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Interview über die re:publica 18:
Highlights, Veränderungen und Ausblick

Es ist schon fast einen Monat her, jedoch nie zu spät, um an das größte Klassentreffen der digitalen Gesellschaft in Berlin zu erinnern: Unter dem Motto “POP” waren bei der re:publica in diesem Jahr neben Platzhirschen, Bloggern und Wissenschaftlern auch eine Whistleblowerin dabei. Wir haben uns mit Carolin Heim unterhalten, die in den letzten zwei Jahren für die re:publica schon bei unzähligen PR-Terminen dabei war und dieses Jahr das Partnermanagement des Netzfestes betreut hat.

Eine Frage vorweg: Wie gefällt es dir, Teil der digitalen Gesellschaft zu sein?

Der digitalen Gesellschaft kann man sich heutzutage kaum entziehen – auch ich bin mit ihr aufgewachsen. Das Netz ist mittlerweile eine fester Bestandteil unserer Alltags und wir alle sind Teil des Netzes. Dies kann einerseits sehr nützlich sein, indem es vieles vereinfacht und man sich weltweit vernetzten, organisieren und austauschen kann (z.B. über den Arabischen Frühling). Für andere ist es eine Notwendigkeit und Teil ihrer Lebenswirklichkeit zur digitalen Gesellschaft dazu zu gehören. Dieser Umstand kann auch für politischen Aktionismus, Fake News oder Schnellschüsse missbraucht werden. Es ist somit eine Medaille mit zwei Seiten. Ich persönlich ziehe in meinem Alltag die reale Welt, also den direkten Kontakt, der digitalen Welt im Netz vor.

Was war für dich dieses Jahr das Highlight der re:publica?

Eine absolutes Highlight und etwas ganz Besonderes für mich war das Gespräch „Opening Fireside Chat“ mit Chelsea E. Manning und meinen lieben Kolleginnen Geraldine de Bastion (re:publica) und Theresa Züger (MediaConvention). Auch die Vorfreude auf Chelsea Manning war bei allen – Publikum, Journalisten, Fotografen – spürbar: Es klatschten tausend Paar Hände als die Moderatoren sich bei Manning für ihren Besuch bedankten. Sie sagten damit: Danke für deinen Mut, für deinen Idealismus und moralische Verantwortung und dafür, dass du die Welt ein kleines bisschen besser machst und auf die Missstände, die Verschlusssache waren, aufmerksam gemacht hast. Womöglich veränderte sie den Lauf der Geschichte, als sie hunderttausende von Regierungsdokumenten leakte. Die Atmosphäre war atemberaubend und es war ein ganz besonderer Moment, den ich live erleben durfte. Manning erzählte auf der re:publica neben aktuellen Entwicklungen der digitalen Gesellschaft auch über ihr neues Leben als freier Mensch, den zivilen Ungehorsam, die radikale Politik und diskutierte über die Folgen einer unkontrollierbaren Staatsmacht. Ich fand das alles sehr spannend, aber gleichzeitig auch beunruhigend, wenn man das Netz aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet.
 
Darüber hinaus gab es für mich viele weitere große und kleine persönliche Highlights: z.B. die Session über „Reconquista Internet“ mit Rank Anders (Journalist, Armes Deutschland), Patrick Stegmann (Journalist, Filmemacher Kooperative Berlin und Regisseur bei „Lösch Dich“), Jan Böhmermann (Moderator, Neo Magazin Royale) und Sibel E. (Filmemacherin, Trollerin). Im April veröffentlichte funk und das Neo Magazin Royale ihre Recherchen zum rechtsextremen Troll-Server Reconquista Germanica. In der Session berichtet Jan Böhmermann von seinem eigenen Discord-Server, Reconquista Internet, den er als Reaktion auf die rechten Netzaktivisten gründete und der bereits mehr als 40.000 Mitglieder verzeichnet. Aus dem funk-Recherche-Team berichten außerdem Rayk Anders, Patrick Stegemann und Sibel von ihrer einjährigen Undercover-Recherche für die Doku „Lösch dich: So organisiert ist der Hass im Netz.“ Die Session fand ich sehr unterhaltsam, aber auch inhaltlich sehr spannend, das Thema wurde kritisch sehr gut beleuchtet. Was ebenfalls sehr unterhaltsam war und für eine sehr gute Stimmung in der Mittagssonne sorgte, war der Auftritt von Dr. Motte am zweiten Veranstaltungstag im Innenhof. Fast wie damals auf der Loveparade.

Du warst die letzten Jahre ja auch schon bei der re:epublica dabei. Welche Veränderungen sind dir dabei aufgefallen?

Für mich war es  bereits das dritte Jahr bei der re:publica. Besonders toll finde ich, wie die re:publica mit dem Feedback aus der Community umgeht und direkt in die Veranstaltung mit einfließen lässt. Dies wird bei den GründerInnen und dem Team der re:publica sehr ernst genommen. Neben inhaltlichen Veränderungen und Erweiterungen im Programm ist eine große Veränderung der letzten zwei Jahre die Internationalisierung der re:publica in andere Städte mit re:connecting EUROPE. Ich selber war letztes Jahr in Thessaloniki dabei und konnte mich von der tollen Stimmung vor Ort und dem Wunsch nach regelmäßigen Austausch mit anderen aus der digitalen Gesellschaft – auch außerhalb von Berlin- überzeugen.
 
Eine weitere große Veränderung ist, dass sich die re:publica dieses Jahr mit dem “Netzfest” zum ersten Mal für das Massenpublikum geöffnet hat. Das erste digitale Volksfest war gratis, draußen und für alle zugänglich. Mit Workshops, spannenden Vorträgen und Mitmach-Aktionen rund um digitale Themen, Live-Musik und vielem mehr machte die re:publica das Netz für alle erlebbar. Das Programm richtete sich an die BerlinerInnen – ob jung oder alt – mit digitalem Grundwissen. Die GründerInnen der re:publica möchten damit die digitale Entwicklungen auf eine leicht verständliche Art und Weise näherbringen und die BürgerInnen wortwörtlich „netzfest“ machen.

Welche Themen würdest du dir für die nächste Republica wünschen?

Ich wünsche mir, dass sich die re:publica weiterhin in Themen engagiert, wie sie es bereits die letzten zwei Jahre mit re:learn, sub:marine, re:health, #fashiontech LAB, sciene:lab, re:cord musicday oder wie in diesem Jahr mit den Fachkonferenzen der dfv Gruppe getan hat. Das Symposium bietet ein einzigartiges Setting, um sich branchenintern in den Bereichen experience marketing, digital food, digital retail und woman in fintech auszutauschen. Spannend ist sicherlich auch etwas in Richtung digitale Kunst, sprich visual/ 3D arts zu machen – wer weiß, vielleicht ist das ein Thema für 2019.
 
Foto von Gregor Fischer/re:publica (CC0 Public Domain)

Wandbild an Hauswand zum Artikel: Nackenstarre garantiert: Das Berlin Mural Fest

Nackenstarre garantiert:
Das Berlin Mural Fest

Falls ihr nach “The Haus” letztes Jahr und “Wandelism” im März diesen Jahres von Street-Art immer noch nicht genug bekommen könnt: Das erste “Berlin Mural Fest” findet dieses Wochenende statt! Die Mitglieder des Berlin Art Bang e.V. haben über 100 Künstler zusammengetrommelt, darunter etablierte Namen, wie die Klebebande oder El Bocho. Mit aufwendigen Wandbildern, sogenannten “Murals” soll Berlin ein neuer Anstrich verpasst werden.

Berlin Mural Fest: Open-Air-Streetart vom Feinsten

Somit wird die Hauptstadt an diesem Pfingstwochenende nicht nur zu einer riesigen Open-Air-Galerie, auch musikalisch gibt es etwas auf die Ohren, denn der Karneval der Kulturen findet parallel statt. Das Rahmenprogramm des Berlin Mural Fest findet an verschiedenen Orten im gesamten Stadtgebiet statt.
 
Ihr dürft euch am Wochenende somit auf die internationalen und regionalen Kings und Queens – wie die Veranstalter sie nennen – der Szene freuen: Neben den bereits genannten Künstlern haben auch Ben Wagin, Arsek & Erase, Herakut, Stohead, Saturnoart, Semor, Tasso, Akteone & Cren, Saturno, One Truth, Insane 51, The Weird, Quintessenz, Mr. Woodland und viele mehr ihre Teilnahme bestätigt. 30 neue Murals werden auf über 10.000 qm Fläche ihr Zuhause finden.

 

Partner des Projektes ist auch Urban Nation – das erste Berliner Museum für Streetart.

 

Buch in Hand

Psychodelisch unterwegs:
Der Buchladen Kali in Friedrichshain

Buchläden hatten schon immer eine besondere Anziehung auf mich: Die Vorstellung, wie viel Wissen, Fantasie und Zeit nötig ist, um eines der Regale zu füllen, bringt mich immer wieder ins Staunen. Der im Februar neu eröffnete Buchladen Kali in Friedrichshain bedient jedoch ein ganz spezielles Genre, das in vielen Buchläden gar nicht zu finden ist: Hier geht es vor allem um psychodelische Substanzen, die das Bewusstsein erweitern.

Eine kreative Idee wurde Realität

 Auf die Idee kamen die beiden Inhaber Norman und Vanessa, weil sie schon immer künstlerisch interessiert waren und nicht noch eine Bar oder Café im Südkiez aufmachen wollten. Die Literatur in ihrem kleinen Laden handelt jedoch nicht nur von Psychodelika, sondern gibt auch Tipps zur richtigen Aufzucht von Pflanzen, Yoga, Traumatherapien und anderen Spektren. 

 

Der Buchladen Kali: Ein buntes Wunderland

Dieses Buch wurde im Kali bisher am meisten verkauft.

Norman und Vanessa haben sich mit ihrem Laden ihr ganz eigenes Wunderland geschaffen, mit bunten Mustern an den Wänden (keine Tapete!) und einer Leseecke. Auch Veranstaltungen, wie offene Diskussionen und Workshops, finden im Kali statt. Da den beiden die (Selbst-)Heilung durch Drogen am Herzen liegt, besprechen sie hier in offenen Diskussionsrunden positive sowie negative Erfahrungen mit Drogen und möchten so einen Raum für offene Kommunikation schaffen. Sie wollen keinesfalls Drogenkonsum verherrlichen – viel mehr sehen sie ihren Buchladen als Teil der Aufklärung.
 
“Es geht uns um Selbstheilung, aber auch um Selbstermächtigung: Dass man selbst bestimmen darf, was man isst und was nicht – und dabei lernt, was in der Natur überhaupt alles essbar ist”, sagt Norman. In vielen der Bücher erfährt man auch, was auf dem wissenschaftlichen Gebiet momentan passiert, erklärt Vanessa: “In der Schweiz ist man mit der Forschung schon sehr viel weiter, wie uns beispielsweise auf der 75 Jahre LSD Konferenz deutlich wurde. Dort wurden auch viele Erfolge besprochen, wie die Anwendungen psychodelischer Substanzen bei Depressionen und anderen psychischen Problemen und so mit ein paar Sitzungen aufgehoben werden konnten.”

Lesen in entspannter Atmosphäre bei einer Tasse Tee

In den Regalen sind auch viele Werke bereits bekannter Autoren zu finden: Michael Ende, Hermann Hesse oder Aldous Huxley sind dabei. Vanessa verrät mir, dass “Die Enzyklpädie der psychoaktiven Pflanzen” ein Standardwerk und eins ihrer Lieblinge ist. Weitere Bücher mit Titeln wie “Nazis on Speed” (über den Drogenkonsum im dritten Reich) oder “Psychedelische Tomaten und andere Geschichten aus dem Schatten der Nacht” reihen sich in die Regale ein. Der Laden versteht sich auch als Teestube: Über 20 leckere Sorten kann man hier bekommen, doch sie kommen nicht – wie in manch anderen Artikeln behauptet – aus China.
 
Dass Alkohol als Volksdroge Nummer eins an jeder Ecke zu bekommen ist und gesellschaftlich akzeptiert ist, ist für die beiden jedoch immer noch unverständlich: Ihrer Meinung nach ist Alkohol der Hauptverursacher für viele Gewalttaten. “Ich finde, Drogenillegalisierung ist absoluter Quatsch, denn so gibt man den den Dealer der Milieus erst die Chance, die Leute zu vergiften – durch Streckmittel, die schlussendlich zu Fehldosierung führen“, sagt Vanessa. Denn auch die Pharmaindustrie profitiere natürlich davon, die Natur als Feind darzustellen. “Dabei ist es doch realitätsfern Pflanzen und Pilze aus der Natur zu verbieten, die schon vor uns da waren. Außerdem sind wir Menschen auch Teil der Natur”, fügt Norman hinzu.

Schlemmen im Hinterhof

Vanessa hat eine Skizze von der Knoblauchsraute gemacht.

Im Anschluss führt Vanessa mich in den Hinterhof und zeigt mir verschiedene Pflanzen, von denen ich gar nicht wusste, dass sie essbar sind. Dass man mit Gänseblümchen und Löwenzahn den Salat aufpeppen kann, war wahrscheinlich dem ein oder anderen bekannt, dennoch kann man sich tatsächlich fast durch den ganzen Hinterhof schlemmen. Vanessa lässt mich Knoblauchsrauke probieren: Schmeckt nach Knoblauch, aber man riecht angeblich nicht danach. Da kann man den Kollegen im Büro nur noch die Daumen drücken.

 

Fahrradfahrer auf der Straße

Ride of Silence:
Für mehr Sicherheit für Fahrradfahrer*innen

Morgen, um 19 Uhr am Brandenburger Tor, ist es wieder soweit: Die von dem ADFC Berlin organisierte Fahrt “Ride of Silence” findet statt. Die Erinnerungs- und Mahnfahrt soll an die im Straßenverkehr tödlich verunglückten und verletzten Radfahrer*innen erinnern.
 
Dabei scheint Berlin auf den ersten Blick perfekt zum Fahrradfahren: Breite Straßen und viel schöne Natur machen Lust aufs Rad zu steigen, außerdem locken die umliegenden Seen zu einer Fahrradtour am Wochenende. Das Fahrradfahren hat zudem viele positive Aspekte: Man ist nicht nur draußen unterwegs, mobil, aktiv und spart sich die Kosten für ein U-Bahn-Ticket (in der im Sommer gefühlte 50 Grad Celsius herrschen) – man kann das Radeln sogar mit einer Dienstleistung verbinden.
 
Somit ist es kein Wunder, dass viele Radler*innen im Straßenverkehr aufzufinden sind. Und umso wichtiger ist es, auf die Gefahren aufmerksam zu machen. Denn zum Teil sind Radwege gesperrt oder nicht vorhanden und viele Auto- und LKW Fahrer fahren unvorsichtig. Auch die Zahlen stehen für sich: Obwohl Fahrradfahrer und Fußgänger im letzten Jahr nur an 5% der Verkehrsunfällen beteiligt waren, so machten sie ganze zwei Drittel der Verkehrstoten aus. Insgesamt kamen 2017 neun Radfahrerinnen und Radfahrer ums Leben, in diesem Jahr sind es bereits drei.

Ride of Silence in über 300 Städten

Dies hat schließlich dazu geführt, dass der Ride of Silence ins Leben gerufen wurde – denn jeder Schwerverletzte und Getötete ist einer zu viel. Zum Gedenken treffen sich seit 2003 Radfahrer*innen weltweit in über 300 Städten für eine Erinnerungs- und Mahnfahrt am dritten Mittwoch im Mai. Auch in Berlin wird seit 2015 an die verunglückten Radfahrer und Radfahrerinnen erinnert und gleichzeitig an die Politik appelliert, mehr für die Sicherheit von Radfahrenden zu tun.
 
Die Fahrt ist inzwischen als Demonstration angemeldet und soll sich aus Respekt möglichst leise und ohne Alkohol oder Musikanlagen abspielen. Der ADFC Berlin stellt an den Unfallorten Geisterräder zum Gedenken auf und es können zudem weiße T-Shirts mit dem Hashtag #StopKillingCyclist erworben werden – damit auch den Zuschauern der Anlass der Fahrt verständlich wird.

Falls der Vatertag ins Wasser fällt:
Hier sind sieben coole Kulturevents für drinnen

Der Mai verwöhnt uns ganz wunderbar: Morgen ist Vatertag – oder Christi Himmelfahrt – und wir haben wieder frei. Ursprünglich sollte dieser Tag im christlichen Glauben die Rückkehr Jesu Christi zu seinem Vater im Himmel erinnern. Heute wird der freie Tag vor allem genutzt, um auf diversen Events (auf das männliche Geschlecht) anzustoßen.
 
Ein Blick auf die Wettervorhersage stimmt uns jedoch pessimistisch, wenn es um Veranstaltungen im Freien geht. Doch anstatt Trübsal zu blasen, haben wir für euch die siebencoole Kulturevents rausgesucht, bei denen ihr trocken bleibt.

1. Die Fotoausstellung “Nachtschwärmer” im Haus 15

Die Ausstellung von Bernhard Schurian zeigt euch diverse Insekten wie Schmetterlinge, Käfer und Bienen, auf großflächigen Bildern – hier könnt ihr die Tiere bis ins kleinste Detail genau betrachten. Der Wissenschaftsfotograf am Museum für Naturkunde hat den Zeitpunkt gut gewählt: Die Ausstellung verdeutlicht abermals welchen Verlust Insektensterben und die schwindende Biodiversität mit sich bringt. Der Eintritt ist kostenlos.

2. Das Programm im Zeiss-Großplanetarium

Europas modernstes Wissenschaftstheater hat so einiges zu bieten: Hier wird euch am Vatertag ein spannendes Programm rund um unser Universum geboten. So zum Beispiel die morgige “Sternstunde”, die euch auf eine Tour von den Objekten und Sternbildern, die man aktuell am Berliner Himmel sehen kann, bis hinaus in den Weltraum führen wird.

3. „On Speed: Chicks flying for 20 years” an der Volksbühne

Vor 20 Jahren hat es mit dem Kunstkollektiv aus Alex Murray-Leslie und Melissa Logan alias “Chicks on speed” begonnen – seitdem wagen sie Experimente in den Zwischenwelten von Design und Elektropop, adressieren im Kunstkontext Themen wie Kommerzialisierung und Massenproduktion und dehnen die Grenzen der kreativen Sprache aus. Unter dem Titel “On Speed: Chicks flying for 20 years” feiern sie morgen ihr Jubiläum und präsentieren ihren Stilmix aus neuen Medien, Fashionhacks und visueller Livemusik im Großen Haus.

4. Tanzkurs in Klärchens Ballhaus

Hier wird das Tanzbein geschwungen: In Klärchens Ballhaus könnt ihr morgen Abend kostenlos ChaCha, Walzer und Co lernen.

5. FICKO-Salon #5: Veranstaltung zum Themenschwerpunkt Staatskritik

Wer ist der bürgerliche Staat? Und welche Rolle nimmt er in der kapitalistischen Gesellschaft ein? Diese und viele andere Fragen könnt ihr morgen Abend in einer offenen Gesprächsrunde im FICKO-Salon im ORi diskutieren.

6. Performance “Bilder aus Nichts” im Gorki-Theater

Die Golden Gorkis (Ensemble 60+) setzten sich in dieser Performance mit dem eigenen Tod auseinander: Die Frage “Wer werde ich gewesen sein?” steht im Mittelpunkt und sich an die Grenzen des Vorstellbaren – jedoch Unvermeidlichen – gewagt.

7. Kino Babylon: Eröffnung des Anime Berlin Festivals

Zum dritten Mal feiert das Babylon das Anime Berlin Festival: Vom 10. bis 20. Mai präsentiert euch das Kino die große Vielfalt der Anime Filmkultur. Das Festival startet morgen mit dem Eröffnungsfilm “Mutafzkaz”, welcher für ein actionreiches, urbanes und mit Hip Hop Beats untermauertes Vergnügen sorgen wird.

Teufelsberg

Teufelsberg Berlin:
Die eindrucksvolle Terrasse bleibt vorerst geschlossen

Schon von Weitem sieht man die markanten weißen Bälle: Die ehemalige US-Abhörstation auf dem Berliner Teufelsberg lockt nicht nur Touristen an – auch die Berliner tümmeln sich hier gerne. Der Teufelsberg ist DIE Attraktion im Grunewald und mittlerweile bekannt als Lost Place und Streetart-Hotspot.
 
Doch die wohl eindrucksvollste Terrasse in ganz Berlin muss vorerst geschlossen werden: Nach einem in Auftrag gegebenen Gutachten der Besitzer, gibt es Probleme mit der Standsicherheit und dem Brandschutz der Terrasse. Oliver Schruoffeneger (Grüne), Baustadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, hat letztendlich die Schließung angeordnet. Wie lange der Zugang zu der schönen Aussicht gesperrt sein wird, ist noch unklar.

Ein Berg mit viel Geschichte

Der Teufelsberg hat dabei schon so einiges an Geschichte hinter sich: Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er als Trümmerberg links liegen gelassen und im Kalten Krieg als Abhörstation genutzt – bis er schließlich vor zwei Jahren einen neuen Pächter bekam, der ihn zu der Attraktion machte, die wir heute kennen. Seitdem muss zwar Eintritt bezahlt werden, dafür kann man verschiedene Kunstwerke von Künstlern bestaunen und auch das ein oder andere Event genießen.
 
Der Pächter hofft derweilen die Fans zu mehr Besuchen anregen zu können, um das Geld für die Mängel einzutreiben. So heißt es auf der Website: „Wir sind bemüht, den behördlichen Vorgaben zu entsprechen und die Plattform und die Radome sobald als möglich wieder zu eröffnen. Helfen Sie mit Ihren Eintrittsgeldern, die notwendigen Baumaßnahmen zu finanzieren“. Also, nichts wie hin!
 
Titelbild: @Martin Hearn

Tacos

Lasst euch verzaubern:
Das Lateinamerikanische Wochenende kommt!

¡Bienvenidos a Latinoamérica! – Ein Stück Lateinamerika kommt zu euch nach Berlin: Am Samstag und Sonntag, dem 05. Mai und 06. Mai 2018, dürft ihr euch auf das Lateinamerikanische Wochenende freuen. Denn von 12 Uhr – 22 Uhr wird euch in der Eventlocation Osthafen Berlin echtes Lateinamerikafeeling gegeben, das euch komplett in die Kultur eintauchen lässt: Das bunte Programm beinhaltet DJ’s, Live Musik, Folkloreaufführungen sowie individuelle Stände aus Foodtrucks und Kunstausstellern.
 
Berlin de Noche veranstaltet als einmaliges Event direkt an der Spree, zwischen den S-Bahn Stationen Treptower Park und Ostkreuz, im Ostbahnhof. Dort erwartet euch nicht nur eine ausgelassene Atmosphäre, leckeres Essen und erfrischende Getränke, sondern auch die einmalige Chance, interessante Gespräche zu führen, Kontakte zu knüpfen und die lateinamerikanische Kultur wirklich kennen zu lernen.
 
Das kulinarische Angebot wird euch zudem Lateinamerika auf dem Gaumen spüren lassen: Sorgfältig ausgewählte Foodtrucks bieten euch Gerichte aus traditionellen lateinamerikanischen Produkten an und bei den Kunstausstellungen findet ihr besondere Stücke aus Keramik, Holz, Schmuck und Textilien. Für die kleinen Gäste ist mit einem Kinderprogramm ebenfalls gesorgt.

Ein Stück Lateinamerika für Zuhause

Doch falls euer Gaumen nach diesem Event nicht genug bekommen kann, gibt es auch für Zuhause eine Lösung: Die beste Küche Südamerikas stammt ja bekanntlich aus Peru – und mit diesem kostenlosen E-Book könnt ihr ganz einfach eure Lieblingsgerichte nachkochen und euren Liebsten etwas Leckeres auf den Tisch zaubern.

Frau am lesen

Leseratten aufgepasst:
Morgen startet die Berlin Art Book Fair Miss Read

Morgen ist es wieder soweit: Die Miss Read – oder the Berlin Art Book Fair – findet drei Tage lang im Haus der Kulturen in Berlin statt. Seit 2009 widmet sich das Kunstbuchfestival vor allem dem Diskurs über das Publizieren als künstlerische Praxis und der konzeptuellen Buchgestaltung.
 
Es werden mehr als 250 interessante Künstler/Autoren, Kunstzeitschriften und Kunstverlage vor Ort sein, die ihre Künstlerbücher vorstellen. Damit gilt die Miss Read zu einer der wichtigsten Treffpunkte für Künstler/innen, Autor/innen, Kleinverleger/innen und Institutionen in Europa. Das Programm wird mit diversen Vorträgen, Diskussionen, Buchvorstellungen und Workshops abgerundet. Fragen zur Präsentation und Verbreitung sowie neue Vertriebsstrategien werde ebenfalls thematisiert, sowie das künstlerische Publizieren und Schaffen in unserer heutigen Zeit. Die Miss Read hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der zeitgenössischen Publikationsszene darzustellen. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Publikationen aus Japan. Und das Beste: Der Besuch kostet euch keinen Cent.
 
Am 5. Mai findet zudem der sechste Conceptual Poetics Day auf der Miss Read Stage statt. Hier wird die imaginäre Grenze zwischen bildender Kunst und Literatur erkundet, mit Teilnehmern wie Annette Gilbert, Karl Holmqvist, Sharon Kivland, Simon Morris und Stephen Willats. Auch für lau – also nicht verpassen!

Wo & Wann?

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
 
Freitag 17- 21 Uhr // Opening Party 21 Uhr bis open end.
Samstag 12-19 Uhr
Sonntag 12-19 Uhr

Mayfest

Keine Lust auf Kreuzberg:
Hier sind 7 Alternativen zum Myfest

Am 1. Mai feiert wieder ganz Berlin: Vor allem durch in Kreuzberg ist die Stimmung laut und die Straßen voll. Das Myfest möchte durch friedliches Feiern in den Kiezen rund um das Kottbusser Tor, dem Heinrichplatz und der Oranienstraße das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Polizei und Krawallmachern verhindern. Wem die riesige Party jedoch zu viel ist und dem Gedränge keinen Spaß abverlangen kann, der kann sich hier an unseren 7 alternativen Tipps zu Kreuzberg erfreuen:

1. Walpurgisnacht im Mauerpark

Die 15. Walpurgisnacht ruft am 30. 4. für einen friedlichen Tanz in den Mai: Ab 19 Uhr dürft ihr euch auf Lagerfeuer, Feuerartistik und Musik freuen. Gestaltet wird die Nacht von allen, die sich an den Vorbereitungstreffen beteiligt haben – der Fantasie wurde somit keine Grenzen gesetzt.

2. Walpurgisnacht im Spreepark

Am 30.4 und am 1. Mai wird der stillgelegte Vergnügungspark wieder zum Leben erweckt: Der gemeinnützige Verein Kulturspreepark e. V. läd zu performativen Rundgängen ein, bei denen die Gäste unter anderen Deaf Poetry, Live-Musik, Clowns, Trommler, Performer, Tänzer erleben und – passend zur Walpurgisnacht – der kleine Hexe und ihrem Raben begegnen werden. Die Rundgänge sind barrierefrei und auch die Gehörlosenkultur wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Wer es nicht verpassen möchte, kann sich nur online Tickets besorgen.

3. Neuköllner Jahrmarkt

In Berlin nennt man es Rummel: Zum 52. Mal finden die Neuköllner Maitage im Volkspark Hasenheide statt. Das Bezirksamt Neukölln verwandelt den Park in ein buntes Gemenge mit 1000 Schaustellern, Karussells, Imbissbuden und Shows und Attraktionen. Ab 22 Uhr gibt es auch ein Riesen-Farben-Feuerwerk – natürlich alles für lau.

4. Clärchens Ballhaus

Hier wird mit argentinischem Tango in den Mai getanzt: Das Ballhaus in Mitte ist für seine Tanzabende bekannt und vor allem der Spiegelsaal im 1. Stock mit dem Gipsy-Restaurant ist legendär und in jedem Fall einen Besuch wert.

5. Riesenflohmarkt am Ostbahnhof

Auf diesem gewaltigen Flohmarkt bekommt ihr alles was das Trödel-Herz begehrt: Am 1. Mai werden es sich 700 Händler auf 20. 00 Quadratmetern von 9 bis 17 Uhr am Ostbahnhof bequem machen – da wird sicher das ein oder andere Schnäppchen zu finden sein!

6. Müggelturm

Endlich wird die alte Schönheit, der Müggelturm, in Treptow-Köpenick wiedereröffnet: Nach vier Jahres Sanierungsarbeit kann am 1. Mai das denkmalgeschützte Ausflugslokal besucht und der 30 Meter hohen Aussichtsturm wieder hinaufgeklettert werden. Oben angekommen, wird man mit einer herrlichen Aussicht rund um den Müggelsee belohnt. Ein ganzes Jahrzehnt wurde der beliebte Ausflugsturm dem Verfall überlassen- doch am Dienstag wird dort wieder gegrillt, musiziert und Kinderschminken angeboten.

7. Brunchfahrt um Potsdam

Ein reichhaltiges Buffet für jeden Geschmack wartet auf euch, während ihr die vorbeiziehende Havellandschaft genießen könnt: Das Team der Schiffahrt in Potsdam bringt für euch wieder Leben aufs Gewässer und lässt euch zum 1. Mai mit vollen Bäuchen entspannen.

Einem entspannten Maifest steht nun nichts mehr im Weg – wir wünschen euch viel Spaß! 

Gallery Weekend Berlin

Gallery Weekend:
Das Wochenende gehört der Kunst

Zieht eure bequemsten Schuhe aus dem Schrank, denn es ist wieder soweit: Für das Gallery Weekend vom 27. bis 29. April in Berlin werden euch rund 47 teilnehmende Museen, Ausstellungen und private Sammlungen in Berlin die Türen öffnen und ihre neuen Frühlings-Ausstellungen präsentieren.
 
Zum 14. Mal wird ganz Berlin zu einer großen Ausstellung, denn die Schauplätze erstrecken sich über mehrere Bezirke: In Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg sowie Charlottenburg-Wilmersdorf könnt ihr euch inspirieren lassen – und das alles für lau. Bis Sonntagabend werdet ihr die Möglichkeit haben Gespräche mit Künstlern und Künstlerinnen zu führen und an Führungen teilzunehmen.
 
Das Gallery Weekend verdeutlicht abermals, warum Berlin als Hochburg der Kunst gilt und welchen Einfluss sie auf Künstler unserer Zeit hat. Mit über 1000 internationalen und nationalen Gästen in den letzten Jahren ist das Gallery Weekend ein verkaufsstarker Termin, für den selbst Künstler aus Russland, den USA oder auch China anreisen. Neben vielseitigen Kunstwerken, die ihr nicht missen solltet, werden auch Afterparties stattfinden, auf denen ihr tanzen solltet.
 
Hier habt ihr ein paar Impressionen vom letzten Jahr: