKE in „Verräter DIE LETZTEN TAGE“, EIN PROJEKT VON Falk Richter, REGIE Falk Richter, BÜHNE/KOSTÜME Katrin Hoffmann, MUSIK Nils Ostendorf, VIDEO, Aliocha Van Der Avoort, LICHT Carsten Sander, DRAMATURGIE Jens Hillje, Mazlum Nergiz)

Twiiter auf dem Smartphone: zum Thema: Vorsätze für 2018: Kreative & lustige Tweets im Netz

Vorsätze für 2018:
Kreative & lustige Tweets der Netzgemeinde

Und welche Vorsätze hast du für 2018 gefasst? Jedem von uns wird diese Frage zum Jahreswechsel doch mindestens einmal gestellt. Das Jahr beginnt motiviert. Jetzt oder nie – denken sich dann viele. Doch die gut durchdachten Absichten können am Ende meist nicht eingehalten werden. Einige User nehmen sich deshalb gerne selbst auf die Schippe und sehen gerade darin eine wertvolle Selbsterkenntnis. Wir zeigen Euch kreative und lustige Tweets zum Thema Vorsätze für das Jahr 2018.

Zuletzt online um 0 Uhr: Digitale Abstinenz?

Minus mal Minus ergibt Plus!?

Lass uns mit Vorsätzen dealen

Kein Vorsatz ist manchmal auch ein Vorsatz

Der Klassiker: Hauptsache willensstark

Unwiderstehlich: Du bist, was du isst…

Der Pandabär im Berliner Zoo sieht es locker

Deutschlandfunk Kultur zitiert Erich Kästner

Das Wichtigste in einem Wort zusammengefasst

Kamera am Strand vor Meer zum Artikel: Viraler Hit: Kamera filmte ihren Untergang & kehrt zurück

Wiedergefunden:
Kamera filmt ihren Untergang & wird viraler Hit

Es war wohl einer der schönsten viralen Hits in diesem Jahr: Eine verloren gegangene Kamera filmt ihren eigenen Untergang, um dann 800 Kilometer später wieder aufzutauchen. Der Clou dabei: Dank Filmaufnahme und Seenotrettung, konnte der Startpunkt ihrer Reise zurückverfolgt werden. Über Social-Media-Kanäle wurde nun der Besitzer ausfindig gemacht: Ein kleiner Junge aus England. So kommt es, dass ein altes Weihnachtsgeschenk zu einem Neuen wird.

Vergessene Action-Kamera filmt Unterwasserwelt

Doch von vorn: Die Geschichte beginnt am 01. September 2017 mit einem Ausflug einer britischen Familie zur Thornwick Bay nahe Flamborough Cliffs in East Yorkshire. Dort spielt ein kleiner Junge namens William Etherton mit seiner Schwester Poppy „wer zuerst einen Fisch fängt“. Mit dabei hat er seine wasserdichte Kamera, die er im vergangenen Jahr von seinem Opa zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Er stellt sie auf einem Stein ab und vergisst sie dort im Spiel. Die Kamera filmt vom Boden aus die ganze Zeit mit. Auch den Moment, in welchem sie von einer Welle ins Wasser gerissen wird. Als William die Kamera wieder einfällt, ist es bereits zu spät. William ist am Boden zerstört und muss von seiner Familie getröstet werden.

In Deutschland aus dem Meer gefischt

Nach etwa zwei Monaten und rund 800 km in der Nordsee, wird die größtenteils unversehrte Kamera am 2. November an der deutschen Küste von Süderoog von Roger Spreer gefunden. Zu seinem erstaunen stellte er fest, dass das ungewöhnliche Strandgut noch voll funktionstüchtig ist und sich auf der Speicherkarte ein kurzes Video befindet. Um den Besitzer ausfindig zu machen, stellte Roger gemeinsam mit Nele Wree, ebenfalls aus Süderoog, den kurzen Clip ins Netz. Daraufhin schaltete sich sogar die Seenotrettung ein und half bei der Suche. Dafür hatte die DGzRS Kontakt mit den britischen Kollegen aufgenommen. Durch Bildvergleiche und eine Computeranalyse, wie sie auch zur Suche von Schiffbrüchigen eingesetzt wird, konnten die Experten den Reiseweg der Kamera dann tatsächlich zurückverfolgen. Nachdem sie zunächst südöstlich trieb, ging es eine lange Kurve Richtung Nordosten, dann über Esbjerg in Dänemark und wieder gen Süden bis Süderoog.

Strandgut mit Inhalt: Video wird viraler Hit 

Das Video wurde auf Facebook mittlerweile über 250.000 Mal angeschaut und trug dazu bei, dass der zunächst unbekannte Besitzer der Kamera letztlich gefunden werden konnte. Vielleicht liegt die Kamera in ein paar Tagen dann nicht nur als ein altes und neues sondern nun auch noch als ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk unter dem Tannenbaum – denn eine Kamera, mit einer derartig abenteuerlichen Geschichte, gab es so noch nie.

Soundwave-Kette zum Artikel "Digitale Kunst: David Bizer verwandelt Töne in Schmuck"

Digitale Kunst:
David Bizer verwandelt Töne in Schmuck

Ob ein herzergreifendes Babylachen, eine lustige Sprachmemo von der letzten großen Sause, oder ein unerwartetes Liebesbekenntnis: Der Künstler David Bizer verwandelt deinen Sound via 3D-Druck in ein echtes Schmuckstück! Auf diese Weise werden Momentaufnahmen verewigt. Doch wie wird eine digitale Datei zu einem realen Accessoire? Im Interview verrät der Berliner, wie das Projekt Soundwave.love entstanden ist und warum ein Kunde bei ihm eine Sound-of-a-burp-Kette bestellte.

Was hat dich auf die Idee von Soundwave.love gebracht?

Ich habe Industriedesign studiert und mich in meiner Abschlussarbeit mit der digitalen Fabrikation, wie zum Beispiel 3D-Druck oder Lasercutting, beschäftigt. Ich habe darüber nachgedacht, wie die Entwicklung dieser Produktionstechniken neue Möglichkeiten für einen Designer bietet, individuelle Stücke zu schaffen. Mit einem digitalen Produktionsverfahren habe ich die Möglichkeit, aus einer File, die ich digital erstellt habe direkt on demand ein Produkt zu generieren. Besteht keine Nachfrage wird, außer der investierten Zeit, nichts verloren. In meiner theoretischen Arbeit wollte ich zeigen, wohin diese Entwicklung gehen kann.  Bisher wurde 3D-Druck hauptsächlich für Designmodelle oder Prothesen im Medizinbereich genutzt. 2008 war diese Produktionstechnik noch ziemlich teuer. Heute ist es deutlich günstiger. 

Warum wolltest du diese Techniken für die Herstellung von Schmuck nutzen?

Digitale Güter unterliegen den gleichen Gesetzen und Gefahren wie andere Güter. Meine Idee für diesen Produktbereich war ein individuelles Produkt, dass der, der es bestellt, theoretisch endlos vertreiben kann. Trotzdem bleibt es ein individuell angepasstes Produkt.  Dann habe ich verschiedene Beispielprojekte entwickelt. Eines davon waren diese Soundwave-Ketten. Schmuck war eine relativ logische Schlussfolgerung – auch wenn ich eigentlich keine große Affinität dazu hatte. Ein Schmuckstück aus Plastik kostet dann manchmal so viel, wie echtes Silber. Da muss man den Wert der Individualisierung sehen. Es ist ein Unikat. 

Wie wurde deine theoretische Arbeit dann Realität?

Meine ursprüngliche Idee in der Theorie-Arbeit war eher eine Online-Plattform zu schaffen, wo man verschiedene Designs sammelt und eine Produktion für unterschiedliche Designer anbietet. Ich habe dann aber relativ schnell entdeckt, dass es das im Bereich Lasercutting schon gab – eine australische Firma namens Ponoko. Bei denen habe ich dann mein Soundwave-Projekt hochgeladen. So konnte ich in meiner Präsentation zeigen, dass ich Produkte habe, die direkt schon bestellbar und verfügbar sind. Die Betreiber fanden die ganz cool und haben mich in ihrem Blog erwähnt. Da ist aber noch nicht viel passiert. Bis sich eine amerikanische Werbeagentur bei mir gemeldet hat, die mich für ein Projekt angefragt haben. Mit denen hatte ich dann aber noch einigen Ärger, weil die mich zunächst nicht als Designer erwähnt haben. Letztlich habe ich dadurch aber ein wenig Aufmerksamkeit erhalten.

Hat sich eine Produktion zu diesem Zeitpunkt schon rentiert?

Nein, mit konstanten Bestellungen ging es erst so richtig los, als ich bei einem Wettbewerb von Instructables mitgemacht habe. Das ist eine Website, wo man Do-It-Yourself-Tutorials reinstellen kann. Gewonnen habe ich leider nicht, aber die haben mich im Newsletter und auf der Website gefeautert, woraufhin ich dann plötzlich viel mehr Bestellungen und Seitenaufrufe an einem Tag hatte. Dann kamen plötzlich wieder so viele Bestellungen rein, dass es sich gelohnt hat. Durch die Anleitung konnten die Leute auch sehen, welche Schritte dahinter stecken und, dass sich der Preis rechtfertigt. Dadurch, dass es verschiedene Shops fast identisch verkaufen, muss ich mich aber auch durch ein höherwertiges Produkt absetzen.

Was für Audioaufnahmen erhälst du von deinen Kunden?

Meistens kommen die Leute nur einmal, weil man so ein Stück nur einmal verschenkt. Fast alle bestellen “I love you”. Als nächstes kommt dann sowas wie “Happy Birthday” , “Merry Christmas” oder Glückwünsche zum Muttertag. Manchmal ist ein Heiratsantrag dabei, aber meist sind es die Standards. Mein Favorit war ein Kunde, der für seine Freundin eine Kette bestellt hat mit “I love You” und darunter: “Actually I considering the sound of a burp”. Er hatte sich eigentlich überlegt zu rülpsen. Und zwei Jahre später hat er ihr dann als witziges Follow-up-Geschenk eine Original-Rülpskette geschenkt.

Vereinzelt bestellen die Leute auch Zitate von bekannten Persönlichkeiten oder aus der Bibel. Manchmal ist es ja auch ein Babylachen oder ein Herzschlag und keine Textnachricht. Musik geht eher schlecht, weil Musik meist gleich laut ist. Ein konstantes Level ist für die Verarbeitung eher ungünstig. Bei Background-Instrumenten sieht es dann wie ein Klotz aus. Sprache ist oft laut und leise. Was die interessanten Formen ausmacht, sind eigentlich genau diese Unterschiede. Wenn jemand nur a-Cappella singt, ergibt das eine schöne Form.

Wie läuft eine Bestellung ab? Was braucht es dafür?

Auf meinen Shop suchst du dir ein Modell sowie die Details aus. Zum Beispiel die Art der Riemen und, ob du ein Armband, oder eine Kette haben möchtest. Dann kommt immer eine Karte hinzu, die das Soundwave und eine Nachricht zeigt. Soll darunter stehen, was du gesagt hast oder möchtest du eine andere Nachricht drucken lassen? Auf der Rückseite befindet sich ein QR-Code. So kann die Nachricht immer wieder angehört werden. Auf der neuen Website gibt es eine direkte Vorschau, wie das Schmuckstück am Ende aussehen wird und, wo sich an welcher Stelle, welche Aussage befindet.  Die Top-Seller der Materialien sind Acryl und Holz. Insgesamt dauert die Herstellung ca. eine Woche. 

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Jetzt gerade bin ich bei dem Rebranding. Außerdem möchte ich gerne die Produktion weiter automatisieren und selbst ein wenig davon wegkommen. Im Moment mach ich noch alles selber. Einerseits ist es gemütlich. Da sitze ich dann vorm Rechner und fädele Ketten auf und kann Hörbücher und Podcast hören, aber es kostet mich auch zu viel Zeit. Ich habe den Plan, die Produktion eher auszulagern. Dafür arbeite ich mit einer Behindertenwerkstätte zusammen, die langsam damit anfangen die Produktion der Ketten, beziehungsweise Materialien zu übernehmen. Dann habe ich auch wieder mehr Luft für neue Projekte. Ich habe auch schon einige Ideen, die ich dann umsetzen kann. Zum Beispiel Edelhölzer zu verwenden.

 

"I love you" - Vorschau einer Soundwave-Kette zum Thema "Digitale Kunst: David Bizer verwandelt Töne in Schmuck"

Flugzeug am Himmel zum Artikel-Thema: Twitter News: Pilot zeichnet Tannenbaum über Deutschland

Twitter News:
Pilot zeichnet Tannenbaum in den Himmel

Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Das dachten sich in dieser Woche auch die Mitarbeiter von Airbus und wählten mit dem A380 eine doch sehr außergewöhnliche Route. Der Pilot zeichnete mit seinem Flieger einen Tannenbaum in den Himmel – ein Weihnachtsgeschenk, das es in Deutschland so noch nie gegeben hat.

Ich flieg dir einen Weihnachtsbaum 

Los ging die Reise um 12.47 Uhr vom Flugplatz Hamburg-Finkenwerder. Der Airbus flog dann über ganz Deutschland, wechselte immer wieder die Himmelsrichtung und setzte dann schließlich um 16.30 Uhr wieder in Hamburg zur Landung an. Laut der Pressestelle von Airbus handelte es sich um einen internen Standard-Testflug. Solche Flüge erfolgen vor jeder Auslieferung einer neuen Maschine. Der genaue Weg ist dabei nicht vorgegeben. In diesem Jahr wollten sich die Mitarbeiter kreativ ausleben und beschlossen gemeinsam: Es ist Zeit für eine Weihnachtsüberraschung der besonderen Art.

Flugradar zeigt himmlisch weihnachtliches Kunstwerk

Auf der Website flightradar24.com ist zu sehen, wie der Airbus-Pilot mit seiner Flugroute die Konturen eines Tannenbaumes nachzeichnete. Dabei dachte er sogar an den Christbaumschmuck mit vielen Weihnachtsbaumkugeln. Spätestens jetzt wird klar: Hier möchte uns jemand die Weihnachtszeit versüßen.

 

Die Aktion war natürlich mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) und Eurocontrol, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, abgestimmt. Ideengeber waren eventuell die Briten. Denn dort flog in der Nähe der Stadt Northhampton im vergangenen Jahr ein Pilot eine ähnliche Route. Mit ihrer Idee versetzen uns die Piloten in jedem Fall in Weihnachtsstimmung. Echte Überflieger!

 

Gescmückter Kamin zum Artikel Weihnachten in Berlin

Weihnachten in Berlin:
Rentner sucht Familie via Anzeige

Das Fest der Liebe sollte niemand allein verbringen. Wir alle kennen doch diese Werbe-, Hollywood- und Weihnachtsfilme, in denen einsame Seelen den Heiligen Abend scheinbar allein verbringen müssen, sich dann aber doch eines Happy-Ends in Gesellschaft erfreuen können. Doch auch das wahre Leben schreibt solch schöne Geschichten. Das beweist die Suchanzeige eines verwitweten Rentners aus Berlin. In einem Supermarkt angepinnt und von einer Frau auf Facebook geteilt – der Zettel geht viral, das Happy-End ist vorprogrammiert und die schönste Berliner Weihnachtsgeschichte des Jahres geschrieben.

Die etwas andere Suchanzeige im Supermarkt

In einem Supermarkt in der Berliner Goerzallee sticht neben Suchanzeigen wie “Benötige Staubsauger in gutem Zustand” oder “Suche Babysitter für das Wochenende”, ein Zettel ganz besonders heraus. Denn es handelt sich nicht um irgendein Suchgebot, sondern um eine herzergreifende Bitte. Ein Rentner – laut eigenen Angaben einsamer Witwer – wohnte 50 Jahre lang in einem eigenen Haus in Zehlendorf. In diesem Jahr möchte er Weihnachten nicht allein verbringen. Deshalb sucht er Menschen, die ihm einen Platz in einem kleinen Kreis anbieten und mit ihm feiern.

Happy-End an Weihnachten in Berlin


Die Facebook-Nutzerin Femina Lisa entdeckte die Anzeige im Supermarkt, fotografierte sie und postete das Foto auf der Social-Media-Plattform mit den Worten:

 

„Als ich das gelesen hab, hat es mir sofort das Herz gebrochen. Damit mit den Daten kein Blödsinn gemacht wird habe ich Namen und Telefonnummer geschwärzt, könnte ich aber weitergeben. Gefunden bei Kaufland in Berlin Steglitz (Görtzallee). Vielleicht findet sich jemand der ihm seinen Herzenswunsch erfüllen kann.“

 

Über 4000 Mal wurde auf diesen Post reagiert. Mittlerweile wurde er über 6000 Mal geteilt. Kein Wunder, dass die Userin sich vor Nachrichten gar nicht mehr retten konnte. Bei der jungen Frau meldeten sich so viele Menschen, dass sie die Telefonnummer des Rentners erstmal nicht weitergegeben hat. Soviel ist sicher: Der Wunsch des Berliner Rentners, das Fest der Liebe in Gesellschaft zu verbringen, wird in Erfüllung gehen.

Der Zauber der Weihnacht: Fortsetzung folgt!

Die großen Hollywoodfilme enden an dieser Stelle. Doch warum nicht noch mehr Herzen glücklich machen? Die Facebook-Userin möchte das Happy-End fortsetzen und weitere Treffen organisieren, bei denen genau solche Menschen zusammenfinden können.  Fortsetzung folgt.